Di, 19.05. – 22.05.2020

Beethoven-Geflechte

Der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens ist Anlass, die kulturellen und politischen Netzwerke zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Wien zu diskutieren sowie auf die Besonderheiten der Erinnerungskulturen rund um den musikalischen Jahresregenten einzugehen. Diese Verflechtungen beleuchtet eine internationale Tagung von ÖAW, Universität Wien und Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Beethoven am Flügel, mit Antonio Salieri, Anna Maria Erdödy und Dorothea von Ertmann © Beethoven-Haus Bonn
Beethoven am Flügel, mit Antonio Salieri, Anna Maria Erdödy und Dorothea von Ertmann © Beethoven-Haus Bonn

Die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert war eine turbulente Zeit in Europa – gezeichnet von Instabilität und wechselnden Allianzen, Um- und Neubewertungen von gesellschaftlichen Strukturen und Institutionen. Für den jungen Ludwig van Beethoven, der in den 1790er Jahren in Wien eine Heimat gefunden hatte, war nicht zuletzt die neue Rolle von Kultur bedeutsam. Denn Kunst und Kultur vermittelten symbolisch zwischen nationaler Identitätsfindung und Innerlichkeit, und die Kunstförderung agierte im Spannungsfeld der sich auflösenden Ständeordnung und künstlerischem Autonomiestreben.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften lädt in Kooperation mit der Universität Wien und der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zu einem disziplinenübergreifenden Symposium ein, um die Praktiken aristokratischer Kunstförderung angesichts der politischen Umwälzungen – Stichwort: Napoleon und die Folgen – zu diskutieren. Unter dem Titel „Beethoven-Geflechte“ erörtern internationale Expert/innen, in welchen neuartigen Netzwerken sich Musiker wie Beethoven wiederfanden. Darüber hinaus analysieren sie das Umfeld, in dem sich eine Form des Erinnerns entwickelte, die einen Komponisten wie Beethoven kanonisierend und heroisierend ins kulturelle Gedächtnis hob.

Programm

Anmeldung erbeten an beethovengeflechte(at)mdw.ac.at

Im Rahmen des Symposiums bringen Solist/innen des Orchesters Wiener Akademie unter der Leitung von Martin Haselböck die Sinfonien Nr. 5 und 6 in Kammerbesetzung im Palais Lobkowitz zur Aufführung.

Weitere Informationen zum Rahmenprogramm und zur Kartenbestellung für die Konzerte unter https://musikwissenschaft.univie.ac.at/forschung/tagungen/beethoven-geflechte/

 

Informationen

 

Termin:
19. bis 22. Mai 2020

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien

Konzert im Palais Lobkowitz, Theatermuseum
Lobkowitzplatz 2
1010 Wien

Wissenschaftliche Kontaktpersonen:
Prof. Dr. Birgit Lodes  
Universität Wien, Institut für Musikwissenschaft

Prof. Dr. Melanie Unseld
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung

 

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