09. November 2017 – 10. November 2017

Ein Schlüssel zur Jungsteinzeit in Griechenland

Erste Ackerbauern und Viehzüchter haben in Thessalien Spuren einer vielseitigen Kultur hinterlassen. Ein Workshop diskutiert die Erkenntnisse zum außergewöhnlichen Fundplatz „Platia Magoula Zarkou“.

Etwas westlich von Larisa, der heutigen Hautptstadt der griechischen Region Thessalien, stießen Archäolog/innen vor einigen Jahrzehnten auf die äußerst aufschlussreiche jungsteinzeitliche Siedlung „Platia Magoula Zarkou“. Sie liegt in einer fruchtbaren Ebene und war bereits im 6. Jahrtausend v. Chr. Heimat einer der ältesten Ackerbauern- und Viezüchter-Gesellschaften Europas. Für heutige  Archäolog/innen eröffnen die außergewöhnlichen Funde eines jungsteinzeitlichen Friedhofs mit Brandbestattungen, das Ton-Modell eines Hauses und charakteristische Keramik nach und nach eine Vorstellung des damaligen Lebens.

„Platia Magoula Zarkou“ ist auch das Thema eines Workshops, der am Institut für Orientalische und Europäische Archäologie der ÖAW stadtfindet. Im Hinblick auf eine umfassende Publikation zu dieser Siedlung werden die Teilnehmer/innen ihre Forschungsergebnisse in einem interdisziplinären Kontext diskutieren.

Am Vorabend des Workshops stellt Catherine Perlès von der Universität Nanterre unter dem Titel „The Franchthi Cave – Palaeolithic, mesolithic and Neolithic (Argolid, Greece) eine Höhle auf der Peloponnes vor, die Menschen von etwa 30.000 bis 3000 Jahre v. Chr. Schutz geboten hat.

Weitere Informationen zum Workshop und zum Vortrag am Vorabend