Bestandsgruppe 04: Akademie-Interna


Gesamtinventar

Die BG 04 "Akademie-Interna" enthält Unterlagen aus der internen Arbeit der Akademie, d.h. Akten außerhalb der wissenschaftlichen Tätigkeit der Akademie.



Abzeichen für die Mitglieder

Zeitraum: 1959

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (2 S.)

Beschreibung: Mit Schreiben vom 13. Jan. 1959 schlug w.M. Erich von Tschermak-Seysenegg die "Schaffung eines Mitgliedsabzeichens der Oesterreichischen Akademie der Wissenschaften in Form eines Ansteckknopfes oder einer Nadel mit den Initial­buchstaben der Akademie" vor (No. 74/1959, AÖAW, Personalakt Erich von Tschermak-Seysenegg, Mappe "Diverses").

Aufgrund des Antrages wurde in der Gesamtsitzung vom 23. Jan. (A 1102) eine Kommission gebildet, die am 11. März in dieser Frage zu einer Beratung zusammenkam. Aufgrund des darauffolgenden Beschlusses der Gesamtakademie vom 17. April (A 1104) wurde eine Umfrage unter den w.M. durchgeführt, über deren Ergebnis Präsident Meister am 2. Juni vor der Gesamtakademie berichtet: "Die Rundfrage ergab, daß von den 68 wirklichen Mitgliedern 30 sich für (1 weiteres Mitglied bedingt für) die Einführung ausgesprochen haben, 28 dagegen, 1 Stimmenthaltung; 8 Mitglieder haben nicht geantwortet" (A 1105). Die Gesamtakademie lehnte daraufhin eine weitere Behandlung des Themas ab.

Zitat: AÖAW, Abzeichen f. Mitglieder

Lokat: 1-li/VIIa



Akademie-Exkursion

Zeitraum: 1953, 1961-1972, 1982, 1984

Umfang: 1 Karton

Erschließung: keine

Beschreibung: Seit dem Jahre 1947 (regelmäßig seit 1951) findet im Anschluß an die FS eine ein- bis zweitägige Exkursion für die w.M. und die k.M.I. sowie für die geladenen ausländischen Gäste statt. Die Unterlagen über die Akademie-Exkursion, bzw. den Akademie-Ausflug liegen für die Jahre 1961 bis 1971 vor und enthalten Aussendungen an die Mitglieder, deren Anmeldungen sowie Korrespondenzen mit Busunternehmen, Gaststätten und Gastgebern vor Ort, die Führungen u.ä. machten. Für die Jahre 1952 sowie 1972, 1982 und 1984 sind nur marginale Akten vorhanden. Die Exkursionen finden nach wie vor statt, jedoch wird seit 1983 in den Almanachen nicht mehr darüber berichtet.

Zu den hier fehlenden Jahrgängen können sich Akten unter den "Feierlichen Sitzungen" befinden (BG 04).

Zitat: AÖAW, Akademie-Exkursion

Literatur: Dokumentation, Bd 3, S. 204 f. (Reiseziel u. Datum für die Jahre 1947-1972), Alm 123 (1973), S. 620; Alm 124 (1974), S. 721; Alm 125 (1975), S. 708; Alm 126 (1976), S. 729; Alm 127 (1977), S. 669; Alm 128 (1978), S. 281; Alm 129 (1979), S. 286; Alm 130 (1980), S. 274; Alm 131 (1981), S. 264, u. Alm 132 (1982), S. 257.

Lokat: 7-li/Va



"Akademie-Intern"

Zeitraum: 1973-1984

Umfang: 1 Band

Beschreibung: Zwischen 1973 und 1984 erschienen insgesamt 29 Ausgaben von Akademie intern, einem Informationsblättchen der Geschäftsstelle der ÖAW für die Mitarbeiter. In der ersten Ausgabe vom 27. Juni 1973 heißt es:

"Mit ‚Akademie intern’ möchten wir Ihnen aktuelle Informationen und Hinweise geben, die für Sie interessant und nützlich sein könnten. In ‚Akademie intern’ soll weiter über wichtige Ereignisse im Bereich der Österreichischen Akademie der Wissenschaften berichtet werden. ‚Akademie intern’ soll Ihnen schließlich und nicht zuletzt als Ausspracheforum für Fragen zur Verfügung stehen, die alle Mitarbeiter betreffen. ‚Akademie intern’ will also der Information der Mitarbeiter der Akademie dienen."

Anfang 2003 wurde seitens des Archivs versucht, eine vollständige Sammlung der Akademie-intern-Aus­gaben zusammenzustellen. Neben einigen wenigen Originalen konnte auf die Sammlung des Betriebsrates zurückgegriffen werden. Frau Reinhild Selim stellte hierzu die fehlenden Ausgaben freundlicherweise zur Verfügung. Mitkopiert werden konnte bei der Gelegenheit auch ein dazugehöriges Inhaltsverzeichnis, das von Seiten des Betriebsrates für den eigenen Gebrauch erstellt worden war. Es wurde daraufhin ein Band gebunden, der alle 29 Ausgaben von Akademie intern enthält, die zwischen 1973 und 1984 erschienen sind. Nachdem im Frühjahr 2005 weitere Einzelausgaben gefunden werden konnten, wurden zwei weitere vollständige Bände gebunden. Die drei Bände befinden sich unter der Signatur 30.715-C.Ar. in der Bibliothek der ÖAW.



[Akademie-Kassa]

Beschreibung: In den Protokollbüchern wurde zeitgenössisch eingetragen, unter welchem Stichwort, welches Aktenstück abgelegt wurde. Diese Aktenablage entspricht den heutigen Archivbeständen. In den Protokollbüchern wird bei zahlreichen Aktenstücken, in denen es um einzelne Abrechnungen geht, als Ablage-Ort "AK" (= Akademie-Kassa) genannt. Diese einzelnen Abrechnungen haben sich nicht erhalten – sie werden in dem von Dr. Wundsam angelegten Gesamtinventar aus den 1980er Jahren bereits nicht erwähnt, d.h. sie sind nie in das Archiv gelangt.



Akademie-Rechenzentrum (ARZ)

Zeitraum:

Umfang:

Erschließung:

Beschreibung: Siehe für die Jahre 1986-1995 auch Handakten Karl Schlögl (BG 03), M. 62-67 (in K. 15 u. 16).

Zitat:

Literatur: Melitta Kimbacher: Vom Lokalen EDV-Zentrum zum Akademie-Rechen­zen­trum. 15 Jahre Rechenzentrum an der ÖAW 1982-1997. [Wien 1997].



Akademie-Tee

Zeitraum: 1963-1991

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (1 S.)

Beschreibung: Der bereits zu Beginn der Aktenüberlieferung 1963 als "traditionell" bezeichnete Tee der wirklichen Akademiemitglieder findet stets am Tag der Wahlsitzung der beiden Klassen – d.h. zwei Tage vor der Feierlichen Sitzung – statt. Bis zum Jahre 1972 wurden offensichtlich zugleich mit den wirklichen Mitgliedern der ÖAW auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle und der Bibliothek zum Akademie-Tee eingeladen. Seither werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesondert "zu einem gemütlichen Beisammensein" eingeladen. "Diese Verlegung hat ihren Grund nicht zuletzt darin, daß sich das Präsidium gerne ganz dem Gespräch mit Ihnen widmen möchte", wie es in einem Rundschreiben des Generalsekretärs Mayrhofer vom 16. Mai 1973 heißt. Im Hinblick auf die Budgetlage und der beim Postkolloquium gegebenen Möglichkeit des persönlichen Meinungsaustausches entschied die Gesamtakademie in ihrer Sitzung vom 18. Dez. 1998 auf Vorschlag des Präsidiums keinen Akademie-Tee mehr abzuhalten.

Die jahrgangsweise geordneten Akten enthalten in aller Regel die Einladung, ein Verzeichnis der angemeldeten Mitglieder und die Abrechnungen mit den Lieferanten der Speisen und Getränke.

Unter den Akten zu den Feierlichen Sitzungen (BG 04) befinden sich die Abrechnungen zum Akademie-Tee 1946 sowie Akten zum Akademie-Tee 1949.

Zu weiteren hier fehlenden Jahrgängen können sich Akten unter den "Feierlichen Sitzungen" befinden (BG 04).

Zitat: AÖAW, Akademie-Tee

Lokat: 7-li/Va



Akademie-Uniform, s. [Akademie-Uniform]

Alte Akademiepublikationen

Zeitraum: 1927/1928

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: keine

Beschreibung: Korrespondenzen wegen Auffüllung und Vergrösserung der eisernen Bestände der Akademiepublikationen.

Zitat: AÖAW, Alte Akademiepublikationen

Lokat:



Amtskette des Präsidenten

Zeitraum: 1956/57, 1962

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (2 S.)

Beschreibung: Die Einführung einer Amtskette des Präsidenten der ÖAW geht auf eine Ini­ti­ative von Leo Santifaller vom 1. Okt. 1956 zu­rück (AÖAW, Amtstracht, Dienst­auto). In der Gesamtsitzung vom 12. Okt. (A 1083) wurde eine Kommission eingesetzt, die sich für die Anschaffung einer Amtskette aussprach, jedoch empfahl, eine diesbezügliche Umfrage unter allen w.M. der Akademie durchzuführen (A 1085). Von den 70 Stimmberechtigten gaben 64 ihre Stimme ab, wovon sich 62 für die Anschaffung einer Amtskette aussprachen (A 1086).

Gegenüber dem BMU schrieb die Akademie am 10. Mai 1957 erläuternd, man habe beschlossen, "nach dem Beispiel aller Akademien des Auslandes für den Präsidenten, bzw. dessen Stellvertreter eine Kette als Funktionsabzeichen anfertigen zu lassen, die bei feierlichen Anlässen in Wien und festlichen Veranstaltungen außerhalb Wiens und Österreichs getragen werden soll. Die Kette enthält in einer Umrahmung durch einen Ring mit Wahlspruch und einem Lorbeerkranz den österreichischen Bindenschild rot-weiß-rot und eine Agraffe mit der Überschrift Academia scientiarum Austriaca".

Die vorliegenden Akten enthalten allein die Korrespondenz mit dem Innsbrucker Medailleur und Goldschmied Josef Kölblinger seit Dez. 1956 – die Vorakten und die Stimmzettel befinden sich im Bestand "Amtstracht, Dienstauto" –, der diverse Entwürfe lieferte und die Amtskette rechtzeitig für die Feierliche Sitzung am 27. Mai 1957 herstellte. Die Kette wurde bei diesem Anlaß zum ersten Mal getragen (vgl. A 1089). Im Jahre 1962 wurde die Kette durch Kölblinger um beiderseitig drei Glieder verlängert.

Zitat: AÖAW, Amtskette d. Präsidenten

Lokat: 1-li/VIIa



Amtstracht, Dienstauto

Zeitraum: 1956-1962(1970)

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (3 S.)

Beschreibung: Im Okt. 1956 stellte Leo Santifaller einen von zahlreichen weiteren Mitgliedern der Akademie unterzeichneten Antrag hinsichtlich der Amtstracht (Amtskette und Talar) des Präsidenten sowie der Anschaffung ei­nes Dienst­autos. Während eine Entscheidung zugunsten der Herstellung einer Amtskette bereits im Jan. 1957 getroffen war (vgl. AÖAW, Amtskette des Präsidenten), wurde die Frage nach einem Dienstauto am 26. Mai 1957 dahingehend entschieden, daß man von dem Gedanken der Anschaffung eines eigenen Dienstautos mit Chauffeur absieht und stattdessen für ein fallweise anzumietendes Auto die Erhöhung des Budgets um einen entsprechenden Betrag (A 1089). In derselben Sitzung wurde die Anschaffung von Talaren mit 48:13 Stimmen abgelehnt; ein erneuter diesbezüglicher Antrag Meisters namens des Präsidiums wurde am 2. Juni 1959 mit 33:22 Stimmen abgelehnt (A 1105). Schließlich stimmten am 31. Mai 1960 von 57 anwesenden Mitgliedern nur 12 gegen den Antrag (A 1114), so daß in der Folge Talare für das Präsidium angeschafft wurden.

Zitat: AÖAW, Amtstracht

Lokat: 1-li/VIIa



Anzeiger

Zeitraum: 1949

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: keine

Beschreibung: Druckfahnen für den Anzeiger des Jahres 1949.

Zitat: AÖAW, Anzeiger



Buchhaltung

Zeitraum: 1847-1955

Umfang: 30 Bände Kontobücher; 48 Bände Rechnungsabschlüsse u. 5 Faszikel

Erschließung: keine

Beschreibung: Der Bestand enthält die kontinuierlich geführten Kontobücher sowie die – teil­weise gedruckt vorliegenden – Rechnungsabschlüsse. Außerdem haben sich einige Beispiele für Einzelverbuchungen aus den Jahren 1973, 1981 und 1985 erhalten.

Zitat: AÖAW, Buchhaltung

Literatur:

Lokat: 1-li/IIa, IVa u. IIIa



Budgetkommission, math.-nat. Klasse

Zeitraum: 1896-1917

Umfang: 1 Karton

Erschließung: keine

Beschreibung: keine

Zitat: AÖAW, Budgetkommission, math.-nat.



Budgetkommission, phil.-hist. Klasse und Gesamtakademie

Zeitraum: 1870-1973

Umfang: 7 Kartons

Erschließung: keine

Beschreibung: Enthält die Protokolle der Budgetkommission der phil.-hist. Klasse, aber auch die der gemeinsamen Sitzungen der Budgetkommissionen beider Klassen mit der Finanzkommission, sowie die Kalkulation des Gesamtbudgets der Akademie.

Zitat: AÖAW, Budgetkommission phil.-hist. u. GA



Bundesgesetz, s. Satzung, Bundesgesetz u. Geschäftsordnung

Dienstauto, s. Amtstracht, Dienstauto

Dotationsanträge

Zeitraum: 1953-1973

Umfang: 5 Kartons

Erschließung: keine

Beschreibung: Dotationsanträge der Forschungseinrichtungen der phil.-hist. Klasse.

Zitat: AÖAW, Dotationsanträge



Druckschriften-Kommission

Zeitraum: 1868-1958

Umfang: ½ Schachtel

Erschließung: Akten 1907/08, Kalkulationen und Druckofferte 1868-1911, Druckeinrichtungsvorschriften, Protokolle, Schriftverkehr, Schrift- und Musterbuch der Hof- und Staatsdruckerei 1910, Stenographisches Notizbuch, Verbesserungsvorschläge, Maße und Gewichte, Zeitraum 1906-1958 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Zitat: AÖAW, Druckschriften-Kommission

Lokat: 1-li/Ve



EDV-Kommission

Zeitraum: 1988-1991, 1996-2000

Umfang: 3 Aktenordner (Provenienz phil.-hist. Klasse)

Erschließung: –

Beschreibung: –

Zitat: AÖAW, EDV-Kommission

Literatur: –

Lokat: 6-li/VIe



Ersparnis-Kommission

Zeitraum: 1891

Umfang: 1/6 Schachtel

Erschließung: Formulare [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Zitat: AÖAW, Ersparnis-Kommission

Lokat: 1-li/Vf



Feierliche Sitzungen

Zeitraum: 1868-2003 (2006)

Umfang: 24 Kartons

Erschließung: AB (12 S.)

Beschreibung: Bis in die zweiten Hälfte der 1950er Jahre wurden die Unterlagen zu den Feierlichen Sitzungen unter verschiedenen Aktenzahlen unter den Allgemeinen Akten abgelegt. Eine Ausnahme stellen die Jubiläumssitzungen der Jahre 1897 und 1947 dar, die bereits zeitgenössisch separat abgelegt wurden. Neben diesen Jahren gibt es eine wenig umfangreiche Überlieferung von div. Schreiben, die sich mit geringen Modifikationen alle Jahre wiederholten und daher nicht zu den Allgemeinen Akten kamen. Bis ca. 1956 sind daher zu den Feierlichen Sitzungen weitere Dokumente unter den Allgemeinen Akten zu erwarten. Seither wurden alle Unterlagen zu den Sitzungen gemeinsam abgelegt. Hierzu sind auch Akten zum Akademie-Tee und zu den Akademie-Exkursionen zu rechnen!

Die Organisation der Feierlichen Sitzung oblag stets der Akademie-Kanzlei, seit der Verwaltungsreform war das Präsidialsekretariat dafür verantwortlich. Die Feierliche Sitzung 2006 war die letzte, die noch allein durch das Präsidialsekretariat administriert wurde. Seither wird die Feierliche Sitzung durch das Event Management organisiert; allein die Betreuung der Präsidenten befreundeter Akademien erfolgt nach wie vor durch das Präsidialsekretariat.

Zitat: AÖAW, Feierliche Sitzung

Lokat: 7-li/VIIa-e



Heinrich-Ficker-Medaille

Zeitraum: 1951-1952

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (2 S.)

Beschreibung: Ein Komitee für die Herstellung einer Portraimedaille zum 70. Geburtstag von Präsidenten Prof. Dr. Heinrich Ficker unter Führung des damaligen Generalsekretärs der Akademie, Prof. Dr. Josef Keil, wandte sich am 23. Juni 1951 an die Mitglieder der Akademie und weitere Freunde und Weggefährten Fickers. Anläßlich Fickers 70. Geburtstag am 22. Nov. 1951 solle ihm eine "künstlerisch hergestellte Portraitmedaille" überreicht werden. Wer gleichfalls eine solche erwerben möchte, könne diese bei der Akademie bestellen. Aufgrund der eingelangte Bestellungen wurden 215 Medaillen geprägt, die für 24,– ÖS erworben werden konnten.

Die Medaille ist beschrieben und abgebildet bei Wolfgang Hahn: Die Medaillensammlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Ein Katalog (Dph. 182.) Wien 1985, No. 78. Ein Exemplar befindet sich in der Medaillensammlung der Akademie.

Zitat: AÖAW, Heinrich-Ficker-Medaille

Lokat: 2-li/Vg



Finanzkommission

Zeitraum: 1920-1935, 1948-1991

Umfang: 2 Faszikel

Erschließung: keine

Beschreibung: Protokolle der Finanzkommission sowie der gemeinsamen Sitzungen mit den Bugdetkommissionen beider Klassen.

Zitat: AÖAW, Finanzkommission

Lokat: 2-li/Vf



Gebäude der Akademie

Zeitraum: 1856-1972

Umfang: 4 Kartons

Erschließung: AB (40 S.)

Beschreibung: Im Jahre 1857 wurde das ehemalige Universitätsgebäude am heutigen Dr.-Ignaz-Seipel-Platz, der zuvor Jesuitenplatz (bis 1773) und dann Universitätsplatz (bis 1949) hieß, der Akademie der Wissenschaften übergeben. Zwischen 1848 und 1857 wurde das Gebäude vom k.k. Militär genutzt, 1857 musste dieses aufgrund einer allerhöchsten Anordnung die Räumlichkeiten verlassen.

Der Akademie gehörte der Großteil des Gebäudes zur alleinigen Verfügung, allerdings bestand immer wieder für wissenschaftliche Vereine und Gesellschaften die Möglichkeit, leerstehende Räumlichkeiten, etwa für Sitzungen, zu nutzen: die Gesellschaft der Ärzte, die Geographische Gesellschaft, der Ornithologische Verein, die Numismatische Gesellschaft, das Notaren-Kollegium, der Wiener Stenographen-Verein, der Ärzte-Vereins-Verband, das Medizinische Doktoren-Kol­le­gi­um, die Photographische Gesellschaft und die St.-Petrus-Claver-Sodalität.

Immer wieder standen kostspielige Reparatur- und Adaptierungsarbeiten an. Die oben genannten Gesellschaften zahlten nur Reinigungs- und sonstige Betriebskosten. 1886 kam dann vom Ministerium der Vorschlag, dass die Vereine sich auch an den Kosten für Renovierungsarbeiten beteiligen könnten.

Im Jahre 1883 sollte der Festsaal aus feuer- und sicherheitspolizeilichen Gründen umgebaut werden, es sollten etwa Sitzreihen entfernt, ein Mittelgang und Anhaltestangen eingerichtet werden, etc.; die Akademie wehrte sich gegen die Verunstaltung durch solch überflüssige Eingriffe. 1932 wurde in der Wohnung des verstorbenen Generalsekretärs Becke ein übertünchtes Deckenbild von Anton Maulpertsch entdeckt, das dann nach Überwindung finanzieller Hindernisse freigelegt wurde. 1891 und 1892 wurden elektrische Beleuchtung und ein Telefonanschluss im Akademiegebäude eingerichtet.

Der vorliegende Bestand enthält Übergabeprotokolle, Korrespondenzen mit Ministerien, der niederösterreichischen Statthalterei oder der Dikasterial-Ge­bäu­de­direktion, später auch mit dem Amt für Denkmalschutz, Ansuchen verschiedenster Vereine, Grundrisspläne (teilw. koloriert), Zeitungsausschnitte, Zeichnungen, Rech­nungen, etc.

Zitat: AÖAW, Gebäude der Akademie

Literatur: [1] Renate Wagner-Rieger: Das Haus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Festgabe zur 125-Jahrfeier der Akademie. Wien 1972. [2] Herbert Karner: Wien – Vom Jesuitenplatzl zum Universitätsplatz: Architektur und Programm, in: Orte des Wissens, in: Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts 18/19 (2004), S. 397-412 u. 569-575 (Abb.). [3] Herbert Karner – Artur Rosenauer – Werner Telesko: Die Österreichische Akademie der Wissenschaften. Das Haus und seine Geschichte. Wien 2007.

Lokat: 1-li/Ve



Geschäftsordnung, s. Satzung, Bundesgesetz u. Geschäftsordnung

Geschichte der Akademie

Zeitraum: 1944-1986

Umfang: 4 Kartons

Erschließung: AB (30 S.)

Beschreibung: Der Bestand entstand im Zusammenhang mit den Arbeiten Richard Meisters an der anläßlich des 100. Gründungstages der Akademie erschienenen "Geschichte der Akademie der Wissen­schaften in Wien 1847-1947". Ein Großteil der hier verwahrten Akten entstammen seiner Recherche-Tätigkeit bzgl. dieses Werkes. Der Bestand wurde offenbar in der Folgezeit fortgeführt, indem man ihm Artikel und Zeitungsausschnitte über die ÖAW und Partnerakademie beigab, um wohl auf diesem Wege Materialien für eine Fortsetzung der Akademie-Geschichte parat zu halten. Diese Materialsammlung wurden teilweise bis in die 1980er Jahre fortgesetzt, geriet aber wohl mit der Überführung ins Archiv in Vergessenheit.

Zitat: AÖAW, Geschichte d. Akademie

Literatur: Richard Meister: Geschichte der Akademie der Wissenschaften in Wien 1847-1947. Wien 1947 (= DS GA. 1.).

Lokat: 1-li/Vd



[Institutsdirektorenkonferenz (IDK)]

Zeitraum: 1972-[2006]

Erschließung: Die Institutsdirektorenkonferenz, d.h. eine Versammlung der Direktoren von ÖAW-Instituten, wurde im Jahre 1972 gegründet. Seit der GO v. 15. Nov. 2002 (§ 62) führt nicht mehr der Präsident den Vorsitz in der IDK und seither ist die zentrale Verwaltung auch nicht mehr in die Belange der IDK involviert. Die Administration (Einberufung zu Sitzungen etc.) obliegt seither dem jeweiligen Vorsitzenden der IDK.

Seit 2003 werden die Sitzungen der IDK nicht mehr durchnumeriert; die Überlieferung wird über die FE-Akten erfolgen. Den Vorsitz in der IDK (nicht im Almanach verzeichnet) führten Puntscher-Riekmann (2003/04) u. Peter Laggner (2004/05)

Da in der Zeit seit der Einrichtung der IDK 1972 offenkundig keine Kanzlei dauerhaft für die Organisation der IDK verantwortlich war (vgl. jedoch § 47 der GO v. 1976) – und die Überlieferung der math.-nat. Klasse bis in die Mitte der 1980er Jahre überhaupt die einzige ist –, liegen die diesbzgl. Akten verstreut: (1) Überlieferung aus der math.-nat. Klasse (1972-1995, BG 02.04), (2) Überlieferung Handakten Karl Schlögl, K. 15, M. 62 (1986-1994, BG 03), (3) Handakten Werner Welzig (1992-2003, BG 03), (4) Überlieferung Handakten Herwig Mang (2003-2006, BG 03), (5) Überlieferung Generalsekretariat (1986-2002, BG 02.03).

Sitzungstermine: 2. Okt. 1972 (1.) – 5. Okt. 1973 (2.) – 15. März 1974 (2a) – 5. Okt. 1974 (3.) – 2. Okt. 1975 (4.) – 1. Okt. 1976 (5.) – 30. Sept. 1977 (6.) – 16. März 1978 (6a) – 6. Nov. 1978 (7.) – 5. Nov. 1979 (8.) – 29. Okt. 1980 (9.) – 3. Nov. 1981 (10.) – 5. Nov. 1982 (11.) – 2. Nov. 1983 (12.) – 2. Nov. 1984 (13.) – 7. Nov. 1985 (14.) – 7. Nov. 1986 (15.) – 30. März 1987 (15a) – 5. Nov. 1987 (16.) – 8. Nov. 1988 (17.) – 6. Nov. 1989 (18.) – 3. Dez. 1990 (19.) – 4. März 1991 (20.) – 19. Nov. 1991 (21.) – 1. April 1992 (22.) – 15. Juni 1992 (23.) – 24. Nov. 1992 (23.) – 24. Nov. 1992 (24.) – 9. März 1993 (25.) – 16. Nov. 1993 (26.) – 9. Mai 1994 (27.) – 18. Okt. 1994 (28.) – 30. Mai 1995 (29.) – 12. Dez. 1995 (30.) – 22. April 1996 (31.) – 11. Nov. 1996 (32.) – 16. Juni 1997 (33.) – 15. Dez. 1997 (34.) – 22. Juni 1998 (35.) – 14. Dez. 1998 (36.) – 15. Juni 1999 (37.) – 6. Dez. 1999 (38.) – 14. Juni 2000 (39.) – 11. Dez. 2000 (40.) – 10. Dez. 2001 (41.) – 10. Dez. 2002 (42.) – 13. Juni 2003 – 2. Juli 2004 – 10. Nov. 2003 – 21. Jan. 2005 – 1. April 2005 – 14. Okt. 2005 – 31. März 2006

Zitat: Zu zitieren nach den jeweiligen o.g. Überlieferungen.



Josef-Keil-Medaille

Zeitraum: 1958

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (2 S.)

Beschreibung: Ein Komitee für die Herstellung einer Portraitmedaille zum 80. Geburtstag von Generalsekretär Prof. Dr. Josef Keil unter Führung des damaligen Präsidenten der Akademie Richard Meister, wandte sich am 30. Mai 1958 an die Mitglieder der Akademie und weitere Freunde und Weggefährten Keils. Anläßlich seines 80. Geburtstag am 13. Okt. 1958 solle ihm eine "künstlerisch hergestellte Portraitmedaille" überreicht werden. Wer gleichfalls eine solche erwerben möchte, könne diese bei der Akademie bestellen. Der Bildhauer und Medailleur Arnold Hartig gestaltete die Medaille, von der aufgrund der eingelangte Bestellungen 255 Exemplare durch das Österr. Hauptmünzamt geprägt wurden.

Dem Jubilar wurde an seinem Geburtstag in seiner Privatwohnung die erste dieser Medaillen zusammen mit einer Liste der Gratulanten (= Besteller der Medaille) überreicht.

Die Medaille ist beschrieben und abgebildet bei Wolfgang Hahn: Die Medaillensammlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Ein Katalog (Dph. 182.) Wien 1985, No. 80. Ein Exemplar befindet sich in der Medaillensammlung der Akademie.

Zitat: AÖAW, Josef-Keil-Medaille

Lokat: 2-li/Vg



Leistungsberichte

Zeitraum: 1967-1974

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (15 S.)

Beschreibung: Aufgrund des Beschlusses der Gesamtakademie vom 17. Dez. 1965 müssen sämtliche Obmänner der Akademiekommissionen und die wissenschaftlich Tätigen bei diesen Forschungseinrichtungen jährliche Leistungsberichte erstatten, die dem Präsidium der Akademie vorgelegt werden. Der vorliegende Bestand, der neben diesen Leistungsberichten der verschiedenen Kommissionen und Institute aus den Jahren 1967 bis 1970 auch Korrespondenzen zwischen den Obmännern und der Akademie sowie Schreiben von Ministerien beinhaltet, enthält wertvolle Informationen zum damaligen Mitarbeiterstand der Akademie und deren praktischer Tätigkeit.

Zitat: AÖAW, Leistungsberichte

Lokat: 2-li/Vg



Richard-Meister-Medaille

Zeitraum: 1950-1951

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (2 S.)

Beschreibung: "Am 5. Februar 1951 erfolgte die Überreichung der anläßlich des 70. Geburtstages von Univ.-Prof. Dr. Richard Meister geprägten Erinnerungsmedaille an den Jubilar seitens des Komitees in Gegenwart des Schöpfers Prof. Arnold Hartig. Die Medaille entstand auf Anregung des Medailleurs Arnold Hartig, der den Wunsch äußerte, den charakteristischen Gelehrtenkopf Richard Meisters modellieren zu können. Mehr als 200 Freunde und Verehrer Richard Meisters haben die materielle Unterlage für die Verwirklichung dieser Anregung geschaffen, das als Medaillenwerkstätte berühmte Wiener Hauptmünzamt hat das Modell Arnold Hartigs ausgeprägt. Das Bundesministerium für Unterricht hat in sehr dankenswerter Förderung der Medailleurkunst einen Ehrensold für den Künstler gewidmet, Herr Kommerzialrat Oskar Ladner hat die sehr gut ausgeführten Etuis zur Verfügung gestellt."

Die Medaille ist beschrieben und abgebildet bei Wolfgang Hahn: Die Medaillensammlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Ein Katalog (Dph. 182.) Wien 1985, No. 77. Ein Exemplar befindet sich in der Medaillensammlung der Akademie.

Zitat: AÖAW, Richard-Meister-Medaille

Lokat: 2-li/Vg



Richard-Meister-Memorabilien

Zeitraum: –

Umfang: 2 Mappen

Erschließung: keine

Beschreibung: Kappe und Arbeitsmantel von Richard Meister

Zitat: AÖAW, Richard-Meister-Memorabilien

Lokat: 1-li/VIIg



Mittelfristiges Forschungsprogramm 1972-1976

Zeitraum: 1971-1972

Umfang: 1 Karton

Erschließung: keine

Beschreibung: keine

Zitat: AÖAW, Mittelfristiges Forschungsprogramm 1972-1976

Lokat: 2-li/Vf



Portrait-Kommission

Zeitraum: 1890-[2007]

Umfang: 2 Kartons

Erschließung: AB (6 S.)

Beschreibung: In der Gesamtsitzung der Akademie vom 30. Jan. 1890 stellt das w.M. Haan einen Antrag auf "Einsetzung einer Commission zur Berathung der Frage wegen Beigabe der Bildnisse zu den Biographien (Necrologen) der verstorbenen Mitglieder in der akademischen Almanach" (A 441). In diese Kommission wurden Zimmermann, Hartel, Siegel, Hauer, Hann und Suess berufen. In der nächsten Sitzung der Gesamtakademie am 27. Febr. erstattete Hann Bericht und stellte folgende Antrag: "1. Dem akademischen Almanach sind vom Berichtjahre (1889-90) angefangen die Bildnisse der verstorbenen wirklichen Mitglieder beizugeben, wenn sie Vorlagen hierzu rechtzeitig zu beschaffen sind. 2. Die Art der Herstellung dieser Bildnisse durch ein bestimmtes Vervielfältigungsverfahren bleibt einem zu diesem Zwecke einzusetzenden Comité vorbehalten. 3. Die Kosten sind unter dem Titel der Druckkosten des Almanachs zu verrechnen." Der Antrag wurde in allen Punkten genehmigt. In das Komitee wurden gewählt: Zimmermann, Benndorf, Lang und Suess (A 442). Das Komitee, das in späteren Protokollen als ‚Portrait-Kommission‘ bezeichnet wird, erscheint nicht in den zeitgenössischen Almanachen, da es sich um keine (wissenschaftliche) Kommission im eigentlichen Sinne handelte.

Eine offizielle Portrait-Kommission wurde am 24. April 1931 als gemeinsame "Kommission für die Präsidentenbildnisse" eingesetzt. Im Jahre 1954 erfolgte die Umbenennung in "Kommission für Bildnisse und Büsten". Am 11. Nov. 1977 wurde die Kommission aufgelöst (A 1266); seither in der Archivar der ÖAW für die Evidenz der sich im Akademiebesitz befindlichen Bildnisse und Büsten zuständig.

In Mappe 7 dieses Bestandes werden darüberhinaus die aktuellen Korrespondenzen mit Museen u.ä. sowie die Retourscheine von entlehnten und zurückgestellten Kunstgegenständen verwahrt (seit 1986).

Zitat: AÖAW, Portrait-Kommission

Lokat: 1-li/Vd



[Kommission zur Herausgabe von Schriften zur Rassenkunde

und menschlichen Erblehre]

Zeitraum: 1942-1945

Beschreibung: In der Sitzung der Gesamtakademie v. 6. Febr. 1942 (A 968) stellt das o.M. Viktor Christian den Antrag, "eine Sonderreihe ‚Untersuchungen zur Rassenkunde der [sic!] menschlichen Erblehre’ durch die Akademie herauszugeben". Die Herausgabe der Reihe wurde beschlossen und die o.M. Christian und Hochstetter mit der Leitung betraut. In den darauffolgenden Sitzungen der beiden Klassen entsandten diese jeweils vier Mitglieder in diese Kommission. Von der math.-nat. Klasse wurden am 19. Febr. 1942 (B 2647) die o.M. Hochstetter, Tschermak, Knoll, Pernkopf bestimmt und von der phil.-hist. Klasse am 4. März 1942 (C 2646) die o.M. Christian, Oberhummer, Menghin und Hassinger. In dieser Zusammensetzung wird die Kommission in den Almanachen der Jahre 1942, 1943 und 1944 aufgeführt.

Noch im Jahr 1942 erschien der einzige Band, den diese Schriftenreihe hervorgebracht hat: Robert Routil: Familienanthropologische Untersuchungen in dem ostschwäbischen Dorfe Marienfeld im rumänischen Banat. Wien 1942 (= Untersuchungen zur Rassenkunde und menschlichen Erblehre. 1.). Dieses Manuskript war bereits am 22. Jan. 1942 der math.-nat. Klasse zur Begutachtung vorgelegt worden und von o.M. Hoch­stetter positiv begutachtet worden (B 2645 u. B 2646). Da die math.-nat. Klasse bereits "im Jahre 1940 aufgrund einer Anregung des o.M. Christian für eine von der Akademie herauszugebende Sonderserie anthropologischer Untersuchungen” 5.000,– RM bewilligt hatte, wurde das Ms. Routils als erster Band dieser Reihe publiziert (Allg. Akten, No. 39/1942).

Als ein zweiter Band war die Abhandlung von Lotte Tiemann "Altpreussische Schädel und Skelettreste aus dem 2. bis 15. Jahrhundert” von der Gesamtakademie am 14. Mai 1943 (A 978) zur Drucklegung angenommen worden (gleichfalls nach einem Gutachten Hoch­stetters, Allg. Akten, No. 77/1943). Am 2. Juli 1943 stellten die o.M. Christian und Pernkopf den Antrag, die Arbeit von Robert Stigler "Rassenphysiologische Untersuchungen in Uganda” gleichfalls in diese Reihe aufzunehmen (A 980, Allg. Akten, No. 128/1943); Stigler hatte in den Jahren 1911/12 eine bedeutende Subvention für seine Teilnahme an einer Forschungsreise nach Uganda erhalten. "Wegen Papiermangels blieben die Korrekturbögen liegen. Im November 1944 wurden sie bei der Bombardierung der Staatsdruckerei samt dem Satz und den Klischées ein Raub der Flammen" (AÖAW, Allg. Akten, No. 1160/1950). Mit Schreiben vom 23. Juni 1950 regte Stigler erneut den Druck seiner Arbeit an, da sich ein vollständiger Bürstenabzug samt der Abbildungen in seinem Besitz befinde (ebda). Sein, an sich bereits 1943 angenommenes, Ms. wurde nun von den wM Durig und Pernkopf erneut begutachtet und man empfahl eine deutliche Reduktion des Textes. Stigler erklärte sich mit Schreiben vom 6. Febr. 1951 mit den anempfohlenen Kürzungen seines Textes (auf ungefähr ¼) einverstanden (AÖAW, Allg. Akten, No. 251/1951), der daraufhin in der verkürzten Fassung als 3. Abhandlung der Dmn, Band 109, im Jahre 1952 erschien. Gegenüber dem Ms. aus dem Jahre 1943 fehlen der Reisebericht und die sexualphysiologischen und soziologischen Ergebnisse vollständig; die physiologischen Mitteilungen wurden soweit gekürzt, "dass eben 30 Druckseiten der Denkschriften nicht überschritten" (ebda) und die Textfiguren wurden aus finanziellen Gründen vollständig herausgenommen. Die Arbeit Stiglers umfaßte schließlich nur noch 44 Druckseiten.

Die gen. Arbeit von Tiemann ist offenbar gänzlich unpubliziert geblieben.

Nach Meister, Geschichte (1947), S. 289 – und nach diesem in der Dokumentation, Bd 3, S. 107 – wurde die Kommission am 29. Juni 1945 aufgelassen, wozu es jedoch keine quellenmäßigen Belege gibt.

Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 289



Rechnungskontrollkommission

Zeitraum: 1901-1939

Umfang: 1 Karton

Erschließung: keine

Beschreibung: Akten und Protokolle

Zitat: AÖAW, Rechnungskontrollkommission

Lokat: 2-li/Vf



Dr.-Karl-Renner-Preis

Zeitraum: 1954/1955

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: 1 Karteikarte (Verzeichnung Wundsam, 1977)

Beschreibung: Der ÖAW wurde im Jahre 1954 der Renner-Preis der Stadt Wien verliehen; die Verleihung erfolgte am 15. Jan. 1955. Dem Akt liegt die Ehrenurkunde bei.

Zitat: AÖAW, Dr.-Karl-Renner-Preis

Lokat: 2-li/Vg



Satzung, Bundesgesetz u. Geschäftsordnung

Zeitraum: 1919-1960

Umfang: 1 Karton

Erschließung: AB (2 S.)

Beschreibung: Nach dem Ende der Monarchie setzte die Akademie eine Kommission ein, um ihr veraltetes Statut der neuen Staatsform anzupassen. Der ausgearbeitete Entwurf wurde in der Gesamtsitzung vom 28. Mai 1919 angenommen und Anfang Juni der Regierung vorgelegt. In späteren Gesamtsitzungen wurden Ergänzungen des Entwurfs vorgenommen und Anfang Febr. 1920 dem Staatsamt für Unterricht übergeben. Am 14. Okt. 1921 beschloß der Nationalrat das "Bundesgesetz, betreffend die Akademie der Wissenschaften in Wien" in dessen Sinne die Akademie eine "Satzung" ausarbeitete, die der Bundespräsident am 14. Febr. 1922 bestätigte. Gemäß § 18 der Satzung wurde in der Gesamtsitzung vom 29. Mai 1922 auch eine neue Geschäftsordnung beschlossen.

Die im Jahre 1960 beratenen Änderungen der Satzung (§§ 6, 12, u. 16) wurden von Bundespräsident Dr. Adolf Schärf am 23. Sept. 1960 bestätigt; jene der Geschäftsordnung in der Gesamtakademie vom 11. Nov. 1960.

Das im Archiv vorhandene Material umfaßt Entwürfe (für Satzung, Geschäftsordnung und Bundesgesetz), Sitzungsprotokolle und Korrespondenz.

Weiters befindet sich im AÖAW als Arbeitsbehelf eine komplette Sammlung aller Fassungen von Statuten/Satzungen, Geschäftsordnungen und Bundesgesetze seit der Grün­dung der Aka­demie; digital in der BG 17.

Zitat: AÖAW, Satzung, Bundesgesetz u. Geschäftsordnung

Literatur: [1] Hedwig Kopetz: Die Österreichische Akademie der Wissenschaften. Aufgaben, Rechtsstellung, Organisation. Wien-Köln-Weimar 2006 (= Studien zu Politik und Ver­waltung. 88.). [2] Bernd-Christian Funk: "Abgegebene" und "gültig abgegebene" Stimmen. Asymmetrien und semantische Unstimmigkeiten im Wahlrecht zum Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, in: Zeitschrift für Hochschulrecht 6.1 (2007), S. 4-7.

Lokat: 2-li/Vf



Schriftenbeteiligung, Schriftentausch

Zeitraum: 1876-1972

Umfang: 4 Schachteln

Erschließung: Schachtel 1: Schriftenbeteiligung, ganz alt (3 Mappen), etwa 1876-1910 (1 Mappe). Schachtel 2: Jahresablage 1927-1931, Schachtel 3: Jahresablage 1932-1937, Schachtel 4: 1938-1939, 1951-1960, Schachtel 5: 1961-1972, Bestandsaufnahme 1950 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Zitat: AÖAW, Schriftenbeteiligung

Lokat: 1-li/Ve



Staatsvoranschläge

Zeitraum: 1928-1945

Umfang: 2 Kartons

Erschließung: keine

Beschreibung: keine

Zitat: AÖAW, Staatsvoranschläge

Lokat: 2-li/Vf



Talare, s. Amtstracht, Dienstauto

[Akademie-Uniform]

Beschreibung: Der Bestand umfaßte nur zwei Aktenstücke aus dem Jahre 1853, die im Jan. 2005 zu den "Allgemeinen Akten" gegeben wurden. Von der bis zum Ende der Monar­chie gebräuchlichen Uniform ist ein Rock, eine Zweispitz und ein Degen vorhanden.

Literatur: Stefan Sienell: Memo über die Akademie-Uniform. Jan. 2005, 11 S. (im AÖAW unter den Kurrentakten "Akademie, Uniform").

Lokat: 2-re/VIId (Rock u. Degen) u. 1-re/VIIe (Zweispitz)



Verlage

Zeitraum: 1856-1973

Umfang: 2 ½ Schachteln

Erschließung: Schachtel 1: Kommissionsverlag: 1856 ff., Hölder-Pichler-Tempsky: schließt unmittelbar an, Verlagskorrespondenz 1920-1967, 1978, Druckschriften-Kommissions-Protokoll 1921. Schachtel 2: Rohrer-Verlag. Schachtel 3: Springer-Verlag: Akten und Korrespondenzen, unkorrigierte Fahnen, Korrespondenz 1942-1973, Abrechnungen 1950-1962. Schachtel 4: Böhlau: Kommissions-Vertrag, Korrespondenzen 1956-1973 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Zitat: AÖAW, Verlage

Lokat: 1-li/Ve



Wagner-Rieger – Haus der ÖAW

Zeitraum: 1971-1981

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: StV (18 S.)

Beschreibung: Anläßlich der bevorstehenden 125-Jahrfeier der Akademie wurde am 26. Juni 1970 die Wiener Kunsthistorikerin Renate Wagner-Rieger (1921-1980) von der phil-hist. Klasse beauftragt, ein Werk "über das Akademiegebäude mit kunsthistorischer Würdi­gung und Veröffentlichung der Jadot-Pläne (in der Albertina) und einigen neuen Aufnahmen, sowie alten Abbildungen des Hauses" zu verfassen. Das Manuskript konnte am 20. Okt. 1971 der phil.-hist. Klasse vorgelegt werden, die daraufhin beschloß, dieses "als Sonderpublikation der Klasse in größerem Format (etwa 17x24), [und] nicht in den ‚Sitzungsberichten’, wie ursprünglich vorgesehen", herauszugeben. Die Aktuarin der phil.-hist. Klasse Ludmilla Krestan übernahm die Organisation der Drucklegung, Reproduktionsrechte, des Klappentextes sowie des Vorworts von Otto Demus. Nach Auslieferung durch die Druckerei konnte der fertige Band am 15. Mai 1972 der Klasse präsentiert werden.

Die Photos und Negative (I) befanden sich teilweise in einer Archivschachtel gemeinsam mit Klischees von einer Publikation von Fritz Schachermeyr (!), teilweise in einem Photoalbum (II), das am 30. Nov. 1979 von Frau HR Krestan dem Archiv übergeben worden war. Sie wurden im Jahre 2006 zum Bestand "Wagner-Rieger – Haus der ÖAW" vereinigt.

Zitat: AÖAW, Wagner-Rieger-Haus der ÖAW

Literatur: Renate Wagner-Rieger: Das Haus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Festgabe zur 125-Jahrfeier der Akademie. Wien 1972.

Lokat: 6-li/IIIg



Weihnachtsfeiern

Zeitraum: 1979-1992

Umfang: 1 Faszikel

Erschließung: AB (1 S.)

Beschreibung: Der Bestand enthält die Einladungen des Präsidiums an die Akademiemitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Hauptgebäudes sowie die Abrechnungen für die Bewirtung resp. den Fahrdienst zum Heurigen. In den Jahren 1979 bis 1983 fanden die Feiern im Johannessaal statt, 1984 bis 1990 beim Heurigen Schübel-Auer, 1190 Wien, und im Jahre 1991 im Clubraum. Bis 1984 gab es eine vorweihnachtliche Feier, seither im Januar des nächsten Jahres.

Zitat: AÖAW, Weihnachtsfeiern

Lokat: 7-li/Va



Zeitungsausschnitte

Zeitraum: 1928-1940

Umfang: 1/3 Schachtel

Erschließung: Zeitungsausschnitte des In- und Auslandes über die Akademie [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

Zitat: AÖAW, Zeitungsausschnitte

Lokat: 1-li/Vf



Varia

Zeitraum: 1847-1871 und 1950er/60er Jahre

Umfang: 1/3 Schachtel und 1 Karton

Erschließung: 1/3 Schachtel: Akademiestatuten aus der "Wiener Zeitung", Mitgliederlisten, Übersichten, Kostenaustellungen über Akademieschriften von deren Anfang bis 1865, Austauschlisten der Sitzungsberichte mit dem Ausland, Druckkalkulationen bis 1871, gedrucktes Gedicht von VIZER aus dem Jahre 1849 an Franz Joseph I., Übersicht über Generalstabskarten [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].

1 Karton: Volkskundeatlas, Gedenktage, Subventionskommission philosophisch-histo­ri­sche Klasse, Kommission für Geschichte und Kulturwissenschaft, Institut für Sprachpflege, Forschungsinstitute, Donaueuropäisches Institut, Europäisches Zentrum für Radiobiologie, Sonnenobservatorium auf der Kanzelhöhe, Wissenschaftsministerkonferenz, Norbert Bischoff (Botschafter in Moskau), Nobelpreisträger, Akademie der schönen Künste (Gründung), Adolf Schärf, Kuriosa, Atomreaktor Seibersdorf (Österreichische Studiengesellschaft für Atomenergie GmbH, gegründet 1956), Pasigraphie (Manuskript), Karl Ettinger, Österreichische Kommission für Philosophie und Geisteswissenschaften, Korr. m. Fritz Knoll während dessen Aufenthalts in Hamburg (1960), Zeitungsausschnitte (1938, 1942), Böhmer-Fonds (1959), Ms. v. Stöller über Bosnien-Herzegowina (1958), Aktennotiz wg. Institut für Festkörperphysik (1967), Sternwarte in Wien (1950-1956).

Zitat: AÖAW, Varia

Lokat: 1-li/Vf u. 1-li/VIIa




 

ÖAW


Home
 
Bibliothek
Archiv
    Bestandsgruppen
    01: Kuratorium
    02: Zentr. Verwaltung
    03: Handakten Präs.
    04: Interna
    05: Protokolle
    06: Preise
    07: Stipendien
    08: Int. u. Nat. Org.
    09: Wahlakten
    10: Personalakten
    11: FE-Akten
    12: Vers. Schreiben
    13: Nachlässe
    14: Urkunden
    15: Bildarchiv
    16: Externes
    Archiv-Ordnung
    Abkürzungen
    Literatur
Sammlung Woldan
Almanach-Redaktion
Kataloge
ALEPH an der ÖAW
Neuigkeiten
Kontakte
Links

Suche im Archiv
mit Google