Bestandsgruppe 02.06 "Forschungseinrichtungen"
Zum
korrekten Zitat ist – im Unterschied zu den Akten der BG 11
"Akten aus Forschungseinrichtungen" – darauf
hinzuweisen, daß aus den hier verwahrten Akten nur mit dem
Namen der Forschungseinrichtung zu zitieren ist. Den Akten aus der BG
11 ist der Vermerk "FE-Akten" voranzustellen.
Adria-Kommission
Zeitraum: 1866-1886
Umfang: 1 Buch, 5 Schachteln
Erschließung: Buch: Protokoll 1866-1881.
Ständige Spezialberichte bzgl. der Erweiterung der
physiographischen Kenntnisse des adriatischen Golfes. Schachtel 1:
Korrespondenzen (Schaub, Loebisch, Handelsministerium, Jelinek, Akad.
d. Wiss., Kriegsministerium (Marinesektion), Österreichischer
Lloyd, div. dalmatische Stellen, Gareis, Josef R. Lorenz), 1 Akt
betr. Anemometer, Schreiben des Finanzministeriums, der nautischen
Akademie in Triest, div. Schreiben von meteorologischen Stationen im
dalmatinisch-italienischen Bereich, meteorologische Station in Zara
(Jos. Hunger), meteorologische Station in Durazzo, Akten über
einzelne Stationen im Rahmen der Adria-Kommission, Finanzakten,
Ankäufe von Geräten etc., Mitteilungen von
Untersuchungsergebnissen, Inspektionsreisen, Jahresberichte etc.
Schachtel 2: Sitzungsprotokolle der Kommission, Beteiligung an
der internationalen maritimen Ausstellung in Neapel 1870,
Beobachtungsberichte, Akten bzgl. einzelner Instrumente. Bis Zl.
500/1870. Schachtel 3: Bis Zl. 780/1872, Schachtel 4:
Bis Zl. 960/1875. Schachtel 5: Bis 1881, Enthält aber
auch Reststücke aus den Jahren 1883 und 1886 [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Adria-Kommission
Lokat: 1-li/Ib
Ägyptische Kommission
Zeitraum: 1907-1934
Umfang: 4 Schachteln u. 2 Aktenordner m.
Druckakten aus den 1980er Jahren (Philae)
Erschließung: Schachtel 1 u. 2:
(ungeordnet) Instruktionen für die Ausgrabung in Ägypten,
Separata aus Berlin, Korrespondenzen (1907/08, ab 1910: Akademie der
Wissenschaften, Akademie in Krakau, Junker, Druckerei Holzhausen,
österr.-ungar. Gesandtschaft in Kairo, ksl. deutsches Institut
für Altertumskunde betr. Drucklegungsangelegenheiten). –
1911-1927 (mit Lücken, grob geordnet) Tagebuchblätter 1927
offenbar von Junker stammend, umfangreiches Fotomaterial von den
Ausgrabungen, Protokolle der Kommission 1908-1921, Exemplare der
Jahresberichte 1911-1914. – 1928-1934 Reiches Fotomaterial von
den Ausgrabungen Junker 1930, Delta-Expedition, Kassabuch-Abschluß
1929, Rechung 1934, Merimde-Grabung 1933, Akten 1932/33, Grabung in
Verbindung mit dem ägyptischen Museum in Stockholm 1931/32
(Vorbericht), Korrsepondenz (Deutsches Institut für ägyptische
Altertumskunde), Akten der Delta-Expedition 1929, Grabungen bei Gizeh
1928/29, Tagebuch (Junker) mit Fotos der Ägypten-Expedition
1926, Tagebuchblätter von der Ägypten-Expedition 1928/29
(Junker), Abrechnung, Kassabuch der Delta-Expedition 1927/28
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Ägyptische Kommission
Literatur: Clemens Gütl: Hermann Junkers
Beschäftigung mit nubischen Sprachen und die Expedition zur
Erforschung des Kenzi-Dongolawi im Winter 1911, in: Johanna Holaubek,
Hana Navrátilová u. Wolf B. Oerter (Hgg.): Egypt and
Austria III. The Danube Monarchy and the Orient.
Proceedings of the Prague Symposium September 11th to 14th, 2006.
Ägypten und Österreich III. Die Donaumonarchie und
der Orient. Akten zum Prager Symposium 11.-14. September 2006. Praha
2007, S. 79-90.
Lokat: 1-li/Ib
Alternforschung,
s. Hirnforschung
Altgermanistik
Zeitraum: 1972-1997
Umfang: 3 Aktenordner
Erschließung: –
Beschreibung: Die Kommission wurde als
"Kommission für den Thesaurus Palaeogermanicus" am 16.
Febr. 1972 eingesetzt, am 15. Dez. 1976 in "Kommission für
Germanische Altertumskunde" und schließlich am 4. April
1979 in "Kommission für Altergermanistik" umbenannt.
Die Kommission wurde zum 30. Juni 1997 geschlossen; das Hauptprojekt
der Kommission, die Erstellung eines "Motiv-Index der
deutschsprachigen weltlichen Erzählliteratur von den Anfängen
bis 1400" wurde als Unternehmung der Klasse fortgeführt.
Das fünfbändige Werk konnte schließlich
2005/06 – in englischer Sprache unter dem Titel "Motif-index
of the German secular narratives from the beginning to 1400" –
erscheinen (ÖAW-Bibl.-Sign.: Akad. 285-C).
Zitat: AÖAW, Altgermanistik
Literatur: Helmut Birkhan, Patricia Harant,
Ulrike Hirhager, Karin Lichtblau u. Christa Tuczay: Projekt
Motiv-Index der deutschsprachigen weltlichen Erzählliteratur von
den Anfängen bis 1400, in: Aph 134.1 (1997-1999), S. 103-107.
Lokat: 5-li/VIIc
Arabische Kommission
Zeitraum: 1944-1992
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: AB
(14 S.)
Beschreibung: Die Arabische Kommission wurde am
27. Juni 1945 durch die Zusammenlegung der "Vereinigten Nord-
und Südarabischen Kommission" und der "Kommission zur
Schaffung eines Wörterbuches des Altsüdarabischen"
gegründet. Sie ging per 1. Jan. 1993 in der Ethnologische
Kommission auf.
Die Aufgaben der Kommission waren: (a) Herausgabe eines
Wörterbuches des Altsüdarabischen, (b) Auswertung des
Nachlasses von Eduard Glaser und (c) Unterstützung des
Urkundenwerkes "Osmanica". Ad (a) Ein Beleg-Wörterbuch
zum Corpus inscriptionum semiticarum. Teil 4: Inscriptiones
himyariticas et sabaea, konnte im Jahre 1980 erscheinen.
Ad (b) Der letzte (14.) Band der Sammlung Glaser wurde im
darauffolgenden Jahr publiziert; bis 1993 erschienen insgesamt sechs
Bände der Veröffentlichungen der Arabischen Kommission, die
sich ebenfalls überwiegend mit der Aufbereitung der Sammlung
Glaser beschäftigten. Ad (c) Das Urkundenwerk "Osmanica"
kommt letztmalig mit dem Bericht von Herbert Duda im Aph 84 (1947),
S. 27-29, in den Agenden der Arabischen Kommission vor.
Zitat: AÖAW, Arabische Kommission
Lokat: 0/IIf
Praktische Archäologie
Zeitraum: 1973-1992
Umfang: 3 Kartons
Erschließung: Karton 1:
Publikationen 1973-1992, Berichte 1982-1986, Protokolle 1988-1992,
Diverses 1989-1993. Karton 2: Esphesos 1988-1992. Karton 3:
Archäologie-Tagung 1993 und Evaluation Ephesos 1993/94.
Beschreibung: Am 10./12. März 1954 als
"Unternehmen Ephesos" eingesetzt und am 2. März 1988
in "Kommission für Praktische Archäologie"
umbenannt. Per 1. Jan. 1993 ging 1897 gegründete "Kommission
zur Erforschung des römischen Limes in Österreich"
(Limes-Kommission) in dieser auf. Am 1. Febr. 1994 wurde die
Kommission in eine Forschungsstelle unter dem Namen "Forschungsstelle
für Archäologie" umgewandelt. Am 6. März 1996
ging die Kommission für das Lexicon Iconographicum Mythologiae
Classicae (LIMC), am 1. Juli 1997 die Antiquarische Abteilung der
Balkan-Kommission und am 1. Jan. 1998 die Kommission für das
Corpus der antiken Mosaiken Kleinasiens in diese Forschungsstelle
auf. Per 1. Febr. 2000 wurde die Forschungsstelle in das "Institut
für Kulturgeschichte der Antike" umgewandelt.
Zitat: AÖAW, Praktische Archäologie
Literatur:
Lokat: 1-li/IIe
Aristoteles-Übersetzung
Zeitraum: 1896-1932
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(5 S.)
Beschreibung: Die "Kommission zur
Untersuchung der orientalischen, zumeist arabischen Übersetzung
griechischer Literaturwerke" wurde am 3. Febr. 1897 eingesetzt
und im Jahre 1915 aufgelassen und schließlich am 24. Jan. 1923
als "Kommission für die Herausgabe der arabischen
Aristoteles-Übersetzungen" neu eingesetzt und im Jahre 1938
endgültig geschlossen. Einzige Tätigkeit der Kommission war
die Herausgabe folgenden Werkes:
Jaroslaus
Tkatsch: Die arabische Übersetzung der Poetik des Aristoteles
und die Grundlage der Kritik des griechischen Textes. Bd 1.
Wien-Leipzig 1928. Bd 2. Aus dem Nachlaß herausgegeben
v. Alfred Gudeman u. Theodor Seif. Wien-Leipzig 1932.
Das
Manuskript war bereits in der Sitzung der phil.-hist. Klasse am 6.
Juli 1920 vorgelegt worden.
Da Tkatsch knapp vor der Drucklegung des 1. Bandes
verstarb und der 2. Band erst später aus seinem Nachlaß
herausgegeben werden konnte, befinden sich größere Teile
des Manuskriptes und diverse Aufzeichnungen aus Tkatschs Nachlaß
gleichfalls im AÖAW, Bestand "Nachlaß Jaroslaus
Tkatsch". Die Verzeichnung dieses Nachlasses, die im Mai 1981
durch Dr. Klaus Wundsam erfolgte, beruht in erster Linie auf der
Nachlaß-Sichtung durch Theodor Seif, wie er sie am 23. März
1928 der Akademie darlegte (AÖAW, Aristoteles-Übersetzung).
Zitat: AÖAW, Aristoteles-Übersetzung
Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 319.
Lokat: 1-li/Id
Attische Grabreliefs
Zeitraum: 1873-1923
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(15 S.)
Beschreibung: Im Jahre 1873 wurde auf Antrag von
des Archäologen w.M. Alexander Conze (1831-1914, bis 1877 Leiter
der Lehrkanzel für Archäologie in Wien, anschließend
Leiter des Skulpturenmuseums in Berlin) die Kommission zur Herausgabe
einer Sammlung über griechische Grabreliefs an der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien gegründet.
Unter der Leitung Conzes fanden in Athen jahrelange Untersuchungen an
attischen Grabreliefs statt, wobei auch – photographisches wie
zeichnerisches – Bildmaterial gesammelt wurde. 1890 wurde das
erste Heft der "Attischen Grabreliefs" publiziert, von
denen bis 1922 insgesamt vier monumentale Bände in 19
Lieferungen erschienen sind. Von diesen Lieferungen war in der
Bibliothek der ÖAW nur die letzte vorhanden (ÖAW-Bibl.-Sign.:
Akad. 155-D). Im Rahmen der Anlage des AB wurde man darauf
aufmerksam, so daß im Verlaufe des Jahres 2006 aus fremdem
Bestand sämtliche vier Bände der "Attischen
Grabreliefs" gescannt wurden: ÖAW-Bibl.-Sign: CD-176.
Zitat: AÖAW, Attische Grabreliefs
Literatur: [1] Alexander Conze: Über
griechische Grabreliefs, in: Sph 71 (1872), S. 317-332. [2]
Alexander Conze: Erster Bericht über die vorbereitenden Schritte
zur Gesammtausgabe der griechischen Grabreliefs, in: Sph 76 (1874),
S. 5-26. [3] Alexander Conze: Zweiter Bericht über die
Vorarbeiten zur Herausgabe der griechischen Grabreliefs, in: Sph 80
(1875), S. 611-622. [4] Alexander Conze: Dritter Bericht über
die Vorarbeiten zur Herausgabe der griechischen Grabreliefs attischen
Ursprungs, in: Sph 98 (1881), S. 371-376. [5] Alexander Conze:
Vorberichte und vorläufige Mitteilungen über neu gefundene
griechische Grabreliefs und den Stand des Unternehmens, in: Aph 12
(1875), S. 54 f.; 14 (1877), S. 9 f.; 16 (1879), S. 33-36; 20 (1883),
S. 2, u. 26 (1889), S. 31-33. [6] Alexander Conze [u.a.]:
Attische Grabreliefs. 4 Bde. Berlin-Leipzig 1890-1922
(ÖAW-Bibl.-Sign.: Akad. 155-D, nur die letzte Lieferung im
Original vorhanden; die kompletten 4 Bände als Scans auf 3
CD-ROMs in der Bibliothek unter der Signatur CD-176).
Lokat: 1-li/Id
Balkan-Kommission
Zeitraum: 1897-[2000]
Umfang: 3 Kartons und 2 Aktenordner (1969-2000)
Erschließung: AB
(22 S. für die 3 Kartons, 1897-1964)
Beschreibung: Die "Kommission für die
historisch-archäologische u. philologisch-ethno-graphische
Durchforstung der Balkanhalbinsel” wurde am 3. Feb. 1897 als
Kommission der philosophisch-historischen
Klasse eingesetzt. 1903 erfolgte die Teilung in eine linguistische u.
eine antiquarische Abteilung. 1940/1941 wurde die Balkan-Kommission
zur gemeinsamen Kommission beider Klassen erweitert und erhielt 1942
zusätzlich eine naturwissenschaftliche Abteilung. 1943 erfolgte
die Umbenennung in Südost-Kommission (mit einer
geisteswissenschaftlichen u. einer naturwissenschaftlichen
Abteilung). Ende 1943 wurde die Kommission wieder unter die
Kommissionen der philosophisch-historischen
Klasse eingereiht. 1950 erhielt sie den Namen Balkan-Kommission (mit
einer antiquarischen u. einer linguistischen Abteilung). 1989 wurde
die linguistische in philologische Abteilung umbenannt. Mit 1. Jan.
1993 erfolgte die Zusammenlegung der beiden Abteilungen. Am 1. Juli
1997 wurden die Agenden der antiquarischen Abteilung in die
Forschungsstelle für Archäologie übergeführt [s.
Dokumentation, Bd 3, S. 105, 108 u. 119, sowie Meister, Geschichte
(1947), S. 288 u. 326, Hittmair/Hunger, Forschungsinstitution, S. 29
u. 257, u. Alm 152 (2001/2002), S. 330].
Zitat: AÖAW, Balkan-Kommission
Literatur: Christian Liebl: Early recordings of
Judeo-Spanish in the Phonogrammarchiv of the Austrian Academy of
Sciences, in: Neue Romania 37 (2007), S. 7-26.
Lokat: 1-li/Ic-d
Mittelalterliche Bibliothekskataloge
Zeitraum: 1906-1935
Umfang: 2 ½ Schachteln
Erschließung: Korrespondenz betreff.
Heilig; Hellmann – Ottenthal, Abrechnungsbuch der Kommission
1911-1924, Rechnungen, Reiseberichte (z.B. Srbik, Bauer), Berichte:
Mühlbacher, Redlich, Pogatscher, Briefe: Gottlieb, Theodor
Mayer, Bretholz, Editionstechnik, Mittelalterliche
Bibliothekskataloge 1906-1912 (Jahresablagen). 1913-1935. Betreff.
Heilig (Briefe), Briefe Redlichs an Heilig, Jahresablagen 1913 ff.
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Mittelalterliche
Bibliothekskataloge
Lokat: 1-li/Ic
Biologische Station Lunz
Zeitraum: 1923-1974
Umfang: 9 Schuber u. 1 Paket
Erschließung: 8seitiges Verzeichnis über
den Inhalt der Schuber – nicht des Paketes – durch
Wundsam (1982)
Beschreibung: keine
Zitat: AÖAW, Biologische Station Lunz
Literatur:
Lokat: 5-li/IIa-b
Biologische Versuchsanstalt (Vivarium)
Zeitraum: 1903-1950
Umfang: 4 Kartons
Erschließung: StV
(98 S.)
Beschreibung: Die Biologische Versuchsanstalt,
das "Vivarium", in der Wiener Praterhauptallee
wurde im Jahre 1906 von Hans Przibram, Leopold von Portheim und
Wilhelm Figdor gegründet, sie wurde von Anfang an subventioniert
durch das Unterrichtsministerium. Im Jahre 1911 übergaben die
Leiter der Anstalt diese als Schenkung (inkl. Kapital) der Akademie,
die daraufhin eine diesbezügliche Kommission gründete. In
der Biologischen Versuchsanstalt wurden in verschiedenen Abteilungen
vielfältige Forschungsarbeiten durchgeführt, der Leiter der
chemisch-physikalischen Abteilung war bis 1914 Wolfgang Pauli, der
Vater des späteren Nobelpreisträgers. Aber auch andere
prominente Namen sind mit dem Vivarium in Verbindung zu bringen: Der
Physiologe Eugen Steinach forschte auf dem Gebiet der Sexualmedizin,
er kam unter anderem zu dem Ergebnis, dass Homosexualität
operativ "behoben" werden könne und führte
"Verjüngungsoperationen" an Männern durch, einer
seiner Patienten war Sigmund Freud. Der als Adjunkt in der Anstalt
angestellte Paul Kammerer, Privatdozent in Wien, erregte mit seinen
Forschungen an Kröten, mit denen er beweisen wollte, dass im
Laufe des Lebens angelernte Eigenschaften vererbt werden können,
Aufmerksamkeit. Es stellte sich heraus, daß seine
Forschungsergebnisse nicht der Wahrheit entsprachen und durch Betrug
"bewiesen" wurden. Kammerer gab sich bis zum Schluß
überzeugt von seinen eigenen Theorien und beging 1926
Selbstmord.
1932
wurden in der Versuchsanstalt auch öffentliche Schauräume,
wie z.B. das "Mikrokino" und zu
besichtigende Aquarien, geschaffen. Nach dem Anschluß
Österreichs 1938 wurden Przibram und Portheim, beides Juden,
abgesetzt und der Biologe Franz Köck zum "Unterbevollmächtigten"
ernannt, dieser verhielt sich allerdings wie ein kommissioneller
Leiter. Er führte äußerst dubiose Versuche mit der
Verfütterung von Holzmehl an Tieren durch. Das Vivarium wurde
1945 durch einen Brand völlig zerstört und 1946
aufgelassen.
Über
das Vivarium befinden sich auch im Nachlaß Fritz Knoll (BG 13)
div. Akten aus den Jahren 1938-1943 sowie Fotos.
Zitat: AÖAW, Biologische Versuchsanstalt
Literatur: [1]
Stiftungen (1919), S. 78-86. [2] Albrecht Hirschmüller:
Paul Kammerer und die Vererbung erworbener Eigenschaften, in:
Medizinhistorisches Journal. Internationale Vierteljahrsschrift für
Wissenschaftsgeschichte 26 (1991), S. 26-77 (ÖAW-Bibl.-Sign.:
36327-C.Ar). [2] Wolfgang L. Reiter: Zerstört und
vergessen. Die Biologische Versuchsanstalt und ihre
Wissenschaftler/innen, in: Österreichische Zeitschrift für
Geschichtswissenschaften 10.4 (1999), S. 585-614 (Kopien unter den
Kurrent-Akten). [3] Veronika Hofer: Rudolf Goldscheid, Paul
Kammerer und die Biologen des Prater-Vivariums in der liberalen
Volksbildung der Wiener Moderne, in: Mitchell G. Ash (Hg.):
Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. Von der Wiener Moderne
bis zur Gegenwart. Wien 2002 (Wiener Vorlesungen. 12.) S.
149-184. [4] Sander Gliboff: The Case of Paul Kammerer.
Evolution and Experimentation in the Early 20th Century, in: Journal
of the History of Biology 39.3 (2006), S. 525-563 (Kopien unter den
Kurrent-Akten). [5] Cheryl A. Logan: Overheated
Rats, Race, and the Double Gland: Paul Kammerer, Endocrinology and
the Problem of Somatic Induction, in: Journal of the History of
Biology … [6] Manfred Drack, Wilfried Apfalter
u. David Pouverau: On the making of a system theory of Life. Paul A.
Weiss and Ludwig von Bertalanffy’s conceptual connection, in:
The Quarterly Review of Biology 82.4 (2007), S. 349-373.
Lokat: 1-li/Id
Bolzano-Subkommission
Zeitraum: 1969-1992
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB
(6 S.)
Beschreibung: Die Subkommission für das Werk
und die Nachwirkung Bernard Bolzanos bei der Kommmission für
Geschichte der Mathematik und der Naturwissenschaften wurde am 27.
Juni 1969 eingesetzt. Als Mitglieder wurden die w.M. Hlawka, Hunger,
Kainz und Knoll und den k.M. Ferrari d’Occhieppo, Hornich und
Unterkircher bestimmt. Zusätzlich wurden Curt Christian aus Wien
und Eduard Winter aus Berlin kooptiert. Die Subkommission hatte die
Aufgabe, koordinierende Funktion für die internationale
Bolzano-Forschung zu übernehmen, vor allem bei der
Veröffentlichung des Gesamtwerkes von Bernard Bolzano. Als
Herausgeber dieser Edition fungierten Winter (Berlin), Berg
(München), van Rootselaar (Wageningen), Kambartel (Konstanz) und
Louil (Prag). Sie wurden bis 1971 sukzessive in die Kommission
kooptiert. Die Obmänner der Bolzano-Kommission
waren Hornich (1970-1979), Ferrari d’Occhieppo (1979-1988) und
Christian (1988-1991). Mit Beschluß
der Gesamtsitzung vom 29. April 1991 wurde die Subkommission
schließlich in die Kommission für
Philosophie und Pädagogik überführt.
Die
Bände der Bernard-Bolzano-Gesamtausgabe befinden sich unter der
Signatur 3.440-C in der Bibliothek der ÖAW.
Zitat: AÖAW, Bolzano-Subkommission
Lokat: 6-li/IIf
Burgenforschung
Zeitraum: 1951-1986
Umfang: 1/3 Schachtel u. 1 Aktenordner
Erschließung: keine
Beschreibung: Die Kommission wurde am 26. April
1950 eingesetzt und am 26. März 1969 stillgelegt und an die
Prähistorische Kommission angegliedert. Am 23. Jan. 1976
erfolgte eine Reaktivierung und Umbenennung in "Kommission für
Burgenforschung und Mittelalter-Archäologie". Nach dem Tod
des Obmannes wM Richard Pittioni († 16. April 1985) faßte
die phil.-hist. Klasse in ihrer Sitzung vom 15. Jan. 1986 den
Beschluß, diese Kommission aufzulösen.
Zitat: AÖAW, Burgenforschung
Lokat: 1-li/IIIb
Byzantinistik
Zeitraum: 1948 ff.
Umfang: 1/3 Schachtel u. 3 Aktenordner
Erschließung: Aktenstücke: Lesky,
Sas-Zaloziecky, Bick, Hunger; Briefe: Wenger, Gerstinger, Till; div.
Separata [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980, für die 1/3
Schachtel]. Die Aktenordner enthalten die Druckakten für das JÖB
1971-1984, die WBS I-XIV und die Byzantina Vindobonensia I-XXI
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Byzantinistik
Lokat: 1-li/IIIb
Corpus der antiken Mosaike Kleinasiens
Zeitraum: 1973-1997
Umfang: 3 Aktenordner
Erschließung: –
Beschreibung: Die ÖAW hat am 28. Nov. 1973
eine "Kommission für das Corpus der antiken Mosaike
Kleinasiens" eingesetzt, die am 1. Jan. 1998 in die
Forschungsstelle für Archäologie aufging.
Vgl. für die Jahre 1973/74 auch die Akten "Corpus
der antiken Mosaike Kleinasiens" unter jenen der UAI, K. 6 (BG
08).
Zitat: AÖAW, Corpus der antiken Mosaike
Kleinasiens
Corpus der lateinischen Kirchenväter (CSEL),
s. Kirchenväter-Kommission
Corpus Signorum Imperii Romani (CSIR)
Zeitraum: 1966-1992
Umfang: 1/3 Schachtel u. 1 Aktenordner
Erschließung: Musterband [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, CSIR
Lokat: 1-li/IIIb
Institut für Demographie
Zeitraum: 1976-[1998]
Umfang: 1 Karton und 4 Aktenordner
Erschließung: –
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Institut für Demographie
Literatur: –
Lokat: 1-li/IVd
Institut für Diskrete Mathematik, s.
Institut für Informationsverarbeitung
Unternehmen Ephesos, s. Praktische Archäologie
Erdbeben-Kommission
Zeitraum: 1858-1949
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: StV
(60 S.)
Beschreibung: Die Erdbeben-Kommission der
Akademie wurde am 25. April 1895 eingerichtet. Sie bestand bis zum 8.
Mai 1952, als sie mit der Kommission für luftelektrische
Untersuchungen zusammengezogen und zur Geophysikalischen Kommission
erweitert wurde. Die Erdbeben-Kommission sollte die bislang
vernachlässigten Forschungen auf seismographischem Gebiet in der
damaligen Monarchie fördern. Erdbebenstationen, aus denen
sogenannte Erdbeben-Referenten Bericht erstatteten, wurden in
Laibach, Triest, Graz, Wien, Příbram und Lemberg
gegründet. Die Akademie trug mit Subventionen zu deren
Ausstattung mit seismographischen Apparaten bei. Wissenschaftler
(Geologen, Meteorologen), aber auch öffentliche Bedienstete wie
zum Beispiel Lehrer wurden mit Erdbeben-Referaten betraut.
Dieser Bestand enthält neben Korrespondenzen,
Sitzungsprotokollen und Drucksorten der Kommission auch Briefe, die
von Ludwig Heinrich Jeitteles gesammelt wurden. Die Briefe stammen
von Lehrern, Geistlichen, Staatsbeamten oder Ärzten aus
verschiedensten Teilen Schlesiens und berichten von einem Erdbeben am
15. Jan. 1858. Jeitteles war Prähistoriker und Zoologe,
beschäftigte sich mit prähistorischen Funden bei Troppau
und Olmütz und eben mit Erdbeben. Im Auftrag der Akademie
erforschte er die bei diesem Erdbeben in Oberungarn aufgetretenen
Erscheinungen. Jeitteles hatte die Verfasser der Briefe angeschrieben
und gebeten, von ihren Beobachtungen des Bebens zu berichten.
Zitat: AÖAW, Erdbeben-Kommission
Lokat: 1-li/Id
Erforschung der deutschen Sprache in Österreich
Zeitraum: 1981-1984
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(4 S.)
Beschreibung: Die Kommission für die
Erforschung der deutschen Sprache in Österreichwurde am 24. Juni
1981 von der phil.-hist. Klasse eingesetzt und am 2. März 1988
aufgelöst. Während des gesamten Zeitraums war w.M. Ingo
Reiffenstein Obmann dieser Kommission.
Das
Ziel der Kommission war es, die deutsche Sprache in Österreich
in Geschichte und Gegenwart, in gesprochener und geschriebener Form,
in allen Gebrauchs- und Stilebenen oberhalb des Dialektes zu
ergründen. Diese Kommission hatte also
andere Aufgaben als die seit 1911 bestehende Kommission für
Mundartkunde und Namenforschung. Sie beschäftigte sich vielmehr
mit der städtischen Umgangssprache, mit der Literatur-, der
Bildungs- und Verwaltungssprache, sowie mit dem Einfluss von
Fremdsprachen auf das österreichische Deutsch.
Weiters sollte sie sprachlich-stilistische Forschungen
über die deutschsprachige Literatur des alten Österreich
(z.B.: die Barockpredigt oder das späte 19. Jh.) und über
die Sprache einzelner Autoren (Kafka, Rilke, Hofmannsthal,
Schnitzler, Trakl usw.) koordinieren. Sie sollte junge Forscher
fördern und die Frage, ob es überhaupt eine eigene
"österreichische Sprache" gibt, durch die Darlegung
und Erforschung der Vielschichtigkeit und der Eigenheiten des
"Österreichischen" klären.
Die Akten dieses Bestandes erstrecken sich nur über
den knappen Zeitraum von 1981-1984, d.h. über die letzten Jahre
des Bestehen dieser Kommission liegen keinerlei Unterlagen vor. Die
vorhandenen Akten enthalten neben Korrespondenzen, Auflistungen
der Arbeitsbereiche und Sitzungsprotokollen auch einen
Zeitungsartikel zu diesem Thema.
Zitat: AÖAW, Erforschung d. dt. Sprache
Lokat: 6-li/IVc
Ethnologische Kommission
Zeitraum: 1947-1990
Umfang: 1 Aktenordner
Erschließung: Ausschließlich
Druckakten zu den Publikationen der Kommission.
Beschreibung: Siehe die Beschreibung unter
"Gesänge russischer Kriegsgefangener".
Zitat: AÖAW, Ethnologische Kommission
Literatur: –
Lokat: 6-li/Va
Europarecht
Zeitraum: 1972-1997
Umfang: 3 Aktenordner
Erschließung: –
Beschreibung: Siehe die Beschreibung zu den
FE-Akten der Kommission (BG 11).
Zitat: AÖAW, Europarecht
Literatur: –
Lokat: 6-li/VIe
Experimentelle
Neuropathologie, s. Hirnforschung
Festkörperphysik
Zeitraum: 1968-1992
Umfang: 6 Aktenordner
Erschließung: –
Beschreibung: Das Erich-Schmid-Institut für
Festkörperphysik der ÖAW wurde 1971 gegründet und
erhielt die Aufgabe, Grundlagenforschung auf dem Gebiet der
Werkstoffwissenschaften zu betreiben. Es trägt den Namen des in
der Nähe von Leoben geborenen Erich Schmid, der in den
Dreißigerjahren bahnbrechende Arbeiten auf dem Gebiet der
Plastizität von Metallen geleistet hat und der zwischen 1963 und
1979 als Präsident bzw. Vizepräsident der ÖAW
vorstand.
Zitat: AÖAW, Festkörperphysik, …
Literatur: [1] [Hein Peter Stüwe:]
Erich-Schmid-Institut für Festkörperphysik. Leoben 1989.
Lokat: 9-re/VIIc
Finanzrechtswissenschaft
Zeitraum: 1981-1992
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: Es liegen Sitzungsprotokolle
und Akten hinsichtlich der Zusammensetzung der Kommission vor.
Beschreibung: Die "Kommission für
Finanzrechtswissenschaft" wurde auf Antrag von wM Gerold Stoll
von der phil.-hist. Klasse am 24. Juni 1981 (C 3261) eingesetzt und
per 1. Jan. 1993 mit der Kommission für Europarecht,
internationales und ausländisches Privatrecht zusammengelegt.
Obmann dieser Kommission war wM Stoll, Obmann-Stellvertreter
Prof. Hans Georg Ruppe. Die Kommission war nicht personalführend.
Zitat: AÖAW, Finanzrechtswissenschaft
Lokat: 5-li/VIIf
Frühmittelalterforschung
Zeitraum: 3 Aktenordner
Umfang: 1972-1997
Erschließung: –
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Frühmittelalterforschung
Literatur: –
Lokat: 6-li/Va
Frühchristliche und ostkirchliche Kunst
Zeitraum: 1966-1988
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: (a) Kommissionsberichte, (b)
Dotationsanträge u. -bewilligungen, (c) CVMA, Steiermark-Band,
(d) Forschungsprojekte "Corpus der Glasmalerei" u. "Corpus
der Wandmalerei", (e) Forschungsprojekt "Byzantinische
Mosaikikonen", (f) Forschungsprojekt "Verduner Altar",
(g) Forschungsprojekt "Mosaiken von San Marco in Veendig",
(h) Offene Anweisungen, (i) Antrag, Zusammensetzung der Kommission,
(j) Forschungsprojekt "Byzantinische Miniaturhandschriften",
(k) Berichte für die UAI, (l) Werkverträge, (m) Protokolle,
(n) Diverses.
Beschreibung: Die "Kommission für
frühchristliche und ostkirchliche Kunst" wurde in der
Sitzung der phil.-hist. Klasse v. 14. Dez. 1966 eingesetzt und mit
Beschluß vom 2. März 1988 (C 3323) aufgelöst; die
laufenden Projekte wurden in die Kommission für Byzantinistik
überführt.
Zitat: AÖAW, Frühchristliche u.
ostkirchliche Kunst
Literatur: –
Lokat: 5-li/VIIf
Forschungsinstitut Gastein
Zeitraum: 1950-1985
Umfang: 3 Kartons
Erschließung: AB
(48 S.)
Beschreibung: Das 1936 gegründete
Forschungsinstitut in Bad Gastein (Salzburg) beschäftigt sich
u.a. mit der Untersuchung der Wirkung von Radon auf den menschlichen
Körper. Die in Heilquellen vorkommende Emanation des Edelgases
Radon hat zusammen mit der Wärme der Thermalstollen und der
Höhenlage Bad Gasteins positive Einflüsse auf den gesamten
Organismus, z.B. auf Herz und Kreislauf.
Von 1953 bis 1972 stand das
Forschungsinstitut (damals unter der Leitung von Ferdinand
Scheminzky) unter dem Protektorat der Österreichischen Akademie
der Wissenschaften. Es erhielt Subventionen durch die Akademie,
Akademiemitglieder waren im Kuratorium des Forschungsinstitutes
vertreten und es gab einen regen Briefwechsel zwischen Scheminzky und
dem jeweiligen Akademiepräsidenten (Meister, Schmid). Die
Gasteiner
Heilquellen wurden wissenschaftlich erforscht, es fanden
Untersuchungen auf dem Gebiet der Geologie, Hydrologie, Mineralogie,
Radiologie, Chemie, und Geologie statt. Die Universität
Innsbruck richtete eine medizinische Sonderstation in Gastein ein, in
der dann auch Untersuchungen auf dem Gebiet der physikalischen
Medizin durchgeführt wurden.
Nach dem Tod Scheminzkys 1973 gab es vermehrt Probleme
zwischen der Akademie und Bad Gastein. Bis 1978 wurde das Institut
von der Akademie der Wissenschaften finanziell unterstützt.
Zitat: AÖAW, Forschungsinstitut Gastein
Literatur: [1] Richard Meister: Die
Beziehungen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zu
der Erforschung Gasteins, in: Ferdinand Scheminzky (Hg.): Die
Gasteiner Therme im Lichte der Wissenschaft (25 Jahre
Forschungsinstitut Gastein). [Wien] 1961 (= Mitteilungen aus dem
Forschungsinstitut. 228.), S. 6 f. [2]
Wolfgang Knierzinger: Das Gasteiner Forschungsinstitut in der
Forschungslandschaft des "Ständestaates” und des
"Dritten Reichs”. Wien [phil.Dipl.Arbeit] 2009
(ÖAW-Bibl.-Sign.: 37369-C.Ar).
Lokat: 1-li/IIIe
Gegenwartsvolkskunde
Zeitraum: 1970-1992
Umfang: 5 Kartons
Erschließung: Karton 1: Arb Wien,
Arb Mattersburg, Org Kur, Org Prot; Protokolle -1980. Karton 2:
Protokolle 1980-1992; Karton 3: Diverses u. Subventionen,
Publikationen; Karton 4: Allgemeines, Mattersburg; Karton
5: Diverses, Evaluierung/Schließung
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Gegenwartsvolkskunde
Literatur: –
Lokat: 6-li/IIb
Geophysikalische Kommission
Zeitraum: 1952-1991
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: keine
Beschreibung: Die Geophysikalische Kommission
entstand am 8. Mai 1952 durch den Zusammenschluß der
Erdbeben-Kommission mit der Kommission für luftelektrische
Untersuchungen. Am 28. Nov. 1991 wurde die Geophysikalische
Kommission mit der Kommission für hochalpine Forschungen
zusammengelegt und in Kommission für Geophysikalische
Forschungen umbenannt. Die Kommission erhielt erst 1997 einen
Mitarbeiter. Bis dahin war sie nicht personalführend, d.h. ihr
Aufgabe bestand in der Förderung und Verwaltung von Projekten.
Zitat: AÖAW, Geophysikalische Kommission
Literatur:
Lokat: 9-re/Ib
Germanische
Altertumskunde, s. Altgermanistik
Gesänge russischer Kriegsgefangener (Lach)
Zeitraum: 1916-1944
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB
(14 S.)
Beschreibung: Aufgrund der
Anregung des Anthropologen Rudolf Pöch, volkskundliche und
musikwissenschaftliche Studien in Kriegsgefangenenlagern vorzunehmen
(Brief Pöchs an die Akademie v. 4. Juli 1916, Akt-No. 496/1916),
bewilligte die Akademie der Wissenschaften die Durchführung
dieser Forschungen mit den Experten, dem Mythenforscher Wolfgang
Schultz und dem vergleichenden Musikwissenschaftler Robert Lach, die
ebenfalls von Pöch vorgeschlagen worden waren, und unterstützte
die Arbeit zunächst mit einem Betrag 2000 K. aus der
Czermak-Erbschaft (Akt-No. 496/1916).
In
der Sitzung der phil.-hist. Klasse am 2. Mai 1917 wurde eine
Kommission für Forschungen in Gefangenenlagern eingesetzt
(Sitzungsprotokolle der phil.-hist. Klasse, C 2003, C 2004), von der
zwei Kommissionssitzungsprotokolle erhalten geblieben sind (Akt-No.
321/1917). Wann oder ob die Kommission aufgelöst wurde, läßt
sich nicht nachweisen. In der Sitzung der phil.-hist. Klasse am 23.
Nov. 1921 wurde beantragt, die Kommission zur Herausgabe der in den
Kriegsgefangenenlagern aufgenommenen Gesänge einzusetzen
(Akt-No. 727/1921; Sitzungsprotokoll der phil.-hist. Klasse, C 2128),
die im Jahr 1938 mit der Kommission zur Erforschung von illiteraten
Sprachen außereuropäischer Völker
in eine Kommission zusammengelegt wurde. Diese wurde "Kommission
für die Erforschung primitiver Kulturen und Sprachen"
genannt und im Jahr 1961 in "Ethnologische Kommission"
umbenannt (Sitzungsprotokoll der phil.-hist. Klasse, C 2950). Die
Ethnologische Kommission wurde 1993 wiederum mit der Arabischen
Kommission vereinigt [Alm 144 (1993/94), S. 273], und im Jahr 1995 in
"Kommission für Sozialanthropologie" umbenannt [Alm
145 (1994/95), S. 324], die bis heute besteht.
Die Aktenstücke "Gesänge russischer
Kriegsgefangener" wurden in der Kanzlei der Akademie
zeitgenössisch unter dem Stichwort "Lach"
zusammengelegt.
Die jüngeren Akten (ab 1947) werden im Bestand
"Ethnologische Kommission" verwahrt.
Zitat: AÖAW, Gesänge russischer
Kriegsgefangener
Literatur: [1]
Florian Mühlfried: R. Blechsteiners "Kaukasische
Forschungen". Ein kritischer Beitrag zur Ethnologie des
Kaukasus. Hausarbeit. Hamburg 2000 (ÖAW-Bibl.-Sign.:
36.070-C.Ar). [2] Britta Lange: Ein Archiv von Stimmen.
Kriegsgefangene unter ethnografischer Beobachtung. Berlin 2006 (=
Preprint. Max-Planck-Institut für
Wissenschaftsgeschichte. 321.)
(ÖAW-Bibl.-Sign.: 35.292-C.Ar).
Lokat: 1-li/Id
Geschichte der Erziehung und des Unterrichts
Zeitraum: 1945-1970
Umfang: ¼ Schachteln
Erschließung: Manuskript Adolf Stöhr:
Biotik und Ethik; Unveröffentlichtes und Verschollenes, mit
kurzer Biographie Stöhrs; Kommissionsberichte 1945-1969;
Biographie Robert Reinigners; Korrespondenz Winter – Akademie
über Bolzano; Manuskript Winter: Bolzano und sein Kreis;
Werkverzeichnis Winters 1924-1965; Diverses (überwiegend Winter)
1968-1970 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Geschichte d. Erziehung
Lokat: 1-li/Ie
Geschichte der Mathematik und Naturwissenschaften
…
Zeitraum: 1961-[1990]
Umfang: 1 Karton
Erschließung: –
Beschreibung: Die Kommission wurde am 9. Nov.
1961 von der math.-nat. Klasse als "Kommission für
Geschichte der Naturwissenschaften" eingesetzt und am 9. Okt.
1964 zu einer gemeinsamen "Kommission für Geschichte der
Mathematik und der Naturwissenschaften" beider Klassen
erweitert. Am 21. Juni 1974 erfolgte die Umbenennung in "Kommission
für Geschichte der Mathematik, Naturwissenschaften und Medizin"
und am 26. April 1996 in "Kommission für Geschichte der
Naturwissenschaften, Mathematik und Medizin".
Das wM Knoll beantragte in der Klassensitzung vom 9.
Nov. 1961 "im Sinne eines Schreibens dieser [Internationalen]
Union [für Geschichte und Philosophie der Naturwissenschaften,
UIHPS] die Bildung einer Kommission." Hauptaufgabe dieser
Kommission war zunächst die Koordination österreichischerseits
eines von der UIHPS initiierten Inventars aller wissenschaftlichen
Apparate und Instrumente von historischem Interesse.
Bis zum Jahre 1969 war Knoll zugleich erster Obmann der
Kommission. Ihm folgten Hlawka (1969-1992), Hittmair (1992-1998),
Preining (1998-2003) und Hermann Hunger (seit 2003).
Durch die Mitwirkung von Günther Hamann in der
Kommission – er war von 1977 bis 1994 ihr stellvertretender
Obmann – trat die historische Auseinandersetzung mit der
Geschichte der Geowissenschaften in den Vordergrund. Dementsprechend
initiierte er 1974 die Einsetzung einer "Dokumentationstelle für
Geschichte der Naturwissenschaften und Geographie". Ihm ist es
auch zu verdanken, daß die "Sammlung Woldan", eine
hervorragende Privatsammlung an historischen Geographica und
Cartographica, als testamentarisches Vermächtnis an die Akademie
kam.
Akten zur Tätigkeit der Kommission werden sowohl
von der phil.-hist., als auch math.-nat. Klasse angelegt. Dieser
Bestand enthält Akten aus beiden Provenienzen. Seitens der
Überlieferung der phil.-hist. Klasse liegen allein die
Druckakten für die Veröffentlichungen der Kommission, No.
12, 13, 16, 19, 22, 24, 28, 29, 30, 37 u. 38 aus den Jahren 1973 bis
1981 vor.
Zitat: AÖAW, Geschichte d. Mathematik u.
Naturwissenschaften …
Lokat: 5-li/VIIf
Geschichte Mittelasiens
Zeitraum: 1965-1980
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(3 S.)
Beschreibung: Die Kommission für die
Geschichte Mittelasiens wurde am 20. Okt. 1965 von der phil.-hist.
Klasse eingesetzt und am 25. Juni 1980 aufgelöst. Die Gründung
erfolgte "mit Rücksicht auf die vielseitigen Arbeiten des
k.M. Robert Göbl, für die die Schaffung einer eigenen
Kommission erforderlich ist, um auch die Finanzierung und Drucklegung
von Publikationen sicherzustellen" (C 3011). Bei der
Kommissionssitzung vom 5. Mai 1980, in der die Auflösung der
Kommission beschlossen und am 25. Juni 1980 von der Klasse angenommen
wurden (C 3251), heißt es in der Begründung Göbls:
"zu geringe Aktivitäten der Kommission; keine Möglichkeit,
Mitarbeiter zu gewinnen; Publikationsmöglichkeiten bei der
Numismatischen, Iranischen und Südasiatischen Kommission,
Konzentrierung auf die Numismatische Kommission und deren
Pubikationen" (AÖAW, Geschichte Mittelasiens, Mappe 4).
Zwischen 1971 und 1974 erschienen drei Bände
"Veröffentlichungen der Kommission für Geschichte
Mittelasiens" (Dph 105, 107 u. 116).
Zitat: AÖAW, Geschichte Mittelasiens
Lokat: 6-li/IIIc
Geschichte Österreichs
Zeitraum: 1959-1992
Umfang: 7 Aktenordner, darunter 2 betr. die
Subkommissionen
Erschließung: –
Beschreibung: Die "Kommission für die
Geschichte Österreichs" war am 4. Febr. 1959 von der
phil.-hist. Klasse eingesetzt worden und wurde per 1. Jan. 1993 mit
der Historischen Kommission vereinigt.
Zitat: AÖAW, Geschichte Österreichs
Lokat: 5-li/VIIe
Getreide-Rost, s. Rost-Pilze
Geschichte der Habsburgermonarchie
Zeitraum: 1960-1993
Umfang: 1 Mappe u. 3 Aktenordner
Erschließung: –
Beschreibung: Siehe unter den FE-Akten (BG 11).
Die Akten enthalten u.a. die Druckakten für die Bände I bis
VI der "Geschichte der
Habsburgermonarchie".
Zitat: AÖAW, Habsburgermonarchie
Literatur: –
Lokat: 5-li/VIIe
Hirnforschung
Zeitraum: 1968-1997
Umfang: 5 Kartons
Erschließung: Karton 1: Akten
1968-1990, Protokolle der Kuratoriumssitzungen 1968-1980; Karton
2: Protokolle der Kuratoriumssitzungen 1981-1990; Karton 3:
Forschungsstelle "Physiologie und Anatomie der Hirnrinde"
1990-1994, Forschungsstelle "Experimentelle Neuropathologie"
1990-1994; Karton 4: Forschungsstelle "Experimentelle
Neuropathologie" 1995, Evaluierung der beiden Forschungsstellen
1992, Hirnforschungszentrum 1990/91; Karton 5:
Hirnforschungszentrum 1991-1997
Beschreibung: Das "Institut für
Hirnforschung" wurde im Jahre 1968 gegründet und 1990
aufgelöst. Anstelle des Instituts wurden aus den beiden
Abteilungen zwei eigenständige Forschungsstellen, die
"Forschungsstelle für Physiologie und Anatomie der
Hirnrinde" (per 30. Sept. 1994 aufgelöst) und die
"Forschungsstelle für Experimentelle Neuropathologie"
(per 31. Dez. 1995 aufgelöst). Mit Ende 1995 zog sich die ÖAW
auch aus dem Projektteam "Hirnforschung in Österreich"
(Hirnforschungszentrum) zurück.
Der Bestand "Hirnforschung" enthält
sowohl die Akten des Instituts als auch jene der beiden diesem
nachfolgenden Forschungstellen; außerdem jene zum
disziplinenübergreifenden "Hirnforschungszentrum"
(1990-1997).
Zitat: AÖAW, Hirnforschung, K. …
Literatur: –
Lokat: 9-re/Ia u. Ib
Historische Kommission
Zeitraum: 1851-1992
Umfang: 4 Schachteln u. 2 Aktenordner
Erschließung: Schachtel 1: Akten und
Korrespondenzen zu den Publikationen der Frühzeit 1851-1869.
Schachtel 2: Protokolle 1851-1870 (teilweise bis 1905);
Korrespondenzen; Berichte. – Protokolle 1948-1966; Fontes I und
II (F III = juris unter Savigny-Kommission
abgelegt). Schachtel 3: Protokolle 1906-1941; Manuskripte
(z.B. Lhotsky); Verrechnungsbücher; Lhotsky-Fahnen von 1945;
Vorschlag zur Teilung der Historischen Kommission. Schachtel 4:
Akten ungeordnet nach Betreffen: Nuntiaturberichte, Papsturkunden,
Regesta Habsburgica, Geschichtsverein, Kommissionsberichte,
Numismatik, Verlagskorrespondenz, Druckvorhaben [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Historische Kommission
Literatur: [1] Gudrun Pischinger: Vom
‚Dilettanten’ zum Fachwissenschaftler. Die Historische
Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1847
bis 1877 und die Professionalisierung der Geschichtswissenschaft, in:
Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für
Wissenschaftsgeschichte 20 (2000), S. 221-242 (ÖAW-Bibl.-Sign.:
80.165/20). [2] Gudrun Pischinger: Geschichtsministerium oder
Verlagsanstalt? Eine Funktionsanalyse der Historischen Kommission der
kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien 1847 bis 1877. Graz
[phil.Diss.] 2001 [nicht in der ÖAW-Bibl.].
Lokat: 1-li/Ie
Historischer Atlas
Zeitraum: 1897-[1997]
Umfang: 10 Schachteln, 1 Buch, 1 Paket, 4
Aktenordner
Erschließung: Schachtel 1:
1897-1920. Schachtel 2: 1921-1949. Schachtel 3:
1950-1953. Schachtel 4: 1953-1959. Schachtel 5: 1960.
Material zu Niederösterreich. Schachtel 6: Material zu
Niederösterreich. Schachtel 7 bis 10: Nicht näher
bezeichnet. Buch: Protokollbuch 1897-1945. Paket: Karten
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980]. 2 Aktenordner: Protokolle
und Akten 1960-1997. 2 Aktenordner: Baualterpläne
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Historischer Atlas
Lokat: 1-li/Ie und 1-li/IIc
Indische Lexikographie
Zeitraum: 1890-1906
Umfang: ½ Schachtel
Erschließung: Korrespondenz [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Indische Lexikographie
Lokat: 1-li/IIc
Industrie-Archäologie, s. Prähistorische
Kommission
Institut für Informationsverarbeitung
Zeitraum: 1967-2002
Umfang: 8 Aktenordner
Erschließung: –
Beschreibung: Am 26. Jan. 1968 wurde die
Kommission für Informationsverarbeitung eingesetzt, die am 19.
Okt. 1972 in ein Institut gleichen Namens umgewandelt wurde. Dieses
Institut für Informationsverarbeitung wurde per 1. Jan. 1999 in
das Institut für Diskrete Mathematik umgewandelt und per 31.
Dez. 2002 geschlossen. An seiner Stelle wurde zum 1. Jan. 2003 das
RICAM gegründet.
Zitat: AÖAW, Informationsverarbeitung
Literatur: –
Lokat: 9-re/VIc
Inschriften des deutschen Mittelalters
Zeitraum: 1933-1997
Umfang: 3 Kartons
Erschließung: Karton 1, Teil 1:
Fotomaterial; Materialien zu den Inschriften der österreichischen
Bundesländern. Karton 1, Teil 2: Zimmerl. 2 Mappen und 1 Paket
lose Blätter mit Fotos mittelalterlicher Inschriften in
Österreich und genauer Beschreibung [Verzeichnung Wundsam, ca.
1980]. Karton 2: Akten 1974-1997 (Zusammensetzung, Protokolle,
Diverses, Ausstattung, Personal, Tagungen, Epigraphiker-Treffen,
Mitherausgeberschaft). Karton 3: Akten betr. Sicherheitsverfilmungen.
Beschreibung: Die Kommission bestand als
eigenständige Forschungseinrichtung bis zum 31. Dez. 1997. Zu
diesem Zeitpunkt wurde sie mit der Kommission für
Frühmittelalterforschung, der Kommission für die Wiener
Diplomata-Ausgabe der MHG und der Kommission für die
Neubearbeitung der Regesta Imperii zusammengefaßt zu einer
Forschungsstelle für Geschichte des Mittelalters.
Im Jahre 2009 wurden Akten aus den Jahren 1969 bis 1997
aus der phil.-hist. Klasse in das AÖAW übergeben. Im Zuge
dessen wurden die bisher in zwei Schachteln verwahrten älteren
Akten über die Kommission (Alt-No. 48.2 und 49.1) in Karton 1
zusammengelegt und die jüngeren Akten in die Karton 2 u. 3
gegeben.
Zitat: AÖAW, Inschriften d. dt. Mittelalters
Lokat: 10-li/VIIb
Iranistik
Zeitraum: 1975-1987
Umfang: 1 Aktenordner
Erschließung: Druckakten zu den Bände
1-12 der Schriften der Kommission.
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Iranistik
Literatur: –
Lokat: 6-li/Va
Kartographie
Zeitraum: 1967-1994
Umfang: ½ Schachtel und 7 Aktenordner
Erschließung: keine
Beschreibung: Das Institut für Kartographie
wurde 1967 gegründet und im Jahre 1994 aufgelöst.
Zitat: AÖAW, Kartographie
Lokat: 1-li/IIc und 6-li/VIf
Internationaler Katalog
Zeitraum: ??
Umfang: 1/4 Schachtel
Erschließung: Royal Society organisiert die
Erstellung einer internationalen Bibliographie der
Naturwissenschaften; in Österreich von der Akademie und
Nationalbibliothek betrieben [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Internat. Katalog
Lokat: 1-li/IId
Keltische Kommission
Zeitraum: 1979-1997
Umfang: 1 Karton
Erschließung: (a) Kommissionsakten, (b)
Druckakten zu den monographisch erschienenen Veröffentlichungen
der Keltischen Kommission.
Beschreibung: Die Keltische Kommission wurde am
28. Nov. 1979 auf Antrag von k.M. Wolfgang Meid von der phil.-hist.
Klasse eingesetzt. Meid wurde zugleich als ihr Obmann bestimmt und er
blieb Obmann der Keltischen Kommission bis die phil.-hist. Klasse in
der Sitzung vom 15. Okt. 1997 (C 3411) beschloß, die Agenden
dieser Kommssion per 1. Jan. 1998 in den Aufgabenbereich der
Prähistorischen Kommission zu übertragen.
Zitat: AÖAW, Keltische Kommission
Lokat: 7-li/IIg
Kirchenväter-Kommission
Zeitraum: 1960er Jahre-1995
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: Karton 1: Druckakten
"Wiener Studien, Beihefte" 9-21; CSEL (Nachdrucke),
Johnson, Pauly (1965-1995) und ältere Sonderdrucke. Karton 2:
SB, Beihefte CSEL, Augustinus (1968-1984), Druckakten "Wiener
Studien" 1979-1994.
Beschreibung: Am 24. Febr. 1864 als "Kommission
zur Herausgabe eines Corpus kritisch berichtigter Texte der
lateinischen Kirchenväter (Kirchenväter-Kommission)"
eingesetzt. Am 22. Jan. 1941 umbenannt in "Kommission zur
Herausgabe spätlateinischer Texte", seit dem 27. Juni 1945
"Kommission zur Herausgabe des Corpus der lateinischen
Kirchenväter" (CSEL = Corpus scriptorum ecclesiasticorum
Latinorum). Vgl. Meister, Geschichte, S. 314-316, Sph 49 (1865), S.
785, Sph 53 (1866), S. 358, Alm ab 15 (1865), S. 68, bis 68 (1918)
sowie 92 (1942) u. 95 (1945) bis 121 (1971), Aph 54 (1917) bis 81
(1944).
Zitat: AÖAW, Kirchenväter-Kommisison
Lokat: 1-li/VIa
Kleinasiatische Kommission
Zeitraum: ??
Umfang: 1 ½ Schachteln
Erschließung: Schachtel 1: Ephesusakten;
Siegelbearbeitung (für Hammer-Purgstall wichtig!);
Weidner-Gutachten; Separata. Schachtel 2: Reiseangelegenheiten Dörner
1955; Ausgrabungen
in Ephesus; Aktenstücke von den Anfängen bis in die 1950er
Jahre; Bildmaterial [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Kleinasiatische Kommission
Lokat: 1-li/IIb
Konzils-Kommission
Zeitraum: 1891-1915
Umfang: 1/4 Schachtel
Erschließung: Abrechnungen der
Konzilsaktenedition von Sickel; Berichte Sickels; Korrespondenz:
Susta, Pastor, Sickel, Herzen; Verlagsverhandlungen [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Konzils-Kommission
Lokat: 1-li/IId
Kultur- und Geistesgeschichte Asiens
Zeitraum: 1985-1991
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: Karton 1:
Sitzungsprotokolle u. Druckakten zu den Publikationen bis Band 11.
Karton 2: Diverse Akten.
Beschreibung: Die Gründung der
"Forschungsstelle für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens"
erfolgte am 13. Dez. 1985; sie wurde per 1. Jan. 1992 in ein Institut
umgewandelt.
Zitat: AÖAW, Kultur- und Geistesgeschichte
Asiens
Literatur: –
Lokat: 1-li/VIa
Österreichisches Kulturinstitut in Rom
Zeitraum: 1928-1990
Umfang: 14 Kartons
Erschließung: AB (25 S.)
Beschreibung: In den Jahren 1879/81 öffnete
Papst Leo XIII. das bis dahin nahezu unzugängliche Vatikanische
Geheimarchiv für die Forschung. Noch im Jahr 1879 ließ
Kardinal Hergenröther als Archivar der Römischen Kirche an
den Vorstand des Institutes für Österreichische
Geschichtsforschung in Wien, Theodor von Sickel, die Einladung
ergehen, im Vatikanischen Archiv Forschungen durchzuführen.
Während seines Aufenthaltes in Rom erkannte Sickel, daß
nicht gelegentliche, sondern systematische Forschungsarbeiten im
Vatikanischen Archiv angebracht waren. Auf seine Initiative und durch
persönliches Eingreifen Kaiser Franz Josephs wurde daher 1881
das "Istituto Austriaco di studii storici" in Rom
gegründet, das Sickel bis zum Jahre 1901 leitete. Ab 1894 trat
das Institut in enge Verbindung mit der Akademie der Wissenschaften.
Von 1901 bis 1928 leitete Ludwig von Pastor das Institut und verfaßte
dort seine "Geschichte der Päpste seit dem Ausgang des
Mittelalters". Die erste Zeit nach dem Ende des 1. Weltkrieges
war geprägt von Auseinandersetzungen zwischen Österreich,
der Tschechoslowakei und Italien um die Besitzrechte, so daß
das Institut erst 1924 seinen Betrieb wieder aufnehmen konnte. 1935
wurde das Historische Institut zur Förderung der kulturellen
Beziehungen zwischen Österreich und Italien in ein
Kulturinstitut umgewandelt. Ein von dem österreichischen
Architekten Karl Holey zu diesem Zweck gestalteter Neubau entstand
1936/37 an der Ecke Viale Bruno Buozzi/Via Antonio Gramsci. Nach dem
2. Weltkrieg konnte das Österreichische Kulturinstitut mit einer
halbunabhängigen historischen Abteilung erst im Jahre 1950 nach
langwierigen Verhandlungen über die Durchführung des
Kulturabkommens von 1935 eröffnet werden. Anläßlich
der 100-Jahr-Feier des Instituts im Jahre 1981 wurde die Historische
Abteilung des Kulturinstituts wieder in ein eigenständiges
Historisches Institut umgewandelt, das im selben Haus untergebracht
ist und den Namen "Historisches Institut beim Österreichischen
Kulturuinstitut [seit 2002: Kulturforum] in Rom" trägt.
Zur
Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vergibt das
Institut jährlich eine beschränkte Anzahl von Stipendien
aus überwiegend geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Diese
Stipendien werden gegenwärtig von der Stipendienstelle der ÖAW
ausgeschrieben und vom Bundesministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kultur finanziert.
Jüngere
Unterlagen zu den Stipendienempfängern bis zum Jahre 1996/97
befinden sich im Bestand "Auslandsbeziehungen –
Rom-Stipendien"
(BG 02.09).
Zitat: AÖAW, Österr. Kulturinstitut in
Rom
Literatur: Zur Geschichte des Instituts: [1]
Ignaz Philipp Dengel: Das Österreichische Historische
Institut in Rom 1901-1913. Wien-Freiburg/Br. 1914. [2] Hans
Kramer: Das Österreichsiche Historische Institut in Rom
1881-1931. Rom 1932 (ÖAW-Bibl.-Sign.: 35.601-B.Ar). [3]
Österreichisches Kulturinstitut in Rom = Istituto
austriaco di cultura in Roma. Rom [1961]
(ÖAW-Bibl.-Sign.: 35.600-B.Ar). [4] Karl Rudolf:
Geschichte des Österreichischen Historischen Instituts in Rom
von 1881-1938, in: RHM 23 (1981), S. 1-137. [5] Heinrich
Schmidinger: Die Historischen Studien und deren Abteilung am
Österreichischen Kulturinstitut in Rom nach dem Zweiten
Weltkrieg, in: RHM 23 (1981), S. 139-179. [6] Herbert Hunger:
Entwicklung der philosophisch-historischen Klasse von 1947 bis 1997,
in: Hittmair/Hunger, Forschungsinstitution, S. 63-83, hier S. 82 f.
Lokat: 0/V-VIIa
Kunst- und Musiksoziologie
Zeitraum: 1989-1994
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB (2 S.)
Beschreibung: Die Kommission für Kunst- und
Musiksoziologie wurde am 13. Dez. 1989 von der phil.-hist. Klasse
eingesetzt. Initiator der Kommission und Obmann während ihres
gesamten Bestehens war w.M. Robert H. Reichardt. Nach dessen Tod (†
22. Aug. 1994) wurde die Kommission gemäß Beschluß
der Klassensitzung vom 16. Nov. per 31. Dez. 1994 geschlossen.
Zitat: AÖAW, Kunst- u. Musiksoziologie
Lokat: 6-li/VIf
Limes-Kommission
Zeitraum: 1896-1988
Umfang: 4 Kartons
Erschließung: AB
(29 S.)
Beschreibung: Die "Kommission für die
Erforschung des römischen Limes zunächst im Gebiet von
Ober- und Niederösterreich" würde am 3. Febr. 1897 als
Kommission der phil.-hist. Klasse der
Akademie eingesetzt. Am 9. Dez. 1987 wurde der Name auf "Kommission
für die Erforschung des römischen Limes" geändert.
Anfang des Jahres 1993 erfolgte die Vereinigung mit der Kommission
für Praktische Archäologie.
Die Kommission hatte die Aufgabe, vor allem durch
archäologische Feldforschung Beiträge zur Geschichte des
römischen Limes in Österreich zu erarbeiten. Der
Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag dabei seit der Gründung in
der Erforschung Carnuntums, des militärischen und politischen
Zentrums der Provinz Pannonia superior. 1904 wurde in Petronell für
die Aufstellung der Funde das Museum Carnuntinum errichtet. Weiters
erfolgte die Aufdeckung des zweiten großen römischen
Standlagers Lauriacum in Lorch bei Enns. Die Forschungstätigkeit
wurde auch auf weitere Ausgrabungen auf der Strecke des römischen
Grenzwalles in Österreich ausgedehnt.
Für die Veröffentlichung der
Forschungsergebnisse wurde die Reihe "Der römische Limes in
Österreich" eingerichtet, die seit dem Jahre 1900
erscheint.
Berichte über die Arbeiten an der Kommission finden
sich für die Jahre 1898-1977 in den Almanachen u. für die
Jahre 1978-1983 u. 1988/89 in den Tätigkeitsberichten der
Akademie.
Zitat: AÖAW, Limes-Kommission
Lokat: 1-li/IIb
Institut für Limnologie
Zeitraum: 1968-1999
Umfang: 20 Aktenordner: 13 Aktenordner
(1968-1996) + 7 Aktenordner zum Postgraduierten Lehrgang (1986-1999)
Erschließung: –
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Institut für Limnologie
Literatur: Institut für Limnologie. Abt.
Mondsee. Informationsbroschüre [um 1982].
Lokat: 9-re/IIIf und g
Luftelektrische Kommission
Zeitraum: 1901-1947
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(8 S.)
Beschreibung: Die Gründung der "Kommission
für Luftelektrizität" erfolgte am 14. Nov. 1901. Nach
der Auflösung im Jahr 1921 wurde sie am 8. Nov. 1928 als
"Kommission für luftelektrische Untersuchungen" neu
eingesetzt. Am 8. Mai 1952 erfolgte die Zusammenlegung mit der
"Erdbebenkommission" zur "Geophysikalischen
Kommission".
Die luftelektrischen Untersuchungen gehörten zu den
Unternehmungen der kartellierten Akademien und der internationalen
Assoziation. Die Wiener Akademie übernahm die Prüfung der
bisherigen Methoden der Zerstreuungsmessung und die Ausarbeitung
einer Methode zur Registrierung der Niederschlagselektrizität.
Berichte über die Arbeit der Kommission wurden teilweise im
Almanach der ÖAW abgedruckt; Protokolle der Kartellversammlungen
sind abgedruckt im Alm 51 (1901), S. 218-226; Alm 52 (1902), S.
197-215; Alm 53 (1903), S. 227-229 u. 236-246; Alm 58 (1908), S.
249-252; Alm 61 (1911), S. 275-294 u. Alm 64 (1914), S. 318-320
(genannt ist jeweils der Seitenzahl mit dem Protokoll über die
Beratungen hinsichtlich der Luftelektrizität).
Die 76 Veröffentlichungen der Kommission erschienen
als "Beiträge zur Kenntnis der atmosphärischen
Elektrizität" in den Smn. Bibliographisch erfaßt bei
Meister, Geschichte (1947), S. 297-299.
Zitat: AÖAW, Luftelektrische Kommission
Lokat: 1-li/Id
Lunz, s. Biologische Station Lunz
Kommission der Menschenrechte
Zeitraum: 1973-1999
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB (9 S.)
Beschreibung: Die Kommission wurde am 28. Nov.
1973 von der phil-hist. Klasse der Akademie unter dem Namen
"Kommission der Menschenrechte" eingesetzt. Die
Kommissionsmitglieder waren Vertreter der Fachgebiete Staatslehre,
Statistik, Geschichte, Deutsches Recht, Völkerrecht, Philologie,
Philosophie u. Nationalökonomie. Die Aufgabe dieser
Forschungseinheit bestand darin, den Fragenkomplex der Menschenrechte
im Industriezeitalter in den Regionen der Welt systematisch nach
historischen, soziologischen, wirtschaftlichen und
rechtswissenschaftlichen Gesichtspunkten zu bearbeiten und zu
dokumentieren im Kontakt zu ähnlichen Forschungseinrichtungen,
so Felix Ermacora in seinem Memorandum v. 6. Juni 1973. Am 11. Dez.
1974 wurde der Name in "Kommission für das Studium der
Menschenrechte" geändert. Die Veröffentlichungen der
Kommission erschienen als Sph 297 (1974), 415 (1983) u. 608 (1994).
Die Kommission bestand bis zum 2. März 1988.
Vgl.
hierzu auch die Akten "Menschenrechte" (aus den Jahren
1978/79) unter denen der UAI (BG 08).
Zitat: AÖAW, Menschenrechte
Lokat: 6-li/IIf
Mittelalterforschung
Zeitraum: 1949-1968
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Societas medii aevi.
Sonderdrucke; Protokolle; Materialien; Korrespondenz 1949-1968.
"Gesellschaft für Mittelalterforschung" betrifft u.a.
den Anfang der Österreichischen historischen Bibliographie und
anderer ähnlicher Unternehmungen; 1969 SMA aufgelöst und
übergeführt in die Kommission für Geschichte
Österreichs [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Mittelalterforschung
Lokat: 1-li/IIc
Institut für Molekularbiologie
Zeitraum: 1964-1998
Umfang: 4 Kartons plus 4 unbearbeitete
Aktenordner
Erschließung: AB (30 S.)
Beschreibung: Das Institut für
Molekularbiologie der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften wurde im Jahre 1966 gegründet. Ein Kuratorium
bestehend aus Inlandsmitgliedern der Akademie und zwei ausländischen
Experten wurde als Leitung eingesetzt. Die provisorische
Unterbringung erfolgte in Räumlichkeiten des Instituts für
physikalische Chemie der Universität Graz und des Instituts für
Biochemie der Universität Wien, ab 1971 auch im Zoologischen
Institut der Universität Salzburg. Für einen
Institutsneubau, der die Abteilungen für Chemie, Physik und
Biologie räumlich zusammenführen sollte, standen die
Standorte Wien, Niederösterreich und Salzburg zur Diskussion.
Aufgrund einer großzügigen Grundbesitz- und Geldzuwendung
von Johannes Graf von Moy fiel die Entscheidung schließlich auf
Salzburg. Nach langjährigen Verhandlungen konnten mit
finanzieller Unterstützung von Stadt und Land Salzburg, sowie
dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) die
Institutsgebäude im Jahre 1976 von den Abteilungen für
Chemie und Biologie bezogen werden. Die molekularbiologische
Abteilung in Graz war im dortigen Instiut für
Röntgenkleinwinkelforschung (später Biophysik und
Röntgenstrukturforschung) der Akademie aufgegangen, daher wurde
die physikalische Abteilung am Salzburger Institut neu aufgebaut.
Zitat: AÖAW, Molekularbiologie
Literatur: Hans Tuppy: Das Institut für
Molekularbiologie, in: Hittmair/Hunger, Forschungsinstitution, S.
91-93.
Lokat: 9-re/Ie
Geschichte der Österreichisch-Ungarischen
Monarchie, s. Geschichte der Habsburgermonarchie
Motiv-Index,
s. Altgermanistik
Kommission für Musikforschung
Zeitraum: 1945-[1998]
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB (3 S., nur für b)
Beschreibung: (a) Kommissions-Akten 1945-1993
(urspünglich 1 Aktenordner). (b) Druckakten zu den
Veröffentlichungen
No. 3-15 der Kommission 1961-1974 (ursprünglich
1 Aktenordner). (c) Akten zur Schubert-Ausgabe 1978-1998 (urspünglich
1 Aktenordner)
Zitat: AÖAW, Musikforschung
Lokat: 6-li/IIId
Mykenische Kommission
Zeitraum: 1975-[1994]
Umfang: 1 Karton
Erschließung: Druckakten zu den
Veröffentlichungen der Kommission 3-7, 9-14
Beschreibung: Die Kommission wurde am 31. März
1971 als "Kommission für mykenische Forschung"
eingesetzt. Sie "stellt sich zur Hauptaufgabe, größere
Abhandlungen, die über das Maß von Zeitschriftenartikeln
hinausgehen und den Charakter von Monographien tragen, in zwangloser
Folge unter dem Titel ‚Mykenische Studien’ zu
veröffentlichen. Auf diese Weise soll es den mit der
griechischen Frühzeit befaßten österreichischen
Forschern ermöglicht werden, die Ergebnisse ihrer Arbeiten in
zweckdienlicher Weise der wissenschaftlichen Öffentlicheit
zugänglich zu machen" (Alm 122, 1972, S. 208).
Die Kommission wurde per 1. Dez. 1975 als "Abteilung
für mykenische Forschung" mit der Kleinasiatischen
Kommission zusammengelegt und am 13. April 1988 unter dem Namen
"Mykenische Kommission" wieder verselbständigt.
Zitat: AÖAW, Mykenische Kommission
Literatur: –
Lokat: 1-li/VIb
Nordarabische Kommission
Zeitraum: 1898-1926
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB
(8 S.)
Beschreibung: Im Jahre 1898 betraut die Akademie
der Wissenschaften in Wien den Theologen Alois Musil (1868-1944) mit
einer sowohl topographischen als auch archäologischen und
philologischen Expedition. Es handelt sich hierbei um die Erforschung
des Gebietes südlich und südöstlich von Ghazza, das
Arabia Petraea genannt wird.
Musil selbst schreibt über seine Arbeit: "Zu
meinen topographischen und kartographischen Arbeiten wurde ich im
Oriente selbst angeregt […]. Mehr als die tote, interessierte
mich die lebende Natur der biblischen Länder. Es handelte sich
in erster Linie darum, das Fühlen und Denken und die Lebensweise
der heutigen Bewohner jener Gebiete genau zu studieren." Für
das Studium der Stämme des Arabia Petraea hätte er sich
entschlossen, da deren Lebensbedingungen denen der biblischen Zeit am
ähnlichsten seien.
Um die zahlreichen Ergebnisse dieser Forschungsreise
adäquat publizieren zu können berief die Akademie eine
Kommission ein, die sich mit diesen Belangen beschäftigt: die
Nordarabische Kommission.
Der
ersten Reise folgen weitere Expeditionen die wiederum von der
Akademie subventioniert und von der Nordarabischen Kommission betreut
werden. Die Forschung Musils wird darüber hinaus von zahlreichen
Ministerien, privaten Geldgebern und Unternehmen unterstützt.
In den folgenden Jahre erscheinen die Publikationen
"Kusejr Amra" (in zwei Bänden, 1907) und "Arabia
Petraea" (Reisebericht in drei Bänden m. Karten, 1907/08).
Das möglicherweise aufsehenerregendste Ergebnis
stellt die Erkundung des Wüstenschlosses Kusejr Amra (oder Kasr
Amra) dar, welches sich besonders durch seine Wandgemälde
auszeichnet. Musil war es allerdings 1898 auf Grund eines Überfalls
nicht möglich, das Schloß und seine Gemälde
aufzunehmen. Im Jahr 1900 unternimmt Musil eine weitere
Forschungsreise in deren Rahmen er einen Plan des Schlosses anfertigt
und die Wandgemälde photographiert. Um diese beeindruckenden
Ergebnisse noch zu vertiefen, beschließt die Akademie, Musil
gemeinsam mit dem Maler Alfons Mielich 1901 erneut nach Kusejr Amra
zu schicken. Letzterer fertig Kopien der Gemälde an. Im Jahre
1908 sind diese jedoch Anlaß für einen Rechtsstreit mit
Mielich, der ohne Absprache mit der Akademie während der
Expedition entstandene Bilder nach Berlin verkaufte.
Im AÖAW befinden sich die Protokolle der
Nordarabischen Kommission und Berichte derselben an die Akademie.
Darüber hinaus sind zahlreiche, hier chronologisch geordnete,
Akten, vornehmlich Korrespondenzen, zur Vorbereitung der Expeditionen
Musils und deren wissenschaftlichen Verwertung vorhanden; desweiteren
solche, die sich auf den Rechtsstreit mit Mielich beziehen.
Die Nordarabische Kommission wurde auf Beschluß
der phil.-hist. Klasse v. 4. März 1920 mit der Südarabischen
Kommission zur "Vereinigten Nord- und Südarabischen
Kommission" zusammengelegt, die bis zur Gründung der
Arabischen Kommission im Jahre 1945 bestand. Die Akten der
"Vereinigten Nord- und Südarabischen Kommission"
befinden sich bei jenen der Südarabischen Kommission (BG 02.06).
Zitat: AÖAW, Nordarabische Kommission
Literatur: [1] Joseph Karabacek: Über
die Auffindung eines Chalifenschlosses in der Nordarabischen Wüste.
Vortrag, gehalten in der Feierlichen Sitzung der Kaiserlichen
Akademie der Wissenschaften am 28. Mai 1902, in:
Alm 52 (1902), S. 339-361. Abdruck in: Neue Freie Presse v.
29. Mai 1902, S. 26-29 (ohne Fußnotenapparat). Vgl. hierzu auch
die Meldungen in der Neuen Freien Presse v. 1. Juni 1902 u. 3. Juni
1902. [2] Alois Musil: Kusejr Amra. 2 Bde (1 Text-, 1
Tafelband). Wien 1907 (ÖAW-Bibl.-Sign.: Akad. 52-D). [3]
Alois Musil: Arabia Petraea. 3 Bde (1: Moab, 2.1 u. 2.2: Edom, 3:
Ethnologischer Reisebricht) und Karten. Wien 1907/08 (reprint der
Bände: Hildesheim 1989) (ÖAW-Bibl.-Sign.: Akad. 53-D.1-4,
Dublette der Karte: Akad. 133-F). [4] Karl Johannes Bauer:
Alois Musil. Wahrheitssucher in der Wüste. Wien 1989 (=
Perspektiven der Wissenschaftsgeschichte. 5.) (ÖAW-Bibl.-Sign.:
34.258-C.Ar).
Lokat: 1-li/Ic
Novara-Expedition
Zeitraum: 1856-1889
Umfang: 4 Kartons u. 4 Mobilien
Erschließung: StV (251 S.)
Beschreibung: Im Jahre 1856 begann die k.k.
Kriegsmarine auf Befehl Kaiser Franz Josephs mit den Vorbereitungen
zu einer Weltumsegelungs-Expedition. Angeregt hatte ein solches
Unternehmen der Marine-Oberkommandant Erzherzog Ferdinand Maximilian
(der spätere Kaiser von Mexiko). Das dafür ausgewählte
Schiff, die Fregatte Novara, lief am 30. April 1857 unter dem Befehl
des Commodore Bernhard von Wüllerstorf-Urbair von Triest aus.
Ziel der Expedition war nicht nur die Anbahnung von
Handelsverbindungen und Verträgen zwischen der Monarchie und
Staaten in Übersee, sondern auch wissenschaftliche Arbeit:
geographische, biologische und ethnologische Studien, Austausch mit
wissenschaftlichen Instituten der besuchten Länder, und Sammlung
naturhistorischer Objekte. Der auf der Novara mitreisenden
wissenschaftlichen Kommission gehörten an: Dr. Karl Scherzer
(Ethnographie und Geographie), Dr. Ferdinand Hochstetter (Geologie),
Dr. Eduard Schwarz und Anton Jellinek (Botanik), Georg Frauenfeld und
Johann Zelebor (Zoologie), sowie der Maler Joseph Selleny. Die
Gesamtmannschaft belief sich auf 352 Personen. Am 26. Aug. 1859
kehrte die Novara nach Triest zurück, nachdem sie 51.686
Seemeilen zurückgelegt hatte. Die Verwertung des gesammelten
Materials begann mit der von Scherzer verfaßten und 1861
erschienenen Reisebeschreibung "Reise der österreichischen
Fregatte Novara um die Erde". Hochstetter veröffentlichte
1863 das Werk "Neuseeland". Erst in jenem Jahr konnte mit
der eigentlichen wissenschaftlichen Auswertung der Erkenntnisse der
Novara-Expedition begonnen werden: Am 15. Febr. 1863 ordnete Kaiser
Franz Joseph an, daß die Resultate der Expedition auf
Staatskosten, unter der Leitung der Akademie der Wissenschaften und
unter Oberaufsicht des Staatsministeriums (später des
Unterrichtsministeriums) veröffentlicht werden sollten. Der nun
gebildeten "Novara-Commission der kaiserlichen Akademie der
Wissenschaften" stand der Präsident der Akademie, Freiherr
von Baumgartner, vor. In den folgenden Jahren erschienen nach und
nach die Novara-Publikationen zu den verschiedenen Bereichen der
Wissenschaft (Anthropologie, Botanik, Geologie, etc.). Im Jahre 1876
lag das Novara-Werk vollständig vor. Die Novara-Kommission
kümmerte sich in den nachfolgenden Jahren um die Vergabe des
Werkes an wissenschaftliche Institutionen in aller Welt und löste
sich 1889 auf.
Weiters liegen vor: (a) ein Kompass von der Fa. Heinr.
Kappeller, Wien; (b) ein Winkelmeßgerät; (c) ein Fernrohr
und (d) ein Briefbeschwerer (hiervon zwei professionelle Fotos 1.tif
und 2.tif; vgl. hierzu AÖAW, Allg. Akten, No. 1088/1899). Nur
von letzterem kann aufgrund der Aktenlage nachgewiesen werden, daß
es sich um eine Mobilie im Zusammenhang mit der Novara-Expedition
handelt.
Zitat: AÖAW, Novara-Expedition
Literatur: [1] Irmline
Veit-Brause: The Novara Expedition to the Australasian Pacific
1857-1859, in: Georg-Forster-Studien 11 (2006), S. 373-406
(ÖAW-Bibl.-Sign.: 34.857-B.Ar). [2] Sascha Nolden:
Ferdinand Hochstetter (1829-1884) und die Novara-Expedition
in Neuseeland, in: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in
Wien 136/137 (2006/07), S. 15-30 (ÖAW-Bibl.-Sign.: 36.725-C.Ar).
[3] Maria Teschler-Nicola: "… der Barbar in der
färbigen Hautdecke". Anthropologische Objekt- und
Datenakqusition im Rahmen der Novara-Forschungsreise 1857-1859, in:
Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 136/137
(2006/07), S. 41-65 (ÖAW-Bibl.-Sign.: 36.513-C.Ar).
Lokat: 1-li/IIg und 1-li/VIIe
Numismatische Kommission
Zeitraum: 1973-1989
Umfang: 1 Karton
Erschließung: Druckakten zu den
"Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission"
1-21 (1973-1988/89).
Beschreibung: Die Kommission wurde in der Sitzung
der phil.-hist. Klasse vom 9. Dez. 1970 eingesetzt.
Zitat: AÖAW, Numismatische Kommission, …
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIg
Nuntiaturberichte
Zeitraum: 1895 ff.
Umfang: 2 Schachteln
Erschließung: Umfangreiche Korrespondenzen
1895-1942 (in bester Ordnung). Arbeitsunterlagen
Nuntius Commendone v. Adam Wandruszka (NB II/2, 1953) [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Nuntiaturberichte
Lokat: 1-li/Ia
Neue österreichische Biographie
Zeitraum: 1916-
Umfang: ½ Schachtel
Erschließung: Akten; Korrespondenz: Jagic,
Redlich, Bettelheim [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Neue österr. Biographie
Lokat: 1-li/IId
Österreichisches Biographisches Lexikon
Zeitraum: 1946-
Umfang: ¾ Schachtel
Erschließung: Verlagsakten Böhlau;
Protokolle 1946-1967; Kommissionsberichte; Werkverträge;
Personalakten; Gelder [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, ÖBL
Lokat: 1-li/IId
Orthographie-Reform
Zeitraum: 1954-1984
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB
(10 S.)
Beschreibung: Die Kommission zur Reform der
Orthographie bestand in den Jahren 1954 bis 1971 als eine
adhoc-Kommission und wurde einberufen,
sobald eine Stellungnahme der Akademie der Wissenschaften zur
Rechtschreibreform gefordert war. Im Jahre 1960 wurde die Österr.
Kommission für die Orthographiereform
des Bundesministeriums für Unterricht gegründet, zu deren
Sitzungen die Akademie auch eine Delegation von Wissenschaftlern
entsandte. Der ehemalige Präsident der ÖAW, Richard
Meister, war lange Jahre Obmann dieser Kommission. Nach seinem Tod
1964 kam es zur Stillegung der Österr. Kommission, sie wurde
erst 1970 wieder reaktiviert. Im ersten Halbjahr 1971 traten alle
Delegierten der Akademie auf Grund von heftigen
Meinungsverschiedenheiten aus der Österr. Kommission für
die Rechtschreibreform aus und es wurde eine Kommission für
Rechtschreibungsfragen an der Akademie der Wissenschaften
eingerichtet [siehe Aph 108 (1971), S. 105 und Alm 121 (1971), S.
294]. 1973 kam es zur Bildung von drei Unterkommissionen der Österr.
Kommission für die Orthographiereform. Die Kommission für
Rechtschreibungsfragen an der ÖAW bestand bis Ende 1982.
Zitat: AÖAW, Orthographie-Reform
Literatur: [1] Richard Meister: Das
Problem der Rechtschreibreform, in: Aph 92 (1955), S. 95-113. [2]
Richard Meister: Mitteilungen der Österreichischen
Kommission für die Orthographiereform. 2 Bände. Wien 1961,
1962 (ÖAW-Bibl.-Sign.: Akad. 71-B). [3] Gutachten zu
einer Reform der deutschen Rechtschreibung. Sonderpublikation der
Kommission für
Rechtschreib-Fragen. Wien 1975
(ÖAW-Bibl.-Sign.: Akad. 82-B).
Lokat: 1-li/IIe
Ozeanographie (Tiefseekommission)
Zeitraum: 1895-
Umfang: 3 ¼ Schachteln
Erschließung: Schachteln 1-3: Korrespondenz
Steindachner; Personalien; Kartenmaterial; Skizzen; Expedition ins
Rote Meer 1895/96. Schachtel 4: Telegraphenkabel Triest-Korfu;
Anträge; Korresondenzen: Marineakademie, Marineministerium,
Österr. Lloyd, Südbahn [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Ozeanographie
Lokat: 1-li/IId-e
Petrographie
Zeitraum: 1893-1904
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(3 S.)
Beschreibung: Auf Antrag der w.M. Gustav von
Tschermak-Seysenegg und Edmund von Mojsisovics wurde im Jahre 1894
die "Kommission für die petrographische Erforschung der
Zentralkette der Ostalpen" eingerichtet. Das betreffende Gebiet
der Alpen wurde in Zonen geteilt und – unter der Leitung
erfahrener Gelehrter wie Berwerth, Becke und Grubenmann – von
jüngeren Wissenschaftlern erforscht. Die Kommission wurde im
Jahre 1925 aufgelassen.
Der
Bestand enthält Anträge, Korrespondenzen, Petita betreffend
Subventionen aus Stiftungen sowie Abdrucke aus dem Anzeiger und den
Sitzungsberichten.
Zitat: AÖAW, Petrographie
Lokat: 1-li/Id
Pfahlbauten
Zeitraum: 1864-1878
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(3 S.)
Beschreibung: Früher hat man sich die
sogenannten "Pfahlbauten" als im seichten Wasser errichtete
Bauten vorgestellt. Diese Ansicht gilt heutzutage als überholt,
es dürfte sich viel eher um Hütten in Ufernähe
gehandelt haben, deren Überreste durch den heute viel höheren
Seespiegel am Grund zu finden sind. Schon im Jahre 1863 forderte der
Geologe A. von Morlet, nach Pfahlbauten zu suchen; am 7. Juli 1864
wurde in der Akademie die "Kommission zur Begutachtung des
Antrages auf Untersuchung der österreichischen Seen hinsichtlich
des etwaigen Vorkommens von Pfahlbauten" eingesetzt. Sicher
waren bereits bekannte, vorher stattgefundene Forschungen in der
Schweiz und in süddeutschen Seen beschleunigend wirksam für
diese Entwicklung in Österreich.
Die
vorliegenden Akten enthalten nur jeweils wenige Stücke in Sachen
oberösterreichische Seen (Eduard von Sacken u. Rudolf Kner,
1864/65) sowie in Sachen "Forschungen in Laibach" (Karl
Deschmann, 1875).
Zitat: AÖAW, Pfahlbauten
Lokat: 1-li/IId
Phonogrammarchiv
Zeitraum: 1899-1971
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: AB
(30 S.)
Beschreibung: Die Errichtung eines
Phonogramm-Archivs wurde durch einen gemeinsamen Antrag von Siegmund
Exner, Franz Exner, Viktor von Lang von Seiten der Vertreter der
mathematisch-naturwissenschaftlichen
Klasse und Hartel, Heinzel und Jagic von Seiten der Vertreter der
philosophisch-historischen Klasse im Jahre 1899 initiiert. Die am 27.
April 1899 eingesetzte Kommission wurde am 23. Juni 1989 in eine
Einrichtung und am 1. Febr. 1994 in ein Institut der Gesamtakademie
umgewandelt. Das Phonogrammarchiv ist seit
1927 in den Räumlichkeiten der Liebiggasse 5 untergebracht.
Zitat: AÖAW, Phonogrammarchiv
Lokat: 1-li/VIa
Physiologie und Anatomie der Hirnrinde, s.
Hirnforschung
Polarforschung
Zeitraum: 1930-1934, 1946
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(4 S.)
Beschreibung: Die Kommission für
Polarforschungen wurde am 2. Juni 1930 in der außerordentlichen
Sitzung der math.-nat. Klasse (B 2371a) eingesetzt und im Jahre 1943
aufgelassen. Die Akademie wurde im Rahmen des 2. internationalen
Polarjahres 1932/33 mit der Organisation der Expedition nach Jan
Mayen betraut.
Zitat: AÖAW, Polarforschung
Literatur: [1] Berichte über die
Beteiligung am 2. internationalen Polarjahr 1932/33, in: Alm 81
(1931), S. 313; Alm 82 (1932), S. 255 f. u. 285-288, und Alm 84
(1934), S. 221-224. [2] Hanns Tollner: Astronomische
Ortsbestimmungen auf Jan Mayen 1882/83 und 1933. Zur Frage der
Kontinentenverschiebungen A. Wegeners. Mit einem Vorwort von Wilhelm
Schmidt, in: Smn IIa 143 (1934), S. 87-97. [3] Hans Tollner
unter Mitwirkung v. Fritz Kopf: Messungen der Wärmestrahlung in
der Polarnacht 1932/33 auf Jan Mayen, in: Smn IIa 143 (1934), S.
417-423. [4] Rudolf Kanitscheider u. Max Troperczer:
Bearbeitung
des erdmagnetischen Beobachtungsmaterials der österreichischen
Jan Mayen-Expedition
im Polarjahr 1932/33, in: Smn IIa 144 (1935), S. 517-559.
Lokat: 1-li/IIe
Prähistorische Kommission
Zeitraum: 1866-[1986]
Umfang: 2 Kartons u. 1 Aktenordner
Erschließung: AB
(32 S. für die 2 Kartons, 1866-1959)
Beschreibung: Die "Kommission zur Förderung
von prähistorischen Forschungen und Ausgrabungen auf
österreichischem Gebiete” wurde am 4. März 1878 als
Kommission der
mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse eingesetzt und 1886/87
zur gemeinsamen Kommission beider Klassen erweitert. Im Jahre 1939
erfolgte die Umbenennung in "Prähistorische
Kommission". Mit Beschluss vom 5. April 1968 wurde eine
"Subkommission für Quartärforschung"
eingerichtet, die Ende 1972 in eine selbständige Kommission
umgewandelt wurde. Am 1. Jan. 1998 wurde die keltische Kommission mit
der prähistorischen Kommission vereinigt.
Die
Kommission wurde bei ihrer Gründung mit der Aufgabe betraut,
Höhlenuntersuchungen, paläo-ethnographische Forschungen und
Ausgrabungen auf österreichischem Gebiet zu veranlassen und zu
fördern. Auch sollte sie darauf achten, dass wichtige
Fundstätten nicht in unwissenschaftlicher Weise für
Privatzwecke ausgebeutet würden. Berichte über die
Forschungsarbeiten an der Kommission finden sich für die Jahre
1879-1977 in den Almanachen der Akademie.
Veröffentlichungen sind in den Denkschriften und
den Sitzungsberichten u. in den seit 1886 von der Kommission
herausgegebenen "Mitteilungen der Prähistorischen
Kommission" (MPK) erschienen.
Zwischen 1968 und 1986 gab die Prähistorische
Kommission auch 11 "Studien zur Industrie-Archäologie"
heraus, zu denen die jeweiligen Druckakten vorliegen (1 Aktenordner).
Zitat: AÖAW, Prähistorische Kommission
Literatur: Michael Pammer: ANISA und ÖAW.
Forschungsprojekte und Öffentlichkeit, in: Historicum.
Zeitschrift für Geschichte. Sommer 2006, S. 11 f.
Lokat: 1-li/IIe
Institut für Publikumsforschung
Zeitraum: 1973-2000
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: AB (14 S.)
Beschreibung: Näheres zu Geschichte und
Forschungsarbeit am Institut für Publikumsforschung siehe in der
Einleitung zum Archivbehelf "FE-Akten, Publikumsforschung"
(BG 13). Dokumentation, Sitzungsprotokolle, Jahresberichte und
Budgetunterlagen wurden zur Gänze dort abgelegt.
Zitat: AÖAW, Institut für
Publikumsforschung
Literatur: –
Lokat: 6-li/IId
Institut für Radiumforschung
Zeitraum: 1938-1995
Umfang: 4 Kartons
Erschließung: AB
(27 S.), Bibliographie der "Mitteilungen des
Instituts für Radiumforschung"
Beschreibung: Schon im Jahre 1901 erfolgte die
Gründung der "Kommission für die Untersuchung
radioaktiver Substanzen”. Durch die großzügige
Stiftung Karl Kupelwiesers 1908 konnte die Akademie das "Institut
für Radiumforschung” aufbauen, welches 1910 eröffnet
wurde. In einer Vereinbarung zwischen Akademie, Staat und Stifter
wurde festgelegt, daß der Staat für Gehälter,
Gebäudeerhaltung und eine jährliche Dotation aufkommt und
die Akademie die vorhandenen Radiumbestände einbringt.
Zusätzlich erhielt das Institut jährliche Zuwendungen
seitens der Akademie aus dem Zinsertrag des restlichen
Stiftungskapitals. Der Vorstand des Instituts war gleichzeitig
Inhaber einer an der Universität eingerichteten, speziell der
Radiumforschung dienenden Lehrkanzel und Mitglied der Akademie
(bezüglich Forschungsaufgaben u. -ergebnisse
s. Statuten u. Dokumentation, sowie "Mitteilungen aus dem
Institut für Radiumforschung”).
1955 wurde der Name in "Institut für Radiumforschung und
Kernphysik” geändert.
Während das Radiuminstitut bis 1945 ein
Forschungsinstitut der Akademie war, das eng mit dem II.
Physikalischen Institut der Universität zusammenarbeitete, wurde
im Laufe der nächsten dreißig Jahre der
Universitätsbetrieb immer bestimmender. 1987 wurde das
Radiuminstitut daher in das "Institut für
Mittelenergiephysik” umgewandelt. Als Forschungsschwerpunkte
wurden die schon bis dahin erfolgten Kooperationen mit dem
Schweizerischen Institut für Nuklearforschung (SIN) und am ‚Low
Energy Antiproton Ring’ (LEAR) des Europäischen
Forschungszentrums CERN gewählt [s. Meister, Geschichte (1947),
S. 60, u. Tätigkeitsberichte der ÖAW ab 1986/1987].
Zitat: AÖAW, Radiumforschung
Literatur: siehe BG 11 "FE-Akten,
Radiumforschung"
Lokat: 9-re/Ic
Kommission für Raumforschung
Zeitraum: 1945-1988
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: –
Beschreibung: Die "Kommission für
Raumforschung und Wiederaufbau" wurde am 17. Mai 1946 als
gemeinsame Kommission beider Klassen eingerichtet. Im Jahre 1957 fiel
der Zusatz "und Wiederaufbau" weg. Die Agenden der
Kommission wurden bis zur Verwaltungsreform von 1972/73 durch die
zentrale Kanzlei der Akademie administriert. Bis zur Umwandlung in
das Institut für Stadt- und Regionalforschung am 18. Dez. 1988
und gleichzeitiger Zuordnung zur phil.-hist. Klasse wurden Akten über
die Kommission sowohl seitens der Kanzlei für die math.-nat.,
als auch der phil.-hist. Klasse geführt. Unter den vorliegenden
Akten ist daher für die Jahre 1973-1988 die Provenienz zu
beachten. Der Karton 1 enthält die Akten bis 1972/73, der Karton
2 die Akten 1973-1988 aus beiden Klassen.
Die
jüngeren Akten werden im AÖAW unter "Institut für
Stadt- und Regionalforschung" geführt.
Im
Nachlaß Hugo Hassinger im Archiv der Universität Wien
befinden sich umfängliche weitere Akten zur Tätigkeit der
Kommission.
Zitat: AÖAW, Raumforschung
Literatur: Petra Svatek: Die
Institutionalisierung der Raumforschung in Österreich.
Kontinuitäten und Wandlungen von der NS-Zeit bis zur Zweiten
Republik am Beispiel der Universität Wien, in: Heinrich Mäding
u. Wendelin Strubelt (Hgg.): Vom Dritten Reich zur Bundesrepublik.
Beiträge einer Tagung zur Geschichte von Raumforschung und
Raumplanung am 12. und 13. Juni 2008 in Leipzig. Hannover 2009 (=
Arbeitsmaterial der Akademie für Raumforschung und
Landesplanung. 346.) S. 226-240.
Lokat: 1-li/IVe
Regesta Imperii
Zeitraum: 1895-1969
Umfang: 2 Schachteln u. 1 Karton
Erschließung: Schachtel 1: Vorakten
betr. den Böhmerschen Regestenfonds ab 1906; Korrespondenz:
Wilhelm, Hruby, Hösl (Bayer. Akademie), Kehr, Zatschek, Srbik,
R. Schäffer; Rechnungsabschlüsse 1906-1921; Kassenbuch der
böhmerschen Regesta Imperii 1895-1914; Böhmer-Kassenbuch
zur Neubearbeitung der RI 1915-1921; Verlagsverträge,
Jahresberichte; Kommissionsberichte 1947-1969; Protokolle. Schachtel
2: Mss. u. Arbeitsunterlagen zu den Regesten der französischen
Könige 922-1060 (bearb. v. Otto Winter) [Verzeichnung Wundsam,
ca. 1980]. Karton 3: 3 Bücher mit Regesten von Fr.
Böhmer.
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Reg.Imp.
Literatur: [1] Stiftungen (1919), S.
134-138. [2] Christine Ottner: Joseph Chmel und Johann
Friedrich Böhmer. Die Anfänge der Regesta Imperii im
Spannungsfeld von Freundschaft und Wissenschaft, in: Karel Hruza –
Paul Herold (Hgg.): Wege zur Urkunde. Wege der Urkunde. Wege der
Forschung. Beiträge zur europäischen Diplomatik des
Mittelalters. Wien-Köln-Weimar 2005 (= Forschungen zur Kaiser-
und Papstgeschichte des Mittelalters. Beihefte zu J.F. Böhmer,
Regesta Imperii. 24.) S. 257-291. [2] Jan Paul Niederkorn:
Julius von Ficker und die Fortführung der Regesta Imperii vom
Tod Johann Friedrich Böhmers (1863) bis zu ihrer Übernahme
durch die Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien (1906), in:
Ebda, S. 293-302. [3] Christine Ottner: Jenes urkundliche
Material ist Quelle der Erkenntniß in allen Richtungen. Zu den
"Regesten Kaiser Friedrichs III." im Spiegel ihrer
Wissenschaftsgeschichte, in: Aph 140 (2005), S. 113-129
(ÖAW-Bibl.-Sign.: 34.783-C.Ar).
Lokat: 1-li/Ia
Reinhaltung der Luft
Zeitraum: 1962-1995
Umfang: 3 Kartons
Erschließung: Karton 1: Arbeitsplan
1962-1975, Organisation 1963-1990, Sach-Ausr 1968,
Finanzen-Dotationen 1971-1980, Arbeitsvorhaben 1977-1991,
Kommissionssitzungen 1988-1991, Akten 1991-1995, Akten 1993. Karton
2: Thermische Kraftwerke im Raum Moosbierbaum, Korrespondenz u.
Gutachten 1980, Kohlekraftwerk Bildein 1979-1981, Kohlekraftwerk
Oberbildein 1982-1983, Gutachten 1983, Vortragsunterlagen zum
Workshop "Flüchtige Kohlewasserstoffe – Volatile
Organic Compounds" am 24./25. März 1994. Karton 3:
Abschlußbericht "Flüchtige Kohlenwasserstoffe in der
Atmosphäre. Entstehung, Verhalten und Wirkungen" Dez. 1996
Beschreibung: Die Kommission für Reinhaltung
der Luft wurde bereits 1962 gegründet.
Zitat: AÖAW, Reinhaltung der Luft
Literatur: –
Lokat: 9-re/IIId
Rost-Pilze (Getreide-Rost)
Zeitraum: 1898-1901
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(2 S.)
Beschreibung: Die Kommission für das Studium
der Rostpilze wurde von der math.-nat. Klasse am 3. März 1898
eingesetzt (B 1468). Auslöser war ein Schreiben von Prof. Dr.
Jakob Eriksson vom 2. Febr. 1898, dem er 13 Sonderdrucke von seinen
Publikationen über den Getreiderost beilegte, und in dem er "den
Wunsch ausdrückte, es möchten seine in Schweden
ausgeführten Untersuchungen in einem südlicheren Lande,
z.B. in Oesterreich, geprüft und weiterverfolgt werden"
(aus dem Kommissionsbericht v. 15. März 1898). Eine entsprechend
einberufene Kommission beauftragte Hugo Zukal (1845-1900), Lehrer an
der k.k. Staats-Lehrerinnenbildungsanstalt,
mit den notwendigen Untersuchungen. Die Kommission sah – umso
mehr nach dem Tode Zukals – ihre Aufgabe mit der Publikation
des Artikels von Zukal, als erfüllt an und wurde mit Beschluß
der Klasse vom 1. März 1900 (B 1524) aufgelöst.
Zitat: AÖAW, Rost-Pilze
Literatur: Hugo Zukal: Untersuchungen über
die Rostpilzerkrankheiten des Getreides in Österreich-Ungarn (I.
Reihe), in: Smn I 108 (1899), S. 543-562.
Lokat: 1-li/Ie
Savigny-Kommission
Zeitraum: 1862-1969
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: AB
(42 S.)
Beschreibung: Die Savigny-Kommission wurde am 13.
Jan. 1864 von der phil.-hist. Klasse der Akademie eingesetzt. Die
Kommission erhielt ihre Geldmittel aus den Zinsen der
Savigny-Stiftung in Berlin abwechselnd mit den Akademien in München
und Berlin. Die Stiftung war 1861 zum Gedenken an Friedrich Carl von
Savigny (1779-1861) gegründet worden, um wissenschaftliche
Arbeiten auf dem Gebiet des Rechts der verschiedenen Nationen zu
fördern, die das römische Recht, die verschiedenen
germanischen Rechte und auch deren Verhältnis zueinander
behandeln.
Mit
1. Jan. 1995 wurde die Savigny-Kommission mit der Vereinigten
Weistümer- u. Urbar-Kommission zur "Kommission für
Rechtsgeschichte Österreichs" zusammengelegt.
Zitat: AÖAW, Savigny-Kommission
Literatur: [1] Stiftungen (1919), S.
96-104 (Statut). [2] Meister, Geschichte (1947), S. 313 f.
(Obleute u. Veröffentlichungen). [3] Meister, Geschichte
(1947), S. 346 f. (allg. Informationen zur Kommission). [4]
Hans Lentze: Die Schwabenspiegelausgabe der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften u. der Monumenta Germaniae Historica, in:
Aph 92 (1955), S. 394-404.
Lokat: 1-li/IIIb
Schmerzforschung
Zeitraum: 1979-2000
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB (18 S.)
Beschreibung: Der Antrag auf Gründung einer
Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die
sich mit der Schmerzforschung beschäftigt, wurde 1979 vom
Vorstand des Institutes für experimentelle und klinische
Pharmakologie der Universität Graz, Univ. Prof. Dr. Fred Lembeck
und vom Vorstand der Klinik für Anästhesie und allgemeine
Intensivmedizin der Universität Wien, Prof. Dr. Dr. h.c. mult.
Otto Mayrhofer gestellt. Am 11. Okt. 1979
wurde die Gründung der Kommission beschlossen, die am 30. April
1987 in "Kommission für Schmerzforschung und klinische
Anästhesieforschung" umbenannt. Die intensive
Forschungstätigkeit dieser Kommission fand stets im
internationalen Kontext, sei es in medizinischen Fachzeitschriften
oder bei Kongressen, statt. Die Ergebnisse wurden in Publikationen
und Jahresberichten dargelegt. Per 31. Dez. 1992 wurde die Kommission
aufgelöst, allerdings blieb ein "Sonderkonto
Schmerzforschung" bestehen, von dem Geld für Werkverträge
für junge Wissenschaftler und andere finanzielle Unterstützungen
für die Arbeitsgruppe, die nach dem Auflösen der
Akademie-Kommission weiter bestehen blieb, bezogen werden konnten.
Der
vorliegende Bestand enthält u.a. Werkverträge,
Jahresberichte, Korrespondenzen zwischen den Wissenschaftlern und der
Akademie und Publikationen, etwa aus medizinischen Fachzeitschriften,
zum Thema Schmerzforschung, aber auch zu dem damals aktuellen Thema
der Autonom-Werdung der Medizinischen Fakultäten, sowie zum
Thema der Zugangsbeschränkungen zum Medizinstudium.
Zitat: AÖAW, Schmerzforschung
Lokat: 1-li/IVd
Schrift- und Buchwesen des Mittelalters
Zeitraum: 1906-1973
Umfang: ½ Schachtel
Erschließung: Rezensionen zum
Handschriftenkatalog Unterkircher, Protokolle, div.
Akademie-Publikationen, Kalkulationen, Werks- bzw. Dienstvertrag
Gerlinde Stiasny, Mittelalterliche Bibliothekskataloge, Unterlagen zu
Heilig [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Schrift- u. Buchwesen
Lokat: 1-li/Ic
Sprachen-Kommission
Zeitraum: 1896-1951
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(18 S.)
Beschreibung: Am 3. Febr. 1897 setzte die Wiener
Akademie die "Kommission zur Erforschung amerikanischer,
asiatischer und afrikanischer Sprachen" ein, die mehrmals
umbenannt wurde: Im Jahre 1910 erhielt sie den Namen "Kommission
zur Erforschung von illiteraten Sprachen außereuropäischer
Völker" und am 2. März 1938, nach der Zusammenlegung
mit der "Kommission zur Herausgabe der in den
Kriegsgefangenenlagern aufgenommenen Gesänge", die
Bezeichnung "Kommission für die Erforschung primitiver
Kulturen und Sprachen". Am 22. Nov. 1961 wurde die Kommission in
"Ethnologische Kommission" umbenannt, die am 1. Jan. 1993
mit der "Arabischen Kommission" vereinigt wurde.
Die
Unternehmungen der Sprachenkommission, die unter der Leitung der
Obmänner Leo Reinisch (1901) und Hermann Junker (1923) stand,
waren vor allem durch von der Akademie subventionierte
Forschungsreisen in das außereuropäische Ausland zum Zweck
sprachwissenschaftlicher Studien gekennzeichnet. Zudem wurden
Einheimische aus den bereisten Ländern nach Wien eingeladen, um
hier die Arbeiten der Wissenschaftler zu unterstützen. Die
Ergebnisse der Forschungen wurden in den Schriften der
Sprachenkommission festgehalten, von denen zwischen 1909 und 1932
neun Bände erschienen (ÖAW-Bibl.-Sign. 300.078).
Der Bestand enthält u.a. Sitzungsprotokolle,
allgemeine Akten zu den Forschungsprojekten und -reisen,
Korrespondenzen, Buchsendungslisten und Akten zum Tigrai-Wörterbuch.
Zitat: AÖAW, Sprachen-Kommission
Literatur: [1] Meister, Geschichte (1947),
S. 319. [2] Dokumentation, Bd 3, S. 127.
Lokat: 1-li/IIIc
Institut für Stadt- und Regionalforschung
Zeitraum: 1988-
Umfang: –
Erschließung: –
Beschreibung: Von diesem Institut wurden bislang
keine Akten von der phil.-hist. Klasse an das AÖAW übergeben.
Die älteren Akten bis 1988 werden als "Kommission für
Raumforschung" geführt.
Zitat: AÖAW, Stadt- u. Regionalforschung
Lokat: –
Sternwarte-Kommission
Zeitraum: ??
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Protokolle; Gutachten;
Berichte über Beobachtungen; Erhebungen über die Begründung
einer Sternwarte in der Steiermark oder in Kärnten – führt
zur Entwicklung der Beobachtungsstation "Kanzelhöhe".
Vgl. Sonnblick [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Sternwarte-Kommission
Lokat: 1-li/IIIc
Südarabische Kommission
Zeitraum: 1898-1943
Umfang: 2 Schachteln
Erschließung: Schachtel 1 und 2: 1. Mappe
1898/99: Korrespondenzen ab 1899 (Kossmat, Graf Landberg, David H.
Müller, C.W. Bury, Simony, Czelechowsky (Advokat), Wettstein),
Memorandum etc. aus Aden (Landberg gg. Müller), 2. Mappe:
Korrespondenzen, gedruckter Bericht, gedrucktes Memorandum, Bericht
Landbergs, Müllers 1898. Korrespondenz Bury (1900/02), div.
Schriftstücke (1899/1900), Ausrüstung (1899/1900),
Rosengreen, Beobachtungen, Reduktionstafel der Ablesungen,
Meteorologisches Journal des Kapitäns Rosengreen 1898/99,
Sitzungsprotokolle der Kommission 1898-1917, div. Berichte zur
südarabischen Expedition 1899-1901 (z.B. ärztlicher Bericht
über die Expedition), Korrespondenzen deutsches Konsulat in
Aden, Korrespondenzen der südarabischen Kommission 1913-1943
(z.B. Rhodokanakis, Alois Glaser), Korrespondenzen 1899-1913 (D.H.
Müller, Rhodokanakis, Schlosser) [Verzeichnung Wundsam, ca.
1980].
Beschreibung: –
Die Südarabische Kommission wurde auf Beschluß
der phil.-hist. Klasse v. 4. März 1920 mit der Nordarabischen
Kommission zur "Vereinigten Nord- und Südarabischen
Kommission" zusammengelegt, die bis zur Gründung der
Arabischen Kommission im Jahre 1945 bestand. Die Akten der
"Vereinigten Nord- und Südarabischen Kommission"
befinden sich bei jenen der Südarabischen Kommission.
Zitat: AÖAW, Südarabische Kommission
Literatur: Dokumentation, Bd 3, S. 127.
Lokat: 1-li/Ic
Tages- und Winkelteilung
Zeitraum: ??
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Obmann der Kommission ist
Boltzmann. Es geht darum, die Neugradeinteilung zu diskutieren (1896
Kongreß in Budapest) [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Tages- u. Winkelteilung
Lokat: 1-li/IIIc
Technikfolgen-Abschätzung
Zeitraum:
Umfang:
Erschließung:
Beschreibung: Am 6. Nov. 1987 setzte die
math.-nat. Klasse eine "Kommission für Technikbewertung"
ein, die bereits in der nächsten Klassensitzung in eine
Forschungsstelle umgewandelt wurde. Mit 1. Jan. 1994 wurde diese in
ein "Institut für Technikfolgen-Abschätzung" der
Gesamtakademie umgewandelt.
Zitat:
Literatur: [1] Die Forschungsstelle [für
Technikbewertung] stellt sich vor. Wien 1992.
Lokat:
Technische Akademie
Zeitraum: 1923 ff.
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Akten und Vorschläge für
den Plan einer Technischen Klasse der Akademie der Wissenschaften
(Bemühungen der Techniker um Anerkennung) [Verzeichnung Wundsam,
ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Technische Akademie
Lokat: 1-li/IIIc
Technische Kommission
Zeitraum: ??
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: "Ständige
Kommission für Angelegenheiten der Technik" 1929.
Einmessung des Stephansturmes 1955, Skizzen, technische Pläne;
Überlegungen zur Gründung eines Instituts für
Technikgeschichte in Wien (1950 Ausschuß); Verein zur Förderung
des Technischen Museums (Forschungsinstitut um 1930, Arbeitsausschuß,
Technik-Geschichte,
Projekt des Ministeriums 1929-1950, zusammen mit der "Technischen
Kommission" abgelegt [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Technische Kommission
Lokat: 1-li/IIIc
Griechischer Thesaurus
Zeitraum: 1913 ff.
Umfang: 1/3 Schachtel
Erschließung: Protokolle und Akten
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Griechischer Thesaurus
Lokat: 1-li/IIIc
Thesaurus Linguae Latinae
Zeitraum: 1897 ff.
Umfang: 2 1/3 Schachteln
Erschließung: Korrespondenz: Lommatzsch,
Bücheler, Wölflin, Hauler, Gomperz; gedruckte
Kommissionberichte (über Münchner Konferenz), Plan zur
Begründung des Thesaurus Linguae Latinae; Separata;
Verlagsvertrag; Berichte; Aufstellungen; Personalia 1949 ff.
Personalakte; interessante Korrespondenz [Verzeichnung Wundsam, ca.
1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, TLL
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIc
Thesaurus
Palaeogermanicus, s. Altgermanistik
Tunnel-Kommission
Zeitraum: 1900-1912, 1915
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(13 S.)
Beschreibung: In der Sitzung der math.-nat. Klasse vom
15. März 1900 lenkte w.M. Becke "die Aufmerksamkeit der
kaiserlichen Akademie auf die bei der bevorstehenden Herstellung der
Tauernbahn beabsichtigte Durchbohrung der
Tauernkette zwischen Böckstein und Mallnitz, welche eine in
gleicher Weise nur selten zu Gebote stehende Gelegenheit ergiebt,
eine Reihe wichtiger geologischer und petrographischer Beobachtungen
anzustellen." Sein Antrag, u.a. eine entsprechende Kommission
einzusetzen, wurde von der Klasse angenommen. Zu einer tatsächlichen
Konstituierung kam es jedoch erst in der Klassensitzung am 13. Juli
1901, als Becke, Tschermak, Mojsisovics, Hann und Franz Exner in
diese Kommission berufen wurden. Im Jahre 1905 wurde der Name der
Kommission von "Kommission zur Vornahme wissenschaftlicher
Untersuchungen beim Baue des Tauernbahn-Tunnels" in "…
der Alpentunnel" modifiziert; faktisch hatte sich die Tätigkeit
der Kommission schon spätestens seit 1902 auch auf die gerade in
Bau befindlichen Bosruck- und Wocheiner-Tunnel ausgedehnt (alle 1906
fertiggestellt). Es wurden Temperaturmessungen von Gestein und
verschiedene geologische Beobachtungen durchgeführt. Auch Fragen
der Schweremessung sollten bearbeitet werden und sogar die
prähistorische Kommission ersuchte um Aufmerksamkeit bei den
Bauarbeiten hinsichtlich möglichen prähistorischen
Fundmaterials.
In den Jahren 1902 bis 1911 wurden eine Vielzahl von
Berichten in den Dmn, Smn, Amn und im Almanach veröffentlicht.
Die Kommission wurde bis zum Jahre 1924 in den
Almanachen geführt.
Akten
der Tunnel-Kommission für die Jahre 1909-1913 befinden sich auch
unter jenen der Schweremessung (BG 08)!
Zitat: AÖAW, Tunnel-Kommission
Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 149 u.
297.
Lokat: 1-li/IIIc
Urbar-Kommission
Zeitraum: 1903-1977
Umfang: 2 1/3 Schachteln und 2 Aktenordner
(unsichere Provenienz)
Erschließung: 2 1/3 Schachteln: 1 Buch
Urbarien-Verzeichnis. Zeitraum 1903-1907. Hs. Verzeichnisse einzelner
Urbare, geordnet nach Gerichtssprengeln (Landes-, Kreis- und
Bezirksgerichte), nach Statthaltereien und einzelnen Ministerien
(Innenministerium, Finanzministerium, Ministerium für Cultus und
Unterricht, Ackerbauministerium), des weiteren nach
Landesausschüssen, Magistraten, geistlichen Behörden
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980]. 2 Aktenordner: Arbeitsunterlagen
Brixener Domkapitel, 3 kleine Schachteln Photos u. 2 Päckchen
Zettelkataloge zu Urbare Brixener Domkapitel, 1 Mappe
Arbeitsunterlagen zu verschiedenen (oö) Urbaren, 1 Konv.
Fresacher /Urbar St. Paul, 1 Abschrift v.
Wittmann (AZ No. 104/1853): Predia ducis Austrie in valle Anesi
p(ro)ut Enspruch [Verzeichnung Reiter, ca.
1996].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Urbar-Kommission
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIc-d und 1-re/IVb
Vereinigte Nord- und Südarabische Kommission
Beschreibung: Die Vereinigte Nord- und
Südarabischen Kommission wurde auf Beschluß der
phil.-hist. Klasse v. 4. März 1920 durch den Zusammenschluß
der Nordarabischen Kommission und der Südarabischen Kommission
geschaffen. Sie bestand bis zur Gründung der Arabischen
Kommission im Jahre 1945. Die Akten der "Vereinigten Nord- und
Südarabischen Kommission" befinden sich bei jenen der
Südarabischen Kommission (BG 02.06).
Vivarium, s. Biologische Versuchsanstalt
Volkskunde
Zeitraum: 1970-1982
Umfang: 1 Aktenordner
Erschließung: –
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Volkskunde
Literatur: –
Lokat: 6-li/IVb
Kommission für den Volkskundeatlas
Zeitraum: 1953-1983
Umfang: 1 Karton u. 1 Konv. ungeordneter Akten
Erschließung: AB (25 S.)
Beschreibung: Im Jahre 1953
wurde in Linz die "Kommission für den Volkskundeatlas"
gegründet, der die Zentralstelle in Linz und die
Landesorganisationen in den einzelnen Bundesländern
unterstanden. Die Aufgabe der Kommission war die Herausgabe eines
"Atlasses der österreichischen Volkskunde", der das
österreichische Volkstum in seiner besonderen Wesensart mit den
Mitteln der modernen Kartographie darstellen sollte. Das Protektorat
übernahmen die ÖAW und der Landesstatthalter in Vorarlberg.
1955 wurde aus rechtlichen Gründen in Linz die "Gesellschaft
für den Volkskundeatlas in Österreich" gegründet,
in deren Kuratorium die Akademie 2 Mitglieder entsandte. Am 13. Juni
1956 setzte die ÖAW in Wien eine eigene wissenschaftliche
Kommission für das Unternehmen ein. Im Jahre 1959 erfolgte die
Abfassung neuer Satzungen und einer Geschäftsordnung der
Gesellschaft, die insbesondere die Zusammenarbeit der Kommission mit
den Dienststellen der Gesellschaft (Sekretariat und kartographische
Dienststelle) regelte. 1961 wurde der Sitz der Gesellschaft nach Wien
in das Hauptgebäude der ÖAW verlegt, 1964 in das Institut
für Volkskunde der Universität Wien. Im Jahre 1972
übersiedelt die Gesellschaft in Räumlichkeiten der ÖAW
am Fleischmarkt 22. Die Kommission wurde nach Abschluss der Arbeiten
am Atlas 1981 aufgelöst.
Die Finanzierung des Volkskundeatlas erfolgte durch
Zuwendungen der Ministerien, Landesregierungen,
Landwirtschaftskammern und einzelner Wirtschaftsunternehmen.
Zitat: AÖAW, Volkskundeatlas
Literatur:
Lokat: 1-li/IIId und 1-li/VIIa
Weistümer-Kommission
Zeitraum: 1863-1985
Umfang: 3 1/3 Schachteln, 1 Buch, 3 Aktenordner
u. 2 Schachteln m. unsicherer Provenienz
Erschließung: Schachtel 1:
1863-1869. Briefe, Akten, Protokolle, Berichte, Abschriften von
Weistümern. Schachtel 2: 1870-1891. Akten und
Korrespondenzen (Erben, Richter). Schachtel 3: 1892-1913.
Bericht, Notizbücher, Aufzeichnungen Winters. Schachtel 4:
1914-1960. Protokolle, Akten, Jahresablage 1919-1960. Protokollbuch
1863 ff. [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980]. 3 Aktenordner Weistümer
(u. Urbar)-Kommission betreffend, Akten, Korrespondenz, Budget
1924-1985. Geordnet nach Bundesländern. Korrespondenz Nößlböck.
Stelzmüller 1936-1945. Amtsvermerke, Editionsgrundsätze,
Listen, Korrespondenz [Verzeichnung Reiter, ca. 1996]. Seither kamen
2 Schachteln m. Abschriften aus Tirol/Südtirol dazu.
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Weistümer-Kommission
Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 313.
Lokat: 1-li/IIId und 1-re/IIIb
Station Wilhelminenberg
Zeitraum: 1946-1981
Umfang: 1/3 Schachtel u. ein bißchen
Erschließung: Akten, Urteil über die
Lage und die Leistungen der Station, Eingaben, Korrespondenzen
(teilweise ausländisch), betreffend die "Station für
vergl. Verhaltensforschung Wien-Wilhelminenberg [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Wilhelminenberg
Literatur:
Lokat: 1-li/IIIc
Kommission für Wirtschafts-, Sozial- und
Stadtgeschichte
Zeitraum: 1962-1970
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: "Kommission für das
österr. Städte- und Märktebuch". Akten,
Protokolle, Werkverträge, Personalia [Verzeichnung Wundsam, ca.
1980]. Die jüngeren Akten werden noch immer von der phil.-hist.
Klasse benötigt (Auskunft Triska v. 30. Jan. 2007).
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Wirtschaftsgeschichte
Literatur:
Lokat: 1-li/IIId
Bayerisch-Österreichisches Wörterbuch
Zeitraum: 1911-1992
Umfang: 5 Kartons
Erschließung: Karton 1-2:
Kommissionsakten (Korrespondenzen, Protokolle, Zusammensetzung etc.).
Karton 3: Kommissionsakten 1957-1970, Protokolle 1949-1970,
Korrespondenzen 1957-1970, Berichte 1946-1970. Karton 4:
Kommissionsakten 1962-1992. Karton 5: Druckakten zu den
Wörterbuch-Lieferungen 5-22 (1967-1984) und zu den Studien 6 u.
7 (1971-1975) sowie abgelehnte Mss.
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Bay.-Österr. Wörterbuch
Literatur: Ingo Reiffenstein: Die Geschichte des
"Wörterbuches der bairischen Mundarten in Österreich"
(WBÖ). Wörter und Sachen im Lichte der Kulturgeschichte,
in: Isolde Hausner, Peter Wiesinger u. Katharina Korecky-Kröll
(Hgg.): Deutsche Wortforschung als
Kulturgeschichte. Beiträge des Internationalen Symposiums aus
Anlass des 90-jährigen
Bestandes der Wörterbuchkanzlei der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften. Wien, 25-27. September 2003. Wien 2005
(= Sph. 720.), S. 1-13.
Lokat: 1-li/VIb
Zentralanstalt für Meteorologie
Zeitraum: ??
Umfang:
¼ Schachtel
Erschließung: Akten über die
Begründung der Zentralstalt für Meteorologie; Akten und
Protokolle 1852 u. 1863 [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Meteorologie
Literatur: [1] Feierliche Sitzung der
Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften aus Anlass des 50jährigen
Bestandes der k.k. Central-Anstalt für Meteorologie und
Erdmagnetismus in Wien am 26. October 1901, in: Alm 52 (1902), S.
363-394. [2] Festakt der Hundertjahrfeier der Zentralanstalt
für Meteorologie und Geodynamik in Wien am 27. September 1951,
in: Alm 101 (1951), S. 455-490. [3] Christa Hammerl: Die
Geschichte der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
1851-2001, in: Christa Hammerl, Wolfgang Lenhardt, Reinhold
Steinacker u. Peter Steinhauser (Hgg.): Die Zentralanstalt für
Meteorologie und Geodynamik 1851-2001. 150 Jahre Meteorologie und
Geophysik in Österreich. Graz 2001
(ÖAW-Bibl.-Sign.: 29.584-C), S. 17-290.
Lokat: 1-li/IIc
Bestandsgruppe 02.07 "Ohne eigenen
Forschungsauftrag"
Abnahme der Wassermenge
Zeitraum: 1873-1883
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(6 S.)
Beschreibung: Gustav Ritter von Wex verfaßte
im Jahre 1873 eine Abhandlung über die Wasserabnahme in den
Quellen, Flüssen und Strömen, bei gleichzeitiger Steigerung
der Hochwässer in den Kulturländern. In der Folge richtete
die Akademie eine eigene Kommission zu diesem Thema an. Die
Abhandlung von Wex wurde an verschiedene ausländische
hydrographische Institutionen versandt, von denen daraufhin einige
selbst Forschungen in dieser Richtung aufnahmen und in Korrespondenz
mit der Akademie traten. Bei Gustav Wex’ zweiter Abhandlung zu
demselben Thema 1879 fühlte sich die math.-nat.-Klasse nicht
mehr in der Lage, diese durch eine eigene Kommission eingehend prüfen
zu lassen, versandte jedoch wieder viele Exemplare an ausländische
Institute.
Zitat: AÖAW, Abnahme der Wassermenge
Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 93f. u.
292.
Lokat: 1-li/IIId
Abraham a Sancta Clara
Zeitraum: 1936-1951
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: StV
(4 S.)
Beschreibung: Es handelt sich um Akten bezüglich
der Werkausgabe "aus dem handschriftlichen Nachlaß"
Abraham à Sancta Claras durch Karl Bertsche, die mit
finanzieller Unterstützung der Akademie zwischen 1943 und 1945
in 3 Bänden erschien. Signatur in der Bibliothek der ÖAW:
Akad. 59-C. Die Anlage des StV erfolgte durch Dr. Wundsam, ca. 1980.
Zitat: AÖAW, Abraham a Sancta Clara
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIId
Acta et Diplomata
Zeitraum: 1857-1899
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Miklosich – Müller
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Acta et Diplomata
Literatur:
Lokat: 1-li/IIId
Alemannisches Institut
Zeitraum: 1976-1977
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: –
Beschreibung: Ein "Alemannische Institut"
(oder eine "Alemannische Akademie") wurde von der
Österreichischen Rektorenkonferenz initiiert, die im Herbst 1976
in Bregenz tagte und sich mit der Frage nach der Errichtung einer
hochschulischen Einrichtung in Vorarlberg beschäftigte. Im
Hinblick auf die Frage der rechtlichen und/oder organisatorischen
Einbeziehung der ÖAW in diese Institution ist es zu
diesbezüglichen Korrespondenzen und Sitzungen gekommen, die
seitens der ÖAW durch GS Schmetterer bzw. Sekr. Mayrhofer sowie
seitens der Proponenten durch k.M. Eugen Thurnher und Prof. Elmar
Vonbank geführt wurden.
Die
Akten aus dem Jahre 1976 entstammen dem Generalsekretariat, jene aus
dem Jahre 1977 dem der phil.-hist. Klasse.
Zitat: AÖAW, Alemannisches Institut
Literatur:
Lokat: 6-li/IIIc
Arbeitsbesprechungen der Präsidenten
Zeitraum: 1956-1970
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB
(8 S.)
Beschreibung: Seit dem
Jahre 1956 trafen sich die Präsidenten der westdeutschen
(Heidelberg, Göttingen, München) und der ostdeutschen
(Berlin, Leipzig) Akademien der Wissenschaften sowie der
österreichischen Akademie zu sogenannten Arbeitsbesprechungen.
In den kommenden Jahren wurde auch Mainz und später Halle
hinzugezogen. Eine Durchsicht der Akten vermittelt einen Eindruck von
der großen Bedeutung, die der Präsident der ÖAW
Richard Meister für den Zusammenhalt dieser Arbeitsbesprechungen
gehabt hat. Mit seinem Ausscheiden als Präsident der ÖAW
verringerte sich auch die Beteiligung Österreichs an den
Arbeitsbesprechungen; aus der "Arbeitsgemeinschaft der
westdeutschen Akademien der Wissenschaften" wurde die "Konferenz
der Akademien der Wissenschaften in der BRD", die im Jahr 1970
sogar in Wien tagte, wozu der Präsident der ÖAW nur noch
als Gast geladen war. Die weitgehende Separation von West- und
Ostdeutschland auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Kooperation
hatte auch die ‚Ausgliederung’ Österreichs als
verbindendes Element aus diesen Arbeitsbesprechungen zur Folge.
Zitat: AÖAW, Arbeitsbesprechungen der
Präsidenten
Literatur: Jürgen Kocka (Hg.): Die Berliner
Akademien der Wissenschaften im geteilten Deutschland 1945-1990.
Berlin 2002 (= Interdisziplinäre Arbeitsgruppen.
Forschungsberichte. 9.) (ÖAW-Bibl.-Sign.: 100.630/9).
Lokat: 2-li/Vc
Beulenpest, s. Pest-Comité
Böhmisch Brod
Zeitraum: 1875/76
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(5 S.)
Beschreibung: In der Sitzung der math.-nat.
Klasse vom 25. Febr. 1875 stellte Eduard Suess den Antrag auf Bildung
einer Kommission, "welche darüber zu berathen und Bericht
zu erstatten hätte, ob es zweckmäßig sei, dass im
Bohrloche zu Böhmisch Brod geothermische Untersuchungen
angestellt werden" (B 812). In die Kommission berief der
Präsident die w.M. Jelinek, Stefan, Suess und den GS Schrötter,
der später durch w.M. Lang ersetzt wurde. Technische
Unterstützung erhielt die Kommission durch Hermann Schmidtmann
von der Diamant-Felsbohr-Unternehmung mit Central-Bureau in Leipzig
und dessen Ingenieur vor Ort Hugo Lubisch. Am 5. Juli 1875
beauftragte die Kommission den Professor an der Prager k. k.
deutschen technischen Hochschule Adalbert v. Waltenhofen mit der
Durchführung der Temperaturmessungen an dem Bohrloch. Bereits
wenige Tage später ereignete sich jedoch ein Zwischenfall in
Böhmisch Brod: Die unfachgemäße Herausnahme von
Ausfütterungsröhren bewirkte, dass ein beträchtlicher
Teil des Bohrloches von Gestängen versperrt wurde, die trotz
andauernder Bemühungen nicht entfernt werden konnten. Die
Anschaffung von Gerätschaften zur Durchführung der
Messungen wurde zwar noch einige Zeit weitergeführt, doch am 11.
Juli 1876 kündigte von Waltenhofen schließlich die
Rückgabe der "gütigst zur Verfügung gestellten
Briefe und Drucksachen, so wie auch Instrumente" (No. 662/1876)
an, womit das Unternehmen als gescheitert angesehen werden muß.
Zitat: AÖAW, Böhmisch Brod
Literatur: Meister, Geschichte (1947), S. 94 u.
292.
Lokat: 1-li/IIId
Brasilien-Expedition
Zeitraum: 1900-1904
Umfang: ¾ Schachtel
Erschließung: Zeitungsausschnitte zur
Expedition, Briefe Steindachners, Berichte Steindachners in Briefform
an den Präsidenten der Akademie; Berichte [Verzeichnung Wundsam,
ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Brasilien-Expedition
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIe
Challenger-Report
Zeitraum: 1885-1895
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(2 S.)
Beschreibung: Über dem
Begriff "Challenger" wurden zeitgenössisch jener
Begleitschreiben des Ministeriums für Cultus und Unterricht
resp. des Ministeriums des Äußern abgelegt, mit denen die
Akademie die Bände über die Challenger-Expedition
erhielten: Report on the scientific results of the voyage of H.M.S.
Challenger, during the years 1872-1876. Im Rahmen der Aufbereitung
der Ergebnisse der Reise wurden zahlreiche Bände publiziert, die
der Wiener Akademie in aller Regel über das Ministerium des
Äußern zugestellt wurden. Insgesamt
erschienen 2 Bände Narrative of the Cruise, 2 Bände Physics
and Chemistry, 1 Band Deep-Sea Deposits, 2 Bände Botany, 32
Bände Zoology und 2 Bände Summary of scientific results.
Mit Ausnahme des seither in Verlust geratenen Bandes 27 der
Zoologie befinden sie sich heute unter der Signatur "1720-D"
im Bestand der Bibliothek der ÖAW.
Zitat: AÖAW, Challenger-Report
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIe
Duxer Wasserstand
Zeitraum: 1879
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Prioritätenstreit; Die
Gezeiten der Quellen [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Literatur:
Zitat: AÖAW, Duxer Wasserstand
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIe
Eistabellen
Zeitraum: 1850-1892
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Übersichtstabellen über
die Eisbildung an der Donau und an der March [Verzeichnung Wundsam,
ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Eistabellen
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIe
Elisabeth, Kaiserin, s. Kassette der Kaiserin
Elisabeth
Forschungen und Fortschritte
Zeitraum: ?
Umfang: ¾ Schachtel
Erschließung: Korrespondenzblatt der
deutschen Wissenschaft und Technik. Auswahl der österreichischen
Beiträge und die dazugehörige Korrespondenz, z.B. Fahnen
über "Max Plancks Religiosität" [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Forschungen u. Fortschritte
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIe
Forschungsrat
Zeitraum: 1948-1967
Umfang: 2 ¼ Schachteln
Erschließung: Schachtel 1: Vorakten und
Akten. Schachtel 2 u. 3: Geschäftsordnungen, Subventionen,
Korrespondenz, Satzungen, Protokolle, Projekte [Verzeichnung Wundsam,
ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Forschungsrat
Literatur: Rupert Pichler, Michael Stampfer u.
Reinhold Hofer: Forschung, Geld und Politik. Die staatliche
Forschungsförderung in Österreich 1945-2005.
Innsbruck-Wien-Bozen 2007 (= Innovationsmuster in der
österreichischen Wirtschaftsgeschichte. 3.) (ÖAW-Bibl.-Sign.:
36.586-B.Ar).
Lokat: 1-li/IIIe
Fuchs-Reise
Zeitraum: 1873-1878
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(7 S.)
Beschreibung: Theodor Fuchs (1842-1925),
seinerzeit Kustos am k.k. Mineralogischen Hof-Kabinett, wurde im
Jahre 1873 von der k.k. Akademie der Wissenschaften auf Vorschlag
Edurard Suess’ damit beauftragt, Untersuchungen über die
geologischen Veränderungen seit der Tertiärzeit im
östlichen Mittelmeerraum durchzuführen.
Fuchs trat im April 1874 zum ersten Mal, zusammen mit
seinem Assistenten, dem Lehramtskandidaten Alexander Bittner, eine
solche Forschungsreise in das Gebiet des östlichen Mittelmeeres
an. Genau ein Jahr später, im April 1875, setzte Fuchs seine
geologischen Forschungen auf einer Reise nach Griechenland und
Konstantinopel fort, und zwar wiederum mit Bittner als Assistenten.
Im Jahre 1876 schließlich reiste Fuchs nach Ägypten, um
dort seine Untersuchungen fortzuführen. Diesmal begleitete ihn
phil. stud. J. Karlin.
Zitat: AÖAW, Fuchs-Reise
Literatur: [1] Theodor Fuchs: Über
das Alter der Tertiärbildungen von Malta, in: Smn I 70, S. 92.
[2] Theodor Fuchs: Über das Auftreten von Miozänschichten
vom Charakter der sarmatischen Stufe bei Syrakus, in: Smn I 70, S.
106-109. [3] Theodor Fuchs: Über die Pliozänbildungen
von Tarent, in: Smn I 70, S. 193-197. [4] Theodor Fuchs u.
Alexander Bittner: Die Pliozänbildungen von Syrakus und Lentini,
in: Smn I 71, S. 179-188. [5] Theodor Fuchs: Über die
Gliederung der Tertiärbildungen am Nordabhange der Apenninen von
Ancona bis Bologna, in: Smn I 71, S. 163-178. [6] Theodor
Fuchs: Studien über das Alter der jüngeren Tertiärbildungen
Griechenlands, in: Smn I 73, S. 75-88. [7] Theodor Fuchs:
Studien über das Alter der jüngeren Tertiärbildungen
Griechenlands, in: Dmn II 37, S. 1-42. [8] Theodor Fuchs: Über
den sogenannten Badner Tegel auf Malta, in: Smn I 73, S. 67-74. [9]
Theodor Fuchs: Über die in Verbindung mit Flyschgesteinen in
grünen Schiefern vorkommenden Serpentine von Kumi auf Euboea,
in: Smn I 73, S. 338-342. [10] Theodor Fuchs: Über den
geologischen Bau der Landenge von Suez, in: Dmn II 38, S. 25-42. [11]
Theodor Fuchs: Über die Pliozänbildungen von Zante und
Korfu, in: Smn I 75, S. 309-320.
Lokat: 1-li/IIIe
Geobotanisches Institut
Zeitraum: ?
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Akten über die
Angliederung des Geobotanischen Instituts Erwin Aichingers an die ÖAW
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Geobotanisches Institut
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIe
Geographische Namen
Zeitraum: ?
Umfang: 2 Schachteln
Erschließung: Akademiekommission "Ständiger
Ausschuß für geographische Namen". Materialien,
Korrespondenzen [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Geographische Namen
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIf
Geologische Reichsanstalt
Zeitraum: 1858-1861
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV (2 S.) mit Abschriften
von 11 der 24 Aktenstücke, als "Provisorische Aufnahme
1988" zusammengestellt von Karl Kadletz.
Beschreibung: Der Bestand enthält 24
Aktenstücken, d.h. Korrespondenzen, Beratungsprotokollen sowie
eine Gutachten und drei Sonderdrucke, die jeweils die dekretierte,
aber nicht realisierte Vereinigung der Geologischen Reichsanstalt mit
der Akademie der Wissenschaften zum Thema haben.
Die Akten sind nicht chronologisch geordnet, sondern
befinden sich nach wie vor in jener Reihung, die Kadletz 1988
vorfand.
Zitat: AÖAW, Geologische Reichsanstalt
Literatur: Karl Kadletz: Die geologische
Reichsanstalt im Schicksaljahr 1860. Diss. Univ. Wien 2003, 307 S.
Lokat: 1-li/Ie
Österreichische Geschichtsvereine
Zeitraum: ?
Umfang: 1/3 Schachtel
Erschließung: Gründungsakten; betrifft
den Historikerverein; wurde aus dem Bestand "Internationaler
Historikerverband" ausgegliedert; Akten; Korrespondenzen; die
Akten stehen offenbar teilweise in Verbindung mit der 200-Jahrfeier
des Österr. Staatsarchivs; 1949 1. österr. Archivtag
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Österr. Geschichtsvereine
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIg
Griechenlandreise
Zeitraum: (1964)
Umfang: 4 Schachteln
Erschließung: Zeit 20.9.1964 –
3.10.1964. Und andere Kreuzfahrten [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Griechenlandreise
Literatur: Alm 114 (1964), S. 415-417
Lokat: 1-li/IIIf
Grönland-Expedition
Zeitraum: 1957-1968
Umfang: ½ Schachtel
Erschließung: EGG = "Internationale
glaziologische Grönlandexpedition". Akten: Expeditionsakten
1957-1960; Österreich wurde aufgefordert, teilzunehmen;
Österreich hat hierauf teilgenommen. Wurde durch andere
wissenschaftliche Unternehmungen fortgesetzt; genauer Zeitplan im
Akt; Akten über die Expedition hinaus bis 1968 reichend
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Grönland-Expedition
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIf
Hahn-Reise
Zeitraum: ?
Umfang: ½ Schachtel
Erschließung: Briefe Hahn, Kiepert
(Berlin); griechische Inschriftenabschriften; Hahns Reisemanuskript
in mehreren Heften (Reise durch den Balkan 1866) [Verzeichnung
Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Hahn-Reise
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIf
Handschriften-Inventarisierung
Zeitraum: 1928-1935
Umfang: 1/5 Schachtel
Erschließung: "Inventarisierung der
älteren deutschen Handschriften in der Nationalbibliothek in
Wien". Wiener Gymnasialprofessor Menhardt sucht um Urlaub für
diese Arbeit an; Korrespondenz mit Zwierzina und Luick.
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Handschriften-Inventarisierung
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIf
Jan Mayen
Zeitraum: 1886/87
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(4 S.)
Beschreibung: Der Bestand enthält
ausschließlich Dankschreiben von Institutionen und
Privatpersonen, die Exemplare der unter [1] und [2] genannten
Publikation erhalten haben. Weitere eventuell vorhanden gewesenen
Akten wurden am 14. Mai 1887 an Emil von Wohlgemuth entlehnt und
offenbar nie zurückgestellt.
Zitat: AÖAW, Jan Mayen
Literatur: [1] Emil von Wohlgemuth:
Vorbericht zur wissenschaftlichen Publication der österreichischen
Polarexpedition nach Jan Mayen. Wien 1886 (ÖAW-Bibl.-Sign.:
Akad. 37-C.0). [2] Die Internationale Polarforschung
1882-1883. Die österreichische Polarstation Jan Mayen,
ausgerüstet durch Hanns von Wilczek, geleitet von Emil von
Wohlgemuth. Beobachtungs-Ergebnisse. 3 Bde. Wien 1886
(ÖAW-Bibl.-Sign.: Akad. 37-C.1-3).
Lokat: 1-li/IIIf
Kalinga-Prize
Zeitraum: 1951-1953
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: keine
Beschreibung: Die ÖAW wurde von der UNESCO
gebeten, für die Verleihung des Kalinga-Preises der Jahre 1952
und 1953 Vorschläge zu unterbreiten. Die Akademie schlug jeweils
Karl von Frisch, München, vor, der
jedoch keine Berücksichtigung fand.
Zitat: AÖAW, Kalinga-Prize
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIg
Kassette der Kaiserin Elisabeth
Zeitraum: (1909)1929-1954
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(18 S.)
Beschreibung: Die Akten
bzgl. der "Kassette der Kaiserin Elisabeth" dokumentieren
seit den späten 1920er Jahren die Bemühungen der Akademie
dem Testament des Fürsten Rudolf von Liechtenstein Folge leisten
zu können, und dessen Kassette mit Schriftgut der Kaiserin
Elisabeth († 1898) im Jahre 1950 zu öffnen. Die
vorliegenden Unterlagen gliedern sich in den chronologisch geordneten
Schriftverkehr, besonders in der Nachkriegszeit mit dem
Bundeskanzleramt, Amt für Auswärtige Angelegenheiten, sowie
einige wenige Akten von August Loehr, der sich insbesondere als
designierter Bote, der die Kassette aus Brünn resp. Prag nach
Wien holen sollte, um die Überwindung der politischen
Hindernisse der Zeit bemühte (1950 ff.).
Die Kassette wurde schließlich im Dez. 1952
geöffnet, wobei man die Nachricht vorfand, daß die sich
darin befindlich zweite Schatulle dem Schweizer
Bundespräsidenten zu übertragen sei.
Eine ausführliche
Berichterstattung erfolgte durch den damaligen Präsidenten der
Akademie Richard Meister, der darüber in der Gesamtsitzung am
30. April 1954 referierte (AÖAW, Kassette der Kaiserin
Elisabeth, Konv. 2, No. 838/1954 v. 26. April 1954). Eine Kurzfassung
wurde im Alm 104 (1954), S. 437-443, druckgelegt (s.u.).
Zuletzt beschrieb Brigitte Hamann in der Einleitung zur Edition der
in der Kassette vorgefundenen Gedichte die Geschichte der Kassette:
Hamann, Tagebuch, S. 9-38.
Die Kassette und das Verpackungsmaterial wurden im Jahre
1975 entfernt; die darin befindlichen Schriftstücke verwahrt.
Zitat: AÖAW, Kassette d. Kaiserin Elisabeth
Literatur: [1] Richard Meister: Bericht
über die Öffnung der "Kassette der Kaiserin
Elisabeth", in: Alm 104 (1954), S. 437-443. [2] Brigitte
Hamann (Hg.): Kaiserin Elisabeth. Das poetische Tagebuch. Wien
1984, 52003 (FRA. II 12.).
Lokat: 1-li/IIIg
Kleinasienreise
Zeitraum: 1972
Umfang: 1/5 Schachtel
Erschließung: keine
Beschreibung: Unterlagen über die
Studienreise der Akademie. Korrespondenz mit dem Reisebüro,
Teilnehmerliste, Programm
Zitat: AÖAW, Kleinasienreise
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIf
Kunstatlas östliches Mitteleuropa
Zeitraum: 1955-1961
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(2 S.)
Beschreibung: Mit Schreiben
vom 8. Jan. 1955 wandte sich der Hamburger Prof. Dr. Günther
Grundmann namens des Johann-Gottfried-Herder-Institutes,
Marburg/Lahn, an die ÖAW. Für die Arbeit an einem
"ostmitteleuropäischen Kunstatlas"
wird um das Interesse der ÖAW gebeten und um eine Aussprache mit
k.M. Dagobert Frey, auf dessen Idee die Unternehmung zurückgreife.
Bei einer Besprechung am 2. Febr. 1955 wurden Bedenken u.a. gegen die
Einbeziehung Österreichs in einen "ostmitteleuropäischen
Raum", artikuliert. Die ÖAW beteiligte sich im Folgenden in
keiner Weise an der Unternehmung, bat jedoch darum, über den
Fortgang der Arbeiten weiterhin unterrichtet zu werden. Das
Herder-Institut informierte die ÖAW noch bis 1961; der
"Kunstatlas östliches
Mitteleuropa", wie die Bezeichung
aufgrund der Stellungnahme der ÖAW modifiziert wurde, gelangte
nie zu einer Publikationswürdigkeit.
Zitat: AÖAW, Kunstatlas
Literatur:
Lokat: 1-li/IIIf
Ladinien-Atlas
Zeitraum: 1972-1979
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(6 S.)
Beschreibung: In der Sitzung der phil.-hist.
Klasse vom 10. Nov. 1972 stellt GS Mayrhofer "nach Rücksprache
mit dem w.M. Mario Wandruszka den Antrag auf Einsetzung einer (nicht
ständigen) Kommission zur Beratung des von Dr. Hans Goebl
vorgeschlagenen Forschungsprojektes der Bearbeitung eines
‚Ladinienatlasses’" (C 3120). Nach einer
Stellungnahme von G.A. Plangg, Innsbruck, vom Jan. 1973 sowie einigen
kontroversiellen Äußerungen im Jahre 1975, schließen
die Akten am 6. April 1977 mit einem Schreiben Mayrhofers an den
mittlerweile in Regensburg tätigen dem Romanisten und
Altphilologen Hans Goebl: "Was den Ladinienatlas betrifft, kann
ich Ihnen mitteilen, daß die Kommission bei der Akademie noch
nicht aufgelöst worden ist. Allerdings ist durch die Kommission
seit Ihrem letzten Brief von 5. März 1975 nichts unternommen
worden. Bei der zur Zeit sehr angespannten finanziellen Lage wäre
die Österreichische Akademie der Wissenschaften auch nur
schwerlich in der Lage, das Projekt ‚Ladinienatlas’
finanziell zu unterstützen."
Dieser
Bestand enthält hauptsächlich Korrespondenzen zwischen Hans
Goebl und der Akademie bzw. anderen Romanisten und Institutionen
betreffend Goebls Projekt eines Sprach- und Sachatlanten des
Ladinischen.
Zitat: AÖAW, Ladinien-Atlas
Literatur: –
Lokat: 6-li/IIId
Landeskommissionen
Zeitraum: 1961-1973
Umfang: 1 Aktenordner
Erschließung: keine
Beschreibung: Die Landeskommissionen stehen in
engem Zusammenhang mit der Verbandkommission und wurden in deren
Sitzung vom 29. Mai 1961 gegründet und am selben Tag von der
Gesamtakademie eingesetzt.
Zitat: AÖAW, Landeskommissionen
Lokat: 6-li/IVb
Leonidenschwarm
Zeitraum: 1896 ff.
Umfang: 1/5 Schachtel
Erschließung: Vorbereitung der Expedition;
Bericht "Austrian Astronomical Expedition" 1898
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Leonidenschwarm
Literatur: Vortrag mit Lichtbildern von Adalbert
Prey in der Sitzung der Gesamtakademie v. 9. Jan. 1948 (A 1015):
"Erinnerungen an die Leonidenexpedition nach Indien 1899"
(ungedruckt geblieben).
Lokat: 1-li/IIIf
Liechtenstein-Kassette, s. Kassette der Kaiserin
Elisabeth
Mikrochemie-Graz
Zeitraum: 1927-1932
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(4 S.)
Beschreibung: Der Bestand
"Mikrochemie-Graz" wurde zeitgenössisch angelegt. Er
enthält Akten betreffend die Errichtung eines
Forschungsinstituts für w.M. Friedrich Emich (1860-1940). Emich
war an der Universität Graz tätig, wo er das
anorganisch-mikrochemische
Institut gegründet und bis zu seiner Emeritierung geleitet
hatte. Aufgrund seiner bevorstehenden Versetzung in den Ruhestand
entstand bei einer Besprechung zwischen Wettstein, Emich und
Goldschmidt der Gedanke, in Graz ein Forschungsinstitut unter der
Leitung Emichs zu initiieren, damit auch nach dessen Emeritierung die
Forschungskapazität erhalten bleiben könne.
Der Bestand enthält diesbezügliche
Denkschriften und Memoranden sowie Korrespondenzen zwischen den
Protagonisten (Emich, Goldschmidt, Becke, Wettstein, Schweidler u.
Benndorf) und zeigt die Bemühungen um eine Realisierung des
Forschungsinstituts.
Zitat: AÖAW, Mikrochemie-Graz
Lokat: 1-li/IIIf
Monatshefte für Chemie
Zeitraum: 1880-1988
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB (12 S.)
Beschreibung: Paul Barth von Barthenau und Adolf
von Lieben entwickelten die Idee für die "Monatshefte für
Chemie und verwandte Theile anderer Wissenschaften", um dem
Bedürfnis nach rascherer Publikation im Bereich der Chemie
entgegen zu kommen. Barth brachte den Antrag, eine solche akademische
Publikation zu gründen am 8. Jan. 1880 in die Sitzung der
math.-nat. Klasse (B 951) ein. In Folge dessen setzte die Klasse eine
Kommission zur Berichterstattung ein, die das Unternehmen empfahl; am
22. Jan. 1880 wurde der Antrag Barths angenommen (B 953).
Im gleichen Jahr erschien der erste Band dieser
Zeitschrift, in der die Akademie die in den Smn erscheinenden
entsprechenden Abhandlungen abdruckte. In den folgenden 107 Jahren
erschienen die Hefte mehrmals jährlich und wurden pro Jahrgang
zu einem Band zusammengefaßt. Die Texte finden sich ebenfalls
in den Smn IIb.
Ab 1954 wurden die Monatshefte gemeinsam mit dem Verein
Österreichischer Chemiker herausgegeben.
Die Mitarbeiter der Monatshefte traten im
Laufe der Jahre in vier verschiedenen Kommissionen zusammen: in der
Kommission für die Monatshefte für Chemie (1885-1987), in
der Chemischen Verlagskommission (1927-1928), in der Wegscheider
Festschrift-Kommission
(1929) sowie in der Kommission
für die Ausstattung der Separata (1930).
Mit Ende 1987 wurde die Kommission für die
Monatshefte aufgelöst, "da sie keine nennenswerte Funktion
im Rahmen der Akademie hat".
Die Monatshefte erscheinen weiterhin, nun allerdings
unabhängig von der Akademie.
Vorhanden
sind Protokolle, Kommissionsberichte, Entscheidungen bezüglich
der Kommissionszusammensetzung, Akten über
die Herausgabe der Monatshefte und den Kontakt zu den Abonnenten
sowie Unterlagen zu Verhandlungen mit Verlagen.
35
Hefte Sach- und Formelregister zu den Monatsheften 31-40 (aufgeklebte
Indices der Einzelbände), erstellt von Moritz Kohn, wurden im
Nov. 1979 skartiert. Moritz Kohn, der schon 1914 ein Register für
die Monatshefte 23-30 herausgegeben hatte, veröffentlichte 1931
ein Register zu den Bänden 31-50.
Zitat: AÖAW, Monatshefte f. Chemie
Literatur: [1] Friedrich Kuffner: 100
Jahre Monatshefte für Chemie. Ein Rückblick. Mit einem
Beitrag von Wilfrid Oberhummer, in: Monatshefte für Chemie 111.1
(1980), S. 3-13. [2] Gerhard W. Pohl u. Werner Soukup: 125
Years "Monatshefte für Chemie/Chemical
Monthly", in: Monatshefte für Chemie 136.12 (2005), S.
V-XIV.
Lokat: 1-li/IIc
Österreichischer Naturschutzbund
Zeitraum: ?
Umfang: 1/3 Schachtel
Erschließung: Eingabe an die Akademie,
"Institut für Naturschutz des Österreichischen
Naturschutzbundes"; betrifft Krimmler Wasserfälle;
(ursprünglich in Gesellschafz für Natur und Technik)
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Österr. Naturschutzbund
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIg
Modesto-Panetti-Preis
Zeitraum: 1958, 1965
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(2 S.)
Beschreibung: Die Accademia delle Scienze di
Torino verlieh seit dem Jahre 1958 in Gedenken an Modesto Panetti
(1875-1957) einen "international prize with Gold Medal". In
den Jahren 1958 und 1965 wurde u.a. auch die ÖAW um Vorschläge
von geeigneten Kandidaten aus dem Bereich der angewandten Mechanik
gebeten. 1958 brachte die ÖAW Karl Federhofer (Graz), Karl
Girkmann und Gerhard Heinrich (beide Wien) in Vorschlag, 1965 wurde
Hans Ziegler (Zürich) vorgeschlagen.
Zitat: AÖAW, Modesto-Panetti-Preis
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIg
Pest-Comité
Zeitraum: 1897-1903(1923)
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(7 S.)
Beschreibung: Nachdem die im Herbst 1896 in
Indien ausgebrochene Beulenpest-Epidemie immer größere
Ausmaße angenommen hatte, wurde am 17. Jan. 1897 von der
math.-nat. Klasse der Akademie der Beschluß gefaßt, eine
Expedition zur Erforschung dieser Krankheit
nach Indien zu entsenden. Es konstituierte sich ein "Comité
in Angelegenheit der Expedition nach Bombay", dem Eduard Suess,
Julius Ferdinand Hann, Adolf Lieben, Victor Gilbert v.
Ebner-Rofenstein, Sigmund Exner, Carl Toldt u. Anton Weichselbaum
angehörten. Als Mitglieder des Forscherteams wurden die Ärzte
Heinrich Albrecht, Hermann F. Müller,
Anton Ghon sowie Rudolf Pöch als ärztliche Hilfskraft
gewonnen. Finanziert wurde die Reise durch Subventionen aus der
Erbschaft Joseph Treitl.
Zitat: AÖAW, Pest-Comité
Literatur: Maria Teschler(-Nicola): Die Wiener
Pest-Expedition 1897. Rudolf Pöchs erste Forschungsreise. In:
Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 136/137
(2006/07), S. 75-105 (ÖAW-Bibl.-Sign.: 36.512-C.Ar).
Lokat: 1-li/IIId
Pöch-Kommission
Zeitraum: 1922-1995
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB
(9 S., für die Jahre bis 1977)
Beschreibung: Die Pöch-Kommission, bzw. die
"Kommission für die Pöch-Erbschaft" wurde im Jan.
1922 eingesetzt. Aufgabe der Kommission war die widmungsgemäße
Verwaltung der Erbschaft des am 4. März 1921 verstorbenen Rudolf
Pöch. Dieser in Innsbruck tätige Anthropologe – seit
1918 k.M. der Akademie – hatte mit seinem Testament v. 6. Aug.
1920 die Hälfte seines Vermögens der Akademie vermacht. Das
Kapital sollte zum Zwecke der vollständigen Verbreitung und
Veröffentlichung seiner wissenschaftlichen anthropologischen und
ethnographischen Sammlungen aus Neu-Guinea, Südafrika und aus
den Kriegsgefangenenlagern Verwendung finden. Tatsächlich konnte
ab 1927 insgesamt 14 Bände publiziert werden: Zwölf Bände
in der Serie A (Physische Anthropologie, 1927-1961) und zwei Bände
in der Serie B (Völkerkunde, 1936, 1950). Die Mittel der
Erbschaft überstanden die Zeit der Kapitelentwertung; außerdem
wurden zusätzlich Gelder für die Drucklegungen wurden von
anderer Seite beschafft, so daß die Erbschaft bis heute wirksam
ist. Die "Kommission für die Pöch-Erbschaft"
mußte – wie alle anderen Kommissionen auch – gemäß
der Geschäftsordnung § 53 (4) alle
fünf Jahre bestätigt bzw. neu gewählt werden. In der
Gesamtsitzung der Akademie v. 17. Dez. 1982 wurde beschlossen, die
Kommission "nicht mehr zu aktivieren und das Präsidium mit
der administrativen Betreuung des Vermächtnisses zu betrauen"
(A 1306). Zuständig ist nun die Stiftungsverwaltungskommission.
Zitat: AÖAW, Pöch-Kommission
Literatur: Martin Legassick u. Ciraj Rassool:
Skeletons in the Cupboard. South African museums and the trade in
human remains 1907-1917. Cape town 2000 (ohne Verwendung
dieses Bestandes, ÖAW-Bibl.-Sign.: 37075-B)
Lokat: 1-li/IIe
Planungskommission, s. Reformkommission
Preisausschreiben
Zeitraum: 1953-1956
Umfang: 2 Kartons
Erschließung: 9 Karteikarten (Verzeichnung
Wundsam, 1978)
Beschreibung: Unterlagen u. Ms. bzgl. der
Preisausschreibungen der Akademie. Karton 1 enthält die Akten
zur Preisausschreibung 1953, Karton 2 jene für die Jahre
1954-1956.
Zitat: AÖAW, Preisausschreiben
Literatur: Alm 104 (1954), S. 232; Alm 105
(1955), S. 248-251, u. Alm 106 (1956), S. 240 f.
Lokat: 3-re/Ve
Raaber Liederbuch
Zeitraum: 1947-1960
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: AB
(2 S.)
Beschreibung: Beim "Raaber
Liederbuch" handelt es sich um eine Handschrift des
Priesterseminars in Raab (Györ), in der um 1630 die Texte
frühbarocker Lieder niedergeschrieben wurden. Diese Handschrift
wurde von dem Budapester Univ.-Prof. Dr. Eugen Nedeczey entdeckt und
bearbeitet. Es legte der ÖAW im Jahre 1947 ein umfängliches
Exposé vor, das von Rupprich und Schenk positiv begutachtet
wurde. Bis zur Vorlage des druckreifen Manuskriptes dauerte es bis
zum Jahre 1957. Das Ms. Eugen Nedeczeys wurde am 11. Dez. 1957 von
der phil.-hist. Klasse zur Drucklegung angenommen; Nedeczey verstarb
jedoch bereits am 10. Febr. 1958. Die Drucklegung wurde daraufhin von
seinem Schwiegersohn Karoly Jakab, Budapest, betreut.
Zitat: AÖAW, Raaber Liederbuch
Literatur: [1] Jenő Nedeczey: Das
Raaber (Győrer) Liederbuch, in: Acta Litteraria Academiae
Scientiarum Hungaricae 2 (1959), S. 385-404. [2] Eugen
Nedeczey (Bearb.): Das Raaber Liederbuch. Aus der bisher einzigen
bekannten Handschrift zum erstenmal herausgegeben, eingeleitet, und
mit textkritischen und kommentierenden Anmerkungen versehen. Wien
1959 (= Sph. 232.4).
Lokat: 1-li/IIIg
Reformkommission
Zeitraum: 1971-1991
Umfang: 1 Karton
Erschließung: Mappe 1: (a) Anträge
1971-1975, (b) Korrespondenzen u. Protokolle der (erweiterten)
Reformkommission 1971-1990, (c) Akten der Subkommission zur Prüfung
von Reformen hinsichtlich Organisation und Geschäftsordnung
(Verwaltungsreform) 1972-1989. Mappe 2: Akten der Subkommission
"Planungskommission" 1973-1991
Beschreibung: Die Reformkommission wurde am 28.
April 1972 eingesetzt; die beiden Subkommissionen, jene zur Prüfung
von Reformen hinsichtlich Organisation und Geschäftsordnung
(Verwaltungsreform) und die Planungskommission wurden am 23. Juni
1972 eingesetzt. Die drei Kommissionen wurden per Beschluß der
Gesamtakademie vom 11. Dez. 1987 zur Planungskommission
zusammengeschlossen (A 1349, S. 9).
Die
vorhandenen Akten entstammen dem Generalsekretariat.
Zitat: AÖAW, Reformkommission
Literatur: –
Lokat: 1-li/IVd
Schulgesetzprogramm
Zeitraum: 1962
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: keine
Beschreibung: Unterlagen zum
ÖAW-Entscheidungsfindungsprozeß zur vom BMU erbetenen
Stellungnahme zum Schulgesetzprogramm.
Zitat: AÖAW, Schulgesetzprogramm
Literatur:
Lokat: 2-li/Vf
Sikora-Reise
Zeitraum: 1898-1903
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Nach Madagaskar;
Ausgrabungen; "Madagassische Mimikry-Forschung"
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Sikora-Reise
Literatur:
Lokat: 1-li/IIIg
Sizilien-Reise
Zeitraum: 1965-1966
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: Reiseunterlagen,
Teilnehmerlisten, Vor- und Nachbereitungen der ÖAW-Studienreise
nach Sizilien vom 3.-17. Sept. 1966. Schiffsreise von und nach Genua
sowie Fahrt mit Autobussen durch Sizilien. Ungeordnetes Material.
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Sizilien-Reise
Literatur: Alm 116 (1966), S. 410 f. u. 414-416.
Lokat: 1-li/IIIg
Smithsonian
Zeitraum: 1897-1912
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Betrifft Austausch von
Literatur der Österr. Statistischen Zentralkommission mit der
Smithsonian Institution [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Smithsonian
Literatur:
Lokat: 1-li/IIIg
Spanien-Reise
Zeitraum: (1969)
Umfang: 1 Schachtel
Erschließung: Prospekte,
Vortragsmanuskripte und Reiseunterlagen zur Studienreise der ÖAW
und des Vereins der Freunde der ÖAW nach Spanien vom 13.-27.
September 1969. Ungeordnetes Material.
Beschreibung: –
Zitat: AÖAW, Spanien-Reise
Literatur: Alm 119 (1969), S. 424 u. 426 f.
Lokat: 1-li/IIIg
Polemik Spitzer - Winkler
Zeitraum: 1875-1880
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: Betrifft eine wiss.
Auseinandersetzung unter Mathematikern, ein Prioritätsstreit, es
geht um "Integration linearer Differentialgleichungen",
Gutachten Weierstrass’ [Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung: Die unter No. 3-7 unter der
"Literatur" genannten Druckwerke befanden sich unter den
Akten, wurden im Aug. 2007 gebunden und dem Bibliotheksbestand
beigegeben.
Zitat: AÖAW, Polemik Spitzer-Winckler
Literatur: [1] Anton Winckler: Integration
der linearen Differentialgleichung zweiter Ordnung, deren
Coëfficienten lineare Functionen der unabhängigen
Veränderlichen sind, in: Smn II 67 (1873), S. 143-182. [2]
Anton Winckler: Integration zweier linearen Differentialgleichungen,
in: Smn II 71 (1875), S. 5-32. [3] Anton Winckler: Ueber die
Integration linearer Differentialgleichungen zweiter Ordnung mittelst
einfacher Quadraturen. Vergleichende Zusammenstellung der bezüglichen
älteren und neueren Resultate und kritische Beleuchtung der
angeblichen Entdeckungen des Herrn Prof. Simon Spitzer in Wien. Wien
1876 (ÖAW-Bibl.-Sign.: 35.688-B.Ar). [4] Simon Spitzer:
Vorlesungen über lineare Differential-Gleichungen.
Wien 1878 (ÖAW-Bibl.-Sign. 35.690-B.Ar). [5] Simon
Spitzer: Integration partieller Differential-Gleichungen. Wien 1879
(ÖAW-Bibl.-Sign.: 35.691-B.Ar). [6] Anton Winckler:
Aeltere und neuere Methoden lineare Differentialgleichungen durch
einfache bestimmte Integrale aufzulösen. Eine Zurückweisung
der dieses Thema betreffenden Prätensionen des Herrn Prof. Simon
Spitzer in Wien nebst einer kritischen Beleuchtung der vermeintlichen
Entdeckungen desselben. Wien 1879 (ÖAW-Bibl.-Sign. 35.692-B.Ar;
2 Expl.). [7] Anton Winckler: Die Integration linearer
Differentialgleichungen und der Herr Prof. Simon Spitzer in Wien.
Wien 1881 (ÖAW-Bibl.-Sign.: 35.689-B.Ar).
Lokat: 1-li/IIIg
Tabulae Codicum
Zeitraum: 1859-1876, 1897, 1925
Umfang: ¼ Schachtel
Erschließung: Musikalien; Korrespondenz mit
den Druckereien (Gerold, Holzhausen); Akten; betrifft z.T. Robert
Lach.
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Tabulae Codicum
Literatur:
Lokat: 1-li/IIIg
Tessmann-Bibliothek
Zeitraum: 1955-1974
Umfang: 2 Kartons Akten + 2 Kartons Inventare + 1
Aktenordner
Erschließung: Für die Akten: AB
(32 S.). Für die Inventare (Beleg für
Übergabe): 7 + 1 Bände Bibliothek (März 1959) und 1
Band Graphik- und Kartenbestand.
Beschreibung: Dr. Friedrich Tessmann (* 15. Febr.
1884, † 23. Juni 1958) übergab seine Bibliothek von ca.
20.000 Bänden und musealen und volkskundlichen Sammlungen im Mai
1957 durch eine Schenkung der Akademie der Wissenschaften, unter der
Bedingung, dass die Bibliothek in Südtirol bestehen bleibe und
durch eine örtliche Institution, "die jede Spaltung der
Bevölkerung durch rassische oder weltanschauliche Vorbehalte
ausschließt", verwaltet werde. Zum Zeitpunkt der Übergabe
befand sich ein Großteil der Bibliothek bereits in vom
Südtiroler Kulturinstitut gemieteten Räumlichkeiten in
Bozen. Die Verwaltung der Tessmann-Sammlung wurde zusammen mit der
Studien-Bibliothek des Südtiroler Kulturinstitutes durch dieses
übernommen.
Ebenfalls
im Jahre 1957 wurde das "Kuratorium der Tessmann-Stiftung",
mit einem Vertreter der Akademie unter den Mitgliedern (Prof. Karl
Brunner), gegründet, die Eröffnung der Bibliothek folgte im
Frühjahr 1958. Die ÖAW hatte auf Beschluß der
phil.-hist. Klasse vom 9. Okt. 1957 eine eigene "Kommission für
die Dr.-Friedrich-Tessmann-Sammlung"
eingerichtet.
Bereits in den 60er Jahren wurde die Tessmann-Sammlung
zu einer Art Studien- und Universitätsbibliothek, als Fernziel
galt der Ausbau zur Südtiroler Landesbibliothek. Dies wurde 1982
erreicht, als Vereinigung der Studienbibliothek des Südtiroler
Kulturinstitutes und der laufend anwachsenden Tessmann-Sammlung der
Akademie als Dauerleihgabe ist die "Landesbibliothek Dr.
Friedrich Tessmann", wie sie heute heißt, die größte
wissenschaftliche Allgemeinbibliothek Südtirols.
Der
vorliegende Bestand enthält unter anderem Korrespondenzen der
Akademie mit Friedrich Tessmann, dem Kulturinstitut in Bozen und
anderen Institutionen, die Schenkungsurkunden und Verwaltungsverträge
von 1958, Subventionsanträge und Personalkostenaufstellungen,
Berichte über gespendete Nachlässe, Informationen über
die damaligen Bestände der Bibliothek, Sitzungsberichte des
Kuratoriums und der Kommission, Leistungsberichte, Publikationen und
Fotos der Tessmann-Bibliothek.
Für
die Jahre 1961-1998 haben sich auch die Akten der Obleute der
Kommission erhalten. Siehe FE-Akten Tessmann-Bibliothek (BG 11).
Zitat: AÖAW, Tessmann-Bibliothek
Literatur: [1] Mathias Frei: Die
Dr.-F.-Teßmann-Sammlung als Studienbibliothek, in: Der Schlern
45.5-6 (1971), S. 246-249. [2] Mathias Frei: 15 Jahre
Dr.-F.-Teßmann-Sammlung. Von der
Tirolensienbücherei zur wissenschaftlichen Studienbibliothek,
in: Der Schlern 48.10 (1974), S. 497-503. [3] Franz Huter:
Gedenkansprache, gehalten am 23. Juni 1978, anläßlich des
20. Todestages von Dr. Friedrich Teßmann, in der
Friedhofskapelle von St. Pauls in Eppan, in: Tiroler Heimat 152
(1978), S. 165-168. [4] Adolf Leidlmair:
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften und die
Teßmann-Sammlung, in: Der Schlern 76.9
(2002), S. 26-31.
Lokat: 1-li/IIIc (Akten) und 1-li/IIIe
(Inventare)
Tschermak-Reise
Zeitraum: 1876
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(2 S.)
Beschreibung: Im März
1876 suchte das w.M. Gustav Tschermak, um eine Subvention für
eine geologische Forschungsreise in die Ägäis an. Die
Akademie bewilligte ihm für die Reise in Begleitung eines von
Tschermak auszuwählenden Assistenten – Dr. E. Neminar –
auf die Inseln Lemnos und Imbros die Summe von 2.000 fl. Aufgrund
amtlicher Verhinderung Tschermaks konnte die Forschungsreise jedoch
nicht realisiert werden.
Zitat: AÖAW, Tschermak-Reise
Lokat: 1-li/IIIg
Verbandkommission
Zeitraum: 1945-1982
Umfang: 3 Kartons
Erschließung: Karton 1: Fragebögen
für das "Jahrbuch der österr. Wissenschaft"
1947/48 (Rundschreiben, allg. Korrespondenz, Universität Graz,
Technische Hochschule Graz, Universität Innsbruck,
Montanistische Hochschule Leoben, theologische Fakultät
Salzburg, Bodenkultur Wien, Konservatorium Wien, angewandte Kunst
Wien, bildende Künste Wien, Musik u. darstellende Kunst Wien,
technische Hochschule Wien, tierärztliche Hochschule Wien,
Welthandel Wien, phil.Fak. Wien, jur.Fak. Wien, med.Fak. Wien,
theol.Fak. Wien, Archive, Museen, Volksbildung u. mittlere Schule),
Zeitungsausschnitte. Karton 2: Unterlagen für das
"Jahrbuch der österr. Wissenschaft" 1949/50 (Listen
von Professoren an österr. Universitäten u. Hochschulen,
Korrespondenzen mit österr. Hochschulen), 1. Mappe (Jahrbuch
1963, Verteilungsliste u. Lieferscheine, Vormerkungen Jahrbuch,
Widmungsexemplare Jahrbuch, Diverses 1965-71, Jahrbuch,
Kommissionsberichte 1945-1972), 2. Mappe (Zirkulare u.
Korrespondenzen 1957-1964), 3. Mappe (Korrespondenzen wg. des
Jahrbuches 1945-1955), 4. Mappe (Schweizer Lexikon 1946-1949,
Austria-Band, Nachtrag zum 3. Jahrgang des Jahrbuches, Subventionen
für Jahrbuch 1957-1959). Karton 3: 5. Mappe
(Korrespondenzen 1945-1952), Lose Mäppchen 1973-1982
(Zusammensetzung der Kommission, Tätigkeitsberichte,
Dotationsanträge u. -bewilligungen, Protokolle, Diverses)
Beschreibung: Die "Verbandkommission
wissenschaftlicher Körperschaften" wurde bereits im Jahre
1892 gegründet; aus ihr ging per 3. Aug. 1945 die
"Verbandkommission österreichischer Wissenschaft"
hervor. Akten liegen – mit Ausnahme einiger, die sich unter
denen zum Kartell befinden und jenen aus den Jahren 1894-1896 zur
Schweremessung (jeweils BG 08) – an dieser Stelle
ausschließlich zu letzterer vor.
Die vorrangige Aufgabe bestand darin, eine
Bestandsaufnahme der österreichischen Wissenschaftslandschaft
nach dem 2. Weltkrieg zu erstellen. Für die schließlich
1947/48 erschienene erste Ausgabe des "Jahrbuches der
österreichischen Wissenschaft" (ÖAW-Bibl.-Sign.
300.083/1) wurden seit dem 21. Nov. 1945 Fragebögen ausgesandt.
Diese rücklaufenden Fragebögen liegen in großer
Vollständigkeit vor. Für die 2. Ausgabe 1949/50 sind
weitere Listen und Korrespondenzen vorhanden.
Die Verbandkommission wurde auf Antrag des Präsidiums
und mit Beschluß der Gesamtsitzung v. 12. Dez. 1986 (A 1339) –
ebenso wie die Landeskommissionen – aufgelöst. GS Welzig
"weist darauf hin, daß es sich um ältere
Einrichtungen handelt, denen die Kontaktpflege mit anderen
Einrichtungen, besonders der Bundesländer oblag. Diese Aufgaben
wurden im Laufe der Zeit von der Gesamtakademie und vom Präsidium
übernommen."
Zitat: AÖAW, Verbandkommission
Literatur: Richard Meister: Vorwort, in: Jahrbuch
der österreichischen Wissenschaften 1 (1947/48). Wien 1948, S.
7-9.
Lokat: 1-li/IVc
Vivenot-Sammelwerk
Zeitraum: 1878-1903
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: keine
Beschreibung: Unterlagen zum fünfbändigen
Quellenwerk "Quellen zur Geschichte der Politik Oesterreichs
während der französischen Revolutionskriege",
erschienen 1873-1890 (ÖAW-Bibl.-Subv.: Subv. 71-B)
Zitat: AÖAW, Vivenot-Sammelwerk
Literatur:
Lokat: 1-li/VIg
Vorarlberger Wörterbuch
Zeitraum: 1954-1977
Umfang: 1 Karton
Erschließung: AB
(4 S.)
Beschreibung: Das
Vorarlbergische Wörterbuch wurde durch Leo Jutz (1889-1962)
begründet. Nach jahrzehntelangen Vorarbeiten, die seit dem Jahre
1927 immer wieder von der Akademie unterstützt wurden, gelangte
sein Zettel-Manuskript ab 1955 zur Drucklegung, wobei der Verlag
Holzhausen als Kommissionverlag fungierte.
Die Herausgabe des Vorarlbergischen
Wörterbuches erfolgte zwischen 1955 und 1965 in insgesamt 21
Lieferungen, wobei Jutz wegen seines Todes am 6. Dez. 1962 den
Abschluß der Drucklegung nicht mehr erleben konnte. Mit der
Herausgabe eines Ergänzungsbandes wurde bereits im Jahre 1964
Dr. Artur Schwarz (1911-1996) beauftragt; trotz einer letzten Urgenz
durch die ÖAW im Jahre 1977 gelangte der Ergänzungsband nie
zur Druckreife.
Die beiden Bände des Vorarlbergischen Wörterbuches
befindet sich unter der Signatur "Akad. 66-C" in der
Bibliothek der ÖAW.
Zitat: AÖAW, Vorarlberger Wörterbuch
Literatur: –
Lokat: 1-li/IIIg
Beratende Kommission für Weltraumforschung
Zeitraum: 1969-1972
Umfang: ½ Schachtel
Erschließung: Akten und Korrespondenzen
[Verzeichnung Wundsam, ca. 1980].
Beschreibung:
Zitat: AÖAW, Beratende Kommission f.
Weltraumforschung
Literatur:
Lokat: 1-li/IIId
Wurmbrand’s Ausgrabungen
Zeitraum: 1876-1877
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: StV
(3 S.)
Beschreibung: Graf Gundaker von Wurmbrand
(1838-1901) ersuchte im Febr. 1876 die Akademie der Wissenschaften um
eine finanzielle Unterstützung für die Ausgrabungen in
Zeiselmauer/NÖ. Nachdem die Akademie sein Vorhaben zunächst
mit 360 fl. förderte, referierte Wurmbrand am 1. Febr. 1877 vor
der math.-nat. Klasse über die bisherigen Arbeiten und erhielt
eine weitere Subvention in der Höhe von 200 fl.
Zitat: AÖAW, Wurmbrand’s Ausgrabungen
Literatur: Gundaker von
Wurmbrand: Über die Anwesenheit des Menschen zur Zeit der
Lössbildung, in: Dmn 39.2 (1879), S. 165-186.
Lokat: 1-li/IIIg
Wurzbach (Biographisches Lexikon)
Zeitraum: 1858-1890
Umfang: 1 Faszikel
Erschließung: keine
Beschreibung: Enthält die Anträge
Wurzbachs auf Subventionierung seines biographischen Lexikons
Zitat: AÖAW, Wurzbach
Literatur:
Lokat: 1-li/VIg