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For Whom The Bell Tolls

2 Vorträge in der Reihe "Epigraphik in der Hollandstraße"

Wednesday 26.11.2025 10:11 am
Greek (mirror-reversed) inscription on a bell cast in 1270. From Melnik, on display at the National Museum of History (Sofia, Bulgaria) (Copyright: Alex Rodriguez Suarez). Vorbereitung der Form für das Wachsausschmelzverfahren (Foto: Caroline Martin); Collage

Vortrag 1 

Orthodox Church Bells in the Medieval Balkans: An epigraphic approach

online Lecture by Alex Rodriguez Suarez

The Ottoman conquest of the Balkans witnessed the looting and melting of most church bells across Byzantine, Bulgarian and Serbian territory. As a result, the number of extant bells commissioned by Orthodox individuals and dated to the Middle Ages is very small. These musical instruments are rather unknown. In fact, some are not even on display and so they remain unaccessible to researchers. This presentation focuses on the inscriptions of these musical instruments, analysing their content in both Greek and Old Church Slavonic. Their collation sheds light on how bells cast for Orthodox communities might have read differently from their Western counterparts.


Vortrag 2

Wie Glocken das Metallhandwerk veränderten:
Inschriften, Werkspuren und technische Innovation im Mittelalter

Vortrag von Bastian Asmus

Inschriften auf Glocken sind nicht nur historische Zeugnisse, sondern auch wichtige Hinweise auf ihre Herstellung. Anhand der Werkspuren lassen sich die verwendeten Formtechniken meist klar erkennen. Die ältesten bekannten Glocken wurden im Wachsausschmelzverfahren gegossen, während spätere Exemplare Merkmale des Lehmhemd- oder Mantelabhebeverfahrens zeigen. Wann und wie der Übergang zwischen diesen Techniken erfolgte, ist bislang nicht eindeutig geklärt und wird häufig über die Inschriften und deren Ausführungsweise erschlossen. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass sich dabei wechselseitige Annahmen zwischen Kunstgeschichte, Archäologie und Kampanologie finden. Im Beitrag werden einige Beobachtungen vorgestellt, die auf solche Zusammenhänge aufmerksam machen und zu einem vertieften Verständnis der handwerklichen Arbeitsspuren beitragen können.

 

 

 

Information

 

Epigraphik in der Hollandstraße VI

26. November 2025
10-12 Uhr

Österreichische Akademie der Wissenschaften
Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien
Alte PSK
4. Stock, Besprechungsraum 4

Kontakt

Julia Anna Schön
juliaanna.schoen[at]oeaw.ac.at

Teilnahme online möglich.
Wir bitten um
Anmeldung bis 19. November 2025
 

Poster

Epigrafik in der Hollandstraße