Archiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Nachlaß Virgil von HELMREICHEN (1804-1852)


Ausschnitt aus einer Kartenskizze, die Helmreichen vom Rio Paraguay anfertigte. Das Original der Skizze befindet sich im Nachlaß (Karton 1, Konv. 1.4).
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Umfang: 2 Kartons

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Literatur:
H. v. Sonnleithner, Skizze über den österreichischen Reisenden Virgil v. Helmreichen, in: Sitzungsberichte der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, 8 (1852), S. 442 u. 474-488.
Bernd Hausberger: Virgil von Helmreichen zu Brunnfeld (1805-1852). Ein österreichischer Geologe in Brasilien. Ungedr. phil. Dipl.-Arb. Wien 1984.
Bernd Hausberger: Virgil von Helmreichen zu Brunnfeld (1805-1852), in: Die neue Welt. Österreich und die Erforschung Amerikas. Ausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek v. 15. Mai bis 26. Okt. 1992. Wien 1992, S. 95-100.
Christa Riedl-Dorn: Johann Carl Hocheder und Virgil von Helmreichen, in: Die Entdeckung der Welt. Die Welt der Entdeckungen. Österreichische Forscher, Sammler, Abenteurer. Ausstellung im Künstlerhaus, Wien, v. 27. Okt. 2001 bis 13. Jan. 2002, S. 347-351.
Dieter Messner (Hg.) unter Mitarb. von Uta Goebl u. Stefan Sienell: Vocabulários Indígenas Sul-Americanos pertencentes ao espólio de Virgil von Helmreichen zu Brunnfeld (1805-1852), Salzburg 2004 (= Bibliotheca Hispano-Lusa, 22).


Die hier verwahrten nachgelassenen Schriften wurden in den Jahren 1852/53 durch wM Paul Partsch der Akademie zugestellt. Die gesamten Materialien aus dem Nachlaß des am 6. Januar 1852 in Rio de Janeiro verstorbenen Helmreichen waren auf Vermittlung der dortigen österreichischen Gesandtschaft "in mehreren Kisten" nach Wien geschafft worden. Zu den Schriften, Plänen und Skizzen, die Partsch der Akademie übergab, erklärte er in seinem Begleitschreiben vom 19. Juli 1853: "Da die kais. Akademie der Wißenschaften an den Unternehmungen des Virgil von Helmreichen schon im Jahre 1850 auf den Vorschlag ihres wirklichen Mitgliedes Herrn Wilhelm Haidinger's Antheil zu nehmen anfing und nach dem Tode desselben seinen Nachlaß zu retten sich bemühte, so ist es Pflicht, die aus Brasilien angelangen Manuskripte und Karten, wie auch ein kleineres Paquet Helmreich'ischer Schriften, die dem verstorbenen Custos Natterer anvertraut waren und mir von dem Vorstand des kais. zoologischen Kabinetes, Herrn Kollar eingehändiget worden sind, der kais. Akademie zur Aufbewahrung und Benützung zu übergeben, gleich jenen schon seit längerem in meiner Verwahrung gewesenen, die ich am 21. April vorigen Jahres der Akademie zu übersenden die Ehre hatte" (AÖAW, Allg. Akten, No. 492/1853).
Die Verzeichnung und Ordnung wurde im folgenden durch eine eigens einberufene Kommission durchgeführt und ist nach wie vor gültig.