Text und Fotos: Melissa Webersberger
Im März 2026 durfte ich am Institut für Weltraumforschung in Graz für drei Wochen in den Forschungsalltag eintauchen. - Ich glaube, kein Mensch ist vollständig immun gegen die unbestreitbare Anziehungskraft, die der Weltraum und das Universum auf uns Menschen ausübt. Auch ich war schon immer fasziniert davon, wie klein und unbedeutend der Planet, auf dem wir leben manchmal erscheinen kann, wenn man den Blick auf die unendlichen Weiten über uns richtet.
Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Nun die Möglichkeit zu haben, während eines Volontariats tatsächlich an der Forschung in diesem Bereich teilhaben zu dürfen, war für mich eine unvergessliche Erfahrung. Ich verbrachte drei Wochen am Institut für Weltraum-forschung in Graz als Mitglied der Forschungsgruppe Exoplaneten: Wetter und Klima. Als fachfremde Studentin der Umweltsystemwissenschaften konnte ich trotz der gravierenden Unterschiede doch auch einige Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Fachbereichen, vor allem in dieser Forschungsgruppe, finden. Die Methoden der Klima-modellierung auf der Erde im Vergleich zu dem von Exoplaneten sind tatsächlich sehr ähnlich, die Berechnungen werden mit den gleichen Modellen durchgeführt. Dieses Thema sollte auch meine Zeit in den drei Wochen am Institut in Anspruch nehmen.
Es gibt viele verschiedene Arten, das Klima auf der Erde für die Zukunft zu simulieren. Eine davon sind General Circulation Models (kurz GCMs). Durch die Einteilung der Atmosphäre in ein dreidimensionales Gitter und der Verwendung der physikalischen Eigenschaften des zugrundeliegenden Systems können Modelle zukünftige Parameter bestimmen. Die gleichen Modelle, natürlich mit gewissen Abwandlungen, werden auch für Exoplaneten verwendet. Ich versuchte eine Verbindung zwischen den Modellen zu schaffen und beschäftigte mich vorwiegend mit der entsprechenden Literatur.
Horizonterweiterung
Was ich aus meiner Zeit hier mitnehme, ist neben dem Fachlichen vor allem die Gemeinschaft der Forschenden. Sei es bei einem gemütlichen Plausch in der Mittagspause, bei einem Gespräch mit meinem Betreuer oder auch zwischendurch auf dem Gang: Das gegenseitige Interesse war eine Konstante während meiner Zeit am Institut. Ich konnte in kurzer Zeit viele verschiedene Persönlichkeiten kennenlernen. Manche waren bereits seit mehreren Jahrzehnten am Institut tätig, manche nur ein paar Monate. Dadurch konnte ich wertvolle Einblicke in den Alltag an einer Forschungsinstitution gewinnen und bin sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich gemacht habe und für die Menschen, die ich kennenlernen durfte.



