Chancen und Herausforderungen der digitalen Geschichtswissenschaften

Die Podiumsdiskussion „Auslaufmodell der Experten-Kultur oder Werkzeug der Selbstermächtigung“ an der ÖAW beleuchtete kritische Aspekte der digitalen Forschung.

Bild: ÖAW
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Vom smarten Archiv bis zur softwaregestützten Textanalyse: Digitale Werkzeuge haben zahlreiche neue Möglichkeiten und Perspektiven nicht nur für die historische Forschung eröffnet. Längst bieten sie auch der Öffentlichkeit die Chance, direkt und unkompliziert auf Quellen, die wesentlichen Grundlagen unseres historischen Wissens, zuzugreifen. Aber reicht ein Angebot an intelligenten Tools und online zugänglichen Daten- und Dokumentsammlungen, um aus den Quellen auch seriöse Rückschlüsse zu ziehen? Oder bedarf es nicht gerade angesichts dieser Verfügbarkeit historischen Materials eines soliden Expert/innenwissens, um den historischen Zeugnissen mit der nötigen kritischen Distanz begegnen zu können – und damit zu gesicherten Erkenntnissen zu gelangen?

Fragen wie diesen widmete sich am 30. Juni 2016 die Podiumsdiskussion „Auslaufmodell der Experten-Kultur oder Werkzeug der Selbstermächtigung“ an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Veranstaltet von ÖAW und der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien in Verbindung mit dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung und dem Forschungsschwerpunkt Text und Edition, debattierten dabei hochrangige Expert/innen aus dem In- und Ausland, welche Konsequenzen und möglichen Anforderungen der Siegeszug der digitalen Geschichtswissenschaften mit sich bringt. 

Download "FTAdmin - Auslaufmodell der Expertenkultur"-Video: MP4