Thema der Konferenz ist Iran während der Herrschaftsperiode der Dynastie der sogenannten "Qajaren" (auch: Kadscharen), die von 1779 bis 1921 dauerte. In den nahezu anderthalb Jahrhunderten dieser Periode wandelte sich die iranische Gesellschaft entscheidend von einem vormodern geprägten Zustand zu einem politischen Gebilde, das zwar noch keineswegs westlichen Standards entsprochen haben mochte, aber dennoch die entscheidenden Merkmale eines modernen Staatswesens entwickelt hatte. Die Protagonisten der darauffolgenden, von nur zwei Herrschern geprägten Dynastie der "Pahlavis" setzten während der knapp sechzig Jahre dauernden Periode ihrer Macht alles daran, die Zeit der Qajaren als dekadent, modernitätsresistent und unfähig in Verruf zu bringen.
Längst wurden derartige Positionen revidiert. Die Qajarenforschung zählt heute zu den kreativsten Bereichen kultur- und gesellschaftsgeschichtlicher Forschungstätigkeit über und in Iran. Heutzutage geht der Trend dahin, diese Zeit als innovativ und dynamisch zu interpretieren. In der diesjährigen Konferenz wird das Thema "Architektur" "" zwischen Tradition und Moderne "" im Mittelpunkt der Erörterungen stehen. International renommierte Gelehrte aus Europa, Iran und aus den USA werden erwartet.
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