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| Wirtschaftsmotor Migration: Von billigen Arbeitskräften, ungeliebten Gastarbeitern und zerrissenen Familien |
| Vortrag von Frau Mag. Evelyn Rainer, Institut für Iranistik |
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14.05.2009, 18:00
Österreichische
Orient-Gesellschaft, Dominikanerbastei 6/6, 1010 Wien, Klubsaal
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Thema dieses Vortrages sind die Gründe und Auswirkungen der außergewöhnlich hohen Arbeitsmigration aus der zentralasiatischen Republik Tadschikistan in die Russische Föderation (RF). Aufgrund der schlechten ökonomischen Lage in ihrer Heimat arbeiten an die 30% der TadschikInnen im arbeitsfähigen Alter im Ausland. Die Geldrücksendungen der MigrantInnen haben großen Einfluss auf das wirtschaftliche (Über)Leben Tadschikistans: Der neuesten Schätzung (2008) der Welt Bank zufolge entsprechen sie 36,2% des BIP, der weltweit höchste Wert. Der größte Teil der MigrantInnen sucht Arbeit in den großen Städten der RF. Besondere Charakteristiken dieser Migrationsbewegung sind, dass es sich einerseits vorwiegend um saisonale Migration von April bis Oktober handelt, da die meisten offenen Stellen in der RF in jahreszeitlich eingeschränkten Branchen wie dem Baugewerbe, der Öl- und Gasindustrie zu finden sind. Andererseits ergibt sich aus diesem Umstand, dass wegen der extremen physischen Belastung in diesen Arbeitsbereichen 90% der MigrantInnen Männer sind. Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Abwesenheit von nahezu 30% der männlichen Bevölkerung für die Frauen und die lokalen Ökonomien in Tadschikistan und wie stark sind die MigrantInnen von der globalen bzw. russischen Wirtschaftskrise betroffen? |
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Dieser Vortrag ist Teil der vom Institut für Iranistik und der Österreichischen Orient-Gesellschaft gemeinsam organisierten Vortragsreihe "Kulturwissenschaftliche Iranforschung".
Im Sommersemester 2009 stellen vier Mitarbeiterinnen des Instituts für Iranistik im Rahmen dieser Vortragsreihe ihre Drittmittelprojekte (FWF) vor. |
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