then Sun, 13.09.2026 17:00 | Category Seminar

Seminar_2026-09_Ostarrichi bis zum Gelben Fluss | Globalgeschichte

Zeitraum NEU: 13.-17. September (statt 16. September) 2026

Dauer: 5 Tage (Anreise Sonntagabend bis 17:00 Uhr, Abreise Donnerstagnachmittag)

Ort und Unterkunft: ÖAW, Österreichische Nationalbibliothek u.a.; JUFA Wien City Hotel

Sprache: Deutsch

Zahl der Teilnehmer:innen: 20-25

Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Doz. Dr. Johannes Preiser-Kapeller (ÖAW)

Weitere Mitwirkende: Dr. András Barati (ÖAW), Dr. Ephrem Ishac (ÖAW), Dr. Ekaterini Mitsiou (Univ. Wien), Dr. Lewis Read (ÖAW), Angela Balder (ÖAW, Österreichische Studienstiftung)

Abstract: Von Ostarrichi bis zum Gelben Fluss. Verbindungen zwischen Österreich und der weiten Welt Eurasiens vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit.

„Globalisierung“ wird oft als ein Phänomen der neuesten Zeit betrachtet. Dabei bestanden immer weitreichende Verbindungen zwischen den Weltregionen durch die Mobilität von Menschen, Waren, Texten oder Ideen (aber auch von ungebetenen „Passagieren“ wie Krankheitserregern), die schon damals Lebenswirklichkeiten bis in die Tiefe von Gesellschaften veränderten.

Anhand der Verflechtungen zwischen dem heutigen Österreich und der weiteren Welt Afrikas, Asiens und Europas werden Inhalte und Methoden der Globalgeschichte der „Vormoderne“ diskutiert. Einführende Vorträge werden durch Stadtrundgänge auf den Spuren dieser Verbindungen in Wien und durch „Hands-on-Sessions“ an Quellen- und Archivmaterial ergänzt.

So wird ein Tag auch dem kulturellen Schrifterbe des (christlichen und islamischen) mittelalterlichen Nahen Ostens in Österreich gewidmet sein, samt Besuch in wichtigen Sammlungen in Wien. Der zeitliche Rahmen umfasst mehr als ein Jahrtausend vom Ende der römischen Herrschaft über die Epoche der Kreuzzüge bis zur zweiten Türkenbelagerung 1683, die etwa vor dem Hintergrund „globaler“ Spionagenetzwerke neu beleuchtet wird.

Besonderes Augenmerk wird auch auf die Darstellung der lange zurückreichenden Mobilitäts- und Migrationsgeschichte Österreichs und Wiens im aktuellen politischen Diskurs gerichtet. Das Seminar ist in die Forschungen des FWF-Exzellenzclusters „EurAsian Transformations“ und der Arbeitsgruppe „Byzanz im Kontext“ der Abteilung Byzanzforschung des Instituts für Mittelalterforschung der ÖAW eingebettet.

Programm: wird noch bekanntgegeben