Archiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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Umfang: 3 Kartons und 2 Zettelkataloge Archiv-Behelf: (pdf-Format) |
Literatur: Enno
Littmann und Maria Höfner: Wörterbuch der
Tigrē-Sprache. Tigrē
– Deutsch – Englisch. Wiesbaden 1962 .
ÖAW-Bibl.-Sign.: 37.600-C.Ar.
Literatur:
Enno Littmann:
Publications of the
Princeton expedition to Abyssinia. 4 Bde (Bd 4 in 2
Teilen). Leyden 1910-1915. ÖAW-Bibl.-Sign.:
37.655-C.Ar.
Die vorliegenden überlieferten Teile des Nachlasses von Enno Littmann wurden von diesem per testamentarischer Verfügung treuhänderisch an seine Mitarbeiterin Maria Höfner übergeben. Sie sollte mit seinen „wissenschaftlichen Aufzeichnungen aus dem Orient, vor allem aus Abessinien und Ägypten“, so lange arbeiten dürfen, wie sie es für notwendig hielt.
Höfner behielt die Unterlagen bei sich und arbeitete mit ihnen, denn sie waren wertvolle Zeugnisse für das gemeinsam von Littmann und Höfner bearbeitete Tigre-Wörterbuch, das ab 1956 in mehreren Lieferungen publiziert wurde und im Jahre 1962 abgeschlossen werden konnte. Die von Littmann erhaltenen wissenschaftlichen Aufzeichnungen bewahrte Höfner gemeinsam mit der ihr ebenfalls nur treuhänderisch überlassenen Sammlung Glaser zuletzt in ihrem Wohnhaus in Graz auf.
Als Höfner im November 1992 verstarb, wurden die Abklatsche aus der Sammlung Glaser wieder an die Österreichische Akademie der Wissenschaften zurückgegeben. Auf diesem Wege gelangten auch die Littmann-Unterlagen im Jahre 1996 an das Archiv der Akademie.
Im Archiv wurde seit dem Jahre 2002 an einer Ordnung und einer fachgerechten Aufbewahrung der „Sammlung Glaser“ gearbeitet, die sich bis dahin immer noch in den Umzugskartons aus dem Jahre 1996 befanden. Hierbei wurde – wie ein Vergleich mit dem von Höfner 1944 publizierten Verzeichnis der Sammlung Glaser ergab – schnell klar, daß sich darunter auch etliche Unterlagen befanden, die nicht Teil der Sammlung Glaser waren. Sie wurden als Provenienz Enno Littmann erkannt (und provisorisch in drei Archivkartons eingeschachtelt), konnten jedoch in Ermangelung der für die Verzeichnung notwendigen Fach- und Sprachkenntnisse nicht weiter archivarisch erschlossen werden. Eine Anfrage nach eventuell vorhandenen Littmann-Unterlagen durch Frau Dr. Roswitha Stiegner Anfang März 2009 offenbarte, daß die scientific community seit langem vergeblich nach diesen Aufzeichnungen gesucht hatte. Die Erschließung daraufhin 2009/2010 durch Hatem Elliesie und Bogdan Burtea, wobei festgestellt werden konnte, daß ein nicht geringer Teil des Materials von Richard Sundström (1862-1919) stammte, der als Missionar lange Jahre in Gheleb gelebt und seine Aufzeichnungen Littmann zur Verfügung gestellt hatte.