Archiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Nachlaß Auguste DICK (1910-1993)


Umfang: 13 Kartons

Archiv-Behelf: (pdf-Format)


Auguste Dick, geb. Kraus, war Mittelschulprofessorin für Mathematik, Physik und Stenographie in Wien. Sie begann ungefähr mit ihrem fünfzigsten Lebensjahr neben ihren beruflichen Verpflichtungen eine intensive Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Wissenschaftsgeschichte. Seit ihrer Studienzeit brachte Auguste Dick Univ.-Prof. Dr. Edmund Hlawka, der unter anderem die Kommission für Mathematik der ÖAW leitete, große Verehrung entgegen. Er war es auch, der ihr den Anstoß zu ihrer Beschäftigung mit der großen Mathematikerin Emmy Noether gab, die Auguste Dick schon in ihrer Publikation über Mathematik u. die Mädchen kurz porträtierte. Aufgrund ihres Bezuges zur ÖAW vermachte Dick ihren wissenschaftlichen Nachlass testamentarisch der Kommission für Mathematik.

Der Wissenschaftler, mit dem sich Auguste Dick wohl am längsten beschäftigte, war Erwin Schrödinger, der auch im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit als Konsulentin an der Zentralbibliothek für Physik stand: Übertragung seiner stenographierten Briefe in Langschrift u. Herausgabe der gesammelten Schriften.

Der Nachlass enthält neben eigenen Publikationen und Manuskripten eine Sammlung von großteils mathematischen Separata, auch eine umfangreiche Korrespondenz sowie viele Fotographien und Negative. Mit dem Nachlass gelangten zudem rund 600 Bücher und Zeitschriften aus Dicks privater Bibliothek in den Bestand des AÖAW.

Mehrere ausführliche Lebensläufe und ein Publikationsverzeichnis von Auguste Dick liegen vor; Portraits sind in 2 Ausweisen u. in der Fotosammlung enthalten.

Die Verlassenschaft, die Akten aus den Jahren 1892 bis 1994 enthält, wurde im Jahr 1994 übernommen und gelangte nach Auflösung der Kommission 1999 an das AÖAW.