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Gesamtinventar
Die BG
08 "Internationale u. nationale Organisationen" enthält
Akten zu internationalen Vereinigungen und Forschungsvorhaben, an
denen die ÖAW, teilweise im Auftrag des Ministeriums als
Vertretung Österreichs, beteiligt ist.
Akademischer Rat des BMWF,
s. Österreichischer Rat für
Wissenschaft und Forschung
Altas Linguarum Europae (ALE),
s. Union Académique Internationale (UAI)
Beschreibung:
An dem Atlas Linguarum Europae (ALE), der bereits im Jahre 1967 auf
dem 2. Internationalen Dialektologen-Kongreß initiiert worden
war, beteiligte sich Prof. Peter Wiesinger, Wien, seit 1972. Als im
Jahre 1975 seitens der UAI die Einladung an die ÖAW gelangte,
diese möge offiziell als österreichische Mitarbeiterin
auftreten, war die Arbeit nahezu schon erledigt, so daß die ÖAW
der Einladung nicht folgte.
Internationales Institut für angewandte
Systemanalyse
(IIASA-Kommission)
Zeitraum: 1973-1995
Umfang: 4 Kartons
Erschließung: Übersicht (1 S.)
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, IIASA-Kommission
Literatur: –
Lokat: 9-li/IIIe
Association internationale
Zeitraum: 1899 ff.
Umfang: 8 ½ Schachteln, 1 Buch
Erschließung: Schachtel 1:
1899-1908. 1899, viel, Ungarn bis 1892 zurück; 1900; 1901, viel;
1902-1903; 1904, viel; 1905-1906; Protokolle der Verbandskommission
1902-1907; - In Wien tagte 1906 der Ausschuß, 1907 die
Generalversammlung, darauf konzentrieren sich die Akten (dafür
auch das Protokollbuch). – 1907, Korrespondenz; Verzeichnis der
versendeten Rundschreiben; Protokolle der Komité-Sitzungen
nebst Beilagen; Berichte; Druckkorrespondenz; 1908; Mitgliedsanträge;
Berichte (gedruckt, 1900, 1904, 1906). Schachtel 2: A –
B 10. (Für die Wiener Tagungen wurde Material zu einzelnen
Tagesordnungspunkten zusammengestellt, z.T. auch weiter
zurückliegende Akten, selten wurden spätere eingefügt,
sehr zahlreiche Separata.) A.2 Neue Aufnahme von Akademien
(1906-1907); A.3 Statuten (1907); A.5 Wahl des Versammlungsortes
(1907); A.6 Verschiedene Einläufe (1907); B.1 Wissenschaftlicher
Katalog der Royal Society (leerer Umschlag, s.u. Internationaler
Katalog); B.2 Gehirnforschung (1905-1909); B.3 Seismische
Beobachtungen (1905-1907); B.4. Nivellements und geodätische
Messungen (1906-1907); B.6 Magnetische Messung eines Breitenkreises
(1905-1907); B.7 Messung des Bogens des 30. Meridians (1905); B.8
Marey-Institut (1907); B.9 Lunare Nomenklatur (1907); B.10
Sonnenforschung (1903-1907). Schachtel 3: B 11 – C 3.
B.11 Organisation meteorologischer Stationen, 2 Umschläge
(1906-1908, 1907); B.12 Algebraische Maschinen (1906-1907);
Polarkommission (1907); C.1 Herausgabe der Werke von Leibniz
(1901-1907); C.2. Handschriftenverleihung (1901-1907, viel); C.3
Mahabharata (1904-1907, viel). Schachtel 4: C 4 – C 12.
C.4 Encyklopädie des Islam (1900-1907 und 1908-1910); B.5 Corpus
griechischer Urkunden (1905-1907 u. 1940-1941); C.6 Griechischer
Thesaurus (1906-1907); C.7 Corpus medicorum antuiquorum (1901-1907);
C.8 Bibliographischer Antrag der British Academy (1906); C.9
Bibliothekarischer Antrag Frederick (1905); C.10 Fremdengesetze
(1904); C.11 Pali-Wörterbuch (1904); C.12 Internationale
Hilfssprache (1903-1907, viel); Weltstadt (1907). Schachtel 5:
1909-1923 (die folgenden Jahre hauptsächlich Berichte und
Korrespondenzen). 1909-1912; 1913, viel; 1914-1923 (zur Liquidation).
Separata: Schweiz. Naturf. Ges., Statuten 1900; Bericht d.
Zentralkomitees d. Schweiz. Naturf. Ges. 1908/09; Verzeichnis d.
Jahresversammlungen u. d. Mitglieder d. Schweiz. Naturf.
Ges. 1908; Rapports d. commissions de la Soc. hélvét.
d. sciences nat. 1908/09; Verhandlungen d. Schweiz. Naturf.
Ges. 92,1909,2; Generalplan zur Gründung einer internationalen
Association der Akademien 1899; Ass. int. acad., 1. assemblée
générale, Paris 1901. Schachtel
6: Separata. Leonardo de Torres y Quevedo, Sobre un sistema de
notaciones y simbolos, 1907; Verhandlungen d. 1903 zu Straßburg
abgeh. 2. intern. seismologischen Konferenz, 1904; W. His,
Protokoll d. von d. Intern. Assoc. d. Akad.
niedergesetzten Centralkommission f. Gehirnforschung, 1904; Rapports
sur la coopération de l’Association géodésique
internationale dans l’étude de deux question
géologiques, 1907; Zuschrift d. Kgl. Preuß. Akad.
d. Wiss., Der Kaiserl. Akad. d. Wiss. zu Wien, 1906; Roland Eötvös:
Bestimmung der Gradienten der Schwerkraft und ihrer Niveauflächen
mit Hilfe der Drehwage, 1906; Internat. Assoz. d. Akad., Dritte
Generalversammlung in Wien 1907. Schachtel 7: Separata
1899-1902. Schachtel 8: Separata 1903-1907. Schachtel 9:
Separata 1908-1913. Spezialverzeichnisse zu den Schachteln 7-9
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Association internationale
Literatur:
Lokat: 1-li/IVf-g
Buitenzorg
Zeitraum: 1892-1913
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: (Verleihung des Stipendiums
wurde über Kartell abgewickelt) Stipendium der Akademie, Besuch
auf Java (Botanischer Garten). Akademie-Stipendium für
Heinricher und Molisch [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Buitenzorg
Literatur:
Lokat: 1-li/IVg
Chemie der Minerale
Zeitraum: 1905-1908
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Antrag für
Kartellangelegenheiten; 1907-1909 Sonnenbeobachtungsstation in der
Nähe Wiens [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Chemie der Minerale
Literatur:
Lokat: 1-li/IVg
Committee on Space Research (COSPAR)
Zeitraum: 1959-1990
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: AB (4 S.)
Beschreibung: Das COSPAR wurde im Okt. 1958 per
Beschluß der Generalversammlung des International Council of
Scientific Unions (ISCU) gegründet. Intention war es, nach dem
Internationalen Geophysikalischen Jahr die internationale
Zusammenarbeit auf dem Gebiet der friedlichen Weltraumfoschung
fortzuführen.
Die
Akten im AÖAW dokumentieren die österreichische Beteiligung
an dem COSPAR. Höhepunkte stellen sicherlich die Ausrichtungen
der alljährlichen COSPAR-Treffen dar, die in den Jahren 1966,
1978 und 1984 in Österreich (Wien, Innsbruck und Graz)
stattgefunden haben.
Zitat: AÖAW, COSPAR
Literatur: Bruno Philipp Besser: Austria’s
history in space. Noordwijk 2004 (ESA HSR. 34), bes. S. 16 f.
(ÖAW-Bibl.-Sign.: 31.630-C.Ar).
Lokat: 1-li/IIIe
Corpus Vasorum Antiquorum (CVA),
s. Union Académique Internationale (UAI)
Beschreibung: Das Corpus Vasorum Antiquorum (CVA)
ist ein internationales Forschungsprojekt zur Erforschung und
Publikation antiker Keramik. Es ist das älteste Projekt der UAI
und geht auf die Initiative des französischen Archäologen
Edmond Pottier zurück, der bereits im Jahre 1919 ein erstes
vorbereitendes Treffen in Paris veranstaltete. Der erste Band
(Louvre, Fasz. 1) erschien 1923.
Da das CVA unter dem Patronat der UAI steht und seitens
der ÖAW, die österreichischerseits am CVMA arbeitet, keine
eigene Forschungseinrichtung besteht, wurden die Berichte und die das
CVMA betreffenden Korrespondenz bei den Akten der UAI abgelegt.
Corpus Vitrearum Medii Aevi (CVMA),
s. Union Académique Internationale (UAI)
Beschreibung: Das Unternehmen wurde im Jahre 1949
auf Initiative von Hans R. Hahnloser unter dem Namen Corpus Vitrearum
Medii Aevi (CVMA) gegründet. Da das CVMA unter dem Patronat der
UAI – und des Comité International d’Histoire de
l’Art (CIHA) – steht und seitens der ÖAW, die
österreichischerseits am CVMA arbeitet, keine eigene
Forschungseinrichtung besteht, wurden die Berichte und die das CVMA
betreffenden Korrespondenz bei den Akten der UAI abgelegt.
Literatur: [1] Corpus
Vitrearum. Histoire et Etat actuel de l’entreprise
internationale. Hg. v. der ÖAW gemeinsam mit dem
Österreichischen Nationalkomitee des Corpus Vitrearum. Wien 1982
(ÖAW-Bibl.-Sign.: Akad.94-B). [2] Eva Frodl-Kraft: Das
Corpus Vitrearum Medii Aevi. Ein Rückblick, in: Hartmut Scholz
(Hg.): Glas, Malerei, Forschung. Internationale Studien zu Ehren von
Rüdiger Becksmann. Berlin 2004, S. 13-21.
International Council for Science (ICSU)
Zeitraum: 1950-1972
Umfang: 1 ½ Schachteln
Erschließung: keine
Beschreibung: Akten über Mitgliedschaften
bei / Beziehungen zu Unionen, die im ICSU zusammengeschlossen sind:
IAU (1954-1968; Astronomie, gegr.
1919) – IUB (1967; Biochemie, gegr.
1955) – IUBS (1967-1974; Biologie, gegr. 1919) – IUCr
(1951-1966; Kristallographie, gegr. 1947) – IGU (1949-1960;
Geographie, gegr. 1923) – UIHPS (1959-1969; Geschichte der
Wissenschaften, gegr. 1954) – IMU (1950-1962; Mathematik, gegr.
1952) – IUTAM (1950-1966; Mechanik, gegr. 1947) – UPI
(1960; Paläontologie, gegr. 1933, an IUGS und IUBS
angeschlossen) – IUPAP (1955-1969 u. Ionenquellkonferenz 1972,
Boltzmannsymposium 1972, Physik, gegr. 1922) – IUCSIP
(1967-1968; Physik, Sonnenphysik, gegr. 1966,
Inter-Union-Commission) – URSI (1952-1958; Radio, gegr. 1919)
– Seismologisches Zentrum 1971
Zitat: AÖAW, ICSU
Literatur:
Lokat: 1-li/Vc-d
International Council of Museums (ICOM)
Zeitraum: 1949-1954
Umfang: 1/3 Schachtel
Erschließung: Korrespondenz; Loehr war
Vorsitzender der Kommission [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, ICOM
Literatur:
Lokat: 1-li/IIIf
Hirnforschungszentrum,
s. Hirnforschung (BG 02.06)
Internationaler Historikerverband
Zeitraum: 1933 ff.
Umfang: 1/3 Schachtel
Erschließung: 1933 auf Warschauer
Historikertagung für Numismatik und Geldgeschichte begründet;
Dreiländertagung (Österreich, Schweiz, Deutschland) für
Frühmittelalterforschung; internationaler Historikerverband –
Reaktivierung 1948/49; internationale Korrespondenz; Ausschüsse:
Ikonographie, Diplomatenlisten; Publikationsangelegenheiten Probst
und Anderle; Valerie Veszprem Bélane (Ungarnflüchtlinge,
Forschungen und Fortschritte) [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Internationaler
Historikerverband
Literatur:
Lokat:
1-li/IIIg
Kartell
Zeitraum: 1892 ff.
Umfang: 6 Schachteln
Erschließung: Enthält auch
Verbandskommission 1892-1945. Schachtel 1: 1892-1906.
Statutenentwürfe; 1892; Berlin 1892/93, viel Mommsen; 1893,
Leipzig 1893; 1894-1895; 1896, Wien war Tagungsort; 1897-1899; 1900,
Wien war Tagungsort, z.B. Seismische Stationen,
Enzyklopädie-Kommission; 1901-1906. Schachtel 2:
1907-1917. 1907; 1908, z.B. Septuaginta (D.H. Müller); 1909,
Wien war Tagungsort; Korrespdonenz 1909/10; 1910-1913; 1914, Wien war
Tagungsort; 1915-1917. Schachtel 3: 1918-1926. 1918; 1919;
Teneriffa-Expedition (Akten etwa 1915-1919); 1920, 1920bis (z.B.
Boltzmann-Publikation); 1921, Wien war Tagungsort, 1921bis (u.a.
Separata Hirnforschung, Spezialkomm. f. mathemat.-naturwiss.
Angelegenheiten; Tagungsordnungspunkte (3 in eigenem Umschlag);
Internationale Assoziation, Poggendorff 5. Bd, Fritz Müller;
1922; 1923, Akten über Union académique; 1924-1925;
Bücherpreise (1924 ff.); Verbandskommission 1926. Schachtel
4: 1926-1928. 1926, Wien war Tagungsort, sehr umfangreich;
CIR/UAI (Conseil intern. de recherches, Union académique
intern.): 1923, Amsterdam 1924 f., Stekloff (UdSSR), Wiener Entwurf,
Statuten (er handelt sich um die Verhandlungen zur Rückkehr
Deutschlands und Österreichs in die internationalen
Organisationen, vgl. auch 1921 Ass. int.); 1927, in 4 Umschlägen,
1927 Beitritt in die Union académique; 1928; Protokolle der
Kartellverhandlungen
1923-1928; Mitteilungen des Verbandes der deutschen Hochschulen.
Schachtel 5: 1929-1940 (war ursprünglich Schachtel
"Verbandskommission 1"). 1932, Wien Tagungsort; Union
géodésique et géophysique; 1938, Kartelltag in
Wien; Protokolle der Verbandskommission; 1 Akt aus dem Jahr 1950.
Schachtel 6: Sonderdrucke
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980]. Zu Schachtel 6 liegt ein StV
vor.
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Kartell
Literatur:
Lokat: 1-li/IVe-f
Konferenz für Wissenschaft und Forschung,
s. Österreichischer Rat für
Wissenschaft und Forschung
Kristallographie
Zeitraum: 1901-1905
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: zum Kartell gehörig.
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Kristallographie
Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 299.
Lokat: 1-li/IVg
Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae
(LIMC)
Zeitraum: 1975-1986, 1992-1997
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB (2 S.)
Beschreibung: In den Jahren ab 1975 wurde die
Entsendung eines Delegierten der ÖAW zum Stiftungsrat des LIMC
durch die phil.-hist. Klasse organisiert. Die Akten enthalten zumeist
die Aussendung des LIMC mit dem Bericht über die Tätigkeit
der einzelnen beteiligten Länder, über das Budget und
schließlich Unterlagen über die Delegierung des Vertreters
der ÖAW. Zumindest Teile der Korrespondenz wurden von Seiten des
Stiftungsrates des LIMC direkt an Prof. Vetters im Österreichischen
Archäologischen Institut der Universität Wien gerichtet.
Diesen Akten sind auch jene von Prof. Schwabl aus den
Jahren 1992-1997 beigegeben, zumeist handelt es sich um Unterlagen
wg. seiner Teilnahme an der Tagung in Malibu/ CA im Jahre 1995.
Hierbei auch Prüfungsberichte über die LIMC-Finanzen.
Am 6. März 1996 ging die Kommission in der
Forschungsstelle für Archäologie auf.
Siehe
auch unter den Akten der UAI (BG 08).
Zitat: AÖAW, LIMC
Literatur:
Lokat: 6-li/IIId
Deutsche Literatur-Zeitung (DLZ)
Zeitraum: 1945-1971
Umfang: 1 ½ Schachteln
Erschließung: Schachtel 1: Berichte
an die DLZ 1945-1971. Schachtel 2: Korrespondenzen;
Teilberichte; Besprechung mit Eduard Winter; Herausgabefragen;
Separata [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, DLZ
Literatur:
Lokat: 1-li/IVf-g
Mahabharata-Ausgabe
Zeitraum: 1904-1913, 1920, 1927
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Reichhaltige internationale
Gelehrtenkorrespondenz; Druckproben; ungeordnet [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Mahabharata-Ausgabe
Literatur:
Lokat: 1-li/IVg
Manuscrits Alchimiques,
s. Union Académique Internationale (UAI)
Beschreibung: Über die Beteiligung der ÖAW
an den "Manuscrits alchimiques" berichtet erstmals am 5.
Mai 1978 Rainer Walther, Kommission für Byzantinistik der ÖAW.
Die "Manuscrits alchimiques" erscheinen jedoch nicht unter
den üblichen Jahresberichten der Akademie an die UAI.
Mathematische Enzyklopädie
Zeitraum: 1895-1921, 1934
Umfang: 1 Schachtel
Erschließung: Sehr reichhaltiges Material:
Druckwerke; Korrespondenz; Probedrucke; Sonderdrucke; Protokolle der
Verhandlungen [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Mathematische Enzyklopädie
Literatur:
Lokat: 1-li/IVg
Mittellateinisches Wörterbuch
Zeitraum: 1937-1990
Umfang: 2 Schachteln
Erschließung: Schachtel 1: Leitung
Prinz, Kartellangelegenheit, Stipendiatenverträge, Separata,
Korrespondenz [zahlreiche Korrespondenzen Meisters aus der
Kriegszeit, insbesondere mit Paul Lehmann, München]. -
Zitierliste (3 Bde); Separata; 1937-1945; 1945-1950; 1950-1971 (ab
dieser Zeit etwa Projekt der UAI, nach Betreffen geordnet),
Jahresberichte; Berichte an UAI; Kommissionsberichte; Chartae Latinae
antiquiores. Schachtel 2: Diverses; Exzerpte (1951, 1952bis,
1956, 1957, 1959, 1963); Archivum Lat. Med. Aevi (2 Umschläge);
Meister; Novum Glossarium; Stipendien (2 Umschläge);
Jahressitzungen (1967, 1968) [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Kommissionsakten bis 1990.
Beschreibung: Siehe auch unter den Akten der UAI
(BG 08).
Zitat: AÖAW, Mittellateinisches Wörterbuch
Literatur:
Lokat: 1-li/IVg
Monumenta Germania Historica (MGH)
Zeitraum: 1873-1997
Umfang: 1 Karton (1873-1964) u. 1 Aktenordner
(1966-1997)
Erschließung: AB
(12 S., nur für den Karton)
Beschreibung: Reichsfreiherr Heinrich Friedrich
Karl von Stein (1757-1831), hatte die "Gesellschaft für
ältere deutsche Geschichtskunde" 1819 in Frankfurt
gegründet, deren mittelalterliche Quellensammlungsreihe der
Monumenta Germaniae Historica Georg Heinrich Pertz edierte. 1872
wurde vom deutschen Reichskanzleramt eine Reorganisation der
Zentraldirektion mit Sitz in Berlin angestrebt, zu der die Akademie
in Wien eingeladen wurde mitzuwirken. 1875 wurden jeweils zwei
Delegierte von den Akademien in Wien, Berlin und München
entsandt. Festgelegt wurde dies im "Statut zur Fortführung
der Monumenta Germaniae Historica". Als erste Delegierte aus
Österreich wurden Karl Friedrich Stumpf-Brentano und Theodor von
Sickel ernannt, letzterer wurde auch Leiter der Wiener
Diplomata-Abteilung am 1854 gegründeten Institut für
Österreichische Geschichtsforschung. Das Editionsunternehmen
gliederte sich in 5 Abteilungen. Im Jahre 1935 wurde die Gesellschaft
auf Veranlassung des nationalsozialistischen Rechtshistorikers Karl
August Eckhardt in ein Reichsinstitut für ältere deutsche
Geschichtskunde umgeformt, wobei dieser nach Paul Kehr die Leitung
desselben übernahm. 1945 wurde die Gesellschaft nach
anfänglichen Schwierigkeiten unter der Leitung von Friedrich
Baethgen wiederhergestellt und hat seit 1949 ihren Sitz in München.
Die Wiener Diplomata-Abteilung unterstand nach dem Krieg dem Direktor
des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung Leo
Santifaller.
1957 wurde Herbert Grundmann in der Zentraldirektion zum
Leiter und Nachfolger Friedrich Baethgens der Monumenta Germaniae
Historica noch als Gemeinschaftsunternehmen mit der Bayerischen
Akademie der Wissenschaften ernannt. Im Jahre 1963 sind die MGH eine
Körperschaft öffentlichen Rechts geworden.
Seitens der ÖAW wurde in der Sitzung der
phil.-hist. Klasse v. 9. Okt. 1974 (C 3176) die Trennung der Agenden
der MGH von der Historischen Kommission beschlossen und eine eigene
"Kommission für die Wiener Diplomata-Ausgabe der MGH"
eingerichtet. Diese Kommission bestand bis zur Zusammenlegung mit
weiteren "Kommissionen zur Forschungsstelle für
Frühmittelalterforschung" mit 1. Jan. 1998.
Zitat: AÖAW, MGH
Literatur: [1] Stiftungen (1919), S.
130-133 (Statut über die Fortführung der MGH). [2]
Meister, Geschichte (1947), S. 347. [3] Bettina
Pferschy-Maleczek: Die Diplomata-Edition der Monumenta Germaniae
Historica am Institut für Österreichische
Geschichtsforschung (1875-1990), in: Mitteilungen des Instituts für
Österreichische Geschichtsforschung 112 (2004), S. 412-467.
Lokat: 1-li/IIg
Ost-West-Programm (OWP)
Zeitraum: 1990-2000
Umfang: 11 Kartons
Erschließung: AB (41 S.)
Beschreibung: Das Ost-West-Programm der ÖAW
wurde im Jahre 1990 zur Förderung der Kooperation zwischen
Wissenschaftlern aus Österreich und osteuropäischen Ländern
einschließlich der Sowjetunion eingerichtet. Zur Beurteilung
der eingereichten Projekte und Vergabe der Mittel wurde die
"Kommission für das Ost-West-Programm” als
Kommission der Gesamtakademie eingesetzt,
die neben der Sachkompetenz auch auf die Ausgewogenheit
der wissenschaftlichen Gebiete zu achten
hatte. Die Kommission bediente sich zur Entscheidungshilfe
wenigstens zweier externer Gutachter, die
gegenüber den Antragstellern anonym blieben. Bis einschließlich
1995 wurden 167 Projektanträge eingereicht
und nach Begutachtung an das
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) zur
Genehmigung bzw.
Ablehnung empfohlen. Die Anträge kamen aus allen
wissenschaftlichen Disziplinen. Von
ÖAW-Instituten und -Kommissionen
wurden 29 Projektanträge vorgelegt. Die Finanzierung erfolgte
direkt durch das BMWF. Die hierfür insgesamt aufgewendeten
Mittel betrugen jährlich rund 9 Millionen ÖS.
(Österreichische Akademie der Wissenschaften, Tätigkeitsbericht
1994-1995, Wien 1996, S. 363).
Ab
dem Jahr 1994 reichten die Budgetmittel nur mehr für die
Finanzierung der Fortsetzungsraten von
bereits laufenden Projekten und von auf die Warteliste gesetzten
Projekte. In der Folge wurden keine neuen Projekte mehr angenommen,
ab Ende 1995 wurde auch die Begutachtungstätigkeit eingestellt.
Den Unterlagen dieses Bestandes fehlen die jeweils
Projekt-Abschlußberichte, die von der ÖAW an das BMWF
weitergeschickt wurden.
Zitat: AÖAW, Ost-West-Programm
Lokat: 5-re/VIIc-e
Österreichische Teilnahme an der
Ozeanographischen Kommission der UNESCO
Zeitraum: 1961-1968
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB
(3 S.)
Beschreibung: Die Internationale Ozeanographische
Kommission (IOC) der UNESCO wurde 1960
gegründet. Sie fördert wissenschaftliche Untersuchungen
über die Weltmeere und auch damit verbundene Marine-Dienste. Das
Bundesministerium für Unterricht unterstützte die Teilnahme
Österreichs an der zweiten Sitzung der IOC in Paris 1962, zu der
das w.M. der ÖAW Prof. Dr. Wilhelm Kühnelt entsandt wurde.
Der österreichische Delegierte bei der UNESCO hat mit Schreiben
v. 27. Febr. 1963 den Beitritt Österreichs zur Ozeanographischen
Kommission angemeldet. Österreich ist bis zum heutigen Tage
Mitglied dieser Kommission, jedoch wird diese Mitgliedschaft nicht
aktiv ausgeübt.
Im AÖAW-Bestand "Österreichische
Teilnahme an der Ozeanographische Kommission der UNESCO"
befinden sich überwiegend Briefwechsel zwischen der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem
Bundesministerium für
Unterricht aus den Jahren 1961 bis 1969 sowie div. Sitzungsprotokolle
usw. Aus den Jahren 1972 bis 1974 vorliegende Zirkularien der IOC,
die jeweils den Vermerk trugen, wonach Kopien an w.M. Ferdinand
Steinhauser weitergeleitet worden seien, wurden skartiert.
Zitat: AÖAW, Ozeanographische Kommission der
UNESCO
Lokat: 5-re/VIIe
Österreichischer Rat für Wissenschaft
und Forschung
Zeitraum: 1981-1990
Umfang: 5 Kartons
Erschließung: Karton 1: Okt.-Dez.
1981, Jan.-März 1982, April-Sept. 1982, Okt.-Dez 1982 –
Karton 2: Jan.-Dez. 1983, Jan.-März 1984, April-Dez.
1984, Jan.-April 1985, Mai-Juli 1985 – Karton 3:
Aug.-Dez. 1985, Jan.-Febr. 1986, März-Juni 1986, Juli-Dez. 1986,
Febr.-April 1986, Mai 1987 – Karton 4: Juni-Juli 1987,
Aug.-Sept. 1987, Okt.-Dez. 1987, Jan.-Febr. 1988, März-April
1988 – Karton 5: Mai-Juli 1988, Aug.-Dez. 1988,
Jan.-April 1989, Mai-Juli 1989, Aug. 1989-Okt. 1990, Mitglieder und
Nominierungen 1982 (?)-1989.
Beschreibung: Der vorliegende Bestand enthält
den Schriftverkehr des Österreichischen Rates für
Wissenschaft und Forschung, des Akademischen Rates des BMWF sowie der
Konferenz für Wissenschaft und Forschung. Bei den drei Gremien
handelt es sich um Beratungskörper der Regierung in Fragen von
Wissenschaft und Forschung, denen auch verschiedene Mitglieder der
ÖAW angehörten.
Das Bundesgesetz über die Forschungsorganisation in
Österreich vom 1. Juli 1981 sah in Art. III (1) die Gründung
eines Österreichischen Rates für Wissenschaft und Forschung
innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes vor. Zu
den Mitgliedern der ersten Funktionsperiode gehörten seitens der
Akademie Hunger, Tuppy, Schmetterer, Paschke, Rosenmayr und Plaschka
sowie als weiterer Vertreter Plöckinger. Die Position des
Letzteren nahm mit 7. März 1983 Ogris ein, im April 1987 folgte
Kummer. Der vorliegende Bestand enthält den Schriftverkehr des
Rates im Zeitraum vom Okt. 1981 bis Okt. 1989 und besteht vorwiegend
aus Schreiben des BMWF an den Rat bezüglich verschiedener
Gesetzes- und Verordnungsentwürfe, Hochschulordnungen und der
Forschungskonzeption 80. Weiterhin liegen Sitzungsprotokolle,
vereinzelte Antwortschreiben der Ratsmitglieder sowie internationale
Gutachten zur Forschungssituation vor.
Der ebenfalls durch Beschluß des
Forschungsorganisationsgesetztes 1981 gegründeten Konferenz für
Wissenschaft und Forschung gehörten die Mitglieder des Rates
sowie ein weiterer ÖAW-Vertreter an. Es handelte sich dabei 1981
um Plöckinger, seit 1985 um Vetters, 1989 wurde Reichhardt
nominiert. Am 15. Okt. 1990 löste sich die Konferenz selbst auf.
Das entsprechende Sitzungsdokument befindet sich im Bestand.
Der Akademische Rat des BMWF bestand bereits seit 1957
und nannte bis zum 7.März 1983 Schwind als Vertreter der ÖAW,
der von Ogris abgelöst wurde.
Während die meisten Dokumente des Bestandes dem
Österreichischen Rat für Wissenschaft und Forschung
zuzuordnen sind, befassen sich nur vereinzelte Schriftstücke mit
den übrigen beiden Gremien. Die letzte Mappe enthält
Dokumente über Mitglieder der drei Gremien und deren Nominierung
und Ernennung.
Zitat: AÖAW, Österreichischer Rat für
Wissenschaft und Forschung
Lokat: 7-li/IIe
Reichsakademie
Zeitraum: 1940-1942
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(8 S.)
Beschreibung: Während der Zeit des
Nationalsozialismus waren die Akademien von Berlin, Göttingen,
Heidelberg, Leipzig, München und Wien zum Reichsverband der
Deutschen Akademien der Wissenschaften zusammengeschlossen. Aufgrund
eines in seiner Sitzung vom 2. Sept. 1940 gefaßten Beschlusses
erging vom Verband die Bitte an den Reichsminister, die Akademien
unter einer Dachorganisation zusammenzuführen. Diesem Antrag
wurde am 13. Sept. 1940 mit der Gründung einer Reichsakademie
der Deutschen Wissenschaft stattgegeben, der der Präsident der
Preußischen Akademie, Karl Theodor Vahlen, als kommissarischer
Präsident vorstand. Die Reichsakademie wurde – nicht
zuletzt aufgrund des Widerstandes aus Wien – nie realisiert.
Der vorliegende Bestand enthält vornehmlich den
Schriftwechsel des Präsidenten der Wiener Akademie, Heinrich
Ritters v. Srbik, mit Vahlen und den anderen Akademien, bezüglich
der Entwürfe zu einer Satzung für die neue Reichsakademie.
Weiters beinhaltet der Bestand diverse Druckvorlagen für eine
Satzung sowie Unterlagen über die Diskussion zur Einführung
einer dritten Klasse, die Gemeinschaftsprojekte der Akademien sowie
die Idee einer Internationalen Union. Ebenso liegen den Akten die
Korrespondenz bezüglich der Deutschen Gesellschaft der
Wissenschaften und Künste in Prag, bzw. der Prager Akademie und
diverse Zeitungsausschnitte bei.
Zitat: AÖAW, Reichsakademie
Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 183.
Lokat: 1-li/Vd
Schweremessung
Zeitraum: 1893-1935, 1947
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(10 S.)
Beschreibung: Die Kommission für
Schweremessungen wurde von der math.-nat. Klasse am 12. April 1894
eingesetzt (B 1359). In dieser Sitzung teilt Sekr. Hann mit, "daß
Montag, den 9. d.M. eine Sitzung der ‚Verband-Commission’
stattgefunden hat, in welcher beschlossen wurde, an die
Gesammt-Akademie den Antrag zu stellen, der Einladung der königl.
Gesellschaft zu Göttingen Folge zu leisten und für die
daselbst vom 14. bis 16. Mai l.J. tagende Versammlung von Delegirten
der Verbandkörperschaften auch Delegirte der kaiserl. Akademie
zu entsenden. Damit aber dieser Versammlung von den Delegirten der
Akademie schon ein fertiges Programm als Grundlage für die
gemeinsame Action in Betreff der auszuführenden Schweremessungen
vorgelegt werden kann, ersucht der Secretär um Ernennung einer
Commission zur eingehenden Berathung des Gegenstandes auf Grund eines
bereits vorliegenden, von Herren Oberstlieutenant v. Sterneck im
Vereine mit Herren Director Weiss zusammengestellten
Arbeitsprogramms. Der Vorsitzende [VP Suess] ernennt für diese
Berathung eine Commission, bestehend aus den Herren v. Lang, Weiss,
v. Sterneck und dem Secretär, und erklärt zugleich dieser
Commission auch selbst beizutreten."
Die
Kommission stand also in engen Zusammenhang mit dem Kartell, weswegen
sie als ein österreichischer Beitrag an einer internationalen
Organisation gewertet wird (BG 08).
Während
zunächst ein Oberstleutnant Heinrich Hartl Initiator der
Schweremessung war, übernahm Sterneck in der Folge die
Initiative. Ab 1900 wurden die Forschungen zunächst eingestellt
und erst der Bau des Tauerntunnels (als Eisenbahntunnel 1906
fertiggestellt) bot die Gelegenheit für weitere Untersuchungen.
Nach Sternecks Tod im Nov. 1910 wurden die Bemühungen um
Schweremessungen, genauer gesagt hinsichtlich der Publikation der
früheren Forschungen erst ab 1923 auf Initiative von Friedrich
Becke fortgeführt.
Die
Kommission wurde nie förmlich aufgelöst und bereits im
Almanach von 1902 letztmalig erwähnt, allerdings liegen noch aus
dem Jahre 1923 Sitzungsprotokolle der Kommission für
Schweremessungen vor.
Die
Akten sind für die Jahre 1893-1935 vorhanden, wobei namentlich
jene aus den Jahren 1909-1913 in engem Kontakt mit der
Tunnel-Kommission stehen (vgl. Tunnel-Kommission, BG 02.06); einige
wenige weitere Aktenstücke aus den Jahre 1894-1896 betreffen die
Verbandkommission. Die Anlage des Stückverzeichnisses erfolgte
durch w.M. Hans Benndorf ca. 1947, der zugleich einen Bericht für
Richard Meisters Akademie-Geschichte verfaßte.
Zitat: AÖAW, Schweremessung
Literatur: –
Lokat: 1-li/IVg
European Science Foundation (ESF)
Zeitraum: ?
Umfang: 2 Schachteln
Erschließung: Akten zur Vorgeschichte der
Gründung der ESF. – Akten zur Gründung einer
europäischen Wissenschaftsstiftung (1. und 2. vorbereitende
Tagung); 3. vorbereitende Tagung, Paris, Sept. 1973; Europarat,
Materialien; Stellungnahmen, Okt. 1973 – Febr. 1974; Tagung
Straßburg, Jan. 1974 (Konferenz) Stockholm; Angebote zum Sitz
der ESF, vorgelegt in der Konferenz zu Stockholm, Mai 1974; Founding
Committee, 1. Sitzung, Paris Juni 1974; Finanzielles; Briefwechsel
mit dem Ministerium (2 Umschläge); Vorschläge der Akademie
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, ESF
Lokat: 1-li/Vd
Sonnblick-Verein
Zeitraum: 1925-1966
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(15 S.)
Beschreibung: Bereits im Jahr 1885 wurde auf dem
Hohen Sonnblick in den Hohen Tauern auf 3106 m Seehöhe ein
Observatorium für meteorologische Beobachtungen errichtet. Die
dort von der Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus
(später Geodynamik) durchgeführten
Untersuchungen standen stets in enger Verbindung zu den Arbeiten der
Akademie. Um den Fortbestand der Unternehmungen auf dem Hohen
Sonnblick sicherzustellen, wurde bereits 1892 der Sonnblick-Verein
gegründet. Als dieser nach dem Ersten Weltkrieg erneut vor
finanziellen Problemen stand, entschlossen sich die Akademie und die
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Jahr 1925 zu einer Initiative, in
deren Rahmen das Österreichische Bundesministerium für
Unterricht und die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft durch die
Bereitstellung von Subventionen das Sonnblick-Observatorium
als Forschungsstandort sicherten. Die Satzung des Sonnblick-Vereins
wurde den neuen Gegebenheiten angepaßt und für die
Verwaltung ein Kuratorium eingesetzt, bestehend u.a. aus "fünf
von der Akademie der Wissenschaften in Wien ernannten Mitgliedern;
zwei von diesen müssen der Österreichischen Gesellschaft
für Meteorologie und eines der Zentralanstalt für
Meteorologie und Geodynamik in Wien angehören" (§ 9b
der Satzungen des Sonnblickvereins nach dem Beschluß vom 20.
Juni 1925). Am 9. Januar 1926 trat das Kuratorium zu seiner
konstituierenden Sitzung zusammen. Die erste Gruppe von Delegierten
der Akademie bestand aus Friedrich Becke, Eduard Brückner,
Arnold Durig, Felix Exner und Richard v. Wettstein. Die
wissenschaftliche Leitung der Station oblag weiterhin der
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.
Während der Zeit des Nationalsozialismus konnte der
Sonnblick-Verein seine Arbeiten weitgehend unbehindert fortsetzen –
Heinrich v. Ficker blieb während dieser Jahre sowohl Leiter des
Vereins als auch Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie
und Geodynamik.
Ein Tätigkeitsbericht des Sonnblick-Vereins
erschien bis 1948 jährlich im Almanach, ab 1949 berichtete die
Kommission für Hochalpine Forschungen darüber.
Jahresberichte des Vereins seit 1892 befinden sich im
Bibliotheksbestand der ÖAW unter der Signatur: 80274.
Der Bestand enthält u.a. Unterlagen zur Satzung des
Vereins, Sitzungsprotokolle, Mitgliederlisten und Korrespondenzen.
Zitat: AÖAW, Sonnblick-Verein
Literatur: [1] Meister, Geschichte (1947),
S. 119-122, 177, 186 u. 329. [2] Dokumentation, Bd 3, S. 134
u. 150.
Lokat: 1-li/IIIc
Sonnenwarte
Zeitraum: 1907-1911(1915)
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(10 S.)
Beschreibung: Am 23. Juni 1904 setzte die
math.-nat. Klasse eine ad-hoc-Kommission ein, die über eine
Einladung der National Academy of Science in Washington "zur
Bildung eines Komitees zur Erforschung der Sonne und zur Beschickung
einer im September abzuhaltenden Generalversammlung" zu beraten
hatte (B 1646). Die Kommission stellte am 7. Juli 1904 gegenüber
der Klasse den Antrag, "die Akademie möge auf den Vorschlag
der National Academy in Washington, ein Lokalkomitee zu bilden, […]
und das k.M. Boltzmann mit der Vertretung des Komitees auf der
Versammlung in St. Louis betrauen" (B 1648). Die Klasse folgte
dem Vorschlag, jedoch gab es bis 1907 keine Tätigkeit der
Kommission.
In der Klassensitzung vom 31. Okt. 1907 schlug Präsident
Suess vor, "in Angelegenheit der zu errichtenden Sonnenwarte auf
dem Sonnwendstein eine Kommission zu ernennen" (B 1735). Anlaß
dafür war die in Zusammenarbeit mit der internationalen
Assoziation in Angriff genommene Unternehmung der Errichtung eines
Observatoriums für astrophysikalische Beobachtungen in der
Gemeinde Schottwien auf dem Sonnwendstein, einer Höhenlage in
der Nähe von Wien. Mit Hilfe finanzieller Unterstützung
durch das k.k. Ministerium für Unterricht und Kultus konnte das
Projekt verwirklicht und J. Rheden von der k.k. Zentralanstalt für
Meteorologie und Geodynamik mit den Beobachtungen in der Sonnenwarte
betraut werden, die u.a. der Struktur und der Größe des
Halleyschen Kometen gewidmet waren. Bis Mitte Juni 1910 wurden
regelmäßige Messungen auf dem Sonnwendstein vorgenommen,
nach diesem Zeitpunkt bis zur Auflassung der Station im November
fanden, wohl wegen der sehr ungünstigen Wetterlage, nur noch
sporadische Untersuchungen statt. Die Kommission wurde im Jahr 1921
aufgelassen.
Zitat:
AÖAW, Sonnenwarte
Literatur: [1] Alm 61 (1911), S. 407. [2]
Meister, Geschichte (1947), S. 299. [3] Dokumentation, Bd 3,
S. 116.
Lokat: 1-li/IIIc
Sylloge Numorum Graecorum (SNG),
s. Union Académique Internationale (UAI)
Beschreibung: Die neu gegründete
Numismatische Kommission der ÖAW hat in ihrer konstituierenden
Sitzung am 10. Febr. 1971 auf Antrag des Obmannes k.M. Göbl
beschlossen, sich an der internationalen Unternehmung Sylloge
Nummorum Graecorum zu beteiligen.
Tabula Imperii Romani (TIR),
s. Union Académique Internationale (UAI)
Beschreibung: Für die Beteiligung der ÖAW
an den Arbeiten über die Tabula Imperii Romani (TIR) liegen nur
die Berichte für die Jahre 1967 bis 1980 vor.
Wissenschaftshilfe
Zeitraum: 1929-nach 1945
Umfang: 2 Schachteln
Erschließung: Schachtel 1: (war
früher bei den Nachlässen.) Hierzu ein StV
(23 Karteikarten). Schachtel 2: z.T. aus dem
Nachlaß Redlichs; Zeit: Zwischenkriegszeit und Zeit nach dem 2.
Weltkrieg. Ansuchen um Unterstützung; Ablehnungen;
Reisestipendien; Forschungsunterstützungen;
Druckkostensubventionen; interessante Korrespondenzen; Hantsch,
Klebelsberg, Stolz, Rhodokanakis, Mlaker, L. Bittner, Melichar,
Srbik, Tschermak, F. Exner, M. Pfaundler, Kubitschek, Wettstein,
Kubart, Ad. Fuchs; Akten und Satzungen der "Notgemeinschaft
der Wissenschaft in Österreich" [Verzeichnung Wundsam, ca.
1980].
Beschreibung: Siehe auch BG 02.01 "Zollfreiheit".
Zitat: AÖAW, Wissenschaftshilfe
Literatur: Sören Flachowsky: Von der
Notgemeinschaft zum Reichsforschungsrat. Wissenschaftspolitik im
Kontext von Autarkie, Aufrüstung und Krieg. Stuttgart 2007 (=
Studien zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 3.)
[ohne Verwendung dieses Bestandes].
Lokat: 1-li/Vc
United Nations Educational, Scientific and
Cultural Organization
(UNESCO)
Zeitraum: ?
Umfang: 2 1/3 Schachteln
Erschließung: Schachtel 1: Vorakten
zur Gründung der UNESCO-Kommission; Gründung der Kommission
(12. Mai 1950); Akten 1958-1972 Mappe 1-2. Schachtel 2:
Protokolle; Akten; Niederschriften; Hektogramme von Projekten,
Vorträgen etc.; Akten 1958-1972 Mappe 3. Schachtel 3:
Akten 1958-1972 Mappe 4-6 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, UNESCO
Lokat: 1-li/Vc
Union Académique Internationale (UAI)
Zeitraum: 1934-[1992]
Umfang: 6 Kartons u. 1 Aktenordner CVA
Erschließung: AB (29 S. für die 6
Kartons)
Beschreibung: Die Union Académique
Internationale ist ein Zusammenschluss wissenschaftlicher Akademien
weltweit. Sie tritt einmal im Jahr (zumeist Anfang bis Mitte Juni)
zusammen, alternierend in Brüssel – wo sie ihren Hauptsitz
hat – und in einer anderen europäischen Stadt. Hier
präsentieren die einzelnen Delegationen die Tätigkeiten
ihrer jeweiligen Akademie und berichten über den Fortgang der
gemeinsam mit anderen Institutionen durchgeführten Projekte.
Die Akademie der Wissenschaften in Wien trat gemeinsam
mit den deutschen Schwesterakademien im Jahre 1935 der UAI bei. Im
Jahre 1963 war Wien zum ersten und bislang einzigen Mal Gastgeber der
UAI-Jahressitzung. Die von der UAI jährlich herausgegebenen
"Compte rendu" liegen unter der Signatur 81.504 seit Band
11 (1930) vollständig in der Bibliothek der ÖAW vor.
Die ÖAW war bzw. ist an folgenden
Gemeinschaftsprojekten der UAI beteiligt:
(1) Das Corpus Vasorum Antiquorum (CVA) ist ein
internationales Forschungsprojekt zur Erforschung und Publikation
antiker Keramik. Es ist das älteste Projekt der UAI und geht auf
die Initiative des französischen Archäologen Edmond Pottier
zurück, der bereits im Jahre 1919 ein erstes vorbereitendes
Treffen in Paris veranstaltete. Der erste Band (Louvre, Fasz. 1)
erschien 1923. Da das CVA unter dem Patronat der UAI steht und
seitens der ÖAW, die österreichischerseits am CVA arbeitet,
keine eigene Forschungseinrichtung besteht, wurden die Berichte und
die das CVMA betreffenden Korrespondenz bei den Akten der UAI
abgelegt.
(2) Das Corpus Vitrearum Medii Aevi (CVMA) wurde im
Jahre 1949 auf Initiative von Hans R. Hahnloser gegründet. Da
das CVMA unter dem Patronat der UAI – und des Comité
International d’Histoire de l’Art (CIHA) – steht
und seitens der ÖAW, die gemäß Beschluß der
phil.-hist. Klasse vom 13. Okt. 1954 österreichischerseits die
Patronanz über das CVMA arbeitet, keine eigene
Forschungseinrichtung besteht, wurden die Berichte und die das CVMA
betreffenden Korrespondenz bei den Akten der UAI abgelegt.
(3) Für die Beteiligung der ÖAW an den
Arbeiten über die Tabula Imperii Romani (TIR) liegen nur die
Berichte für die Jahre 1967 bis 1980 gesondert vor; die übrigen
befinden sich unter den Jahresakten.
(4) Die Arbeiten am Mittellateinischen Wörterbuch
gehörten zu den ersten Kooperationen, die die UAI knapp nach dem
1. Weltkrieg begründete. Erst ab dem Jahre 1939 wurde die erst
kurz zuvor beigetretenen Akademien des Deutschen Reiches
hinzugezogen. Da die Akademie bereits im Jahre 1936 eine "Kommission
für die Neubearbeitung des mittellateinischen Wörterbuches
von Du Cange" eingerichtet hatte – in der Nachfolge einer
1911/12 bestehenden "Kommission für die Herausgabe eines
mittellateinischen Wörterbuches" – wurden alle
diesbezüglichen Akten separat abgelegt. Sie liegen daher
gesondert als Bestand "Mittellateinisches Wörterbuch"
in der BG 08.
(5) Die neu gegründete Numismatische Kommission der
ÖAW hat in ihrer konstituierenden Sitzung am 10. Febr. 1971 auf
Antrag des Obmannes k.M. Göbl beschlossen, sich an der
internationalen Unternehmung Sylloge Nummorum Graecorum zu
beteiligen.
(6) Das Corpus der antiken Mosaike
Kleinasiens wurde auf Anregung des w.M. Vetters im Jahre 1974 als
eine Unternehmung der UAI vorgeschlagen, jedoch nicht in deren
Agenden aufgenommen. Auf dem 10. Internationalen Kongreß für
Klassische Archäologie im Jahre 1973 in Ankara war die Idee
entstanden, ein Corpus der antiken Mosaike Kleinasiens ins Leben zu
rufen, das die systematische Aufnahme, Untersuchung und Vorlage der
Mosaiken aus diesem Raum zum Ziel hatte, realisiert wurde eine
kanadisch-österreichische
Unternehmung. Die ÖAW hatte am 28. Nov. 1973 eine "Kommission
für das Corpus der antiken Mosaiken Kleinasiens" eingesetzt
(BG 02.06).
(7) An dem Atlas Linguarum Europae (ALE), der bereits im
Jahre 1967 auf dem 2. Internationalen Dialektologen-Kongreß
initiiert worden war, beteiligte sich Prof. Peter Wiesinger seit
1972. Als im Jahre 1975 seitens der UAI die Einladung an die ÖAW
gelangte, diese möge offiziell als österreichische
Mitarbeiterin auftreten, war die Arbeit nahezu schon erledigt, so daß
die ÖAW der Einladung nicht folgte.
(8) Für die Beteiligung am Lexicon Iconographicum
Mythologiae Classicae (LIMC) setzte die ÖAW in ihrer
Klassensitzung vom 19. März 1975 eine eigene Kommission ein, so
daß die entsprechenden Akten einen eigenen Bestand innerhalb
der BG 08 bilden.
(9) Über die Beteiligung der ÖAW an den
Manuscrits alchimiques berichtet erstmals am 5. Mai 1978 Rainer
Walther, Kommission für Byzantinistik der ÖAW. Die
"Manuscrits alchimiques" erscheinen jedoch nicht unter den
üblichen Jahresberichten der Akademie an die UAI.
(10) Nachdem seitens der UAI im Jahre 1978 ein Projekt
Menschenrechte in Planung genommen wurde, erklärte sich die ÖAW
zur Beteiligung an dieser Unternehmung bereit und delegierte
diesbzgl. w.M. Verosta.
(11) Zu den Monumenta Musicae Byzantiae (MMB) existiert
nur ein kurzer Bericht aus dem Jahre 1987.
Österreichische
Delegierte bei der UAI waren: Ludwig Radermacher (1936, 1937), August
Loehr (1947), Josef Keil (1954-1958), Otto Demus (1959, 1963-1967),
Albin Lesky (1960, 1962-1967 u. 1969), Robert von Heine-Geldern
(1961), Alwin Kuhn (1968), Anfred Mayrhofer (1970, 1977), Herbert
Hunger (1971-1976, 1978-1980, 1982 u. 1983), Eva Frodl-Kraft
(1984-1987), Ernst Bacher (1988-1993) und Gerhard Oberhammer
(1994-1996 u. 1998).
Die Korrespondenz mit der UAI resp. mit anderen
Institutionen, wie dem BMU, wurden bis zur Verwaltungsreform von 1972
durch das Sekretariat der Akademie erledigt; seither ist das
Sekretariat der phil.-hist. Klasse zuständig.
Bei den überlieferten Akten handelt es sich
zunächst um Unterlagen hinsichtlich des Beitrittes der Akademie
zur UAI, dann um Korrespondenzen zu der Teilnahme des/der jeweiligen
Delegierten der ÖAW (zumeist deren Anträge um einen
Reisekostenzuschluß beim BMU), zur Begleichung des
Jahresbeitrages, der in aller Regel direkt vom BMU an die UAI
überwiesen wurde, zum Programm der Sitzungen sowie zur
Übersendung von Berichten über Unternehmungen, an denen die
ÖAW beteiligt war/ist. Bis ca. 1972 wurden die Berichte der
Akademie bzgl. ihrer Beteiligung an einzelnen Unternehmungen der UAI
(zusätzlich zur allgemeinen Ablage) auch noch gesondert
abgelegt.
Zitat: AÖAW, UAI
Lokat: 1-li/Vc
International Union of History and Philosophy of
Science (IUHPS)
Zeitraum: 1959-1967
Umfang: 1/3 Schachtel
Erschließung: Korrespondenzen und Akten;
Tagungsprogramme. Österr. Vertreter: Institut für
Wissenschaftstheorie, Salzburg [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, IUHPS
Lokat: 1-li/Vc
Völkerbund
Zeitraum: 1922-1937
Umfang: 1/3 Schachtel
Erschließung: "Österreichische
Landeskommission für geistige Zusammenarbeit" (Vorläufer
der UNESCO-Kommission).
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Völkerbund
Lokat:
1-li/IVg
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