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Gesamtinventar
Die BG
04 "Akademie-Interna" enthält Unterlagen aus der
internen Arbeit der Akademie, d.h. Akten außerhalb der
wissenschaftlichen Tätigkeit der Akademie.
Abzeichen für die Mitglieder
Zeitraum: 1959
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(2 S.)
Beschreibung: Mit Schreiben vom 13. Jan. 1959
schlug w.M. Erich von Tschermak-Seysenegg die "Schaffung eines
Mitgliedsabzeichens der Oesterreichischen Akademie der Wissenschaften
in Form eines Ansteckknopfes oder einer Nadel mit den
Initialbuchstaben der Akademie" vor
(No. 74/1959, AÖAW, Personalakt Erich von Tschermak-Seysenegg,
Mappe "Diverses").
Aufgrund des Antrages wurde in der Gesamtsitzung vom 23.
Jan. (A 1102) eine Kommission gebildet, die am 11. März in
dieser Frage zu einer Beratung zusammenkam. Aufgrund des
darauffolgenden Beschlusses der Gesamtakademie vom 17. April (A 1104)
wurde eine Umfrage unter den w.M. durchgeführt, über deren
Ergebnis Präsident Meister am 2. Juni vor der Gesamtakademie
berichtet: "Die Rundfrage ergab, daß von den 68 wirklichen
Mitgliedern 30 sich für (1 weiteres Mitglied bedingt für)
die Einführung ausgesprochen haben, 28 dagegen, 1
Stimmenthaltung; 8 Mitglieder haben nicht geantwortet" (A 1105).
Die Gesamtakademie lehnte daraufhin eine weitere Behandlung des
Themas ab.
Zitat: AÖAW, Abzeichen f. Mitglieder
Lokat: 1-li/VIIa
Akademie-Exkursion
Zeitraum: 1953, 1961-1972, 1982, 1984
Umfang: 1 Karton
Erschließung: keine
Beschreibung: Seit dem Jahre 1947 (regelmäßig
seit 1951) findet im Anschluß an die FS eine ein- bis
zweitägige Exkursion für die w.M. und die k.M.I. sowie für
die geladenen ausländischen Gäste statt. Die Unterlagen
über die Akademie-Exkursion, bzw. den Akademie-Ausflug liegen
für die Jahre 1961 bis 1971 vor und enthalten Aussendungen an
die Mitglieder, deren Anmeldungen sowie Korrespondenzen mit
Busunternehmen, Gaststätten und Gastgebern vor Ort, die
Führungen u.ä. machten. Für die Jahre 1952 sowie 1972,
1982 und 1984 sind nur marginale Akten vorhanden. Die Exkursionen
finden nach wie vor statt, jedoch wird seit 1983 in den Almanachen
nicht mehr darüber berichtet.
Zu
den hier fehlenden Jahrgängen können sich Akten unter den
"Feierlichen Sitzungen" befinden (BG 04).
Zitat: AÖAW, Akademie-Exkursion
Literatur: Dokumentation, Bd 3, S. 204 f.
(Reiseziel u. Datum für die Jahre 1947-1972), Alm 123 (1973), S.
620; Alm 124 (1974), S. 721; Alm 125 (1975), S. 708; Alm 126 (1976),
S. 729; Alm 127 (1977), S. 669; Alm 128 (1978), S. 281; Alm 129
(1979), S. 286; Alm 130 (1980), S. 274; Alm 131 (1981), S. 264, u.
Alm 132 (1982), S. 257.
Lokat: 7-li/Va
"Akademie-Intern"
Zeitraum: 1973-1984
Umfang: 1 Band
Beschreibung: Zwischen 1973 und 1984 erschienen
insgesamt 29 Ausgaben von Akademie intern, einem
Informationsblättchen der Geschäftsstelle der ÖAW für
die Mitarbeiter. In der ersten Ausgabe vom 27. Juni 1973 heißt
es:
"Mit ‚Akademie
intern’ möchten wir Ihnen aktuelle Informationen und
Hinweise geben, die für Sie interessant und nützlich sein
könnten. In ‚Akademie intern’ soll weiter über
wichtige Ereignisse im Bereich der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften berichtet werden. ‚Akademie intern’ soll
Ihnen schließlich und nicht zuletzt als Ausspracheforum für
Fragen zur Verfügung stehen, die alle Mitarbeiter betreffen.
‚Akademie intern’ will also der Information der
Mitarbeiter der Akademie dienen."
Anfang
2003 wurde seitens des Archivs versucht, eine vollständige
Sammlung der Akademie-intern-Ausgaben
zusammenzustellen. Neben einigen wenigen Originalen konnte auf die
Sammlung des Betriebsrates zurückgegriffen werden. Frau Reinhild
Selim stellte hierzu die fehlenden Ausgaben freundlicherweise zur
Verfügung. Mitkopiert werden konnte bei der Gelegenheit auch ein
dazugehöriges Inhaltsverzeichnis, das von Seiten des
Betriebsrates für den eigenen Gebrauch erstellt worden war. Es
wurde daraufhin ein Band gebunden, der alle 29 Ausgaben von Akademie
intern enthält, die zwischen 1973 und 1984 erschienen sind.
Nachdem im Frühjahr 2005 weitere Einzelausgaben gefunden werden
konnten, wurden zwei weitere vollständige Bände gebunden.
Die drei Bände befinden sich unter der Signatur 30.715-C.Ar. in
der Bibliothek der ÖAW.
[Akademie-Kassa]
Beschreibung: In den Protokollbüchern wurde
zeitgenössisch eingetragen, unter welchem Stichwort, welches
Aktenstück abgelegt wurde. Diese Aktenablage entspricht den
heutigen Archivbeständen. In den Protokollbüchern wird bei
zahlreichen Aktenstücken, in denen es um einzelne Abrechnungen
geht, als Ablage-Ort "AK" (= Akademie-Kassa) genannt. Diese
einzelnen Abrechnungen haben sich nicht erhalten – sie werden
in dem von Dr. Wundsam angelegten Gesamtinventar aus den 1980er
Jahren bereits nicht erwähnt, d.h. sie sind nie in das Archiv
gelangt.
Akademie-Rechenzentrum (ARZ)
Zeitraum:
Umfang:
Erschließung:
Beschreibung: Siehe für die Jahre 1986-1995
auch Handakten Karl Schlögl (BG 03), M. 62-67 (in K. 15 u. 16).
Zitat:
Literatur: Melitta Kimbacher: Vom Lokalen
EDV-Zentrum zum Akademie-Rechenzentrum.
15 Jahre Rechenzentrum an der ÖAW 1982-1997. [Wien 1997].
Akademie-Tee
Zeitraum: 1963-1991
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(1 S.)
Beschreibung: Der bereits zu Beginn der
Aktenüberlieferung 1963 als "traditionell" bezeichnete
Tee der wirklichen Akademiemitglieder findet stets am Tag der
Wahlsitzung der beiden Klassen – d.h. zwei Tage vor der
Feierlichen Sitzung – statt. Bis zum Jahre 1972 wurden
offensichtlich zugleich mit den wirklichen Mitgliedern der ÖAW
auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle
und der Bibliothek zum Akademie-Tee eingeladen. Seither werden die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesondert "zu einem gemütlichen
Beisammensein" eingeladen. "Diese Verlegung hat ihren Grund
nicht zuletzt darin, daß sich das Präsidium gerne ganz dem
Gespräch mit Ihnen widmen möchte", wie es in einem
Rundschreiben des Generalsekretärs Mayrhofer vom 16. Mai 1973
heißt. Im Hinblick auf die Budgetlage und der beim
Postkolloquium gegebenen Möglichkeit des persönlichen
Meinungsaustausches entschied die Gesamtakademie in ihrer Sitzung vom
18. Dez. 1998 auf Vorschlag des Präsidiums keinen Akademie-Tee
mehr abzuhalten.
Die
jahrgangsweise geordneten Akten enthalten in aller Regel die
Einladung, ein Verzeichnis der angemeldeten Mitglieder und die
Abrechnungen mit den Lieferanten der Speisen und Getränke.
Unter
den Akten zu den Feierlichen Sitzungen (BG 04) befinden sich die
Abrechnungen zum Akademie-Tee 1946 sowie Akten zum Akademie-Tee 1949.
Zu weiteren hier fehlenden Jahrgängen können
sich Akten unter den "Feierlichen Sitzungen" befinden (BG
04).
Zitat: AÖAW, Akademie-Tee
Lokat: 7-li/Va
Akademie-Uniform, s. [Akademie-Uniform]
Alte Akademiepublikationen
Zeitraum: 1927/1928
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: keine
Beschreibung: Korrespondenzen wegen Auffüllung
und Vergrösserung der eisernen Bestände der
Akademiepublikationen.
Zitat: AÖAW, Alte Akademiepublikationen
Lokat:
Amtskette des Präsidenten
Zeitraum: 1956/57, 1962
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(2 S.)
Beschreibung: Die Einführung einer Amtskette
des Präsidenten der ÖAW geht auf eine Initiative
von Leo Santifaller vom 1. Okt. 1956 zurück
(AÖAW, Amtstracht, Dienstauto). In der
Gesamtsitzung vom 12. Okt. (A 1083) wurde eine Kommission eingesetzt,
die sich für die Anschaffung einer Amtskette aussprach, jedoch
empfahl, eine diesbezügliche Umfrage unter allen w.M. der
Akademie durchzuführen (A 1085). Von den 70 Stimmberechtigten
gaben 64 ihre Stimme ab, wovon sich 62 für die Anschaffung einer
Amtskette aussprachen (A 1086).
Gegenüber dem BMU schrieb die Akademie am 10. Mai
1957 erläuternd, man habe beschlossen, "nach dem Beispiel
aller Akademien des Auslandes für den Präsidenten, bzw.
dessen Stellvertreter eine Kette als Funktionsabzeichen anfertigen zu
lassen, die bei feierlichen Anlässen in Wien und festlichen
Veranstaltungen außerhalb Wiens und Österreichs getragen
werden soll. Die Kette enthält in einer Umrahmung durch einen
Ring mit Wahlspruch und einem Lorbeerkranz den österreichischen
Bindenschild rot-weiß-rot und eine Agraffe mit der Überschrift
Academia scientiarum Austriaca".
Die
vorliegenden Akten enthalten allein die Korrespondenz mit dem
Innsbrucker Medailleur und Goldschmied Josef Kölblinger seit
Dez. 1956 – die Vorakten und die Stimmzettel befinden sich im
Bestand "Amtstracht, Dienstauto" –, der diverse
Entwürfe lieferte und die Amtskette rechtzeitig für die
Feierliche Sitzung am 27. Mai 1957 herstellte. Die Kette wurde bei
diesem Anlaß zum ersten Mal getragen (vgl. A 1089). Im Jahre
1962 wurde die Kette durch Kölblinger um beiderseitig drei
Glieder verlängert.
Zitat: AÖAW, Amtskette d. Präsidenten
Lokat: 1-li/VIIa
Amtstracht, Dienstauto
Zeitraum: 1956-1962(1970)
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(3 S.)
Beschreibung: Im Okt. 1956 stellte Leo
Santifaller einen von zahlreichen weiteren Mitgliedern der Akademie
unterzeichneten Antrag hinsichtlich der Amtstracht (Amtskette und
Talar) des Präsidenten sowie der Anschaffung eines
Dienstautos. Während eine Entscheidung
zugunsten der Herstellung einer Amtskette bereits im Jan. 1957
getroffen war (vgl. AÖAW, Amtskette des Präsidenten), wurde
die Frage nach einem Dienstauto am 26. Mai 1957 dahingehend
entschieden, daß man von dem Gedanken der Anschaffung eines
eigenen Dienstautos mit Chauffeur absieht und stattdessen für
ein fallweise anzumietendes Auto die Erhöhung des Budgets um
einen entsprechenden Betrag (A 1089). In derselben Sitzung wurde die
Anschaffung von Talaren mit 48:13 Stimmen abgelehnt; ein erneuter
diesbezüglicher Antrag Meisters namens des Präsidiums wurde
am 2. Juni 1959 mit 33:22 Stimmen abgelehnt (A 1105). Schließlich
stimmten am 31. Mai 1960 von 57 anwesenden Mitgliedern nur 12 gegen
den Antrag (A 1114), so daß in der Folge Talare für das
Präsidium angeschafft wurden.
Zitat: AÖAW, Amtstracht
Lokat: 1-li/VIIa
Anzeiger
Zeitraum: 1949
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: keine
Beschreibung: Druckfahnen für den Anzeiger
des Jahres 1949.
Zitat: AÖAW, Anzeiger
Buchhaltung
Zeitraum: 1847-1955
Umfang: 30 Bände Kontobücher; 48 Bände
Rechnungsabschlüsse u. 5 Faszikel
Erschließung: keine
Beschreibung: Der Bestand enthält die
kontinuierlich geführten Kontobücher sowie die –
teilweise gedruckt vorliegenden –
Rechnungsabschlüsse. Außerdem haben sich einige Beispiele
für Einzelverbuchungen aus den Jahren 1973, 1981 und 1985
erhalten.
Zitat: AÖAW, Buchhaltung
Literatur:
Lokat: 1-li/IIa, IVa u. IIIa
Budgetkommission, math.-nat. Klasse
Zeitraum: 1896-1917
Umfang: 1 Karton
Erschließung: keine
Beschreibung: keine
Zitat: AÖAW, Budgetkommission, math.-nat.
Budgetkommission, phil.-hist. Klasse und
Gesamtakademie
Zeitraum: 1870-1973
Umfang: 7 Kartons
Erschließung: keine
Beschreibung: Enthält die Protokolle der
Budgetkommission der phil.-hist. Klasse, aber auch die der
gemeinsamen Sitzungen der Budgetkommissionen beider Klassen mit der
Finanzkommission, sowie die Kalkulation des Gesamtbudgets der
Akademie.
Zitat: AÖAW, Budgetkommission phil.-hist. u.
GA
Bundesgesetz, s. Satzung, Bundesgesetz u.
Geschäftsordnung
Dienstauto, s. Amtstracht, Dienstauto
Dotationsanträge
Zeitraum: 1953-1973
Umfang: 5 Kartons
Erschließung: keine
Beschreibung: Dotationsanträge der
Forschungseinrichtungen der phil.-hist. Klasse.
Zitat: AÖAW, Dotationsanträge
Druckschriften-Kommission
Zeitraum: 1868-1958
Umfang: ½ Schachtel
Erschließung: Akten 1907/08, Kalkulationen
und Druckofferte 1868-1911, Druckeinrichtungsvorschriften,
Protokolle, Schriftverkehr, Schrift- und Musterbuch der Hof- und
Staatsdruckerei 1910, Stenographisches Notizbuch,
Verbesserungsvorschläge, Maße und Gewichte, Zeitraum
1906-1958 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Zitat: AÖAW, Druckschriften-Kommission
Lokat: 1-li/Ve
EDV-Kommission
Zeitraum: 1988-1991, 1996-2000
Umfang: 3 Aktenordner (Provenienz phil.-hist.
Klasse)
Erschließung: –
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, EDV-Kommission
Literatur: –
Lokat: 6-li/VIe
Ersparnis-Kommission
Zeitraum: 1891
Umfang: 1/6 Schachtel
Erschließung: Formulare [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Zitat: AÖAW, Ersparnis-Kommission
Lokat: 1-li/Vf
Feierliche Sitzungen
Zeitraum: 1868-2003 (2006)
Umfang: 24 Kartons
Erschließung: AB (12 S.)
Beschreibung: Bis in die zweiten Hälfte der
1950er Jahre wurden die Unterlagen zu den Feierlichen Sitzungen unter
verschiedenen Aktenzahlen unter den Allgemeinen Akten abgelegt. Eine
Ausnahme stellen die Jubiläumssitzungen der Jahre 1897 und 1947
dar, die bereits zeitgenössisch separat abgelegt wurden. Neben
diesen Jahren gibt es eine wenig umfangreiche Überlieferung von
div. Schreiben, die sich mit geringen Modifikationen alle Jahre
wiederholten und daher nicht zu den Allgemeinen Akten kamen. Bis ca.
1956 sind daher zu den Feierlichen Sitzungen weitere Dokumente unter
den Allgemeinen Akten zu erwarten. Seither wurden alle Unterlagen zu
den Sitzungen gemeinsam abgelegt. Hierzu sind auch Akten zum
Akademie-Tee und zu den Akademie-Exkursionen zu rechnen!
Die
Organisation der Feierlichen Sitzung oblag stets der
Akademie-Kanzlei, seit der Verwaltungsreform war das
Präsidialsekretariat dafür verantwortlich. Die Feierliche
Sitzung 2006 war die letzte, die noch allein durch das
Präsidialsekretariat administriert wurde. Seither wird die
Feierliche Sitzung durch das Event Management organisiert; allein die
Betreuung der Präsidenten befreundeter Akademien erfolgt nach
wie vor durch das Präsidialsekretariat.
Zitat: AÖAW, Feierliche Sitzung
Lokat: 7-li/VIIa-e
Heinrich-Ficker-Medaille
Zeitraum: 1951-1952
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(2 S.)
Beschreibung: Ein Komitee für die
Herstellung einer Portraimedaille zum 70. Geburtstag von Präsidenten
Prof. Dr. Heinrich Ficker unter Führung des damaligen
Generalsekretärs der Akademie, Prof. Dr. Josef Keil, wandte sich
am 23. Juni 1951 an die Mitglieder der Akademie und weitere Freunde
und Weggefährten Fickers. Anläßlich Fickers 70.
Geburtstag am 22. Nov. 1951 solle ihm eine "künstlerisch
hergestellte Portraitmedaille" überreicht werden. Wer
gleichfalls eine solche erwerben möchte, könne diese bei
der Akademie bestellen. Aufgrund der eingelangte Bestellungen wurden
215 Medaillen geprägt, die für 24,– ÖS erworben
werden konnten.
Die Medaille ist beschrieben und abgebildet bei Wolfgang
Hahn: Die Medaillensammlung der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften. Ein Katalog (Dph. 182.) Wien 1985, No. 78. Ein
Exemplar befindet sich in der Medaillensammlung der Akademie.
Zitat: AÖAW, Heinrich-Ficker-Medaille
Lokat: 2-li/Vg
Finanzkommission
Zeitraum: 1920-1935, 1948-1991
Umfang: 2 Faszikel
Erschließung: keine
Beschreibung: Protokolle der Finanzkommission
sowie der gemeinsamen Sitzungen mit den Bugdetkommissionen beider
Klassen.
Zitat: AÖAW, Finanzkommission
Lokat: 2-li/Vf
Gebäude der Akademie
Zeitraum: 1856-1972
Umfang: 4 Kartons
Erschließung: AB
(40 S.)
Beschreibung: Im Jahre 1857 wurde das ehemalige
Universitätsgebäude am heutigen Dr.-Ignaz-Seipel-Platz, der
zuvor Jesuitenplatz (bis 1773) und dann Universitätsplatz (bis
1949) hieß, der Akademie der Wissenschaften übergeben.
Zwischen 1848 und 1857 wurde das Gebäude vom k.k. Militär
genutzt, 1857 musste dieses aufgrund einer allerhöchsten
Anordnung die Räumlichkeiten verlassen.
Der Akademie gehörte der Großteil des
Gebäudes zur alleinigen Verfügung, allerdings bestand immer
wieder für wissenschaftliche Vereine und Gesellschaften die
Möglichkeit, leerstehende Räumlichkeiten, etwa für
Sitzungen, zu nutzen: die Gesellschaft der Ärzte, die
Geographische Gesellschaft, der Ornithologische Verein, die
Numismatische Gesellschaft, das Notaren-Kollegium, der Wiener
Stenographen-Verein, der Ärzte-Vereins-Verband, das Medizinische
Doktoren-Kollegium,
die Photographische Gesellschaft und die St.-Petrus-Claver-Sodalität.
Immer wieder standen kostspielige Reparatur- und
Adaptierungsarbeiten an. Die oben genannten Gesellschaften zahlten
nur Reinigungs- und sonstige Betriebskosten. 1886 kam dann vom
Ministerium der Vorschlag, dass die Vereine sich auch an den Kosten
für Renovierungsarbeiten beteiligen könnten.
Im
Jahre 1883 sollte der Festsaal aus feuer- und
sicherheitspolizeilichen Gründen umgebaut werden, es sollten
etwa Sitzreihen entfernt, ein Mittelgang und Anhaltestangen
eingerichtet werden, etc.; die Akademie wehrte sich gegen die
Verunstaltung durch solch überflüssige Eingriffe. 1932
wurde in der Wohnung des verstorbenen Generalsekretärs Becke ein
übertünchtes Deckenbild von Anton Maulpertsch entdeckt, das
dann nach Überwindung finanzieller Hindernisse freigelegt wurde.
1891 und 1892 wurden elektrische Beleuchtung und ein Telefonanschluss
im Akademiegebäude eingerichtet.
Der
vorliegende Bestand enthält Übergabeprotokolle,
Korrespondenzen mit Ministerien, der niederösterreichischen
Statthalterei oder der Dikasterial-Gebäudedirektion,
später auch mit dem Amt für Denkmalschutz, Ansuchen
verschiedenster Vereine, Grundrisspläne (teilw. koloriert),
Zeitungsausschnitte, Zeichnungen, Rechnungen,
etc.
Zitat: AÖAW, Gebäude der Akademie
Literatur: [1] Renate Wagner-Rieger: Das
Haus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Festgabe
zur 125-Jahrfeier der Akademie. Wien 1972. [2] Herbert Karner:
Wien – Vom Jesuitenplatzl zum Universitätsplatz:
Architektur und Programm, in: Orte des Wissens, in: Jahrbuch der
Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18.
Jahrhunderts 18/19 (2004), S. 397-412 u. 569-575 (Abb.). [3]
Herbert Karner – Artur Rosenauer – Werner Telesko: Die
Österreichische Akademie der Wissenschaften. Das Haus und seine
Geschichte. Wien 2007.
Lokat: 1-li/Ve
Geschäftsordnung, s. Satzung, Bundesgesetz
u. Geschäftsordnung
Geschichte der Akademie
Zeitraum: 1944-1986
Umfang: 4 Kartons
Erschließung: AB
(30 S.)
Beschreibung: Der Bestand entstand im
Zusammenhang mit den Arbeiten Richard Meisters an der anläßlich
des 100. Gründungstages der Akademie erschienenen "Geschichte
der Akademie der Wissenschaften in Wien
1847-1947". Ein Großteil der hier verwahrten Akten
entstammen seiner Recherche-Tätigkeit bzgl. dieses Werkes. Der
Bestand wurde offenbar in der Folgezeit fortgeführt, indem man
ihm Artikel und Zeitungsausschnitte über die ÖAW und
Partnerakademie beigab, um wohl auf diesem Wege Materialien für
eine Fortsetzung der Akademie-Geschichte parat zu halten. Diese
Materialsammlung wurden teilweise bis in die 1980er Jahre
fortgesetzt, geriet aber wohl mit der Überführung ins
Archiv in Vergessenheit.
Zitat: AÖAW, Geschichte d. Akademie
Literatur: Richard Meister: Geschichte der
Akademie der Wissenschaften in Wien 1847-1947. Wien 1947 (= DS GA.
1.).
Lokat: 1-li/Vd
[Institutsdirektorenkonferenz (IDK)]
Zeitraum: 1972-[2006]
Erschließung: Die
Institutsdirektorenkonferenz, d.h. eine Versammlung der Direktoren
von ÖAW-Instituten, wurde im Jahre 1972 gegründet. Seit der
GO v. 15. Nov. 2002 (§ 62) führt nicht mehr der Präsident
den Vorsitz in der IDK und seither ist die zentrale Verwaltung auch
nicht mehr in die Belange der IDK involviert. Die Administration
(Einberufung zu Sitzungen etc.) obliegt seither dem jeweiligen
Vorsitzenden der IDK.
Seit 2003 werden die Sitzungen der IDK nicht mehr
durchnumeriert; die Überlieferung wird über die FE-Akten
erfolgen. Den Vorsitz in der IDK (nicht im Almanach verzeichnet)
führten Puntscher-Riekmann (2003/04) u. Peter Laggner (2004/05)
Da in der Zeit seit der Einrichtung der IDK 1972
offenkundig keine Kanzlei dauerhaft für die Organisation der IDK
verantwortlich war (vgl. jedoch § 47 der GO v. 1976) – und
die Überlieferung der math.-nat. Klasse bis in die Mitte der
1980er Jahre überhaupt die einzige ist –, liegen die
diesbzgl. Akten verstreut: (1) Überlieferung aus der
math.-nat. Klasse (1972-1995, BG 02.04), (2) Überlieferung
Handakten Karl Schlögl, K. 15, M. 62 (1986-1994, BG 03), (3)
Handakten Werner Welzig (1992-2003, BG 03), (4) Überlieferung
Handakten Herwig Mang (2003-2006, BG 03), (5) Überlieferung
Generalsekretariat (1986-2002, BG 02.03).
Sitzungstermine: 2. Okt. 1972 (1.) – 5.
Okt. 1973 (2.) – 15. März 1974 (2a) – 5. Okt. 1974
(3.) – 2. Okt. 1975 (4.) – 1. Okt. 1976 (5.) – 30.
Sept. 1977 (6.) – 16. März 1978 (6a) – 6. Nov. 1978
(7.) – 5. Nov. 1979 (8.) – 29. Okt. 1980 (9.) – 3.
Nov. 1981 (10.) – 5. Nov. 1982 (11.) – 2. Nov. 1983 (12.)
– 2. Nov. 1984 (13.) – 7. Nov. 1985 (14.) – 7. Nov.
1986 (15.) – 30. März 1987 (15a) – 5. Nov. 1987
(16.) – 8. Nov. 1988 (17.) – 6. Nov. 1989 (18.) –
3. Dez. 1990 (19.) – 4. März 1991 (20.) – 19. Nov.
1991 (21.) – 1. April 1992 (22.) – 15. Juni 1992 (23.) –
24. Nov. 1992 (23.) – 24. Nov. 1992 (24.) – 9. März
1993 (25.) – 16. Nov. 1993 (26.) – 9. Mai 1994 (27.) –
18. Okt. 1994 (28.) – 30. Mai 1995 (29.) – 12. Dez. 1995
(30.) – 22. April 1996 (31.) – 11. Nov. 1996 (32.) –
16. Juni 1997 (33.) – 15. Dez. 1997 (34.) – 22. Juni 1998
(35.) – 14. Dez. 1998 (36.) – 15. Juni 1999 (37.) –
6. Dez. 1999 (38.) – 14. Juni 2000 (39.) – 11. Dez. 2000
(40.) – 10. Dez. 2001 (41.) – 10. Dez. 2002 (42.) –
13. Juni 2003 – 2. Juli 2004 – 10. Nov. 2003 – 21.
Jan. 2005 – 1. April 2005 – 14. Okt. 2005 – 31.
März 2006
Zitat: Zu zitieren nach den jeweiligen o.g.
Überlieferungen.
Josef-Keil-Medaille
Zeitraum: 1958
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(2 S.)
Beschreibung: Ein Komitee für die
Herstellung einer Portraitmedaille zum 80. Geburtstag von
Generalsekretär Prof. Dr. Josef Keil unter Führung des
damaligen Präsidenten der Akademie Richard Meister, wandte sich
am 30. Mai 1958 an die Mitglieder der Akademie und weitere Freunde
und Weggefährten Keils. Anläßlich seines 80.
Geburtstag am 13. Okt. 1958 solle ihm eine "künstlerisch
hergestellte Portraitmedaille" überreicht werden. Wer
gleichfalls eine solche erwerben möchte, könne diese bei
der Akademie bestellen. Der Bildhauer und Medailleur Arnold Hartig
gestaltete die Medaille, von der aufgrund der eingelangte
Bestellungen 255 Exemplare durch das Österr. Hauptmünzamt
geprägt wurden.
Dem Jubilar wurde an seinem Geburtstag in seiner
Privatwohnung die erste dieser Medaillen zusammen mit einer Liste der
Gratulanten (= Besteller der Medaille) überreicht.
Die Medaille ist beschrieben und abgebildet bei Wolfgang
Hahn: Die Medaillensammlung der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften. Ein Katalog (Dph. 182.) Wien 1985, No. 80. Ein
Exemplar befindet sich in der Medaillensammlung der Akademie.
Zitat: AÖAW, Josef-Keil-Medaille
Lokat: 2-li/Vg
Leistungsberichte
Zeitraum: 1967-1974
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(15 S.)
Beschreibung: Aufgrund des Beschlusses der
Gesamtakademie vom 17. Dez. 1965 müssen sämtliche Obmänner
der Akademiekommissionen und die wissenschaftlich Tätigen bei
diesen Forschungseinrichtungen jährliche Leistungsberichte
erstatten, die dem Präsidium der Akademie vorgelegt werden. Der
vorliegende Bestand, der neben diesen Leistungsberichten der
verschiedenen Kommissionen und Institute aus den Jahren 1967 bis 1970
auch Korrespondenzen zwischen den Obmännern und der Akademie
sowie Schreiben von Ministerien beinhaltet, enthält wertvolle
Informationen zum damaligen Mitarbeiterstand der Akademie und deren
praktischer Tätigkeit.
Zitat: AÖAW, Leistungsberichte
Lokat: 2-li/Vg
Richard-Meister-Medaille
Zeitraum: 1950-1951
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(2 S.)
Beschreibung: "Am 5. Februar 1951 erfolgte
die Überreichung der anläßlich des 70. Geburtstages
von Univ.-Prof. Dr. Richard Meister geprägten
Erinnerungsmedaille an den Jubilar seitens des Komitees in Gegenwart
des Schöpfers Prof. Arnold Hartig. Die Medaille entstand auf
Anregung des Medailleurs Arnold Hartig, der den Wunsch äußerte,
den charakteristischen Gelehrtenkopf Richard Meisters modellieren zu
können. Mehr als 200 Freunde und Verehrer Richard Meisters haben
die materielle Unterlage für die Verwirklichung dieser Anregung
geschaffen, das als Medaillenwerkstätte berühmte Wiener
Hauptmünzamt hat das Modell Arnold Hartigs ausgeprägt. Das
Bundesministerium für Unterricht hat in sehr dankenswerter
Förderung der Medailleurkunst einen Ehrensold für den
Künstler gewidmet, Herr Kommerzialrat Oskar Ladner hat die sehr
gut ausgeführten Etuis zur Verfügung gestellt."
Die Medaille ist beschrieben und abgebildet bei Wolfgang
Hahn: Die Medaillensammlung der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften. Ein Katalog (Dph. 182.) Wien 1985, No. 77. Ein
Exemplar befindet sich in der Medaillensammlung der Akademie.
Zitat: AÖAW, Richard-Meister-Medaille
Lokat: 2-li/Vg
Richard-Meister-Memorabilien
Zeitraum: –
Umfang: 2 Mappen
Erschließung: keine
Beschreibung: Kappe und Arbeitsmantel von Richard
Meister
Zitat: AÖAW, Richard-Meister-Memorabilien
Lokat: 1-li/VIIg
Mittelfristiges Forschungsprogramm 1972-1976
Zeitraum: 1971-1972
Umfang: 1 Karton
Erschließung: keine
Beschreibung: keine
Zitat: AÖAW, Mittelfristiges
Forschungsprogramm 1972-1976
Lokat: 2-li/Vf
Portrait-Kommission
Zeitraum: 1890-[2007]
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: AB (6 S.)
Beschreibung: In der Gesamtsitzung der Akademie
vom 30. Jan. 1890 stellt das w.M. Haan einen Antrag auf "Einsetzung
einer Commission zur Berathung der Frage wegen Beigabe der Bildnisse
zu den Biographien (Necrologen) der verstorbenen Mitglieder in der
akademischen Almanach" (A 441). In diese Kommission wurden
Zimmermann, Hartel, Siegel, Hauer, Hann und Suess berufen. In der
nächsten Sitzung der Gesamtakademie am 27. Febr. erstattete Hann
Bericht und stellte folgende Antrag: "1. Dem akademischen
Almanach sind vom Berichtjahre (1889-90) angefangen die Bildnisse der
verstorbenen wirklichen Mitglieder beizugeben, wenn sie Vorlagen
hierzu rechtzeitig zu beschaffen sind. 2. Die Art der Herstellung
dieser Bildnisse durch ein bestimmtes Vervielfältigungsverfahren
bleibt einem zu diesem Zwecke einzusetzenden Comité
vorbehalten. 3. Die Kosten sind unter dem Titel der Druckkosten des
Almanachs zu verrechnen." Der Antrag wurde in allen Punkten
genehmigt. In das Komitee wurden gewählt: Zimmermann, Benndorf,
Lang und Suess (A 442). Das Komitee, das in späteren Protokollen
als ‚Portrait-Kommission‘ bezeichnet wird, erscheint
nicht in den zeitgenössischen Almanachen, da es sich um keine
(wissenschaftliche) Kommission im eigentlichen Sinne handelte.
Eine offizielle Portrait-Kommission wurde am 24. April
1931 als gemeinsame "Kommission für die
Präsidentenbildnisse" eingesetzt. Im Jahre 1954 erfolgte
die Umbenennung in "Kommission für Bildnisse und Büsten".
Am 11. Nov. 1977 wurde die Kommission aufgelöst (A 1266);
seither in der Archivar der ÖAW für die Evidenz der sich im
Akademiebesitz befindlichen Bildnisse und Büsten zuständig.
In Mappe 7 dieses Bestandes werden darüberhinaus
die aktuellen Korrespondenzen mit Museen u.ä. sowie die
Retourscheine von entlehnten und zurückgestellten
Kunstgegenständen verwahrt (seit 1986).
Zitat: AÖAW, Portrait-Kommission
Lokat: 1-li/Vd
[Kommission zur Herausgabe von Schriften zur Rassenkunde
und menschlichen Erblehre]
Zeitraum: 1942-1945
Beschreibung: In der Sitzung der Gesamtakademie
v. 6. Febr. 1942 (A 968) stellt das o.M. Viktor Christian den Antrag,
"eine Sonderreihe ‚Untersuchungen zur Rassenkunde der
[sic!] menschlichen Erblehre’ durch die Akademie
herauszugeben". Die Herausgabe der Reihe wurde beschlossen und
die o.M. Christian und Hochstetter mit der Leitung betraut. In den
darauffolgenden Sitzungen der beiden Klassen entsandten diese jeweils
vier Mitglieder in diese Kommission. Von der math.-nat. Klasse wurden
am 19. Febr. 1942 (B 2647) die o.M. Hochstetter, Tschermak, Knoll,
Pernkopf bestimmt und von der phil.-hist. Klasse am 4. März 1942
(C 2646) die o.M. Christian, Oberhummer, Menghin und Hassinger. In
dieser Zusammensetzung wird die Kommission in den Almanachen der
Jahre 1942, 1943 und 1944 aufgeführt.
Noch
im Jahr 1942 erschien der einzige Band, den diese Schriftenreihe
hervorgebracht hat: Robert Routil: Familienanthropologische
Untersuchungen in dem ostschwäbischen Dorfe Marienfeld im
rumänischen Banat. Wien 1942 (= Untersuchungen zur Rassenkunde
und menschlichen Erblehre. 1.). Dieses Manuskript war bereits am 22.
Jan. 1942 der math.-nat. Klasse zur Begutachtung vorgelegt worden und
von o.M. Hochstetter positiv begutachtet
worden (B 2645 u. B 2646). Da die math.-nat. Klasse bereits "im
Jahre 1940 aufgrund einer Anregung des o.M. Christian für eine
von der Akademie herauszugebende Sonderserie anthropologischer
Untersuchungen” 5.000,– RM bewilligt hatte, wurde das Ms.
Routils als erster Band dieser Reihe publiziert (Allg. Akten, No.
39/1942).
Als
ein zweiter Band war die Abhandlung von Lotte Tiemann "Altpreussische
Schädel und Skelettreste aus dem 2. bis 15. Jahrhundert”
von der Gesamtakademie am 14. Mai 1943 (A 978) zur Drucklegung
angenommen worden (gleichfalls nach einem Gutachten Hochstetters,
Allg. Akten, No. 77/1943). Am 2. Juli 1943 stellten die o.M.
Christian und Pernkopf den Antrag, die Arbeit von Robert Stigler
"Rassenphysiologische Untersuchungen in Uganda”
gleichfalls in diese Reihe aufzunehmen (A 980, Allg. Akten, No.
128/1943); Stigler hatte in den Jahren 1911/12 eine bedeutende
Subvention für seine Teilnahme an einer Forschungsreise nach
Uganda erhalten. "Wegen Papiermangels blieben die Korrekturbögen
liegen. Im November 1944 wurden sie bei der Bombardierung der
Staatsdruckerei samt dem Satz und den Klischées ein Raub der
Flammen" (AÖAW, Allg. Akten, No. 1160/1950). Mit Schreiben
vom 23. Juni 1950 regte Stigler erneut den Druck seiner Arbeit an, da
sich ein vollständiger Bürstenabzug samt der Abbildungen in
seinem Besitz befinde (ebda). Sein, an sich bereits 1943
angenommenes, Ms. wurde nun von den wM Durig und Pernkopf erneut
begutachtet und man empfahl eine deutliche Reduktion des Textes.
Stigler erklärte sich mit Schreiben vom 6. Febr. 1951 mit den
anempfohlenen Kürzungen seines Textes (auf ungefähr ¼)
einverstanden (AÖAW, Allg. Akten, No. 251/1951), der daraufhin
in der verkürzten Fassung als 3. Abhandlung der Dmn, Band 109,
im Jahre 1952 erschien. Gegenüber dem Ms. aus dem Jahre 1943
fehlen der Reisebericht und die sexualphysiologischen und
soziologischen Ergebnisse vollständig; die physiologischen
Mitteilungen wurden soweit gekürzt, "dass eben 30
Druckseiten der Denkschriften nicht überschritten" (ebda)
und die Textfiguren wurden aus finanziellen Gründen vollständig
herausgenommen. Die Arbeit Stiglers umfaßte schließlich
nur noch 44 Druckseiten.
Die
gen. Arbeit von Tiemann ist offenbar gänzlich unpubliziert
geblieben.
Nach
Meister, Geschichte (1947), S. 289 – und nach diesem in der
Dokumentation, Bd 3, S. 107 – wurde die Kommission am 29. Juni
1945 aufgelassen, wozu es jedoch keine quellenmäßigen
Belege gibt.
Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 289
Rechnungskontrollkommission
Zeitraum: 1901-1939
Umfang: 1 Karton
Erschließung: keine
Beschreibung: Akten und Protokolle
Zitat: AÖAW, Rechnungskontrollkommission
Lokat: 2-li/Vf
Dr.-Karl-Renner-Preis
Zeitraum: 1954/1955
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: 1 Karteikarte (Verzeichnung
Wundsam, 1977)
Beschreibung: Der ÖAW wurde im Jahre 1954
der Renner-Preis der Stadt Wien verliehen; die Verleihung erfolgte am
15. Jan. 1955. Dem Akt liegt die Ehrenurkunde bei.
Zitat: AÖAW, Dr.-Karl-Renner-Preis
Lokat: 2-li/Vg
Satzung, Bundesgesetz u. Geschäftsordnung
Zeitraum: 1919-1960
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB
(2 S.)
Beschreibung: Nach dem Ende der Monarchie setzte
die Akademie eine Kommission ein, um ihr veraltetes Statut der neuen
Staatsform anzupassen. Der ausgearbeitete Entwurf wurde in der
Gesamtsitzung vom 28. Mai 1919 angenommen und Anfang Juni der
Regierung vorgelegt. In späteren Gesamtsitzungen wurden
Ergänzungen des Entwurfs vorgenommen und Anfang Febr. 1920 dem
Staatsamt für Unterricht übergeben. Am 14. Okt. 1921
beschloß der Nationalrat das "Bundesgesetz, betreffend die
Akademie der Wissenschaften in Wien" in dessen Sinne die
Akademie eine "Satzung" ausarbeitete, die der
Bundespräsident am 14. Febr. 1922 bestätigte. Gemäß
§ 18 der Satzung wurde in der Gesamtsitzung vom 29. Mai 1922
auch eine neue Geschäftsordnung beschlossen.
Die
im Jahre 1960 beratenen Änderungen der Satzung (§§ 6,
12, u. 16) wurden von Bundespräsident Dr. Adolf Schärf am
23. Sept. 1960 bestätigt; jene der Geschäftsordnung in der
Gesamtakademie vom 11. Nov. 1960.
Das im Archiv vorhandene Material umfaßt Entwürfe
(für Satzung, Geschäftsordnung und Bundesgesetz),
Sitzungsprotokolle und Korrespondenz.
Weiters befindet sich im AÖAW als Arbeitsbehelf
eine komplette Sammlung aller Fassungen von Statuten/Satzungen,
Geschäftsordnungen und Bundesgesetze seit der Gründung
der Akademie; digital in der BG 17.
Zitat: AÖAW, Satzung, Bundesgesetz u.
Geschäftsordnung
Literatur: [1] Hedwig Kopetz: Die
Österreichische Akademie der Wissenschaften. Aufgaben,
Rechtsstellung, Organisation. Wien-Köln-Weimar 2006 (= Studien
zu Politik und Verwaltung. 88.). [2]
Bernd-Christian Funk: "Abgegebene" und "gültig
abgegebene" Stimmen. Asymmetrien und semantische Unstimmigkeiten
im Wahlrecht zum Präsidenten der Österreichischen Akademie
der Wissenschaften, in: Zeitschrift für Hochschulrecht 6.1
(2007), S. 4-7.
Lokat: 2-li/Vf
Schriftenbeteiligung, Schriftentausch
Zeitraum: 1876-1972
Umfang: 4 Schachteln
Erschließung: Schachtel 1:
Schriftenbeteiligung, ganz alt (3 Mappen), etwa 1876-1910 (1 Mappe).
Schachtel 2: Jahresablage 1927-1931, Schachtel 3: Jahresablage
1932-1937, Schachtel 4: 1938-1939, 1951-1960, Schachtel 5: 1961-1972,
Bestandsaufnahme 1950 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Zitat: AÖAW, Schriftenbeteiligung
Lokat: 1-li/Ve
Staatsvoranschläge
Zeitraum: 1928-1945
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: keine
Beschreibung: keine
Zitat: AÖAW, Staatsvoranschläge
Lokat: 2-li/Vf
Talare, s. Amtstracht, Dienstauto
[Akademie-Uniform]
Beschreibung: Der Bestand umfaßte nur zwei
Aktenstücke aus dem Jahre 1853, die im Jan. 2005 zu den
"Allgemeinen Akten" gegeben wurden. Von der bis zum Ende
der Monarchie gebräuchlichen Uniform
ist ein Rock, eine Zweispitz und ein Degen vorhanden.
Literatur: Stefan Sienell: Memo über die
Akademie-Uniform. Jan. 2005, 11 S. (im AÖAW unter den
Kurrentakten "Akademie, Uniform").
Lokat: 2-re/VIId (Rock u. Degen) u. 1-re/VIIe
(Zweispitz)
Verlage
Zeitraum: 1856-1973
Umfang: 2 ½ Schachteln
Erschließung: Schachtel 1:
Kommissionsverlag: 1856 ff., Hölder-Pichler-Tempsky: schließt
unmittelbar an, Verlagskorrespondenz 1920-1967, 1978,
Druckschriften-Kommissions-Protokoll 1921. Schachtel 2:
Rohrer-Verlag. Schachtel 3: Springer-Verlag: Akten und
Korrespondenzen, unkorrigierte Fahnen, Korrespondenz 1942-1973,
Abrechnungen 1950-1962. Schachtel 4: Böhlau:
Kommissions-Vertrag, Korrespondenzen 1956-1973 [Verzeichnung Wundsam,
ca. 1980].
Zitat: AÖAW, Verlage
Lokat: 1-li/Ve
Wagner-Rieger – Haus der ÖAW
Zeitraum: 1971-1981
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(18 S.)
Beschreibung: Anläßlich der
bevorstehenden 125-Jahrfeier der Akademie wurde am 26. Juni 1970 die
Wiener Kunsthistorikerin Renate Wagner-Rieger (1921-1980) von der
phil-hist. Klasse beauftragt, ein Werk "über das
Akademiegebäude mit kunsthistorischer Würdigung
und Veröffentlichung der Jadot-Pläne (in der Albertina) und
einigen neuen Aufnahmen, sowie alten Abbildungen des Hauses" zu
verfassen. Das Manuskript konnte am 20. Okt. 1971 der phil.-hist.
Klasse vorgelegt werden, die daraufhin beschloß, dieses "als
Sonderpublikation der Klasse in größerem Format (etwa
17x24), [und] nicht in den ‚Sitzungsberichten’, wie
ursprünglich vorgesehen", herauszugeben. Die Aktuarin der
phil.-hist. Klasse Ludmilla Krestan übernahm die Organisation
der Drucklegung, Reproduktionsrechte, des Klappentextes sowie des
Vorworts von Otto Demus. Nach Auslieferung durch die Druckerei konnte
der fertige Band am 15. Mai 1972 der Klasse präsentiert werden.
Die
Photos und Negative (I) befanden sich teilweise in einer
Archivschachtel gemeinsam mit Klischees von einer Publikation von
Fritz Schachermeyr (!), teilweise in einem Photoalbum (II), das am
30. Nov. 1979 von Frau HR Krestan dem Archiv übergeben worden
war. Sie wurden im Jahre 2006 zum Bestand "Wagner-Rieger –
Haus der ÖAW" vereinigt.
Zitat: AÖAW, Wagner-Rieger-Haus der ÖAW
Literatur: Renate Wagner-Rieger: Das Haus der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Festgabe zur
125-Jahrfeier der Akademie. Wien 1972.
Lokat: 6-li/IIIg
Weihnachtsfeiern
Zeitraum: 1979-1992
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(1 S.)
Beschreibung: Der Bestand enthält die
Einladungen des Präsidiums an die Akademiemitarbeiterinnen und
-mitarbeiter des Hauptgebäudes sowie die Abrechnungen für
die Bewirtung resp. den Fahrdienst zum Heurigen. In den Jahren 1979
bis 1983 fanden die Feiern im Johannessaal statt, 1984 bis 1990 beim
Heurigen Schübel-Auer, 1190 Wien, und im Jahre 1991 im Clubraum.
Bis 1984 gab es eine vorweihnachtliche Feier, seither im Januar des
nächsten Jahres.
Zitat: AÖAW, Weihnachtsfeiern
Lokat: 7-li/Va
Zeitungsausschnitte
Zeitraum: 1928-1940
Umfang: 1/3 Schachtel
Erschließung: Zeitungsausschnitte des In-
und Auslandes über die Akademie [Verzeichnung Wundsam, ca.
1980].
Zitat: AÖAW, Zeitungsausschnitte
Lokat: 1-li/Vf
Varia
Zeitraum: 1847-1871 und 1950er/60er Jahre
Umfang: 1/3 Schachtel und 1 Karton
Erschließung: 1/3 Schachtel:
Akademiestatuten aus der "Wiener Zeitung",
Mitgliederlisten, Übersichten, Kostenaustellungen über
Akademieschriften von deren Anfang bis 1865, Austauschlisten der
Sitzungsberichte mit dem Ausland, Druckkalkulationen bis 1871,
gedrucktes Gedicht von VIZER aus dem Jahre 1849 an Franz Joseph I.,
Übersicht über Generalstabskarten [Verzeichnung Wundsam,
ca. 1980].
1 Karton: Volkskundeatlas, Gedenktage,
Subventionskommission philosophisch-historische
Klasse, Kommission für Geschichte und Kulturwissenschaft,
Institut für Sprachpflege, Forschungsinstitute,
Donaueuropäisches Institut, Europäisches Zentrum für
Radiobiologie, Sonnenobservatorium auf der Kanzelhöhe,
Wissenschaftsministerkonferenz, Norbert Bischoff (Botschafter in
Moskau), Nobelpreisträger, Akademie der schönen Künste
(Gründung), Adolf Schärf, Kuriosa, Atomreaktor Seibersdorf
(Österreichische Studiengesellschaft für Atomenergie GmbH,
gegründet 1956), Pasigraphie (Manuskript), Karl Ettinger,
Österreichische Kommission für Philosophie und
Geisteswissenschaften, Korr. m. Fritz Knoll während dessen
Aufenthalts in Hamburg (1960), Zeitungsausschnitte (1938, 1942),
Böhmer-Fonds (1959), Ms. v. Stöller über
Bosnien-Herzegowina (1958), Aktennotiz wg. Institut für
Festkörperphysik (1967), Sternwarte in Wien (1950-1956).
Zitat: AÖAW, Varia
Lokat: 1-li/Vf u. 1-li/VIIa
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