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| Österreichrelevante Iranforschung, Buchprojekt |
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| Abū Mansūr
Muwaffaq Ibn 'Alī al-Hirawī: Kitāb al-Abniya 'an Haqā'iq al-Adwiya |
| Faksimile-Farbreproduktion der Handschrift cod. mixt. AF 340 der Österreichischen Nationalbibliothek |
| Projektleitung: Dr. Dr. h.c. Nosratollah Rastegar |
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| abgeschlossen 2010 |
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Im Rahmen einer Publikationskooperation zwischen dem Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem Verlag Miras-e Maktoob, Teheran, wurde die Faksimile-Farbreproduktion der Handschrift "Al-abniya" (cod. mixt. AF 340) der Österreichischen Nationalbibliothek im April 2010 herausgegeben.
Mit Vorworten von Iraj Afshar und Ali Ashraf Sadeghi (Persisch), Karl Holubar, Eva Irblich, Mahmud Omidsalar, Bert G. Fragner und Nosratollah Rastegar (Englisch).
Publikationsmanagement in Wien: Nosratollah Rastegar
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Unter den wertvollsten Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek befindet sich das älteste, in Buchform vollständig erhalten
gebliebene Sprachdenkmal der frühneupersischen Literatur, Signatur cod. mixt. AF 340, datiert mit 1056 n. Chr.. Es handelt sich um eine Abschrift des medizinischen Werkes von Abū Mansūr
Muwaffaq Ibn 'Alī al-Hirawī: Kitāb al-Abniya 'an Haqā'iq al-Adwiya ("Das Buch der Grundlagen
über die wahre Beschaffenheit der Heilmittel"). Der Schreiber des Manuskripts ist der berühmte
persische Dichter und hervorragende Kalligraph des 11. Jhs.: Alī b. Ahmad al-Asadī aus Tus (Iran).
Es ist zweifelsohne das Verdienst einer Reihe europäischer Orientalisten und Wissenschaftler, die
nach der Entdeckung der wahrscheinlich im 18. Jahrhundert nach Wien gelangten Handschrift, die
Aufmerksamkeit der Gelehrtenkreise in Europa auf diese Handschrift lenkten. An ihrer Spitze steht
der österreichische Orientalist des 19. Jahrhunderts, Josef Freiherr v. Hammer-Purgstall (1774 –
1856), der als erster im Jahre 1820 eine Beschreibung dieser Handschrift in Latein vorlegte, und
Franciscus Romeo Seligmann (1808 – 1892), der sich spätestens ab dem Jahr 1830 intensiv mit dieser
Handschrift befasste und sie schließlich im Jahre 1859 in Druckform als Buch herausgab.
Die vorliegende Ausgabe beinhaltet die Farbreproduktion der Wiener Handschrift, englische Vorworte
und Begleittexte von Bert G. Fragner / Nosratollah Rastegar, Karl Holubar, Eva Irblich, und Mahmud
Omidsalar sowie persische Einführungen und Beschreibungen von Iraj Afshar und Ali Ashraf Sadeghi
und eine persische Übersetzung der klassischen Einleitung von Seligmann.
Die kodikologisch vielfältige und daher große Bedeutung des Wiener Manuskripts AF 340 liegt vor
allem in dessen literaturgeschichtlichen, sprachhistorischen, orthographischen, textwissenschaftlichen,
rezeptionsgeschichtlichen und nicht zuletzt in dessen medizinischen Besonderheiten. Diese und viele
weitere Aspekte sowie Informationen über den Autor des Werkes sind vor allem in den sieben
englischen und persischen Begleittexten zu dieser Publikation ausführlich dargelegt worden.
An dieser zeitaufwändigen und kostspieligen Publikation haben sich drei Institutionen (ONB, ÖAW,
Miras-e Maktoob) und viele Gelehrte und Kollegen aus Österreich, USA und Iran beteiligt. Es ist zu
vermerken, dass mit dieser Ausgabe das älteste Buchdenkmal der persischen Literatur mit allen seinen
Besonderheiten, die in den früheren Ausgaben leider nicht zum Vorschein kamen, erstmalig
originalgetreu der Fachwelt präsentiert wird. Es ist zu hoffen, dass das Werk auch in medizinwissenschaftlicher
Hinsicht eine Neuwertung erfährt. |
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Die Publikation ist über den Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zu beziehen:
Abū Mansūr
Muwaffaq Ibn 'Alī al-Hirawī: Kitāb al-Abniya 'an Haqā'iq al-Adwiya |
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