Die albanische Sprache hat sich im 1. und 2. Jahrtausend n. Chr. aus einer unbekannten indogermanischen Sprache auf dem Balkan entwickelt. Evident ist, dass das Albanische u.a. dem Einfluss des Griechischen, Balkanromanischen und Südslavischen ausgesetzt
war, und zwar vor, während und nach der zentralen Dialektspaltung in den gegischen Dialekt und den toskischen Dialekt. Umstritten ist nach wie vor, in welchem Gebiet genau das Uralbanische gesprochen wurde, und wann und auf welche Weise die beiden Dialelte Toskisch und Gegisch entstanden sind. In diesem Vortrag werden neue Überlegungen zu diesen Themen vorgestellt im Rahmen einer Zwischenbilanz des Projektes The Albanian Language in Antiquity.
Michiel de Vaan unterrichtet Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft und Indogermanistik an den Universitäten Basel und Genf. Er leitet zur Zeit das SNFForschungsprojekt The Albanian Language in Antiquity (2022–2026) und ist Autor von u.a. The Avestan Vowels (2003), Etymological Dictionary of Latin and the Other Italic Languages (2008), Introduction to Avestan (2014, mit Javier Martínez), The Dawn of Dutch. Language Contact in the Western Low Countries before 1200 (2017) und Kantonophonie. Vom Ursprung der Schweizer Kantonsnamen (2022).
Information
Date
Tuesday, 21 January 2025, 6pm
Venue
PSK-Building, 4th floor, Georg-Coch-Platz 2, 1010 Vienna
and online via Zoom
Contact
Dr. Joachim Matzinger