30.09.2015

Die Spur gemeinsamer Identität in kollektiven Biografien

Paul Arthur geht in seiner ACDH-Lecture der Frage nach, wie Technologie Gedächtnis und Identität im 21. Jahrhundert transformiert.

Bild: www.paularthur.com

Digitale Methoden haben die Beschäftigung mit Lebenserinnerungen und Biografien radikal verändert. Das betrifft insbesondere auch große, nationale Biografiensammlungen. War es früher nur schwer möglich aus einer kumulativen Biografiengeschichte gemeinsame Trends, Sichtweisen, Identitäten zu destillieren, eröffnen digitale Formate ungeahnte Forschungsmöglichkeiten.

Auf Einladung des Instituts Austrian Centre for Digital Humanities - ACDH-ÖAW fragt Paul Arthur, Professor für Digital Humanities an der University of Western Sydney, ob und wie sich durch diesen Methodenwandel die Selbstwahrnehmung einer Nation verändert. In seiner ADCH-Lecture „Technology and Transformation: Memory and Identity in the 21st Century“ geht er insbesondere auf die Situation in Australien ein: Das Australian Dictionary of Biography (ADB) verfasst seit 50 Jahren Biografien wichtiger Persönlichkeiten. Seit hierfür digitale Formate verwendet werden, wird es möglich, Biografien übergreifend zu erforschen, wie sich beispielsweise die Idee der Nation in Australien entwickelt hat.

Weitere Informationen

 

Termin:
30. September 2015, 17:00 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Johannessaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien

Kontakt:
Dr. Claudia Resch
Austrian Centre for Digital Humanities - ACDH-ÖAW
Tel: +43 1 51581-2211