Archiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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k.M. der math.-nat. Klasse seit 1946, w.M. seit 1950
Umfang: 7 Kartons Übersicht und Archiv-Behelf: Institut für Radiumforschung, Karton 32 - 39 (pdf-Format) Korrespondenz (dienstlich u. privat)
Publikationen über Przibram
Vorträge und Vorlesungen
Österreichische Akademie der Wissenschaften |
Literatur: Stefan Sienell u. Christine Ottner: Das Archiv des Instituts für Radiumforschung, in: Anzeiger der math.-nat. Klasse der ÖAW II 140 (2004), S. 11-53.
Siehe auch Institut für Radiumforschung
Karl Przibram wurde am 21. Dez. 1878 in Wien geboren. Nach seiner Reifeprüfung am Akademischen Gymnasium in Wien 1896 wandte er sich dem Studium der Physik, Chemie und Mathematik zu, wobei Franz Serafin Exner und Ludwig Boltzmann zu seinen akademischen Lehrern an der Universität Wien gehörten. Er promovierte 1901 in Graz bei Leopold Pfaundler, verbrachte eine Studienjahr bei J.J. Thomson am Cavendish Laboratory in Cambridge und konnte sich bereits 1905 am Wiener Physikalischen Institut habilitieren. Seit dem Jahre 1912 arbeitete er auf Anregung des Leiters des kurz zuvor gegründeten Instituts für Radiumforschung, Stefan Meyer, an einem Thema, das seine ganze weitere Forschungstätigkeit dominieren sollte: Verfärbungen und Lumineszenzen, hervorgerufen durch radioaktive Strahlung. Günstige private Vermögensverhältnisse ermöglichten es ihm, seinen wissenschaftlichen Interessen als Privatgelehrter nachgehen zu können. Erst ab dem Jahre 1920 wirkte er auch formell als Assistent am Institut für Radiumforschung; 1927 wurde er zum außerordentlichen Professor der Universität Wien ernannt. Mit dem Anschluß an Hitler-Deutschland erfolgte seine Pensionierung. Die Jahre von 1940 bis 1946 verbrachte er - dank der guten Beziehungen zwischen dem Wiener Institut für Radiumforschung und der Union Minère du Haut Katanga - in Brüssel. 1946 berief ihn die Unversität Wien als Ordinarius und Vorstand des II. Physikalischen Instituts zurück. Im Jahre 1951 trat er in den Ruhestand, war jedoch noch bis zu seinem 85. Lebensjahr am Institut für Radiumforschung tätig.
Innerhalb der Akten des Instituts für Radiumforschung befindet sich sein wissenschaftlicher Nachlaß in den Kartons 32 bis 39.