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Sibylle Wentker (Bearb.): Geschichte Wassaf's. Band 1 und 2 Helmut Slaby: Bindenschild und Sonnenlöwe (Neuausgabe) |
| Buchpräsentation |
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23.11.2010, 15:00
Seminarraum 1 der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Wohllebengasse 12-14 (Parterre), 1040 Wien
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| Vorliegendes Buch stellt den ersten von fünf Teilen der „Geschichte Waṣṣāfs“ (Tārīḫ-i Waṣṣāf) in der deutschen Übersetzung des österreichischen Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall (1774-1856) dar. Den persischen Text ließ Hammer-Purgstall nach den verwendeten Wiener Handschriften ÖNB NF 220a und ÖNB NF 220b aufwendig in eigens dafür angefertigten persischen Lettern setzen. Das Buch erschien erstmals 1856 und wird hier nachgedruckt als Beginn der Neuausgabe der vier nur in Manuskriptform erhaltenen Übersetzung des Tārīḫ-i Waṣṣāf. Der Nachdruck des ersten Bandes ist erweitert durch eine Einleitung und einen zweisprachigen Index. Der Autor dieses bedeutenden persischen Geschichtswerks, Šaraf ad-Dīn ʿAbd Allāh b. Faḍl Allāh Waṣṣāf aus Schiraz, beschreibt darin die Geschichte seiner Heimatprovinz Fars und der mongolischen Herrschaft in Iran, wobei er auch benachbarte Dynastien behandelte. Der erste Band behandelt die Geschichte der mongolischen Eroberungen im 13. Jahrhundert und führt die Geschichte bis zur Thronbesteigung des vierten Ilchans Arġūn (683-689/1284-1291). |
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| Vorliegendes Buch stellt den zweiten von fünf Teilen der „Geschichte Waṣṣāfs“ (Tārīḫ-i Waṣṣāf) in der deutschen Übersetzung des österreichischen Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall (1774-1856) dar. Der Autor dieses bedeutenden persischen Geschichtswerks, Šaraf ad-Dīn ʿAbd Allāh b. Faḍl Allāh Waṣṣāf aus Schiraz, beschreibt darin die Geschichte seiner Heimatprovinz Fars und der mongolischen Herrschaft in Iran, wobei er auch benachbarte Dynastien behandelte. Der zweite Teil seiner Chronik enthält die Geschichte der salghuridischen Atabege der Provinz Fars von den Anfängen bis zu ihrem Ende mit dem Tod von Ābiš (Ibisch) Ḫātūn (685/1286). Daran anschließend wird die Regierungszeit von Arġūn Ḫān (683-690/1284-1291) behandelt sowie die Geschichte der Atabege von Lor, Yūsufšāh und seinem Sohn Afrāsiāb I. (hingerichtet 695/1296). |
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| Der österreichische Diplomat Dr. Helmut Slaby leitete zehn Jahre lang – von 1969 bis 1979 – das Österreichische Kulturinstitut in Teheran. Während dieser Zeit vertiefte er sich zunehmend in den Gegenstand des vorliegenden Buches, dessen Manuskript wenige Jahre nach seiner Rückkehr nach Österreich abgeschlossen wurde. Der vorliegende Text stellt eine Neuauflage des längst zur bibliographischen Rarität gewordenen Werks dar. Slabys Ziel war es gewesen, die Geschichte der österreichisch-iranischen Beziehungen mit besonderer Betonung der österreichischen Präsenz in Persien vom späten Mittelalter an bis in die Zeit seiner eigenen Erfahrungen hinein zu erzählen. Vor allem wollte er einen wissenschaftlich fundierten Text auf eine Weise abfassen, die immer auch durch einen anekdotischen Modus geprägt sein sollte. Geschichten, wie sie den beruflichen Alltag seines eigenen Lebens in Teheran gewissermaßen ständig umspülten, sollten zurück geführt werden in die Vergangenheit, vor allem die des 19. Jahrhunderts. Tatsächlich entbehrt die Präsenz österreichischer Lehrer, Techniker, Wissenschafter, Hofbediensteter, Unternehmer und nicht zuletzt Abenteurer jeglicher Couleur seit damals durchaus nicht einer Kontinuität, die über das frühe zwanzigste Jahrhundert schließlich in die damalige „Gegenwart“ des Chronisten Slaby andauern sollte. Bis heute gibt es für kein anderes Land eine vergleichbare Studie, in der die Umrahmung der neueren Diplomatiegeschichte zwischen dem jeweiligen Land und Iran (bzw. Persien) in sachlicher und kausaler Hinsicht auch nur annähernd so konsequent herausgearbeitet worden ist wie im Falle des „Bindenschildes und des Sonnenlöwen“. |
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