In einem faszinierenden Strauß kompakter Erzählungen bindet die mittelalterliche arabische Geschichtensammlung 101 Nacht die unterschiedlichsten Genres, Protagonisten und Schauplätze zusammen: Heldensagas von Rittern und Recken, Lindwürmern und Jungfrauen, Anekdoten um untreue Ehefrauen, Abenteuer mit Flugmaschinen und den ersten Bewegungsmeldern der Weltliteratur, Geschichten rund um Schlösser, Jäger und Kamele. 101 Nacht entstand und blühte im Westen der arabischen Welt: Andalusien und Nordafrika, besitzt aber sehr enge Verbindungen in den "literarischen Orient": Indien und Iran. 2010 wurde bei einer Ausstellungseröffnung in Berlin eine Handschrift des Werks von 1234 identifiziert. Sie wird derzeit ins Deutsche übertragen und erscheint 2012 im Manesse Verlag. Der Sommervortrag versteht sich als Werkstattbericht aus der Arbeit an der Weltpremiere von 101 Nacht in der Fassung der Handschrift des Aga Khan Museums von 1234.
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