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| Kulturwandel in Iran und iranisch geprägten Gesellschaften: literarische und visuelle Kulturen |
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| Wandel
iranischer Malerei des 17.-19. Jahrhunderts in Wandbildern mit Herrscherdarstellungen |
Projektleitung bis 01.02.2010: Dr. Markus Ritter |
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| Das Projekt wird im Moment nicht bearbeitet |
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| Untersuchung spezifischer Entwicklungen
iranischer Malerei vom 17. bis Mitte 19. Jahrhundert anhand von monumentalen
Herrscherdarstellungen in Wandbildern. Dieser Zeitraum steht zwischen spätmittelalterlichen
Traditionen und neuen Formen, zu deren Quellen auch europäisches Beispiel
und der Rückgriff auf ältere iranische Vorbilder gehören. |
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Aus der Safawiden- und Qajarenzeit des 17.-19. Jahrhunderts
sind in Iran in großer Zahl monumentale Wandbilder belegt: nicht
allein Wandmalerei, sondern auch Fliesenverkleidung, Relief in Stuck und
Stein. Besonders aus Palästen und öffentlichen Bauten sind Bilder
erhalten, die in Audienz-, Thron- und Kampfesszenen die Darstellung des
Herrschers zum Thema haben.
Das kunsthistorische Projekt soll im Ansatz die Besonderheiten der Gattung
Wandbild stärker als bisher berücksichtigen. Anders als Miniatur
und Buchillustration, die sich an einen einzelnen, privaten Betrachter
wenden, lassen sich Wandbilder einer halb-öffentlichen oder öffentlichen
Sphäre zurechnen. Sie erhalten Bedeutung im Zusammenhang mit dem
Bau und dem Ort, für die sie in Auftrag gegeben wurden.
Gefragt wird, wie sich unter diesen Voraussetzungen über den Zeitraum
Formen und Inhalte herrscherlicher Wandbilder verändern. Auf der
Basis eines Materialkataloges werden Fallbeispiele ausgewählt, um
sie im Zusammenhang mit bekannten Werken zu untersuchen.
In formaler Sicht werden Schemata, Bildtypen und stilistische Merkmale
vergleichend erörtert, um eine Entwicklung aus Kontinuitäten
und Brüchen zu beschreiben. Mit der inhaltlichen Frage nach Themen
und Formen herrscherlicher Darstellung werden Werke und Werkgruppen kontrastiv
in einen historischen Zusammenhang gesetzt.
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