Donnerstag, 30. Juni 2016, 10:30

Vom Nutzen der Historischen Hilfswissenschaften

Eine Podiumsdiskussion setzt sich mit den Herausforderungen der Erschließung der immer einfacher verfügbaren digitalen Quellen auseinander.

Derzeit werden historische Quellen in großem Umfang digital erschlossen. Die Faszination der neuen Technik, mit der historische Dokumente einem breiten Benutzerkreis zugänglich gemacht werden können, lässt die Anforderungen fachgerechter Erschließung der Quellen bisweilen in den Hintergrund treten. Tatsächlich droht aber die Gefahr, dass die dafür erforderlichen Kompetenzen nicht im notwendigen Ausmaß mehr in Lehre und Forschung vermittelt werden. Wenn das Know How etwa zum Lesen historischer Schriften, zur Anfertigung von Übersetzungen aus dem Lateinischen oder aus volkssprachlichen älteren Sprachstufen fehlt, kann langfristig der Schatz des digitalisierten kulturellen Erbes nicht gehoben werden.

Die ÖAW, die Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät der Universität Wien in Verbindung mit dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung und dem Forschungsschwerpunkt "Text und Edition" laden ein, sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem Spannungsfeld "Digitalisierung und fachgerechte Erschließung" auseinanderzusetzen. Zum Thema "Auslaufmodell der Expertenkultur oder Werkzeug der Selbstermächtigung? Historische Hilfswissenschaften im Zeitalter der Digital Humanities" diskutieren:

  • Eva Schlotheuber (Universität Düsseldorf, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte)
  • Claudia Märtl (Universität München, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte mit dem Schwerpunkt Spätmittelalter)
  • Georg Vogeler (Universität Graz, Lehrstuhl für Digital Humanities)
  • Wolfgang Spickermann (Universität Graz, Lehrstuhl für Alte Geschichte und Altertumskunde)

Moderation: Andreas Zajic (ÖAW, Institut für Mittelalterforschung, Editionsunternehmen und Quellenforschung – MIR)

Einladung