Dienstag, 05. Dezember 2017, 18:00

Leben und Sterben im Dreissigjährigen Krieg

Die anthropologischen Analysen eines Massengrabes aus 1632 lassen auf einen kräftezehrenden Alltag und ein Leben voller Gewalt schließen. Nicole Nicklisch vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt stellt die Ergebnisse im Rahmen der ÖAI-Vortragsreihe „Neue Bioarchäologische Forschungen“ vor.

Im Jahr 1632 standen sich bei Lützen in der Nähe von Leipzig die Armeen der Habsburger und der Schweden gegenüber. Laut historischer Quellen starben in den darauffolgenden Kampfhandlungen, in einer der zentralen Schlachten des Dreißigjährigen Krieges, zwischen 6.000 und 9000 Soldaten. 2011 wurde ein Massengrab mit 42 Toten aus dieser Schlacht entdeckt. Es wurde als Block geborgen und anschließend im Landesmuseum Halle (Saale) umfassend untersucht.

Die Ergebnisse der anthropologischen Analysen, die von einem deutsch-österreichischen Team um Nicole Nicklisch durchgeführt wurden, zeugen von einem Leben voller Gewalt und einem harten, kräftezehrenden Alltag. Niklisch ist Anthropologin am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – Museum für Urgeschichte, Halle (Saale). Auf Einladung des Österreichischen Archäologischen Instituts der ÖAW berichtet sie im Rahmen der Reihe „Neue Bioarchäologische Forschungen“ über „Leben und Sterben im Dreissigjährigen Krieg – Bioarchäologische Untersuchungen eines Massengrabes von 1632“.

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