Archiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Briefnachlass Alfons HUBER (1834-1898)


k.M. seit 1867, w.M. der phil.-hist. Klasse seit 1872
Sekretär der Akademie 1891-1893, Generalsekretär 1893-1989
Nachruf: Almanach 49 (1899), S. 321-325


Umfang: 1 Karton

Archiv-Behelf (pdf-Format)


Literatur:
Heinrich Srbik: Briefe an Alfons Huber, in: Anzeiger der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 86 (1949), S. 130-164.
Gerhard Oberkofler u. Peter Goller: ?? in letzter Linie entscheiden ja doch Persönlichkeiten den Gang der Geschichte?. Zum Briefwechsel zwischen Alfons Huber und Julius Jung (1874?1897), in: Der Schlern 68.7 (1994), S. 379?436.
Gerhard Oberkofler u. Peter Goller (Hgg.): Alfons Huber. Briefe 1859-1898. Ein Beitrag zur Geschichte der Innsbrucker Historischen Schule um Julius Ficker und Alfons Huber. Innsbruck-Wien 1995.
Gunda Barth-Scalmani u. Hermann J.W. Kuprian (Hgg.): Alfons Huber (1834-1898). Ein Gelehrter aus dem Zillertal. Österreichische Geschichtswissenschafte im Spannungsfeld zwischen Region und Nation, in: Tiroler Heimat 64 (2000), S. 5-60.


Nach der Anlage eines ersten Stückverzeichnisses durch Dr. Gerhard Oberkofler im Jahre 1969 schrieb w.M. Franz Huter (1899-1997) einleitend:

Im Zusammenhang mit den Arbeiten an der großen Historiographie „Geist und Geschichte vom deutschen Humanismus bis zur Gegenwart“ sind Heinrich von Srbik die Reste des Briefnachlasses Alfons Huber zugekommen (1948). Das Gros der Briefe war den Kriegsereignissen bzw. der Besetzung (1945) zum Opfer gefallen. Srbik hat die Briefe, die ihm von den überlebenden Söhnen Alfons Hubers zur freien Verfügung übereignet worden waren, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften überlassen. Wohl vor allem deswegen, weil Huber von 1891-1893 Sekretär der philosophisch-historischen Klasse und dann bis zu seinem Tode (23. Nov. 1898) Generalsekretär der Akademie gewesen war.

Das Kleinbauernkind aus Schlitters im Zillertal (geb. 14. Okt. 1834), das ursprünglich wohl für den geistlichen Beruf bestimmt war und erst verhältnismäßig spät (1855) sein philosophisches Studium beginnen konnte, hatte das Glück, einer der hervorragendsten Schüler Julius von Fickers zu werden. Dies war neben seiner eigenen Leistung für den raschen Aufstieg bestimmend: Dr. phil. 1859, Privatdozent 1860, ordentlicher Professor für allgemeine Geschichte in Wien 1887.

Die Rest-Korrespondenz umfaßt 106 Briefschreiber und 470 Stücke. Unter den Briefschreibern finden wir eine ganze Reihe von bedeutenden Namen aus der Kollegenschaft, vor allem natürlich Historiker, aber auch geschichtsbeflissene Mittelschullehrer und Archivare. Der wissenschaftliche Ertrag ist nicht groß, aber wir gewinnen sehr brauchbare Einzelheiten zur Beurteilung der geistigen Zeitströmungen und der Person der Briefschreiber. Dies gilt umsomehr als, zumal in den soäteren Jahren, nicht selten in wissenschaftlichen, aber auch persönlichen Fragen der Rat Alfons Hubers eingeholt wurde. Nur gelegentlich sind Konzepte von Antworten Hubers beigelegt; drei Konzepte sind nach „oben“ gerichtet. Franz Huter. 25. Juni 1969.