Do, 16.01.2020. 18:00

„Wir sind nie demokratisch gewesen“

In der Theorie sichern Demokratien allen Bürger/innen die gleichen Möglichkeiten zu ihr gesellschaftliches Leben zu gestalten. In der Praxis aber erschweren dies vor allem sozioökonomische Hürden. Der Soziologe Stephan Lessenich regt bei einer Gender & Diversity Lecture an der ÖAW an, Demokratien auf Schwachstellen wie diese zu prüfen.

© Wikimedia Commons
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Die Sorge um die Demokratie ist in den westlichen Gesellschaften allgegenwärtig. Doch jene gute alte Demokratie, die heute gerne gegen ihre Verächter hochgehalten wird, hat es nie gegeben, argumentiert Stephan Lessenich bei einer Lecture zu Gender & Diversity an der ÖAW. Der Soziologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München ruft ins Bewusstsein, dass jene gesellschaftliche Lebensform, in der für alle Bürger/innen die gleiche Teilhabe an der politischen Gestaltung ihrer eigenen Lebensbedingungen gewährleistet ist, bislang nicht verwirklicht wurde.

Bei seinem Vortrag „Wir sind nie demokratisch gewesen“ thematisiert Lessenich die allgegenwärtigen sozialen Begrenzungen von Berechtigungsansprüchen in Demokratien der westlichen Industriegesellschaften. Um die offensichtliche Krise zu überwinden, regt er an, dieses Grenzregime neu zu überdenken.

Einladung

Anmeldung erbeten unter gleichbehandlung(at)oeaw.ac.at

Informationen

 

Termin:
16. Jänner 2020, 18:00 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien

Kontakt:
Mag. Waltraud Klein
T: +43 1 51581-1490
Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen

 

 

 

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