Ertragreiche Tradition

Die Informationsveranstaltung „Wissenschaft und Militär“ befasste sich mit dem gesellschaftlichen Mehrwert gemeinsamer Forschung.

Jahrzehnte der Forschungszusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben vielfältige wissenschaftliche Erkenntnisse erbracht. Am 20. Oktober 2015 wurde diese traditionsreiche Partnerschaft einer Rückschau unterzogen. Anhand konkreter Ergebnisse wie Entwicklungen in der Satellitennavigation, die Günter W. Hein von der Europäischen Weltraumbehörde vortrug, wurde bilanziert, welchen Nutzen diese Zusammenarbeit für Wirtschaft und Gesellschaft hatte und welches Potenzial diese auch für die Zukunft birgt.

Ein Zukunftspotenzial, das auch Bundespräsident Heinz Fischer, Oberbefehlshaber des Österreichischen Bundesheeres und Schirmherr der Akademie, in seiner Grußadresse im Festsaal der ÖAW betonte, nicht zuletzt angesichts der vielfältigen globalen politischen Herausforderungen. Diese, so der deutsche Philosoph Jürgen Mittelstrass in seiner Hauptrede, würden nämlich auch neue Herausforderungen für die wissenschaftlich informierte militärische Bildung und Ausbildung bedeuten. Denn: „Im ewigen Ringen um Krieg und Frieden hat das Militär die Seiten gewechselt: es ist – jedenfalls in aufgeklärten demokratischen Gesellschaften – nicht länger da, um Kriege zu führen, sondern um sie zu verhindern.“

Der Vortrag von Jürgen Mittelstrass im Volltext