Mittwoch, 24. Januar 2018, 17:30

Außergewöhnliche Ausgrabungen im Libanon

Claude Doumet Serhal, Leiterin der Grabungen in der ehemals kanaaitischen und phönizischen Stadt Sidon, präsentiert die archäologischen Erkenntnisse aus knapp zwei Jahrzehnten Grabungstätigkeit.

Sidon, eine Großstadt südlich von Beirut, war bereits in der Antike eine bedeutende Küstenstadt der Kanaaniter und Phönizier. Was wir aber heute über den Libanon im Altertum wissen, basiert zum Großteil auf zeitgenössischen Aufzeichnungen aus der Antike. In Sidon ist es nun seit knapp 20 Jahren möglich, wissenschaftliche Ausgrabungen durchzuführen. Die Ergebnisse zeigen die Bronze- und Eisenzeit der Levante in einem neuen Licht.

Die Grabungsdirektorin und Forscherin am British Museum sowie Honorary Research Fellow am University College, London, Claude Doumet Serhal, berichtet am Institut für Orientalische und Europäische Archäologie der ÖAW über die Früchte der langjährigen Arbeit in Sidon. In ihrem Vortrag zum Thema „Nineteen years of excavation on Sidon’s College site. From 3rd millennium BC hunters to Crusaders; culture, beliefs and commercial dealings in the city“ nimmt sie die speziellen Gefäße der Spätbronzezeit in den Blick, die auf internationale Kontakte außerhalb der üblichen religiösen und Handelsbeziehungen schließen lassen.

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