Archiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Splitternachlaß Erwin von Zach (1872-1942)


E.M. der Gesamtakademie seit 1928
Nachruf: Almanach 93 (1943), S. 195-198


Umfang: 1 Karton

Archiv-Behelf: (pdf-Format)


Literatur:

Weitere Werke Zachs in der Bibliothek der ÖAW:
Sinologische Beiträge. 4 Bde. Batavia 1930-1939 (Sign.: 9383-D) sowie eine Sammlung sinologischer Kritiken und Übersetzungen, veröffentlicht in der Deutschen Wacht (Batavia) in den Jahre 1925-1933. Batavia 1936 (Sign.: 11440-C-Ar.).

Zu Zachs Leben und Werk:
Alfred Forke, Nachruf, in: Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft 97.1 (1943), S. 1-15. (Zwei Separata des Nachrufes befinden sich im PA Erwin v. Zach).
Alfred Hoffmann: Dr. Erwin Ritter von Zach (1872-1942) in memoriam. Verzeichnis seiner Veröffentlichungen, in: Oriens Extremus. Zeitschrift für Sprache, Kunst und Kultur der Länder des Fernen Ostens 10.1 (1963), S. 1-60 (in der Bibliothek der ÖAW als Separatum unter der Sign. 3029-C vorhanden; die im folgenden im Anschluß an das bibliographische Zitat genannten Angaben beziehen sich auf die jeweiligen Nummern im Werkverzeichnis, WV).
Kurt Stimmer: Chinas Lyrik verpflichtet. Eine Erinnerung an den Diplomaten und Sinologen Erwin Zach, in: Wiener Zeitung v. 15./16. September 2000, S. 11.

Zur österreichischen China-Forschung zuletzt:
Bernhard Führer: Vergessen und verloren. Die Geschichte der österreichischen Chinastudien, Bochum 2001 (= Edition Cathay, 42).


Der Splitternachlaß umfaßt in erster Linie Fotografien und Separata eigener Werke, von denen einige seinem Bruder Paul bzw. seiner Mutter handschriftlich gewidmet sind. Bei den Fotografien handelt es sich um drei Zach-Portraits von ca. 1890 bzw. 1896/97 sowie vier Gruppenaufnahmen - davon eines doppelt -, die um 1900/1910 offenbar in China oder Singapur aufgenommen wurden; weiters eine Ansicht seines Hauses in Singapur (hiervon auch ein Abzug im PA Erwin v. Zach) und ein Zach-Bildnis neben einem Strauch.
Zu den Separata, die 1977 von Dr. Klaus Wundsam verzeichnet wurden, sind im Juli 2001 jene hinzugegeben worden, die Zach noch zu Lebzeiten der Akademie-Bibliothek übersandt hatte (ab No. 16).

Bei den vorliegenden Materialien dürfte es sich überwiegend um jene handeln, die im Dezember 1953 von Marianne Zach, der Witwe des Bruders, der Akademie übergeben wurden (Zl. 2019/1953; im PA Erwin v. Zach). Die Anregung dazu kam von Alfred Hoffmann, der 1963 eine Würdigung und ein Werkverzeichnis Zachs publizierte. Am 30. Juni 1950 bedankte er sich bei ihr für die Unterstützung bei seinen Recherchen und schloß seinen Brief mit den Worten: "Es wäre sehr zu wünschen, daß Sie dieselben [Fotos], falls keine anderen, näherstehenden Persönlichkeiten Anspruch darauf erhaben, der Wiener Akademie der Wissenschaften hinterließen. Dort könnten sie von allen, die daran interessiert sind, eingesehen werden, während sie sonst vielleicht völlig verloren gehen" (PA Erwin v. Zach).

Erwin von Zach - seit 1928 Ehrenmitglied der Gesamtakademie - hat mit Notariatsakt vom 24. Oktober 1922 sein bei der Hongkong & Shanghai Banking Corporation, Singapur, liegendes Vermögen "unwiderruflich der Akademie der Wissenschaften in Wien zur Förderung der wissenschaftlichen Zwecke derselben" zum Geschenk gemacht. Über die Verwendung dieser "Erwin-Zach-Widmung", für die im Jahre 1928 ein Statut erarbeitet wurde, befindet sich im Archiv der ÖAW ein Konvolut mit Korrespondenzen und Protokollen.