"So wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus" – diese Binsenwahrheit trifft im höchsten Maße auch auf die Bewertung ethnischer Identitäten zu. Eines der Resultate aus rund achtzig Gesprächen mit Personen iranischer Abstammung in Wien ist, dass das Erleben der eigenen Zugehörigkeit stark davon abhängt, in welcher Lebensphase sich eine Person befindet. Dieser Vortrag beschäftigt sich nun mit den Facetten und der Wandelbarkeit von Zugehörigkeit am Beispiel von IranerInnen in Wien. Anhand anschaulicher Materialien werden wichtige Lebensabschnitte vorgestellt und diskutiert. Es wird nachgespürt, wie unterschiedlich Personen doch oftmals mit ähnlichen Herausforderungen umgehen und welche Gründe es dafür geben kann. Neben aufgezeigten Tendenzen, gilt es hier auch vor allem die Vielfältigkeit von Erfahrungen und Strategien aufzuzeigen. Österreich und Wien, als Lebenskontext der Befragten, spielt hier eine besondere Rolle in der Ausprägung von Zugehörigkeit und in ihrer Argumentation. Nebst einem Lokalaugenschein wird dieser Vortrag auch einen Ausblick auf ein geplantes, wenn auch aktuell finanzpolitisch gefährdetes, FWF-Folgeprojekt, dem Vergleich iranischer Communities in Wien und Melbourne (Australien), geben. |