Archiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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k.M. der math.-nat. Klasse seit 1921, w.M. seit 1932
Umfang: 23½ Kartons Übersicht und Archiv-Behelf: Institut für Radiumforschung, Karton 9 - 32 (pdf-Format) Private Unterlagen
Eigene Publikationen
Redaktionstätigkeit (FS Boltzmann 1904)
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Literatur: Stefan Sienell u. Christine Ottner: Das Archiv des Instituts für Radiumforschung, in: Anzeiger der math.-nat. Klasse der ÖAW II 140 (2004), S. 11-53.
Siehe auch Institut für Radiumforschung
Stefan Meyer wurde am 27. April 1872 in Wien geboren. Er absolvierte das Gymnasium in Horn und anschließend ein Freiwilligenjahr bei einem Artillerieregiment. Sein Studium der Physik, Chemie und Mathematik beschloß er 1896 mit seiner Doktorarbeit über den Sitz der Potentialdifferenzen an Tropfelektroden und im Kapillarelektrometer. Auf der Naturforscherversammlung in München 1899 kam sein Kontakt zu dem Braunschweiger Chemiker Friedrich Giesel zustande, der es ihm ermöglichte, mit einer geringen Probe von Radium zu arbeiten. Aufgrund seiner diesbezüglichen Arbeiten konnte sich Meyer im Jahre 1900 als Privatdozent der Physik an der Universität Wien habilitieren. Meyer, der zwischen seit 1897 Assistent Boltzmanns gewesen war und nach dessen Tod 1906 auch kurzzeitig das Institut für theoretische Physik geleitet hatte, wurde 1907 an das von Franz Exner geführte II. Phsikalische Institut berufen. Im Jahre 1910 wurde er von der konstituierenden Versammlung der Radium-Standard-Kommission zu deren Sekretär berufen. Im selben Jahr wurde in Wien das Institut für Radiumforschung der Akademie der Wissenschaften aufgrund einer Stiftung durch Karl Kupelwieser gegründet. Diesem Institut stand Stefan Meyer mit Ausnahme der Jahre 1938 bis 1945 bis zum Jahre 1947 vor.
Innerhalb der Akten des Instituts für Radiumforschung befindet sich sein wissenschaftlicher Nachlaß in den Kartons 9 bis 32.