Bert G. Fragner, wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Gründungsdirektor des Instituts für Iranistik der ÖAW von 2003 bis 2009, erhält den Preis für Geschichte und Literatur der Mahmud-Afshar-Stiftung in Teheran (Iran). Der Preis, der zum achtzehnten Mal vergeben wurde, würdigt die jahrzehntelange wissenschaftliche Arbeit von Bert Fragner zur iranischen Kulturgeschichte. Zu den Mahmud-Afshar-Preisträgern der letzen Jahre zählen unter anderen Clifford E. Bosworth, Richard N. Frye und J.T.P. de Bruijn. Bert Fragner wird den Preis am 8. Juli 2010 im Rahmen einer Festveranstaltung im Theatersaal der ÖAW entgegennehmen.
Bert Fragner promovierte 1970 an der Universität Wien. Nach der Habilitation in Freiburg i. Br. (1977) hatte er Professuren in Freiburg und Berlin und zuletzt den Lehrstuhl für Iranistik an der Universität Bamberg inne. 2003 kehrte Fragner als Leiter des Instituts für Iranistik der ÖAW nach Wien zurück. Bis zu seiner Pensionierung 2009 baute er das Insitut zu einem international hoch angesehenen Forschungszentrum aus. In seiner vielseitigen Forschungs- und Lehrtätigkeit beschäftigt sich Bert Fragner hauptsächlich mit Fragen der neuzeitlichen und modernen Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte Irans und iranisch geprägter Kulturen. |