Diese Tagung wird vom Institut für Ostasienwissenschaften/Sinologie der Universität Wien und dem Zentrum Asienwissenschaften und Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam organisiert und vom Konfuzius Institut an der Universität Wien und der Fritz Thyssen Stiftung gefördert.
Ziel dieser Tagung ist, Grundlagen für eine zukünftige internationale Kooperation zu legen, die sich mit aktuellen religiösen Entwicklungen in einem Land beschäftigt, das sich durch eine offizielle Staatsdoktrin des Kommunismus und eine eher ablehnende oder zumindest indifferente Haltung gegenüber Religionen kennzeichnet. Zwar hat die ideologisch begründete Ablehnung religiöser Orientierungen innerhalb der Bevölkerung in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung verloren, doch wird einerseits der Islam von der Zentralregierung in Peking im Zuge der Entwicklung des internationalen Terrorismus in der Region als politische Bedrohung wahrgenommen, während die Führung der KPCh und der chinesischen Regierung andererseits versucht, die Muslime in die Modernisierung Chinas zu integrieren. Es stellt sich deshalb die Frage nach der grundlegenden Orientierung der etwa 20 Millionen Muslime im Kontext der diversifizierten Ethnogenese, der augenblicklichen geopolitischen Konstellation, der innerreligiösen Ausdifferenzierungen und der Konflikte zwischen der han-chinesischen Majorität und der muslimischen Minorität.
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