Auf Kurs zum Merkur

Die europäisch-japanische Raumsonde BepiColombo startete am 20. Oktober zum innersten Planeten des Sonnensystems. Mit an Bord ist neueste Technologie von Weltraumforscher/innen der ÖAW. Hintergründe zur Mission kann man im ÖAW-Podcast MAKRO MIKRO und im Video auf YouTube erfahren.

© ESA

Am 20. Oktober in den frühen Morgenstunden war es soweit: Die europäisch-japanische Raummission BepiColombo hat die Erde verlassen, um Kurs auf den Planeten Merkur zu nehmen. Sie bringt erstmals in der Geschichte gleich zwei Weltraumsonden zum kleinsten und innersten Planeten des Sonnensystems. Nach einer siebenjährigen Reise sollen diese sowohl die planetare Oberfläche als auch Merkurs Magnetosphäre genau unter die Lupe nehmen, um damit mehr über den bisher kaum erforschten Planeten in Erfahrung zu bringen.

Zum Gelingen der komplizierten und riskanten Messungen sollen auch mehrere Geräte beitragen, die unter Federführung des Instituts für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) entwickelt wurden. Eine Ionenkamera und zwei Magnetometer mit Know-how aus Österreich sind an Bord von BepiColombo. Was mit diesen Instrumenten untersucht werden soll und wie sie funktionieren, erklärt ÖAW-Forscher Werner Magnes, Leiter der Forschungsgruppe „Weltraumagnetometer“ im Podcast MAKRO MIKRO und in einem Forschungsfrage-Video der ÖAW.

Den Auftakt der europäisch-japanischen Weltraummission feierte das Institut übrigens mit einem großen Fest an seinem Standort in Graz: In der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober 2018 waren Weltraumfans eingeladen, mehr über das einzigartige Projekt zu erfahren und herauszufinden, welche Überraschungen der sonnennächste Planet für uns bereithalten könnte. Den Höhepunkt des Fests bildete natürlich der Start der Trägerrakete BepiColombos vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou aus – dieser war in Echtzeit auf der Leinwand in Graz sowie im Livestream auf www.oeaw.ac.at  zu verfolgen. Jetzt heißt es: Gute Reise, BepiColombo!