Archiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
|
k.M. der phil.-hist. Kl. seit 1904, w.M. seit 1918
Umfang: 2 Kartons Archiv-Behelf: (pdf-Format) |
Wilhelm Kubitschek (* 28. Juni 1858 Pressburg (Bratislava), † 2. Oktober 1936 Wien) genoss seine Schulausbildung am Akademischen Gymnasium in Wien, danach absolvierte er mit Auszeichnung das Studium der Klassischen Philologie. Im Jahre 1877 erfolgte seine Aufnahme in das archäologisch-epigraphische Seminar unter den Mitgliedern der Wiener Akademie Otto Hirschfeld und Otto Benndorf. 1879 absolvierte er die Lehramtsprüfung aus Latein und Griechisch, danach erfolgte 1881 die Promotion und 1888 die Habilitation in Alter Geschichte. Ab 1896 a.o. Universitätsprofessor in Graz für Altertumskunde, ab 1897 in derselben Funktion in Wien; 1897-1910 Kustos und 1910-1925 Direktor des Münzkabinetts in Wien; 1916-29 Ordinarius für Römische Altertumskunde und Epigraphik, Römische Geschichte in der Nachfolge Eugen Bormanns in Wien. Seit 1900 war er Mitglied, seit 1904 ehrenamtlich als Generalkonservator für Archäologie und Prähistorie der k.k. Zentralkommission für die Erhaltung und Erforschung der Kunst- und historischen Denkmale tätig.
Seine Interessensgebiete reichten hinein in die antike Chronologie, wie auch in die antike Geographie, lateinische sowie griechische Epigraphik und Numismatik.
Obwohl er unermüdlich publizierte, konnte er sein Corpus der griechischen Inschriften der österreichisch-ungarischen Monarchie nicht mehr vollenden.
Der Bestand enthält das Manuskript zu Kubitscheks 2. Heft der "Älteren Berichte über den römischen Limes in Pannonien" (1933 der Akademie vorgelegt) sowie fünf weitere Manuskripte und drei Bücher aus dem Besitz Kubitscheks. Eine Bearbeitung des Manuskriptes erschien im Jahre 1979 auf Initiative Wundsams: Wilhelm Kubitschek (†) und Franziska Dick: Carnuntum im 18. Jahrhundert (= Sph. 349.), wozu sich Wundsams Unterlagen bei diesem Bestand befinden. Desweiteren liegt ein Mikrofilm des Manuskriptes von Friedrich Julius von Below: Zeitverkürtzung in der oesterreichischen Kriegs-Gefangenschafft zu Haimburg an der Donau, das ist Sammlung einiger antiquen Römischen Müntzen, Steinen und Götzen, so in den alten Ruinen des alten Carnunti, Zeit meines hiesigen Auffenthalts, gefunden worden. Das Original hierzu befindet sich in der Staatsbibliothek Berlin, unter der Signatur "F. Germ. 93".