08. Juni 2017 – 10. Juni 2017

Gold aus Ada Tepe im Kontext

Eine Konferenz diskutiert die neuesten Erkenntnisse zur Praxis des prähistorischen Goldbergbaus am östlichen Balkan und seine Bedeutung im überregionalen Austausch.

Gold aus Erz zu gewinnen gelang bereits prähistorischen Gesellschaften. Während der Bronzezeit wurde der Abbau perfektioniert und zog einen gesellschaftlichen Wandel der Bergbau-Gemeinschaften nach sich. Zahlreiche Indizien finden sich hiefür im ältesten Goldbergwerk Europas, im bulgarischen Ada Tepe. Es wird derzeit in einer Kooperation des Instituts für Orientalische und Europäische Archäologie der ÖAW mit der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften (NIAM) erforscht.

Eine gemeinsame Konferenz in Wien stellt Ada Tepe in den größeren Kontext von Goldproduktion und -handel im dritten und zweiten Jahrtausend v. Chr. am Balkan. Zum Thema „Searching for Gold. Resources and networks in the Bronze Age of the eastern Balkans” debattieren internationale Fachleute Provenienz und Transport, Knowhow-Transfer, Umweltbedingungen und Sozialstrukturen der Bergbau-Gemeinschaften.

Am Vorabend der Konferenz spricht Thomas Stöllner, Professor an der Ruhr-Universität Bochum, im Rahmen einer Public Keynote Lecture über „Prehistoric gold mining: From technical practice to social control“. Dabei spannt der Montanarchäologe den geografischen Bogen von Georgien, Südeuropa bis Ägypten.

Weitere Informationen