Dieses Thema ist unversehens sehr delikat: Die Befassung mit lokalen Sprachen in Iran und mit deren Traditionen gilt in diesem Land als politisch überaus heikel. Das steht im Gegensatz zu dem Sachverhalt, dass in der Geschichte Asiens Türkisches und Iranisches (bzw. Persisches) über viele Jahrhunderte hinweg ständig in engstem Kontakt miteinander standen. Moderne Wissenschaften dürfen diesen Sachverhalt nicht außer Acht lassen!
Zur Person:
Prof. Vásáry ist Professor für Turkologie an der Universität Budapest (Eötvös Lorand Universität). Zu seinen Interessensgebieten zählen unter anderem auch latente "Berührungszonen" zwischen den Fächern Turkologie und Iranistik. In der Praxis hat sich das unter anderem auch dadurch ausgedrückt, dass er über mehrere Jahre hinweg im diplomatischen Dienst seiner Heimat als ungarischer Botschafter in Teheran/Iran gearbeitet hat. |