Bestandsgruppe 06: Stiftungen und Preise


Gesamtinventar

Die BG 06 "Stiftungen, Legate und Preise" enthält Akten zu den Stiftungen und Legaten, die häufig mit der Auflage, einen Preis nach dem Stifter zu benennen, der Akademie vermacht resp. gestiftet wurden. Die mit einem vorgesetzten Asteriskus (*) markierten Preise werden gegenwärtig noch verliehen.



Stiftungsvermögen

Zeitraum: 1929, 1953-1966

Umfang: 1/3 Schachtel

Erschließung: Wohlfahrtsstiftung Jakob Lippowitz 1929; Diverses; kleinere Spenden; Verzeichnis der Subventionen der Akademie aus Stiftungserträgnissen 1965; Nachweis des Stiftungsvermögens 1957-1965.

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Stiftungsvermögen

Literatur:

Lokat: 5-li/Vf



*Othenio-Abel-Preis

Zeitraum: 1983-2000

Umfang: 1 Mappe

Erschließung: keine

Beschreibung: Prof. Dr. Erich Thenius stellte im Jahre 1983 der Akademie 250.000,– ÖS unter der Bedingung zur Verfügung, daß dieser Betrag möglichst günstig angelegt werde und daß aus den Erträgnissen alle zwei Jahre ein "Othenio-Abel-Preis" in der Höhe von mindestens 25.000,– ÖS verliehen werden möge.

Othenio Abel wurde am 20. Juni 1875 als Sohn des Gartenarchitekten und Dozenten der Hochschule für Bodenkultur Lothar Abel in Wien geboren. Er studierte sowohl Rechtswissenschaft als auch Geologie und Paläologie und arbeitete zeitweilig als Assistent bei Eduard Suess. Als Professor an der Universität Wien war er an der Errichtung eines selbständigen Instituts für Paläobiologie beteiligt. Teilnahme an Ausgrabungen und Vortragsreisen führten ihn unter anderem nach Nordamerika, Westindien, Südafrika, Frankreich und England. Ab 1921 war Othenio Abel k.M. der Akademie, ab 1928 gab er die neue Zeitschrift "Paläobiologica" heraus. Abel, der als erster und bedeutendster Paläobiologe Österreichs angesehen wird, verstarb am 4. Juli 1946 in Pichl am Mondsee an einem Herzleiden.

Der Preis wird an Forscherinnen und Forscher verliehen, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und eine besondere Leistung in Form einer ausgezeichneten Publikation auf dem Gebiet der Paläobiologie im Sinne von Othenio Abel oder im Rahmen ihres Lebenswerkes vollbracht haben.

Zitat: AÖAW, Othenio-Abel-Preis

Literatur:

Lokat: 5-li/VIe



Andreas-Baumgartner-Preis

Zeitraum: 1865-1920

Umfang: 1/3 Schachtel

Erschließung: Jahresablagen 1865-69, 1892, 1896-1920 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Andreas-Baumgartner-Preis

Literatur: Stiftungen (1919), S. 35-37 (Stiftbrief).

Lokat: 5-li/Vf



Theodor-Beer-Preis

Zeitraum: 1900-1922

Umfang: 1/3 Schachtel

Erschließung: Kommissionmitglieder: Exner, Rollett, Ebner. Auch "Beer-Steinschneider-Stiftung" (Beer war der Neffe Steinschneiders) [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Der Stifter des Preises, Dr. Theodor Beer (1866-1919) erhielt im Jahre 1900 den Lieben-Preis und beabsichtigte zunächst, das Preisgeld für eine Preisaufgabe zur Verfügung zu stellen. Schließlich entschied er sich jedoch, einen nach ihm benannten Preis zu stiften, der jedoch nur einmal – und zwar im Jahre 1903 an Alois Kreidl – verliehen wurde.

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Theodor-Beer-Preis

Literatur: [1] Meister, Geschichte (1947), S. 352. [2] R. Werner Soukup: Theodor Beer (1866-1919). Erforscher der Akkommodation des Auges und der Macht des Karmas, in: Ders. (Hg.): Die wissenschaftliche Welt von Gestern. Die Preisträger des Ignaz-L.-Lieben-Preises 1865-1937 und des Richard-Lieben-Preises 1912-1928. Ein Kapitel österreichischer Wissenschaftsgeschichte in Kurzbiographien. Wien-Köln-Weimar 2004 (Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsforschung. 4.) S. 89-96, bes. S. 96.

Lokat: 5-li/Vf



*Bene merito

Zeitraum: 1961-1992

Umfang: 1 Karton

Erschließung: AB (10 S.)

Beschreibung: "Die Akademie kann Personen, die sich um die Akademie besondere Verdienste erworben haben, den Titel eines Förderers oder eine Ehrenmedaille ‚Bene merito‘ verleihen" [Satzung, § 6; Alm 110 (1960), S. 14, bzw. Aph 97 (1960), S. 81]. Dieser Passus wurde in der Gesamtsitzung v. 31. Mai 1960 als Satzungsänderung beschlossen und durch den Bundespräsidenten am 23. Sept. 1960 bestätigt [vgl. Alm 110 (1960), S. 19].

In der Sitzung der phil.-hist. Klasse v. 17. Mai 1961 wurde eine "Kommission für ein Normale zur Verleihung der Medaille BENE MERITO" eingesetzt (C 2944), die sich aus Meister, Lesky, Bobek, Rohracher, Schenk u. Schima von der phil.-hist. Klasse und Chiari, Knoll, Hajek, Regler u. Spreitzer von der math.-nat. Klasse zusammensetzte; zugleich legte der Präs. einen Entwurf vor (Zl. 958/61). Das Normale, das die Wahlmodalitäten regelte, wurde in der Sitzung der Gesamtakademie am 29. Mai 1961 beschlossen [abgedruckt im Alm 111 (1961), S. 46, bzw. im Aph 98 (1961), S. 131 f.]. Die ersten Verleihungen erfolgten bereits am 31. Mai desselben Jahres.

Zitat: AÖAW, Bene Merito

Lokat: 5-li/VI



*Jubiläumspreis des Böhlau-Verlages

Zeitraum: 1975-2000

Umfang: 2 Aktenordner

Erschließung: –

Beschreibung: Der Preis wurde im Jahre 1974 anläßlich des 350-jährigen Jubiläums des Böhlau-Verlages Wien gestiftet und war ursprünglich mit einem Betrag von 20.000,– ÖS dotiert. Er wird nach Auswahl einer hierfür eingesetzten Akademiekommission verliehen. Der Verlag wurde unter dem Namen Simons-Verlag 1947 in Marburg an der Lahn von Herrn Geheimrat Professor Dr. Karl Rauch gegründet. Im selben Jahr gründete er gemeinsam mit seinen Kindern in Graz einen Verlag mit besonderer Blickrichtung auf die Thematik Österreich und Osteuropa, dessen Leitung Dr. Karl Wolfgang Rauch inne hatte. Sein Nachfolger war Dr. Dietrich Rauch, der Vater des heutigen Verlegers Dr. Peter Rauch. 1951 benannte man den Simons-Verlag in Böhlau Verlag um und verlegte den Verlagssitz nach Münster. Seit 1957 befindet sich der Firmensitz in Köln. Seit dem 1. Okt. 1999 befindet sich der Verlagssitz am Ursulaplatz 1, D-50668 Köln, in der Kölner Innenstadt. Der Schwesterverlag ist in Wien angesiedelt. Themenschwerpunkte des geisteswissenschaftlichen Verlagsprogramms sind Geschichte und Kulturgeschichte mit Reihenwerken, Zeitschriften, Monographien und gehobenen Sachbüchern.

Der Jubiläumspreis wird verliehen an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die das 40. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und eine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der historischen Disziplinen, im weitesten Sinne verstanden, vorgelegt haben, die veröffentlicht wurde oder zur Veröffentlichung geeignet ist.

Zitat: AÖAW, Jubiläumspreis des Böhlau-Verlages

Literatur: –

Lokat: 5-li/VIIh



Eugen-Böhm-Bawerk-Legat

Zeitraum: 1914-1915

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (1 S.)

Beschreibung: Der Präsident der Akademie der Wissenschaften Eugen von Böhm-Bawerk (* 12. Febr. 1851, † 27. Aug. 1914) vermachte der Akademie per testamentarischer Verfügung vom 6. April 1908 den Betrag von 100.000 Kronen, "an welchem Betrage jedoch ebenfalls meiner Frau Paula für die Dauer ihres Lebens das volle Fruchtgenußrecht zustehen soll. Ich ordne an, dass die Zinsen dieses Legates jeweils durch drei Jahre angesammelt, und über dieselben sodann alle drei Jahre von der Akademie zur Förderung wissenschaftlicher Zwecke verfügt werde; und zwar soll das Verfügungsrecht stets zweimal nach einander der philosophisch-historischen, jedes dritte Mal dagegen der mathematisch-natur­wis­senschaftlichen Klasse zustehen."

Nach dem Tode seiner Witwe Paula von Böhm-Bawerk am 17. Jan. 1928 fiel das Legat der Akademie zu, die die durch die Inflation entwertete Summe in den Sammelfonds über­­­führte (A 830).

Zitat: AÖAW, Eugen-Böhm-Bawerk-Legat

Literatur: Stiftungen (1919), S. 18 f.

Lokat: 5-li/Vf



Hermann-Bonitz-Stiftung

Zeitraum: 1890-1954

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (5 S.)

Beschreibung: Nach dem Tod des Altphilologen k.M. A. Hermann Bonitz († 25. Juli 1888) reichte sein Fachkollege und Schüler Hofrat Karl Schenkl (1826-1900) gemeinsam mit Kollegen und Freunden am 25. Febr. 1890 das Ansuchen ein, die Akademie der Wissenschaften in Wien möge eine Stiftung unter dem Namen des Verstorbenen in ihre Verwaltung übernehmen. Insgesamt 73 Überweisungen wurden von verschiedenen Stellen getätigt, um diese Stiftung zu gründen, mit dem Zweck junge Wissenschaftler auf dem Gebiet der klassischen Philologie oder der Philosophie zu fördern. Im Jahr 1911 wurde das Stiftungskapital aufgestockt, indem die nun verstorbene Witwe, Bertha Bonitz, der Akademie 8.000 Mark hinterlassen hatte.

Die Statuten besagen, daß an der Ausschreibung nur solche Bewerber teilnahmeberechtigt sind, welche im Bewerbungsjahr nicht älter als 30 Jahre alt sind und an einer deutschen Universität ein Studium der klassischen Philologie oder der Philosophie absolviert haben. Desweiteren sollen sie an einer ebensolchen Universität promoviert oder eine Lehrbefähigung erworben haben. Die Bonitz-Stiftung gewährte in den Jahren 1912, 1914, 1916, 1919 und 1937 ein Stipendium.

Im Jahre 1940 mußten die Bestimmungen dem nationalsozialistischen Regime angepaßt werden: Der Name sowie die Statuten wurden größtenteils beibehalten mit Ausnahme des § 6 in dem es nun nicht mehr wie bisher hieß, daß die Ansucher sich frei von Glauben bewerben könnten, sondern ausschließlich "arischer Abstammung" zu sein hatten.

Im Jahre 1950 reichte Vizepräsident Richard Meister den Antrag ein, die Stiftung auf Grund des Mangels an Kapital zu streichen. Dem wurde stattgegeben, so daß das verbliebene Kapital 1954 in den Sammelfonds der Akademie einfloß.

Zitat: AÖAW, Hermann-Bonitz-Stiftung

Literatur: [1] Wilhelm von Hartel: Bonitz und sein Wirken in Österreich. Vortrag, gehalten in der Sitzung der "Mittelschule" vom 15. December 1888, in: Österreichische Mittelschule 3.1 (1889), S. 3-38. [2] Stiftungen (1919), S. 122-127 (Stiftbrief u. Stipendiaten 1912-1916). [3] Meister, Geschichte (1947), S. 347.

Lokat: 5-li/Vf



Boué-Erbschaft und -Stiftung

Zeitraum: 1881-1922

Umfang: 1 Karton

Erschließung: AB (5 S.)

Beschreibung: Ami (verkürzt aus Amedee) Boué, geboren 1794 in Hamburg, gestorben 1881 in Bad Vöslau, gilt als ein Pionier der Geologie. Sein Hauptforschungsgebiet war der Balkanraum, den er intensiv bereiste. Die dabei gesammelten Erkenntnisse veröffentlichte er in elf selbständigen Werken und über 300 Aufsätzen. Eine breit angelegte Studie über die europäische Türkei ("La Turquie d’Europe", Paris 1840) kann als sein Hauptwerk gelten. 1849 wurde Boué wirkliches Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, deren mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse er in seinem Testament vom Febr. 1881 mit einem beträchtlichen Legat bedachte, bestehend aus einem Haus in Wien, Schleifmühlgasse, und der Hälfte eines Hauses in Wien, Krongasse. Beide wurden später verkauft. Die Gelder der Stiftung, mit deren Verwaltung eine Kommission betraut wurde, sollten der Publikation unveröffentlichter Werke Boués ebenso dienen, wie der Finanzierung von Reisestipendien und Preisen für Geologen. So wurde etwa 1889 eine deutsche Ausgabe von La Turquie d’Europe herausgegeben. Zudem überwies die Stiftungskommission namhafte Beträge an Geologen für deren Feldforschungen auf der Balkanhalbinsel.

Zitat: AÖAW, Boué-Erbschaft und -Stiftung

Literatur: [1] Stiftungen (1919), S. 38-42. [2] Johannes Seidl : Ami Boué (1794-1881), géoscientifique du XIXe siècle, in: R. R. Palevol 1 (2002), 649-656. [3] Johannes Seidl: On Some Problems Concerning a Bio-Bibliography of Austrian Geoscientists and Collectros (1748-2000), in: Joann Lerud, Marilyn Stark, Cathy van Tassel (Hgg.): Mining Histoy Proceedings Volume. 5th International Symposium Cultural Heritage in Geosciences Mining and Metallurgy. Colorado School of Mines. Libraries – Archives – Museum, 24.-28- Juli 2000, Colorado School of Mines, Golden/Colorado, S. 95-100. [4] Johannes Seidl: Ami Boué (1794-1881). Kosmopolit und Pionier der Geologie, in: Daniela Angetter und Johannes Seidl (Hgg.): Glücklich, wer den Grund der Dinge zu erkennen vermag. Österreichische Naturwissenschafter, Techniker und Mediziner im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford 2003, S. 9-26. [5] Tillfried Cernajsek u. Johannes Seidl: Zur Problematik der Nachlasserschließung von Naturwissenschaftlern. Die Bibliothek der Geologischen Bundesanstalt als Stätte der Nachlassbearbeitung von Geowissenschaftlern am Beispiel von Ami Boué (1794-1881), in: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 144 (2004), S. 15-26 (ÖAW-Bibl.-Sign.: 80.128/144).

Lokat: 5-li/Vf



Josef-Breuer-Vorlesung

Zeitraum: 1912, 1925

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (2 S.)

Beschreibung: Im Jahre 1912 haben anläßlich des 70. Geburtstages des k.M. der Akademie, Professor der Medizin und Chirurgie Josef Breuer (1842-1925), die wirklichen Mitglieder der Akademie Siegfried Exner (Physiologe), Theodor Gomperz (klassischer Philologe) und Hans Horst Meyer (Pharmakologe) namens eine Komitees eine Schenkung in der Höhe von 40.000 K. gemacht. Es wurde bestimmt, daß die Erträge der Stiftung dem Gefeierten bis zu seinem Lebensende zur Verfügung zu stellen seien; danach wären alle zwei bis drei Jahre Vorlesungen aus dem Gebiete der Naturwissenschaften und deren Anwendung auf die Medizin und Technik vor einem geladenen wissenschaftlichen Publikum zu halten. Nach dem Tode Breuers am 20. Juni 1925 waren von dem Kapital nur noch 73,92 ÖS übrig, weswegen es nie zur Realisierung der Vorlesungen gekommen ist.

Zitat: AÖAW, Josef-Breuer-Vorlesung

Literatur: Alm 62 (1912), S. 223 f., Wiederabdruck in: Stiftungen (1919), S. 90 f.

Lokat: 5-li/Vf



Ernst-Brücke-Widmung

Zeitraum: 1883-1885

Umfang: 1/8 Schachtel

Erschließung: Preisarbeiten 1883 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980]

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Ernst-Brücke-Widmung

Literatur:

Lokat: 5-li/Vf



*Moritz-Csáky-Preis

Zeitraum:

Umfang: Noch keine Akten im AÖAW.

Erschließung:

Beschreibung: Moritz Csáky wurde am 3. April 1936 in Levoča in der Slowakei geboren. 1945 erfolgte die Übersiedelung nach Österreich, wo er 1954 am humanistischen Gymnasium in Bischofshofen maturierte. Im Anschluss daran widmete er sich dem Studium der Philosophie, katholischen Theologie, Ethnologie und Kirchengeschichte in St. Gabriel/ Möd­ling, Rom und Paris, sowie dem Studium der allgemeinen Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Musikwissenschaft in Wien. In den Jahren 1964/65 war er als Assistent am Internationalen Forschungszentrum in Salzburg, ab 1967 am Institut für Geschichte an der Universität Wien tätig. Nach einigen Studien- und Forschungsaufenthalten in Paris und Budapest habilitierte er sich 1979 für allgemeine Geschichte er Neuzeit an der Universität Wien. Moritz Csáky, seit 1991 k.M. und seit 1998 w.M. der Akademie, ist seit 1984 Professor für österreichische Geschichte an der Universität Graz. Ihm wurde unter anderem der Wilhelm Hartel-Preis der ÖAW verliehen und er ist auswärtiges Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, sowie zahlreicher in- und ausländischer gelehrter Gesellschaften.

Moritz Csáky widmete den ihm 1997 zuerkannten Wilhelm Hartel-Preis und den Karl-von-Vogelsang-Staatspreis zugunsten eines Preises für junge WissenschaftlerInnen aus der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn, Polen, Rumänien, Bulgarien, der Ukraine, Serbien, Bosnien-Herzigowina, Kroatien und Slowenien.

Der im Jahre 2005 gestiftet Preis, in der Höhe von 2.200,– € wird einem Nachwuchswissenschaftler beziehungsweise einer Nachwuchswissenschaftlerin (Mag., PostDoc.) aus dem Bereich der Kultur-, Geistes- oder Sozialwissenschaften, der/die nicht älter als 40 Jahre alt ist, für einen Forschungsaufenthalt in Österreich zugesprochen.

Zitat: AÖAW, Moritz-Csáky-Preis

Literatur:



Czermak-Erbschaft

Zeitraum: 1851-2001

Umfang: 1 Karton

Erschließung: AB (8 S.)

Beschreibung: Der Realschul-Lehrer Franz Czermak (1834-1911), vormals Privatdozent an der Universität Brünn, setzte die Akademie der Wissenschaften in Wien als Universal­erbin ein. Die Erträge des hinterlassenen Vermögens widmete er der Förderung der Wissenschaft nach freiem Ermessen der Akademie. Sie sollten beiden Klassen jährlich zu gleichen Teilen zur Verfügung stehen. Für besonders wichtige Zwecke konnte ausnahmsweise auch das Kapital angegriffen werden.

Die Akten "Czermak-Erbschaft" enthalten neben jenen bzgl. der Verwaltung des Erbes auch persönliche Dokumente Czermaks aus den Jahren 1851-1870.

Zitat: AÖAW, Czermak-Erbschaft

Literatur: Stiftungen (1919), S. 15-17.

Lokat: 5-li/Vf



Friedrich-Diez-Stiftung

Zeitraum: 1879-1943

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (4 S.)

Beschreibung: Die Friedrich-Diez-Stiftung wurde aufgrund einer Sammlung zum Gedenken an den Bonner Romanisten Friedrich Christian Diez (1794-1876), seit 1848 k.M. A. und seit 1861 EM der Akademie nach dessen Tod ins Leben gerufen. Die lukrierte Summe betrug 11.960 Mark, die gemäß dem Statut vom 7. Juni 1880, nicht angegriffen werden sollten, sondern allein die Zinserträge zur Förderung wissenschaftlicher Arbeiten "aus dem Gebiete der romanischen Sprachwissenschaft oder der Geschichte der Literaturen der romanischen Völ­ker" Verwendung finden sollten.

Der Vorstand der Stiftung bestand aus sieben Personen, von denen fünf durch die kö­nig­liche Akademie der Wissenschaften in Berlin, und je eine von der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien und von der Reale Accademia dei Lincei in Rom ernannt wurden. Delegierte der Wiener Akademie waren Adolf Mussafia (ab 1881), Wilhelm Meyer-Lübke (ab 1905), Philipp August Becker (ab 1915), Karl Ettmayer (ab 1924), Emil Winkler (ab 1941) und Ernst Gamillscheg (ab 1943).

Zitat: AÖAW, Friedrich-Diez-Stiftung

Literatur: [1] Stiftungen (1919), S. 114-121 (Statut). [2] Meister, Geschichte (1947), S. 347. [3] Jürgen Storost: Die Diez-Stiftung. 1: Zur Gründungsgeschichte, in: Beiträge zur Romanischen Philologie 28.2 (1989), S. 301-316 [SD unter den Kurrentakten]. [4] Jürgen Storost: Die Diez-Stiftung. 2: Zur Wirkungsgeschichte, in: Beiträge zur Romanischen Philologie 29.1 (1990), S. 117-133 [Fotokopien unter den Kurrentakten]. [5] Jürgen Storost: Hugo Schuchardt und die Gründungsphase der Diezstiftung. Stimmen in Briefen. Bonn 1992 (= Abhandlungen zur Sprache und Literatur. 59). [6] Jürgen Storost: Noch einmal zur Diez-Stiftung, in: Romanistisches Jahrbuch 45 (1994), S. 74-84. [7] Jürgen Storost: Die Diez-Stiftung, in: Ders.: Dreihundert Jahre romanische Sprachen und Literaturen an der Berliner Akademie der Wissenschaften. Band 1. Frankfurt/Main 2001 (= Berliner Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte. 4) S. 234-240.

Lokat: 5-li/Vf



Auguste-von-Eiselsberg-Legat

Zeitraum: 1912-1915

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (1 S.)

Beschreibung: Auguste von Eiselsberg († 28. Aug. 1912) war eine Tochter von Alfred von Arneth (1819-1897), dem langjährigen Präsidenten unserer Akademie. In ihrem Testament vom 27. Juni 1903 vermachte sie u.a. der phil.-hist. Klasse der Akademie einen Betrag von 5.000 Kronen. Über den Notar August Kolisko gelangte das Geld nach der Fälligkeit per 28. Aug. 1913 im Sept. 1913 in den Besitz der Akademie, die im Jahre 1915 beschloß, zur Vergrößerung des Legates das Kapital noch weitere fünf Jahre unangetastet zu lassen. Als Folge der Inflation sah sich die phil.-hist. Klasse in ihrer Sitzung vom 12. Dez. 1923 (C 2188) veranlaßt, das Legat stillzulegen.

Zitat: AÖAW, Auguste-von-Eiselsberg-Legat

Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 348.

Lokat: 5-li/Vf



Gustav-Figdor-Preisstiftung

Zeitraum: 1933-1965

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: Enthält die Akten hinsichtlich der Verwaltung der Häuser.

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Gustav-Figdor-Preisstiftung

Lokat: 5-li/Vf



*Figdor-Preis für Sprach- und Literaturwissenschaft

Zeitraum:

Umfang: Noch keine Akten im AÖAW.

Erschließung:

Beschreibung: Die Stiftung wurde auf Grund der letztwillgen Verfügung vom 29. Dez. 1932 der am 28. Mai 1933 verstorbenen Großgrundbesitzerin Frau Ernestine Figdor mit Stiftbrief vom 14. Nov. 1937 stiftungsbehördlich genehmigt, am 25. März 1938 im Gedenken an ihren Gatten, den Kaufmann Gustav Figdor (* 29. Aug. 1874, † 18. Jan. 1932) errichtet.

Der Preis wurde im Jahre 1991 erstmalig verliehen. Er ist bestimmt für ForscherInnen, die das 40. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und die durch wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Sprach- und Literaturwissenschaften hervorgetreten sind.

Die Verleihung erfolg jährlich; in gerade Jahren in Sprach- und in ungeraden Jahren in Literaturwissenschaft.

Zitat: AÖAW, Figdor-Preis für Sprach- u. Literaturwissenschaft

Literatur:



*Figdor-Preis für Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

Zeitraum:

Umfang: Noch keine Akten im AÖAW.

Erschließung:

Beschreibung: Die Stiftung wurde auf Grund der letztwillgen Verfügung vom 29. Dez. 1932 der am 28. Mai 1933 verstorbenen Großgrundbesitzerin Frau Ernestine Figdor mit Stiftbrief vom 14. Nov. 1937 stiftungsbehördlich genehmigt, am 25. März 1938 im Gedenken an ihren Gatten, den Kaufmann Gustav Figdor (* 29. Aug. 1874, † 18. Jan. 1932) errichtet.

Der Preis wurde im Jahre 1991 erstmalig verliehen. Er ist bestimmt für ForscherInnen, die das 40. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und die durch wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften hervorgetreten sind.

Die Verleihung erfolg jährlich; in gerade Jahren in Rechts- und in ungeraden Jahren in Sozial- und Wirtschaftwissenschaften.

Zitat: AÖAW, Figdor-Preis für Rechts-, Sozial- u. Wirtschaftswissenschaften

Literatur:



Fischhof-Testament

Zeitraum: 1899

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (1 S.)

Beschreibung: Die niederösterreichische Statthalterei wandte sich mit Schreiben vom 26. Mai 1899 an die Akademie, ob sie die "Verwaltung und Erfüllung" der von Simon Fischhof († 21. März 1899 in Emmersdorf b. Klagenfurt) per testamentarischer Verfügung begründeten "Adolf-und-Simon-Fisch­hof-Stiftung" übernehmen möchte. Im Testament Fischhofs heißt es, daß die Stiftung "verdienstvollen und unabhängigen politischen Schriftstellern, die entweder verunglückten oder verarmten, ohne Unterschied der Nationalität oder Religion, die aber Staatsbürger von Oesterr. oder Ungarn sein müssen" zugute kommen soll. Sofern der Wiener Schriftstellerverein "Concordia" die Übernahme der Stiftung ver­weigert, "gehen sämmtliche Rechte der Verwaltung der Stiftung an den jeweiligen Präsidenten der kk. Akademie der Wissenschaften in Wien über." Da sich die Concordia jedoch zur Verwaltung der Stiftung bereit erklärte, konnte die Akademie die Angelegenheit "ad acta" legen.

Zitat: AÖAW, Fischhof-Testament

Lokat: 5-li/Vf



Dr.-Julius-Franz-Pascha-Widmung

Zeitraum: 1917-1944

Umfang: 1/8 Schachtel

Erschließung: Zweck: Förderung von Studien auf dem Gebiet der islamischen Kunst [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Dr.-Julius-Franz-Pascha-Widmung

Literatur: [1] Stiftungen (1919), S. 149-151 (Widmungsbrief), [2] Meister, Geschichte (1947), S. 348.

Lokat: 5-li/Vf



Eugen-von-Frauenholz-Widmung

Zeitraum: 1940-1957

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (3 S.)

Beschreibung: Der Militärhistoriker Eugen von Frauenholz (1882-1949) hatte der Akademie per testamentarischer Verfügung ein Depot bei der Bayrischen Hypotheken- und Wechselbank vermacht, das zur Errichtung einer Stiftung vorgesehen war. Die Erträge sollten "verwendet werden zur Fortsetzung und Vollendung der von Prof. von Frauenholz unvollendet hinterlassenen Werke, und zwar der ‚Entwicklungsgeschichte des deutsche Heerwesens’, von der zur Zeit (1. April 1940) noch Band V aussteht, und der ‚Geschichte der Kriegswissenschaften im XIX. Jahrhundert bis zum Weltkrieg’, die als Fortsetzung der Geschichte der Kriegswissenschaften von Max Jähns gedacht ist" (§ 3 der Satzung). Frauenholz sandte daraufhin in den Jahren 1941 bis 1943 in zahlreichen Lieferungen Teile seines Manuskriptes an die Akademie. Nachdem die Erträge der Stiftung der Akademie erst nach dem Ableben Frauenholz’ zufallen sollten und sich ebendiese Stiftung allein auf zwei konkret genannte Werke bezog, trat die Akademie auf Beschluß der phil.-hist. Klasse vom 23. Jan. 1946 von der getroffenen Vereinbarung zurück (C 2699). Die Widmung wurde daher nie realisiert.

Zitat: AÖAW, Eugen-von-Frauenholz-Widmung

Lokat: 5-li/Vif



Guido-Goldschmiedt-Legat

Zeitraum: 1915-1928

Umfang: 1/8 Schachtel

Erschließung: keine

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Guido-Goldschmiedt-Legat

Literatur: Stiftungen (1919), S. 65-68 (Statut).

Lokat: 5-li/Vf



Grillparzer-Preis

Zeitraum: 1872-1990

Umfang: 2 Kartons

Erschließung: AB (23 S.)

Beschreibung: Der Grillparzer-Preis wurde anläßlich des 80. Geburtstages von Franz Grillparzer im Jahre 1871 durch ein Frauenkomitee gestiftet. Der Preis sollte zur "Hebung der deutschen dramatischen Produktion" beitragen und alle drei Jahre "für das relativ beste deutsche dramatische Werk (ohne Unterschied der Gattung)" verliehen werden. Die Verwaltung oblag der phil.-hist. Klasse der Akademie, die auch stets einen der fünf Preisrichter zu bestimmen hatte. Weitere Preisrichter waren ein Vertreter der Schriftstellergesellschaft Concordia sowie ex officio der Direktor des Burgtheaters und jeweils ein "namhafter deutscher Schriftsteller" aus Süddeutschland oder Österreich und aus Norddeutschland.

Das Stiftungsvermögen wurde im Verlaufe der Jahre mehrfach entwertet und zeitweilig allein durch Spenden – zumeist durch die Concordia – finanziert. Daher war der Stiftungszweck nicht mehr erfüllt und der Anweisung der Stiftungsbehörde im Jahre 1975 auf Auflösung der Stiftung Folge zu leisten.

Zwischen 1875 und 1971 wurde der Grillparzer-Preis 25 mal verliehen.

Zitat: AÖAW, Grillparzer-Preis

Literatur: [1] Stiftungen (1919), S. 105-113. [2] Anton Bettelheim: Grillparzer-Preis 1872 bis 1923, in: Jahrbuch der Grillparzer-Gesellschaft 27 (1924), S. 16-25 (ÖAW-Bibl.-Sign.: 35.080-B.Ar). [2] Meister, Geschichte (1947), S. 347. [3] Werner Wel­zig: Preis-Geschichten. Wozu? – Grillparzerpreis, in: Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Hg.): Arthur Schnitzler. Tagebuch 1903-1908. Wien 1991, S. 471-490 (enthält auf S. 475-479 eine Liste der Preisverleihungen 1875-1971/72 mit Nennung der Juroren und der Höhe des Preisgeldes). [4] Markus Knöfler: "Die Schmach dieser bauernfeldpreisgekrönten Zeit". Beschreibung eines Literaturpreisgefüges ausgehend von Texten der "Fackel". Wien [Dipl.-Arb.] 1993. [5] Lorenzo de’ Medici: Im Gericht mit sich selbst [Zur Preisverleihung an Th. Bernhard 1972], in: Die Weltwoche v. 18. Jan. 2007, S. 59. [6] Arne Willander: Ja, wo ist denn der Dichterling?, in: Welt-online v. 11. Jan. 2009.

Lokat: 5-li/Vg



Guttenbrunner-Stiftung, s. Gustav-Figdor-Preisstiftung

Haitinger-Preis

Zeitraum: 1904-1954

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (4 S.)

Beschreibung: Ludwig Camillo Haitinger (1860-1945), "Direktor der Gasglühlicht- und Elek­trizitätsgesellschaft in Atzgersdorf bei Wien", stiftete diesen Preis im Jahre 1904 zum Andenken an seinen Vater Carl Ludwig Haitinger (1826-1904). Aus dem Ertrag des Stiftungsvermögens sollten jährlich bedeutende Arbeiten auf dem Gebiet der Physik und Chemie ausgezeichnet werden. Letztmalig wurde der Preis im Jahre 1954 verliehen.

Zitat: AÖAW, Haitinger-Preis

Literatur: Stiftungen (1919), S. 53-58.

Lokat: 5-li/Vh



[Julius-Hann-Widmung]

Zeitraum: 1918/19

Umfang: 3 Aktenstücke unter den "Allg. Akten" (kein eigener Archivbestand)

Beschreibung: Anläßlich des 80. Geburtstages von wM Julius Hann (1839-1921) am 23. März 1919 wurden von Freunden rund 25.000 Kr. gesammelt, die als Hann-Widmung der Akademie übergeben wurden. Das Kapital "dient der Förderung der physikalischen von der Erde, besonders von ihrer Lufthülle" (Stiftungen (1919), S. 94, s. Literatur). In den Almanachen der Jahre 1919 bis 1927 findet sich zur Hann-Widmung jeweils folgender Text: " Zu J. Hanns achtzigstem Geburtstag von dessen Schülern, Kollegen und Freunden gesammelt und vom Jubilar der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse übergeben. Betrag K 26.193,97 und Mk. 1000. Das Erträgnis ist zur Verleihung von Preisen auf dem Gebiet der Meteorologie bestimmt." Bereits in der Gesamtsitzung vom 14. Dez. 1923 hatte die Akademie beschlossen, "diejenigen Fonde und Stiftungen, welche infolge der Entwertung der Krone nur mehr geringfügige Zinserträgnisse abwerfen, stillzulegen und im Sinne des Verwaltungs-Entlastung-Gesetzes vom 21. Juli 1925, Art. 23, in einer besonderen Verwaltungseinheit ‚Sammelfond’ gemeinsam zu verrechnen" (Alm 78 (1928), S. 146). In diesen Sammelfond, dessen Statut von der Gesamtakademie am 15. Okt. 1926 genehmigt wurde, ging auch der verbliebene Kapital der Hann-Widmung ein.

Zitat: AÖAW, Allg. Akten, No. 849/1918, No. 247/1919 u. 569/1919. Der ebenfalls die Hann-Widmung betreffende Akt No. 197/1919 wurde zeitgenössisch unter dem Betreff "Akademie-Kassa" abgelegt. Diese Akten haben sich jedoch nicht erhalten.

Literatur: Stiftungen (1919), S. 94 f.



Hansgirg-Preis für Botanik und Astronomie

Zeitraum: 1923-1954

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (3 S.)

Beschreibung: Univ.-Prof. Dr. Anton Hansgirg (1854-1917), emeritierter o. Professor für Botanik der tschechischen Universität Prag, stiftete diesen Preis im Jahre 1917. Der Preis soll für neue wissenschaftliche Arbeiten aus den Gebieten Botanik und Astronomie ohne Unterschied der Nation vergeben werden.

In der Gesamtsitzung v. 28. Juni 1923 wurde beschlossen, die Stiftung vom Magistrat der Stadt Wien in eigene Verwaltung zu übernehmen.

Der Preis sollte ab 1930 jedes zweite Jahr verliehen werden, sofern die finanziellen Mittel dies zuließen, und zwar abwechselnd für Botanik und Astronomie. Im Jahre 1954 wurde das entwertete Stiftungsvermögen in einen Sammelfonds überführt.

Zitat: AÖAW, Hansgirg-Preis

Literatur: [1] Alm 74 (1924), S. 198-202 (Stiftbrief). [2] Alm 90 (1939), S. 143 (Preisträger 1930-1938). [3] Meister, Geschichte (1947), S. 354. [4] Dokumentation, Bd. 3, S. 166 (Preisträger 1950, 1954).

Lokat: 5-li/Vh



*Wilhelm-Hartel-Preis

Zeitraum: 1956-2000

Umfang: 1 Faszikel (bis 1979) u. 1 Aktenordner (1979-2000)

Erschließung: AB (3 S., für die Akten bis 1979)

Beschreibung: Der Bundesminister für Unterricht Dr. Heinrich Drimmel stiftete diesen Preis mit Erlaß vom 9. Jan. 1957, Zl. 1112.555-1/56. Die Namensgebung durch die Akademie der Wissenschaften erfolgte mit folgender Begründung:

Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Hartel (1839-1907), o. Professor für Klassische Philologie der Universität Wien, "war durch acht Jahre (1899-1907) Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und ihm ist es zu danken, daß sowohl die Kooperation mit den vier deutschen Akademien zur Abfassung des ‚Thesaurus linguae latinae’, wie auch die Begründung der ‚Internationalen Assoziation der Akademien’ zustandekam. Diese Assoziation hat dann durch 15 Jahre (bis zum 1. Weltkrieg) die Akademien fast der ganzen Welt umspannt und Österreich ist bei dieser Gründung durch eine programmatische Kundgebung Hartels führend geworden. Außerdem war Hartel Unterrichtsminister und hat Bedeutendes für die Förderung von Wissenschaft und Kunst und für die Technischen Hochschulen und die Akademie der bildenden Künste geleistet. Auf seinem Fachgebiet der klassischen Philologie hat er nicht nur durch seine ‚Homerischen Studien’ und ‚Demosthenischen Studien’ neue, auch heute noch richtunggebende Bahnen eröffnet, sondern in der Akademie das ‚Corpus scriptorum ecclesiasticorum Latinorum’ entscheidend gefördert, indem er durch seine vorbildliche Ausgabe der Schriften des Cyprianus die noch heute geltenden Grundsätze für die Textkritik und Textgestaltung lateinischer Kirchenschriftsteller geschaffen hat."

Der Preis soll für besonders hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften vergeben werden. Er kann alljährlich verliehen und gegebenenfalls auf zwei Preisträger aufgeteilt werden.

Zitat: AÖAW, Wilhelm-Hartel-Preis

Literatur: Richard Meister: Wilhelm von Hartels Wirken in der Akademie der Wissenschaften, in: Aph 96 (1959), S. 1-30.

Lokat: 5-li/VI



*Edmund-und-Rosa-Hlawka-Preis

Zeitraum: 1991-1996

Umfang: 1 Mappe

Erschließung: keine

Beschreibung: Edmund Hlawka wurde am 5. Nov. 1916 in Bruck a.d. Mur geboren. Von 1934 bis 1938 studierte er Mathematik, Physik und Astronomie an der Universität Wien, wo er bis 1941 als Assistent tätig war. 1944 heiratete er Rosa Reiterer. Im folgenden Jahr wurde er Dozent an der Universität Wien, 1946 an der Technischen Hochschule Wien. Von 1948 bis 1981 war er ordentlicher Professor an der Universität Wien, von 1981 bis 1987 ordentlicher Professor am Institut für Analysis, Technische Mathematik und Versicherungsmathematik der Technischen Universität Wien. Hlawka verstarb am 19. Febr. 2009. Zwischen 1959 und 1976 absolvierte er Gastprofessuren in Princeton, am CALTEC in Pasadena, an der Sorbonne und an der ETH in Zürich. Außerdem wurde er 1956 k.M und 1959 w.M. der Akademie und in der Folge auch zahlreicher anderer Akademien der Wissenschaften. Er erhielt diverse Auszeichnungen und Preise, darunter 1979 den Schrödinger-Preis der Akademie und 1987 das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Der Hauptakzent seines wissenschaftlichen Werkes liegt bei Geometrie der Zahlen, Theorie der Gleichverteilung sowie Philosophie und Geschichte der Mathematik. Hlawka verstarb am 19. Febr. 2009.

Der Preis wurde 1991 gestiftet und seit 1992 alle zwei Jahre verliehen. Es ist bestimmt für für Mathematikerinnen und Mathematiker österreichischer Staatsbürgerschaft, die das 30. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Geometrie der Zahlen und zahlentheoretischen Analysis.

Zitat: AÖAW, Edmund-und-Rosa-Hlawka-Preis

Literatur:

Lokat: 5-li/VIe



Holzhausen-Legat

Zeitraum: 1870-1972

Umfang: 2 Schachteln

Erschließung: keine

Beschreibung: Sicherlich nicht ausschließlich das Holzhausen-Legat betreffende Akten, sondern auch bzgl. allgemeiner Verlagsangelegenheiten mit Holzhausen. Ist noch zu ordnen und neu zu gliedern! Auch Akten hinsichtlich der Beteiligung der ÖAW an Freytag-Berndt und Artaria.

Zitat: AÖAW, Holzhausen-Legat

Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 348.

Lokat: 5-li/Vh



Kometen-Preis

Zeitraum: 1869-1887

Umfang: ½ Schachtel

Erschließung: Korrespondenz: Agelander, Littrow, Weiss, Schrötter, Schiaparelli [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980]. Enthält auch Akten zum Venusdurchgang von 1881/82.

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Kometen-Preis

Literatur:

Lokat: 5-li/VI



*Felix-Kuschenitz-Preis

Zeitraum: 1936-1997

Umfang: 2 Kartons

Erschließung: Verlassenschaftsakten; Preisverleihungen [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung: Die Stiftung wurde gemäß dem Testament des Fabrikdirektors Felix Kuschenitz ins Leben gerufen. Felix Kuschenitz wurde am 29. Sept. 1868 in Wien geboren. Er war Direktor der Volksopernbetriebsgesellschaft und von 1925 bis zum Konkurs 1926 Mitglied des Verwaltungsrates. Außerdem war er Träger des Ritterkreuzes des Franz-Josephs-Ordens. Seine Ehe mit Ida, geb. Degrassi, wurde 1901 geschieden. Kuschenitz starb am 4. Nov. 1936 in Wien.

Das Vermögen der Stiftung bestand ursprünglich aus dem Erlös aus dem am 8. Febr. 1947 erfolgten Verkauf des der Akademie als Stammvermögen hinterlassenen Hauses in Wien IV., Prinz-Eugen-Straße 46, das allerdings wegen eines Bombentreffers am 15. Jan. 1945 nicht mehr bewohnbar war.

Der Preis dient zur Förderung selbständiger chemischer und physikalischer Forschung, in erster Linie für schon geleistete Arbeiten.

Zitat: AÖAW, Felix-Kuschenitz-Preis

Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 346 (allg. Informationen)

Lokat: 5-li/VIf



Landau-Widmung

Zeitraum: 1910-1920

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (9 S.)

Beschreibung: Der Wiener Industrielle Dr. Horace (von) Landau (1869-1926) hat der Akademie der Wissenschaften im Jahre 1910 zum Zweck "der Teilnahme an dem Wettkampfe der Staaten und Völker, die alten verschütteten Kulturstätten aufzudecken und die älteste Geschichte der Menschheit zu erforschen", 350.000 K übergeben. Von diesen sollten 100.000 K zum Ankauf des wissenschaftlichen Nachlasses des österreichischen Arabienforschers Eduard Glaser (1855-1908) und zur Veröffentlichung dieses Nachlasses verwendet werden. Der Rest von 250.000 K war für Ausgrabungen in Babylon, Syrien, Ägyp­ten und Südarabien bestimmt. Hauptsächlich wurden diese übrigen Mittel in Forschungsreisen des Prof. Dr. Ernst Sellin (1867-1946) nach Palästina verwendet.

In ihrer Sitzung vom 12. Dez. 1923 beschloß die phil.-hist. Klasse u.a. die Landau-Widmung, "welche jetzt wegen der Geringfügigkeit der Erträgnisse nicht widmungsgemäß verwendet werden [kann], vorläufig für 5 Jahre stehen zu lassen" (C 2188). Nach Meister, Geschichte (1947), S. 322, bestand die Landau-Kom­mis­sion bis zum Jahre 1938; in den Almanachen wird sie zuletzt 1937 erwähnt.

Vgl. auch die Akten der Südarabischen Kommission (BG 02.06).

Zitat: AÖAW, Landau-Widmung

Literatur: Stiftungen (1919), S. 139-144.

Lokat: 5-li/Vi



*Ignaz-L.-Lieben-Preis, Richard-Lieben-Preis

Zeitraum: 1862-1937

Umfang: 1 Karton

Erschließung: AB (4 S.)

Beschreibung: Der Ignaz-L.-Lieben-Preis wurde 1863 von Elisabeth Lieben im Einverständnis mit ihren Kindern Leopold, Adolf, Richard, Helena u. Ida in Erfüllung des testamentarischen Wunsches ihres Gatten, des am 13. März 1862 in Wien verstorbenen Großhändlers Ignaz L. Lieben, gestiftet. Anläßlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums Kaiser Franz Josefs I. im Jahre 1900 stockten w.M Adolf Lieben, Leopold u. Richard Lieben den Preis durch die Brüder-Lieben’sche Jubiläums-Zustiftung auf. Im Jahre 1909 zum 60-jährigen Regierungsjubiläums Kaiser Franz Josefs I. erfolgte die Richard-Lieben’sche Jubiläums-Zustiftung, mit der der Richard-Lieben-Preis eingerichtet wurde. Aufgrund des völlig unzulänglichen Zinsenertrages des Ignaz-L.-Lieben-Fonds in den Jahren 1924/28 wurde das Preisgeld jeweils jährlich von Fritz u. Heinrich Lieben der Akademie zur Verfügung gestellt.

Der Ignaz-L.-Lieben-Preis wurde 1865-1898 alle drei Jahre abwechselnd für besonders hervorragende Leistungen aus Physik und Chemie vergeben. 1900-1937 wurde er alljährlich verliehen, nun alternierend für Arbeiten auf dem Gebiet der Physik, Chemie und Physiologie. Der Richard-Lieben-Preis wurde 1912-1921 im Abstand von drei Jahren und dann noch einmal 1928 für bedeutende Forschungen in reiner und angewandter Mathematik verliehen. Beide Preise konnten gegebenenfalls auf zwei Preisträger aufgeteilt werden.

Zitat: AÖAW, Lieben-Preis

Literatur: [1] Stiftungen (1919), S. 29-34, 50-52 u. 62-64. [2] Robert Rosner: Der Ignaz Lieben Preis. Ein österreichischer Nobelpreis, in: Chemie. Das österreichische Magazin für Wirtschaft und Wissenschaft 4.4 (1997), S. 30. [2] R. Werner Soukup (Hg.): Die wissenschaftliche Welt von Gestern. Die Preisträger des Ignaz-L.-Lieben-Preises 1865-1937 und des Richard-Lieben-Preises 1912-1928. Ein Kapitel österreichischer Wissenschaftsgeschichte in Kurzbiographien (Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsforschung. 4.). Wien-Köln-Weimar 2004.

Lokat: 5-li/Vh



Konrad-Lorenz-Preis

Zeitraum: 1991-1992

Umfang: 1 Mappe

Erschließung: keine

Beschreibung: keine

Zitat: AÖAW, Konrad-Lorenz-Preis

Lokat: 5-li/VIe



Hans-Horst-Meyer-Medaille

Zeitraum: 1922-1938

Umfang: 1 Karton

Erschließung: AB (2 S.)

Beschreibung: Anläßlich des siebzigsten Geburtstages des w.M. der Akademie der Wissenschaften Hans Horst Meyer (1853-1939), o. Professor der Pharmakologie an der Universität Wien, am 17. März 1923 haben dessen Schüler eine Medaille mit seinem Bildnis herstellen lassen, die alle fünf Jahre demjenigen verliehen werden sollte, der auf dem Gebiet der experimentellen Medizin die beste Arbeit in deutscher Sprache veröffentlicht oder dieses Fach wissenschaftlich gefördert hatte. Die Stifter übergaben der Akademie in Wien zu diesem Zweck zehn Medaillen in Etuis und eine Geldsumme zur Deckung der Spesen bei der Verleihung (siehe Stiftungsakten). Dem Wunsch der Stifter entsprechend erfolgte die erste Verleihung an w.M. H.H. Meyer in Anerkennung seines hervorragenden Wirkens auf dem Gebiet der Pharmakologie. Im Jahre 1926 bot dessen Sohn Kurt Heinrich Meyer der Akademie an, für einen begrenzten Zeitraum ein Preisgeld, das zugleich mit der Medaille vergeben werden konnte, zu stiften. Daraufhin wurde der Preis noch 1928 und 1933 verliehen.

Der Bestand enthält neben den Akten auch zwei Exemplare der Medaille sowie die Prägestöcke. Ein weiteres Exemplar der Medaille befindet sich in der Medaillensammlung der ÖAW. Über den Verbleib der weiteren vier Exemplare ist nichts bekannt.

Zitat: AÖAW, Hans-Horst-Meyer-Medaille

Literatur: Alm 75 (1925), S. 152-154 (Stiftbrief); Meister, Geschichte (1947), S. 354.

Lokat: 5-li/Vi



Jakob-Minor-Preis

Zeitraum: 1912-1924

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (2 S.)

Beschreibung: Der im Jahre 1912 verstorbene Professor für Deutsche Philologie Jakob Minor, w.M. der Akademie, hat der Akademie testamentarisch eine Widmung hinterlassen mit der Bestimmung, daß alle fünf Jahre die beste in diesem Zeitraum erschienene Arbeit über deutsche Literaturgeschichte mit einem Preis gekrönt wird. Als Preisrichter sollten Vertreter der neueren Literaturgeschichte an den Universitäten Wien, Berlin, München, Leipzig, Prag und Graz fungieren. Diesen sollte es auch freistehen, zu Anfang des Quinquenniums eine bestimmte Preisaufgabe zu stellen. Das Legat wurde mit Beschluß der Gesamtakademie v. 27. Nov. 1913 angenommen und das Statut zur Verwaltung des Legates am 31. Jan. 1918 genehmigt. Der Preis wurde nur zweimal (1919 u. 1924) verliehen.

Zitat: AÖAW, Jakob-Minor-Preis

Literatur: [1] Stiftungen (1919), S. 145-147 (Legat), S. 147 f. (Statut), [2] Meister, Geschichte (1947), S. 348 u. 356.

Lokat: 5-li/Vh



Mojsisovics-Erbschaft (Preis)

Zeitraum: 1907-1954

Umfang: 1/3 Schachtel

Erschließung: Alle drei Jahre eine Preisverleihung; Förderung der math.-nat. Klasse ohne Beschränkung [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Mojsisovics-Erbschaft

Literatur: Stiftungen (1919), S. 60 f.

Lokat: 5-li/Vi



Much-Stiftung und -Preis

Zeitraum: 1939-1956

Umfang: 1/3 Schachtel

Erschließung: Zweck: urgeschichtliche Forschung. Stiftungsbrief; Akten [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980]

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Much-Stiftung

Literatur:

Lokat: 5-li/Vi



Dr.-Rudolf-Nowak-Stiftung

Zeitraum: 1909-1952

Umfang: 1/3 Schachtel

Erschließung: Keine Zweckbindung [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980]

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Dr.-Rudolf-Nowak-Stiftung

Literatur: Stiftungen (1919), S. 10-14.

Lokat: 5-li/VIa



Dr.-Anton-Oelzelt-Newin-Stiftung

Zeitraum: 1938-1956

Umfang: 1/3 u. ¼ Schachtel

Erschließung: Schachtel 1: Vermögensakten, Rentenangelegenheiten, Meinong-Tochter erhält ein Legat. Schachtel 2: Vermögensangelegenheiten; Korrespondenz: Meinong, Buchholz, Klenovsky, Böhm-Bawerk, Wieser [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Dr.-Anton-Oelzelt-Newin-Stiftung

Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 346 (allg. Informationen)

Lokat: 5-li/VIa



Johann-Orth-Stiftung

Zeitraum: 1915-1916

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: Zweck: Förderung der österreichischen Wissenschaft [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Johann-Orth-Stiftung

Literatur: Stiftungen (1919), S. 20-23 (Stiftbrief u. Statut).

Lokat: 5-li/VIa



*Richard-G.-Plaschka-Preis

Zeitraum:

Umfang: Noch keine Akten im AÖAW.

Erschließung:

Beschreibung: Der Stifter Richard Georg Plaschka wurde am 8. Juli 1925 in Vöttau in Südmähren geboren, wo sein Vater als Verwaltungsdirektor der im Besitz der Familie des Freiherrn von Haas stehenden Burg und des dazugehörigen Gutsbesitzes beschäftigt war. Nach dem Besuch des deutschsprachigen Gymnasiums in Znaim rückte Plaschka zunächst 1943 zum Militärdienst ein und geriet in Kriegsgefangenschaft. Ab 1946 studierte er in Wien bei Hugo Hantsch und dem Osteuropahistoriker Heinrich Felix Schmid. Seine perfekten Kenntnisse der tschechischen Sprache leisteten ihm dabei gute Dienste. Ab 1962 war er als Obmann der Arbeitsgemeinschaft Ost tätig, die 1964 in "Österreichisches Ost- und Südosteuropa-Institut" umbenannt und seiner Leitung unterstellt wurde. Plasc­hka war ein ausgezeichneter "Wissenschaftsdiplomat", der zu Zeiten des eisenen Vorhangs die bestmöglichen Chancen für wissenschaftliche Zusammenarbeit mit ostmitteleuropäischen Nachbarländern herzustellen versuchte. 1967 wurde er zum ordentlichen Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien ernannt. Nachdem er 1976/77 Dekan der geisteswissenschaftlichen Fakultät gewesen war, wählte man ihn für die Studienjahre 1981-1983 zum Rektor, eine Zeit, in der er auch der Österreichischen Rektorenkonferenz vorstand. Neben seiner Tätigkeit als Historiker wurde er 1977 k.M. und 1982 w.M. der Akademie, deren "Kommission für die Geschichte Österreichs" er von 1988 bis 1992 und deren "Historische Kommission" er von 1993 bis 1997 leitete. Außerdem war er Mitglied diverser ausländischer Akademien und Träger des Ehrenkreuzes der Republik Österreich für Wissenschaft und Kunst, sowie zahlreicher anderer Auszeichnungen. Am 27. Okt. 2001 starb er 77jährig in Wien.

Der kurz vor seinem Tode gestiftete Preis ist bestimmt für WissenschaftlerInnen, die außerordentliche Leistungen auf dem Gebiet der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropäischen Geschichte erbracht und das 40. Lebensjahr noch nicht überschritten haben.

Zitat: AÖAW, Richard-G.-Plaschka-Preis



Josef-Pollak-Legat und-Preis

Zeitraum: 1916-1921

Umfang: ¼ Schachtel

Erschließung: Einrichtung, Übernahme, Grundsätze; Verleihung 1921

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Josef-Pollak-Legat

Literatur: [1] Stiftungen (1919), S. 69-71 (Testament u. Statut). [2] Meister, Geschichte (1947), S. 354.

Lokat: 5-li/VIa



Girolamo-Ponti-Widmung

Zeitraum: 1874-1911

Umfang: ¼ Schachtel

Erschließung: Preise aufgrund von Konkursen: 1. Mechanik, 2. Ackerbau, 3. Physik und Chemie, 4. Reisen zur See und zu Land, 5. Literatur [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Girolamo-Ponti-Widmung

Literatur: Stiftungen (1919), S. 1.

Lokat: 5-li/VIa



*Fritz-Pregl-Preis für Mikrochemie

Zeitraum: 1930-[1998]

Umfang: 1 Karton

Erschließung: AB (6 S.)

Beschreibung: Fritz Pregl (1869-1930), o. Professor für angewandte medizinische Chemie an der Universität Graz und seit 1921 k.M. der Akademie der Wissenschaften, stiftete diesen Preis im Jahre 1930 kurz vor seinem Tod. Aus dem Ertrag der Widmung sollen jährlich bedeutende mikrochemische Arbeiten ausgezeichnet werden.

In der Sitzung der math.-nat. Klasse v. 26. Juni 1930 wurde eine Kommission bestehend aus den w.M. Durig, Molisch, Schweidler, Späth u. Wegscheider zur Ausarbeitung des Statuts eingesetzt (B 2373). Die Satzung der Fritz-Pregl-Widmung wurde am 20. Nov. 1930 beschlossen.

Der Preis wird jährlich verliehen, sofern dies die finanziellen Mittel zulassen. Die erste Verleihung erfolgte im Jahre 1931.

Zitat: AÖAW, Fritz-Pregl-Preis

Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 346 (allg. Informationen).

Lokat: 5-li/VIf



Johann-Radon-Medaille

Zeitraum: 1991-1993

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (2 S.)

Beschreibung: Die Johann-Radon-Medaille wurde durch den früheren GS Leopold Schmetterer (1919-2004) mit Schreiben vom 14. Nov. 1991 an das Präsidium der Akademie initiiert. Er schlug vor, "eine Radon-Medaille zu schaffen, die in unregelmäßigen Abständen an Wissenschafter vergeben werden soll, die auf den Gebieten Wesentliches geleistet haben, auf denen Radon gearbeitet hat." Das Ansuchen wurde im Präsidium, in der math.-nat. Klasse und in der Gesamtakademie positiv besprochen, so daß über Vorschlag der Kommission für Mathematik am 1. Sept. 1992 die Radon-Medaille an Fritz John verliehen werden konnte. Von der Radon-Medaille befindet sich ein Exemplar in der Medaillen-Sammlung der Akademie; das Gipsmodell bei den "Büsten und Bildnissen" unter der Inv.-No. B 130. Die Medaille wurde nur ein Mal verliehen.

Zitat: AÖAW, Johann-Radon-Medaille

Lokat: 5-li/VIf



Raimund-Preis

Zeitraum: 1894-1914

Umfang: 1/5 Schachtel

Erschließung: keine

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Raimund-Preis

Literatur:

Lokat: 5-li/VIa



Erzherzog-Rainer-Widmung

Zeitraum: 1911-1923

Umfang: 1/5 Schachtel

Erschließung: Korrespondenz: Ottenthal, Seemüller, Luschin, Molisch, H. Schenkl. Zweck: für Reisen von Akademie-Mitgliedern an die wichtigsten außerösterr. Kulturstätten und für Kontakte mit ausländischen Wissenschaftlern [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Erzherzog-Rainer-Widmung

Literatur: Stiftungen (1919), S. 7-9 (Statut).

Lokat: 5-li/VIa



Oskar-v.-Rothschild-Stiftung

Zeitraum: 1909-1920

Umfang: 1/5 Schachtel

Erschließung: Astronomische Stiftung (eigentlich Preis); Akten [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Oskar-v.-Rothschild-Stiftung

Literatur:

Lokat: 5-li/VIa



*Erich-Schmid-Preis

Zeitraum: 1978-[1998]

Umfang: 1 Karton

Erschließung: AB (5 S.)

Beschreibung: Erich Schmid wurde am 4. Mai 1896 in Bruck an der Mur als Sohn eines Arztes geboren. Nach der Matura in Graz 1913 begann er an der Universität Wien mit dem Studium der Physik und der Mathematik, musste dieses jedoch unterbrechen um seinen Kriegsdienst zu leisten und beendete es 1920. In den darauffolgenden zwei Jahren war er Assistent an der Technischen Hochschule. In der Folge arbeitete Schmid am Kaiser-Wilhelm-Institut für Faserstoffchemie in Berlin und war von 1924 bis 1928 bei der Metallgesellschaft AG in Frankfurt/Main tätig. Nach seiner Habilitation 1928 an der Technischen Hochschule Berlin leitete er bis 1932 die Physik-Abteilung des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin. Anschließend war er am physikalischen Institut in Freiburg (Schweiz) als Ordinarius und Direktor tätig. Von 1936 an leitete er die Metall-Laboratorien der Metallgesellschaft in Frankfurt/Main, nach Kriegsende das Laboratorium der Vakuumschmelze AG in Hanau. 1951 ging er nach Wien, wo er bis 1967 Ordinarius für Physik und Vorstand des II. Physikalischen Instituts war und 1953 Mitglied der Akademie wurde. Von 1963 bis 1969 und von 1970 bis 1973 war er Präsident, von 1969 bis 1970 und von 1973 bis 1979 Vizepräsident der Akademie. Außerdem war er Mitglied zahlreicher anderer europäischer Akademien und unter anderem Träger des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst. Erich Schmid, der maßgeblich an der Entwicklung der Metallplastizität beteiligt war, verstarb am 22. Okt. 1983.

Aus dem Protokoll der Sitzung der math.-nat. Klasse vom 7. Okt. 1976: "Der Generalsekretär [Leopold Schmetterer] teilt mit, daß Vizepräsident [Erich] Schmid aus Anlaß seines 80. Geburtstages vom BMWF ein Beitrag von Ö.S. 100.000,– zuerkannt wurde mit der Widmung, ihn einmalig einem Physiker als ‚Erich-Schmid-Preis’ zuzuerkennen. Auf Ersuchen von Vizepräsident Schmid hat die Frau Bundesminister [Hertha Firnberg] jedoch zugestimmt, den Betrag für die Errichtung eines periodisch zu verleihenden Physiker-Preises zu verwenden. Es soll nun bei der Akademie ein ‚Erich-Schmid-Preis’ eingerichtet werden für Physiker österreichischer Staatsbürgerschaft, die das 40. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und in Österreich eine wertvolle Leistung auf dem Gebiet der experimentellen oder theoretischen Physik vollbracht haben."

Der Erich-Schmid-Preis konnte im Jahre 1978 erstmals vergeben werden.

Zitat: AÖAW, Erich-Schmid-Preis

Lokat: 5-li/VIc



Theodor-Schmid-Widmung

Zeitraum: 1932-1959

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (4 S.)

Beschreibung: Theodor Schmid (1859-1937), Professor für darstellende Geometrie an der Technischen Hochschule Wien, wurde im Jahre 1928 zum k.M. der Akademie gewählt. Am 19. Mai 1932 übergab er der Akademie 20.000,– ÖS, "welchen Betrag ich als Spende den Zwecken der Akademie widme. Das Erträgnis dieses Kapitals wolle hauptsächlich zur Veröffentlichung von Abhandlungen geometrischen Inhalts in den Sitzungsberichten der Akademie verwendet werden." Die Statuten wurden am 24. Juni 1932 von der Gesamtakademie beschlossen.

Das Geld legte der Akademie-Rechtsanwalt Dr. Hans Neumann als Hypo­thekardarlehen in die im Besitz von Benno Fanto befindliche Realität Mödling, Vorderbrühl, Liech­tensteinstraße 1 an, für das ein Schätzwert von 75.078,– ÖS angegeben wurde. Das Akademie-Kapital wurde zunächst mit 9 % verzinst. Nach dem Tode Fantos am 20. Jan. 1934 dauerte es bis zum Jahre 1959 bis es zu einer Einigung zwischen den Erben nach Benno Fanto und der ÖAW kam. Von den Forderungen, die schon im April 1951 mit 44.725,– ÖS veranschlagt waren, konnte die ÖAW immerhin noch 20.050,– ÖS lukrieren.

Zitat: AÖAW, Theodor-Schmid-Widmung

Lokat: 5-li/VIa



Anton-Schönbach-Erbschaft

Zeitraum: 1918-1922

Umfang: 1/5 Schachtel

Erschließung: Testamentsabschrift von Anna Schönbach und von Anton Schönbach; Seuffert-Briefe [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Anton-Schönbach-Erbschaft

Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 348.

Lokat: 5-li/VIa



Franz-Scholz-Legat

Zeitraum: 1906-1954

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (7 S.)

Beschreibung: Das Legat wurde der Akademie von Frau Luise (Lilla) Scholz, geborene Grohmann, testamentarisch nach dem Wunsche und zum Andenken an ihren am 19. Mai 1902 verstorbenen Gatten, Dr. med. Franz Scholz, vermacht. Von den Erben wurde das Legat schließlich sechs Monate nach ihrem Ableben († 6. Mai 1906) im Nov. 1906 der Akademie übertragen. Die Erträge sollten der Subventionierung "von Forschungen der positiven Wissenschaften der naturhistorischen Sektion" dienen. Zur Verwaltung des Legats wurde am 7. Febr. 1907 eine eigene Kommission der math.-nat. Klasse eingesetzt. Diese hatte folgende Aufgaben inne: die Bewirtschaftung des Legats, jährliche Rechnungslegung, Begutachtung eingehender Subventionsgesuche und bei positiver Begutachtung Antragstellung an die Klasse. Die Mitglieder der Kommission wurden alle drei Jahre neu gewählt [Obmänner: G. v. Tschermak (1907-1908), Steindachner (1908-1913), Mitglieder: v. Lang (1907-1913), Lieben (1907-1913), Mach (1907-1909), Steindachner (1907-1913), Tschermak (1907-1913), Weiss (1907-1913), Wiesner (1907-1913), Zuckerkandl (1907-1909), v. Ebner (1911-1913), Fr. Exner (1911-1913)]. Zur Verwendung der Geldmittel siehe die Berichte des Generalsekretärs in den Almanachen der Akademie (1907-1935) u. im Amn (1907-1943) unter ‚Subventionen’. Die Scholz-Kommission wurde mit Beschluß der math.-nat. Klasse v. 23. Okt. 1913 (B 1902) aufgelassen und die Verwaltung des Legates der erneut gegründeten Subventionskommission übertragen. Aufgrund der starken Wertminderung wurde das Legat im Jahre 1954 zusammen mit anderen Stiftungen und Widmungen in den so genannten ‚Sammelfonds’ der ÖAW eingegliedert.

Zitat: AÖAW, Franz-Scholz-Legat

Literatur: Stiftungen (1919), S. 59. Meister, Geschichte (1947), S. 299

Lokat: 5-li/VIb



*Erwin-Schrödinger-Preis

Zeitraum: 1956-[1997]

Umfang: 2 Kartons

Erschließung: Statuten, Akten und Verleihungen 1956-1997

Beschreibung: Erwin Schrödinger wurde am 12. Aug. 1887 in Wien geboren. Sein Vater Rudolf Schrödinger war Privatgelehrter in Botanik. Schrödinger studierte von 1906 bis 1910 Mathematik und Physik an der Universität Wien, wobei er besonders durch die Arbeiten des theoretischen Physikers Fritz Hasenöhrl beeinflußt wurde. Nach seiner Habilitation 1914 in Wien nahm er am ersten Weltkrieg als Offizier der Festungsartillerie teil. Nachdem er an den Universitäten in Wien, Jena, Stuttgard und Breslau tätig gewesen war, übernahm er 1921 den Lehrstuhl für Physik der Universität Zürich, 1927 den Lehrstuhl für theoretische Physik der Universität Berlin. 1928 wurde er k.M. der Akademie. 1933 erhielt Schrödinger gemeinsam mit dem Engländer Paul Dirac für die Entwicklung der Wellenmechanik den Nobelpreis für Physik. Nach der Machtergreifung Hitlers blieb er bis 1936 in Oxford bezog dann eine Professur in Graz, die er jedoch nach dem Anschluß Österreichs verließ um bis 1956 in Dublin am Institute for Advanced Sciences zu lehren. In der Folge kehrte er an das Institut für theoretische Physik in Wien zurück, wo er 1956 w.M. der Akademie wurde und man ihn mit dem Preis der Stadt Wien ehrte. Die Regierung stiftete der Akademie den Schrödinger-Preis, dessen erster Preisträger er war. Die Genehmigung des Preises erfolgte mit Erlaß vom 3. Dez. 1956, Zl. 102412-1/56, durch das Bundesministerium für Unterricht. Im folgenden Jahr erhielt er das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst. Außerdem war er Träger zahlreicher in- und ausländischer Preise und Ehrungen, Ehrendoktorate und Mitglied mehrerer Akademien und wissenschaftlicher Gesellschaften. Schrödinger starb am 4. Jan. 1961 in Wien.

Der Preis ist bestimmt für Gelehrte, die in Österreich wirken und besonders hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der Naturwissenschaften unter besonderer Berücksichtigung der Fächer Physik und Chemie vollbracht haben.

Zitat: AÖAW, Erwin-Schrödinger-Preis

Lokat: 5-li/VIf



Markus-und-Eleonore-Schwab-Stiftung

Zeitraum: 1917-1918

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (2 S.)

Beschreibung: Der Oberinspektor der k.k. Ferdinandsnordbahn im Ruhestand Josef Schwab († 14. Feb. 1918) bestimmte im Jahre 1917 testamentarisch, daß die Akademie einen Teil seines Vermögens zur Erforschung der Nerven- und Zuckerkrankheiten erhalten sollte. Die Stiftung sollte den Namen der verstorbenen Eltern von Josef Schwab erhalten. Der Fruchtgenuß der in Aktien angelegten Vermögenswerte sollte bis zu ihrem Ableben der Schwester des Erblassers, Anna Langstein, zukommen. Nach deren Tode sollte das veranlagte Vermögen erst nach Erreichung einer Summe von 200.000 Kronen zur Hälfte der Akademie der Wissenschaften zur Verfügung stehen. In der Sitzung der math.-nat. Klasse der Akademie wurde am 16. Mai 1918 eine Kommission für die Erbschaft Schwab eingesetzt. Als Obmann wurde Sigmund v. Exner und als Mitglieder Weichselbaum, Hochstetter, Durig und Becke eingesetzt. Die Kommission wird in den Almanachen der ÖAW allerdings nicht erwähnt. In den Berichten des Sekretärs der math.-nat. Klasse im Alm u. im Amn unter Subventionen finden sich keinerlei Hinweise über eine etwaige Verwendung von Geldmitteln aus der Schwab-Erbschaft. Es ist daher anzunehmen, daß die zu erhaltende Summe aufgrund der Geldentwertung schnell an Wert verloren hatte. Die verbliebene Geldbetrag wurden 1926 in den so genannten ‚Sammelfonds’ der ÖAW eingegliedert.

Zitat: AÖAW, Markus-und-Eleonore-Schwab-Stiftung

Lokat: 5-li/VIb



Steinmetz-Sederl-Stiftung

Zeitraum: 1918-1954

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (5 S.)

Beschreibung: Der Steinmetz und Hausbesitzer Arnold Sederl († 10. Jan. 1920) bestimmte die Akademie 1918 testamentarisch zur Universalerbin seines Vermögens mit dem Zwecke der Förderung und Pflege wissenschaftlicher Arbeiten vorzugsweise auf dem Gebiete der Naturwissenschaften. Zur Verwaltung der Vermögenserträgnisse wurde am 8. und 9. Juni 1920 eine gemeinsame Kommission der beiden Klassen eingesetzt. Die Kommission wird in den Almanachen der ÖAW allerdings erst ab dem Jahr 1925 vermerkt, nachdem ein Stiftsbrief ausgearbeitet war. Dieser Stiftsbrief und die vom NS-Regime geforderte überarbeitete Fassung von 1940 wurden im Almanach abgedruckt. Zur Verwendung der Geldmittel siehe die Berichte des Sekretärs der math.-nat. Klasse in den Alm 1934 u. 1935 sowie im Amn 1933 bis 1941 unter ‚Subventionen’. Die Stiftungs-Kommission bestand bis zum Jahr 1954, als aufgrund der starken Wertminderung das verbliebene Vermögen zusammen mit anderen Stiftungen und Widmungen in den so genannten ‚Sammelfonds’ der ÖAW eingegliedert wurde.

Zitat: AÖAW, Steinmetz-Sederl-Stiftung

Literatur:

Lokat: 5-li/VIb



Seegen-Erbschaft und -Preis

Zeitraum: 1902-1954

Umfang: 1 Schachtel

Erschließung: Verlassenschaftsverhandlungen, Vermögensakten; Korrespondenzen: S. Exner, Pfaundler [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Seegen-Erbschaft

Literatur: Stiftungen (1919), S. 90-93.

Lokat: 5-li/VIb (Akten) und 3 Urkunden in der Urkundensammlung (BG 14), No. 39a, 39b u. 40.



Semmering-Preis

Zeitraum: 1923-1930

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (3 S.)

Beschreibung: Die Anlage des StV erfolgte durch Dr. Wundsam.

Zitat: AÖAW, Semmering-Preis

Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 354.

Lokat: 5-li/VId



Pauline-Skrajnka-Legat

Zeitraum: 1916/1917

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (3 S.)

Beschreibung: Die am 18. Jan. 1916 im Sanatorium "Am Steinhof" verstorbene Pauline Skrajnka, vermachte durch testamentarische Verfügung 32.000 K der Akademie der Wissenschaften "mit hauptsächlicher Berücksichtigung des geographischen Faches". Da die Erblasserin wegen gerichtlich erhobenen Wahnsinns seit dem 11. Juni 1902 unter Kuratel stand, wurde das Testament von der Haupterbin Marie Schwarz, Berndorf, angefochten. In einem Vergleich wurden der Akademie im Jahre Mai 1917 aus diesem Vermächtnis 6.818,13 K angewiesen.

Zitat: AÖAW, Pauline-Skrajnka-Legat

Literatur: Alm 67 (1917), S. 194-196. Wiederabdruck in: Stiftungen (1919), S. 24-26.

Lokat: 5-li/VId



*Dr.-Alois-Sonnleitner-Stiftung (Ehrenpreis)

Zeitraum: 1941-2001

Umfang: 2 Kartons

Erschließung: Zweck: Krebsforschung, eingerichtet: 1941; Akten ab 1941; Bewerbungsschreiben, Empfehlungen, Separata [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung: Die Stiftung wurde von Frau Clara Tlučhoř-Sonnleitner, der Witwe nach Dr. Alois Sonnleitner, zum Gedenken an ihren Mann ins Leben gerufen.

Alois Sonnleitner, eigentlich Alois Tlučhoř, wurde am 25. April 1869 in Daschitz, Böhmen, geboren. Obwohl er das Kind armer Bauern war, unterrichtete er 30 Jahre lang an diversen Volks- und Bürgerschulen und erwarb mit 55 Jahren an der Universität Wien das Doktorat der Philosophie. Schon sehr früh organisierte er Elternkonferenzen, gründete Jugendvereine und setzte sich für gute Jugendliteratur ein. Außerdem war er ein früher Befürworter des Hortwesens und ein Vordenker im Bereich der Schulhygiene. Während und kurz nach dem ersten Weltkrieg veröffentlichte er die Romantrilogie "Die Höhlenkinder" (Verlag Kosmos, Stuttgart), eine dem kindlichen Verständnis angepasste Darstellung der kulturgeschichtlichen Entwicklung des Menschen. Seine zweite Trilogie ist ein autobiographisch geprägter Erziehungsroman. Im Auftrag des Stadtschulrates für Wien schrieb Sonnleitner "Die Hegerkinder", ein Buch, das die Geschichte einer kleinen Familie erzählt. Seinen Lebensabend verbrachte Sonnleitner in seinem Haus "Auf der Sonnleiten" in Perchtoldsdorf bei Wien, wo er am 2. Juni 1939 verstarb.

Das Vermögen der Stiftung besteht aus den Urheberrechten an sämtlichen erschienenen Werken des Dr. Alois Sonnleitner.

Der Preis dient zur Förderung wissenschaftlicher Untersuchungen auf dem Gebiet der biomedizinischen Grundlagenforschung unter besonderer Berücksichtigung der Karziogenese.

Zitat: AÖAW, Dr.-Alois-Sonnleitner-Stiftung

Literatur: [1] Meister, Geschichte (1947), S. 346 (Allg. Informationen). [2] Dietmar Grieser: Ein Heft für zwei Kreuzer, in: Die Presse v. 30. Juni 2001.

Lokat: 5-li/VIb



Ernst-Späth-Preis

Zeitraum: 1961-2000

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (5 S.)

Beschreibung: Der Chemiker Ernst Späth (1886-1946) war seit 1925 k.M. und seit 1926 w.M. der Akademie der Wissenschaften; zwischen 1938 und 1945 bekleidete er das Amt des Generalsekretärs und anschließend bis zu seinem Tode das des Präsidenten. Anläßlich seines 85. Geburtstages wurde am 13. Mai 1961 im Arkadenhof der Universität Wien ein Denkmal enthüllt. Ende desselben Jahres stellt Fritz Wessely, der nach dem frühen Tode Ernst Späth bereits den Nachruf im Almanach der Akademie verfaßt hatte, einen Antrag vor der Gesamtakademie hinsichtlich eines Preises zu Ehren Späths.

Über die Schaffung des "Ernst-Späth-Preises für organische Chemie" heißt es im Protokoll der Gesamtsitzung v. 15. Dez. 1961 (A 1127): "Das w.M. Fritz Wessely beantragt die Errichtung eines Ernst Späth-Preises für organische Chemie. Es wird beantragt, den Preis jedes zweite Jahr zur Verteilung zu bringen und zwar in der Weise, daß in einem Jahr der Rudolf Wegscheider-Preis für physikalische Chemie und im darauffolgenden Jahr der Ernst Späth-Preis für organische Chemie verliehen wird. Die Dotierung des Preises erfolgt mit den Mitteln, die der Verlag Springer gemäß dem Vertrag über die Herausgabe der Monatshefte für Chemie vom 6. II. 1954 bzw. seinem Zusatz von 1961 jährlich der Akademie überweist. Es wird beantragt, diesen jährlich einlaufenden Betrarg abwechselnd in einem Jahr der Rudolf Wegscheider-Preisstiftung und im darauffolgenden Jahr der Ernst Späth-Preis­stiftung zuzuweisen."

Die Gesamtakademie beauftragte Wessely daraufhin mit Ausarbeitung von entsprechenden Statuten, über deren Vorlage jedoch keine Aufzeichnungen vorhanden sind. Zwischen 1962 und dem Jahre 2000 wurden 18 Preisträger gekürt.

Zitat: AÖAW, Ernst-Späth-Preis

Literatur:

Lokat: 5-li/VIf



Sparkasse-Stiftung

Zeitraum: 1944-1972

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (3 S.)

Beschreibung: Die Erste österreichische Sparkasse beschloß in ihrer Generalsversammlung anläßlich ihres 125jährigen Bestehens im Jahre 1944, der Akademie 50.000 RM zu stiften. "Im Stiftungsbrief ist als Zweck anzuführen, daß die Stiftung den von der Akademie der Wissenschaften betreuten wissenschaftelichen Aufgaben zu dienen und demgemäß die Erträgnisse jährlich oder in größeren Zeitabschnitten zu verwenden hat: (a) als Preis für wissenschaftliche Forschungen), (b) für Gewährung von Druckzuschüssen für wissenschaftliche Arbeiten, (c) für die Förderung wissenschaftlicher Forschungsarbeiten und Forschungsreisen, (d) für den Ausbau der Forschungsmittel der Akademie". Dem Kuratorium gehörten der Präsident der Akademie sowie die Sekretäre der beiden Klassen und ein Vertreter der Sparkasse an. Die Akten liegen für die Jahre 1944 bis 1972 vor; in aller Regel werden dabei nur Personalia (d.h. die Frage des Vertreters der Sparkasse) behandelt.

Der Stiftungsbrief selbst liegt nicht vor; er wurde direkt von der Sparkasse ausgearbeitet und der Stiftungsbehörde vorgelegt.

Zitat: AÖAW, Sparkasse-Stiftung

Lokat: 5-li/VId



Stonborough-Legat

Zeitraum: 1922/1923

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (2 S.)

Beschreibung: Die Familie Stonborough war über verwandtschaftliche Verbindungen stets eng mit der Akademie verbunden. Karl Kupelwieser (1841-1925) war ein Onkel von Margaret Stonborough, geb. Wittgenstein (1882-1958) und auch Ernst von Brücke (1819-1892, Vizepräsident der Akademie 1881-1884) gehörte zur Verwandtschaft. Jerome Ston­borough und seine Ehefrau Margaret hatten bereits mehrfach durch Spenden die Drucklegung wissenschaftlicher Werke der Akademie ermöglicht; im Nov. 1923 spendeten die Eheleute der Akademie 70.000.000 Kr, die jedoch infolge der Inflation umgehend nahezu vollkommen entwertet wurden. Das Legat erhielt daher nie ein Statut und wurde auch in den Almanachen resp. Meisters Akademie-Geschichte nicht erwähnt.

Zitat: AÖAW, Stonborough-Legat

Literatur: Ursula Prokop: Margaret Stonborough-Wittgenstein. Bauherrin, Intellektuelle, Mäzenin. Wien-Köln-Weimar 2003, S. 138 f.

Lokat: 5-li/VId



Strohmeyer-Hakmüller-Erbschaft

Zeitraum: 1915-1917

Umfang: 1/6 Schachtel

Erschließung: keine

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Strohmeyer-Hakmüller-Erbschaft

Literatur: Stiftungen (1919), S. 27 f.

Lokat: 5-li/VId



Suess-Erbschaft

Zeitraum: ?

Umfang: 2 Kartons

Erschließung: Parte, Kondolenzschriftverkehr; Erbschaftsangelegenheiten, Abrechnungen, Vermögensverwaltung [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Suess-Erbschaft

Literatur:

Lokat: 5-li/VIc



*Erich-Thenius-Stipendium

Zeitraum: 1985-1998, 2001

Umfang: 1 Mappe

Erschließung: keine

Beschreibung: Der Stifter Erich Thenius wurde am 26. Dez. 1924 in Abbazia (= Opaija), Istrien geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Baden bei Wien, später studierte er Paläontologie, Zoologie und Geologie in Wien, wo er 1946 promovierte. Ab 1957 war er Professor der Paläontologie und Paläobiologie an der Universität Wien, wo er ab 1962 stellvertretender Leiter des Instituts für Paläobiologie war. In seinen Forschungen konzentrierte er sich auf die Fauna des Tertiärs und der Eiszeiten. Im Handbuch für statisgraphische Geologie schrieb Thenius über die Säugetierfauna des Tertiär. Seit 1961 ist er k.M. und seit 1979 EM der Akademie. Außerdem ist er Mitglied der deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle und korrespondierendes Mitglied der Kroatischen Akademie der Wissenschaften.

Im Jahre 1985 schenkte Prof. Dr. Erich Thenius der Akademie als Eigentümer seine voll ausbezahlte Eigentumswohnung in Wien unter der Auflage, daß aus den Erträgnissen alle zwei Jahre ein postgraduate-Stipendium in der Höhe von 50.000,– ÖS vergeben werden möge.

Das Stipendium steht PaläontologInnen mit österreichischer Staatsbürgerschaft zur Verfügung, die eine besondere Leistung in Form einer ausgezeichneten Diplom- oder Doktorarbeit bzw. einer Publikation auf dem Gebiet der (Wirbeltier-)Paläontologie erbracht haben.

Zitat: AÖAW, Erich-Thenius-Stipendium

Literatur:

Lokat: 5-li/VIIe



Treitl-Erbschaft und -Obmänner-Kommission

Zeitraum: ?

Umfang: 2 Schachteln

Erschließung: Schachtel 1: Josef Treitl. Akten, Uhranschaffungspreis 20.000 Kronen ("Uhrenvergleich"); Erbschaft besteht aus wertvollen Uhren und 258.887 Kronen, Aufzeichnungen über die Erbschaft; Zeitung mit Bild (Extrablatt). Uhr. Schachtel 2: Enthält wichtige Mitteilungen über die Finanzierung von Akademieunternehmungen; Akten und Korrespondenzen [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Treitl-Erbschaft

Literatur: Alm 51 (1901), S. 128-131 (Testament). Wiederabdruck in: Stiftungen (1919), S. 2-5.

Lokat: 5-li/VIe



Alfons-Tropper-Preis

Zeitraum: 1994-1998

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (3 S.)

Beschreibung: Bei seinem Besuch in der ÖAW bot der steirische Landesamtspräsident Sentor HR Dr. Alfons Tropper am 10. März 1994 der Akademie die Stiftung eines Preises zum Themenkreis "Entwicklung des Rechtsstaates in Österreich" an. Die Gesamtakademie beauftragte in ihrer Sitzung vom 14. April 1994 das Präsidium mit der Ausarbeitung der Modalitäten. Das Präsidium besprach die Angelegenheit mit Fachvertretern und berichtete darüber in der Sitzung der phil.-hist. Klasse am 16. Nov. 1994. Der Ausschreibungstext wurde durch w.M. Werner Ogris entworfen und von der phil.-hist. Klasse am 3. Mai 1995 sowie von der Gesamtakademie am 9. Juni 1995 gebilligt.

Das durch Landesamtspräsident Tropper zur Verfügung gestellte Kapital war hinreichend, um in den Jahren 1996 bis 1998 zehn Preisträger auszuzeichnen.

Die überlieferten Akten stammen einerseits aus der Verwaltungsstelle der phil.-hist. Klasse, wo man den Schriftverkehr mit dem Stifter und den vorgeschlagenen Preisträgern führte, und andererseits aus dem Büro "Öffentlichkeitsarbeit", wo man sich um die Schaltung von Anzeigen in Tageszeitungen und Fachblättern kümmerte. Für den im Jahre 1998 verliehenen Preis wurden sämtliche Agenden durch die neu geschaffene Verwaltungsstelle für Stipendien- und Preisangelegenheiten erledigt (Frau Mag. L. Moser).

Zitat: AÖAW, Alfons-Tropper-Preis

Lokat: 5-li/VIf



Tschermak-Seysenegg-Preis

Zeitraum: 1961-1999

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (3 S.)

Beschreibung: Im Nov. 1961 setzte Erich von Tschermak-Seysenegg einen Stiftungsbrief auf und stellte 75.000,–ÖS zur Schaffung eines Tschermak-Seysenegg-Preises "für ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeiten wirklicher oder korrespondierender Mitglieder des In- und Auslandes der Akademie der Wissenschaften" zur Verfügung. Die Widmung sollte den Dank von Gustav von Tschermak-Seysenegg und seiner Söhne Armin und Erich zum Ausdruck bringen, die ihre Wahl in die Akademie "stets als die höchste Auszeichnung ihres Lebens werteten". Der Preis sollte aus den Zinserträgen zunächst im Jahre 1965 als Gustav-von-Tschermak-Seysenegg-Preis einem Mineralogen, 1968 als Armin-von-Tschermak-Seysenegg-Preis einem Physiologen und 1971 als Erich-von Tschermak-Seysenegg-Preis einem Botaniker und 1974 wiederum einem Mineralogen usw. verliehen werden. Der Preis wurde bis zum Jahre 1999 zehn Mal vergeben.

Zitat: AÖAW, Tschermak-Seysenegg-Preis

Lokat: 5-li/VIc



Hans-Vaihinger-Preis

Zeitraum: 1923-1927

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: Hans Vaihinger stiftete 1923 einen Preis für "Fiktionen in der Mathematik"; Akten des Preisausschreibens 1923; Korrespondenz Vaihinger – Akademie 1923-27; Protokolle der Vaihinger-Kommission ab 1923; Korrespondenz betr. Preisverleihungen: 1923, 1926/27, 1929; eingereichte Arbeit "Die Unwahrheiten der Als-ob-Philosophie Hans Vaihingers auf Grund der Relativität des Begriffes" von Nems; Kennwort-Briefe [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Hans-Vaihinger-Preis

Literatur:

Lokat: 5-li/VId



Wagner-Jauregg-Preis und -Stiftung

Zeiraum: 1929-1947

Umfang: 1/3 Schachtel

Erschließung: "Arnold Flinker’sche und Julius Wagner-Jauregg’sche Stiftung zur Erforschung und Bekämpfung von Kropf und Kretenismus", Stiftsbrief 1929; Korrespondenz betreffend Verleihung 1933-37; Vermögensabrechnung 1930-38; Sitzungsprotokolle der Kom­mis­sion 1930-35, 1938/39; Korrespondenz betreffen die weiteren Verfügungen [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980]. Fast ausschließlich Provenienz Wagner-Jauregg!

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Wagner-Jauregg-Preis

Literatur:

Lokat: 5-li/VIe



Wedl-Legat

Zeitraum: 1891 ff.

Umfang: 1/3 Schachtel

Erschließung: Eröffnung des Legats 1891; Verwendung eines Teiles des Legats zur Förderung des wissenschatlichen Nachwuchses; Plan des Zentralfriedhofes; Gebührenverzeichnis der Verlassenschaft; Verhandlungen betr. Legat 1891/92; Korrespondenz anläßlich des Todes der Schwester Wedls 1918/19; 1951: betr. Zusammenlegung kleinerer Stiftungen in einen Sammelfonds; Akten aus den Jahren 1893, 1895, 1897, 1899-1919; Protokolle der Kommission 1898-1923 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Wedl-Legat

Literatur: Stiftungen (1919), S. 43-45.

Lokat: 5-li/VIe



Rudolf-Wegscheider-Preis

Zeitraum: 1929-2000

Umfang: 1 Karton

Erschließung: AB (6 S.)

Beschreibung: In seinem Brief vom 20. Nov. 1929 schrieb Rudolf Wegscheider (seit 1908 w.M. der Akademie): "Fachgenossen und Freunde haben mir anlässlich meines siebzigsten Geburtstages einen Betrag von 20.684 S 62 g (kleine Abänderungen vorbehalten) zu dem Zweck gewidmet, damit ich eine meinen Namen tragenden, der Pflege der Wissenschaft gewidmete Stiftung ins Leben rufe. Sie erwarten von der Verleihung eines Wegscheiderpreises eine wirksame Förderung des chemischen Nachwuchses in Oesterreich." Der Preis wurde bis zum Jahre 2000 verliehen; insgesamt gab es zwischen 1931 und 2000 45 Preisträger.

Das Kapital war recht bald arg dezimiert, so daß die Akademie bei der Errichtung eines sog. Sammelfonds, in den Stiftungen, die durch Kapitalentwertung nicht mehr aktiviert werden konnten, zusammengeschlossen werden sollten, auch den Wegscheider-Preis einbeziehen wollte. Er blieb jedoch bestehen, "weil bei der math.-nat. Klasse der Wunsch bestand, daß der Preis unter diesem Namen weitergeführt wird und zu diesem Zweck auch neu gewonnene Geldbeträge dem Wegscheider-Preis zugelegt werden." Bei der Stiftung des Ernst-Späth-Preises für organische Chemie (erstmals 1962 verliehen), wurde beschlossen, diesen alles zwei Jahre, jeweils alternierend zum Wegscheider-Preis, zu verleihen.

Zitat: AÖAW, Rudolf-Wegscheider-Preis

Lokat: 5-li/VIc



*Werner-Welzig-Preis

Zeitraum:

Umfang: Noch keine Akten im AÖAW.

Erschließung:

Beschreibung: Werner Welzig wurde am 13. Aug. 1935 in Wien geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte in Wien und Prag wurde er 1968 ordentlicher Professor für neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Wien. Im Studienjahr 1973/74 war er Dekan der philosophischen Fakultät. Seit 1973 ist er wirkliches Mitglied der Akademie, deren Sekretär er von 1982 bis 1983, deren Generalsekretär er von 1983 bis 1991 und deren Präsident er von 1991 bis 2003 war. Während dieser Zeit war er maßgeblich an den strukturellen Veränderungen der Akademie beteiligt, zu denen auch die Entwicklung des "Mittelfristigen Forschungsprogramms 1996-2000" zählt. Als Präsident der Akademie engagierte er sich sehr für die Anerkennung von Wissenschaft und Forschung als Teil des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. In seiner Rolle als Literaturwissenschaftler widmete er sich unter anderem Erasmus von Rotterdam, Adalbert Stifter und Arthur Schnitzler, sowie Publikationen deutscher Predigtsammlungen und der Herausgabe eines "Wörterbuchs der Redensarten" zu der von Karl Kraus 1899-1936 herausgegebenen Zeitschrift "Die Fackel". Er ist Preisträger des "Prix Logos 2000" für eine beispielhafte Pionierarbeit in der Sprachwissenschaft beziehungsweise Lexigraphie und der "Goldenen Letter" für das "Schönste Buch der Welt".

Der Preis wurde vom Betriebsrat der ÖAW anläßlich der Beendigung der Amtszeit Welzigs als Präsident der ÖAW begründet; er trägt seinen Namen in Anerkennung der guten Zusammenarbeit zwischen Präsidium und Betriebsrat der Akademie. Der Preis wird jeweils aufgrund eines Beschlusses vom Betriebsratsvorsitzenden, Präsidenten und Altpräsidenten Welzig einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin der Akademie verliehen, der sich um deren inneren Zusammenhalt besonders verdient gemacht hat.

Zitat: AÖAW, Werner-Welzig-Preis

Literatur: Akademie intakt (März 2004), S. 11 (Statut).



Gustav-Winter-Legat

Zeitraum: 1923, 1924, 1939

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (3 S.)

Beschreibung: Der Sektionschef und Direktor des Haus-, Hof- und Staatsarchivs Gustav Winter (geb. 27. Febr. 1846, k.M. seit 1886, w.M. seit 1898, gest. 30. Mai 1922) verfügte testamentarisch u.a. folgendes: "Der Hauptbestandteil meiner Habe […] besteht in österr. u. in österr.-ungarischer Staatsrente, in Kriegs- u. österr. Staatsanleihe (vom J. 1918)," die jeweils 4 % Ertrag bringen. Der lebenslange Nutzgenuß von 10.000 K Anleihe geht zugunsten seiner Schwägerin, desgleichen von 20.000 K Anleihe an deren Tochter. Die Anleihen selbst "fallen nach Ableben der betreffenden Legaterinnen als freies, unbeschränktes Eigen an meine Witwe; wenn diese nicht mehr am Leben wäre, als freies unbeschränktes Eigen an die philosph.-historische Classe der Akademie der Wissenschaften in Wien." Wegen des geringen Ertrags verzeichtete die Witwe bereits im darauffolgenden Jahr auf weitere Zuteilung.

Auf Aufforderung des "Stillhaltekommissars für Vereine, Organisationen und Verbände" vom 23. Jan. 1939 mußte die Akademie die Verwaltung über die Anleihen, die damals noch einen Wert von 55,11 RM hatten, abtreten. Das Legat wurde auf Beschluß des Mi­ni­steriums für innere und kulturelle Angelegenheiten vom 5. Juli 1939 aufgelöst.

Zitat: AÖAW, Gustav-Winter-Legat

Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 348.

Lokat: 5-li/VIe



Wittgenstein-Preis

Zeitraum: 1996

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: keine

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Wittgenstein-Preis

Literatur:

Lokat: 5-li/VIIh



Erwin-Zach-Widmung

Zeitraum: 1923-1954

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (5 S.)

Beschreibung: Konsul Erwin von Zach (1872-1942), ab 1928 Ehrenmitglied der Gesamtakademie, hat im Jahre 1922 sein während des ersten Weltkrieges von den Engländern in Singapore beschlagnahmtes Vermögen der Akademie der Wissenschaften zur Förderung wissenschaftlicher Arbeiten zum Geschenk gemacht. In langen Verhandlungen gelang es der Akademie bis zum Jahre 1927 die Freigabe von zumindest 2/5 der beträchtlichen Geldmittel zu erwirken. 1928 wurde schließlich ein Statut für diese "Erwin-Zach-Wid­mung" ausgearbeitet und die seit 1923 bestehende "Kommission für die Widmung Erwin R. v. Zach" konnte erneut eingesetzt werden (B 2322). Die Akademie trat einen Teil der Schenkung an die Universität Wien ab, die Erwin Zach hierauf das Ehrenzeichen verlieh.

Die Verwendung der Erträgnisse der Widmung konnten über fünfzig Jahre lang für Ausgaben der Gesamtakademie oder den Klassen zu gleichen Teilen zur Verfügung gestellt werden (gemäß den Angaben in den Almanachen). Mit 20. Okt. 1977 wurde die "Kommission für die Zach-Wid­mung" aufgelöst; sie ging in der am selben Tag gegründeten Kommission für die Widmungen und Erbschaften der math.-nat. Klasse auf.

Zitat: AÖAW, Erwin-Zach-Widmung

Lokat: 5-li/VIe



Karl-Zatecky-Erbschaft

Zeitraum: 1838-1894 u. 1900-1938

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (5 S.)

Beschreibung: Der am 4. Dez. 1837 in Brünn geborene Karl Zatecky, Advokat in Wien, ver­machte per testamentarischer Verfügung vom 26. Febr. 1895 sein Vermögen in der Höhe von 35.400 K der Akademie der Wissenschaften. Der Fruchtgenuß der Wertpapiere sollte jedoch der Maria Zeibig Zeit ihres Lebens zugute kommen. Die Mittel waren der Erforschung des griechischen oder assyrischen oder babylonischen Altertums gewidmet. Karl Zatecky verstarb am 5. Mai 1900 in Wien. Maria Zeibig lebte noch im Jahre 1938. Die Stiftung ist aufgrund der Geldentwertung nie wirksam geworden.

Die vorhandenen Akten enthalten nicht nur die Korrespondenz in dieser Angelegenheit aus den Jahren 1900 bis 1938, sondern auch 39 persönliche Dokumente aus dem Leben Zateckys von einem "Kuhpockenimpfungs-Zeug­niß" aus dem Jahre 1838 bis zur amtlichen Bestätigung über die Aufgabe seiner Advokatur im Jahre 1894.

Zitat: AÖAW, Karl-Zatecky-Erbschaft

Literatur: [1] Stiftungen (1919), S. 128 f. [2] Meister, Geschichte (1947), S. 347.

Lokat: 5-li/VIe (Akten) u. 1-re/VIb (Urkunde)



Victor-Zepharovich-Stiftung

Zeitraum: 1890-1923

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: Zweck: Förderung mineralogisch-kristallographischer Arbeiten. Verlassenschaftsakten; Preisverleihungen [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Beschreibung:

Zitat: AÖAW, Victor-Zepharovich-Stiftung

Literatur: [1] Stiftungen (1919), S. 46-49 (Stiftbrief). [2] Reinhard Exel: Neues über Victor Leopold Ritter von Zepharovich (* 13.4.1830, † 24.2.1890). Leben und Werk des österreichischen Montanisten, Geologen und Mineralogen, in: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 146 (2006), S. 173-194.

Lokat: 5-li/VIe



Konrad-Zindler-Legat

Zeitraum: 1934-1988

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (4 S.)

Beschreibung: Per testamentarischer Verfügung vermachte das am 18. Juni 1934 verstorbene w.M. der Akademie, Univ.-Prof. Dr. Konrad Zindler, der mathematisch-natur­wis­sen­schaft­lichen Klasse der Akademie der Wissenschaften und der philosophischen Fakultät der Universität Innsbruck sein Vermögen zu gleichen Teilen. Bis zu ihrem Tode sollte seine langjährige Haushälterin Frau Johanna Kallenbach, geb. Pfänder, Nutzniesserin der Erträge sein.

Hinsichtlich der Verwendung der Gelder durch die math.-nat. Klasse der Akademie verfügte er am 22. Mai 1934: "Die Zinsen des der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Akademie der Wissenschaften in Wien zufallenden Anteils meines Vermögens sollen zur Förderung wissenschaftlicher Arbeiten auf den Gebieten der Mathematik, der Physik und der Astronomie verwendet werden, sei es, dass bedeutende Arbeiten dieser Gebiete, die in den letzten zehn Jahren von inländischen Autoren gedruckt erschienen sind, mit angemessenen Preisen (nicht unter eintausend Schilling) ausgezeichnet werden, sei es, dass (was namentlich für die Experimentalphysik und die beobachtende Astronomie und Geophysik in Betracht kommen wird) durch Beiträge für den Sachaufwand wissenschaftliche Arbeiten ermöglicht werden, für die sonst die Mittel fehlen würden."

Frau Johanna Kallenbach verstarb am 20. Juni 1976. Das Pfandbriefe, Schuldverschreibungen und Anleihen wurden verkauft und das lukrierte Vermögen von 14.423,84 ÖS schließlich im Aug. 1981 zu gleichen Teilen zwischen der Universität Innsbruck und der ÖAW geteilt.

Zitat: AÖAW, Konrad-Zindler-Legat

Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 346 (Allg. Informationen)

Lokat: 5-li/VIe






 

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