Di, 07.12.2021 17:00

Werte, die die Suchmaschinen leiten

+++VERSCHOBEN+++Die Soziologin und Wissenschaftsforscherin Astrid Mager untersucht am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der ÖAW, welche impliziten Werte die Ausgestaltung von Suchmaschinen leiten und dadurch die Auswahl der Suchergebnisse in bestimmte Richtungen lenken. In einer Lecture an der ÖAW präsentiert sie ihre Arbeiten über kommerzielle Suchmaschinen sowie zu alternativen Suchmaschinenprojekten.

© Unsplash/Benjamin Dada
© Unsplash/Benjamin Dada

Zwei Komponenten prägen eine Suchmaschine: die zugrundeliegende Datenbank mit Erfahrungswerten und ein Suchalgorithmus, der mit mathematischen Operationen das Ranking der Ergebnisse vornimmt. Sowohl die eingespeiste Erfahrung als auch die Regeln zur Bewertung können zu realitätsverzerrenden Ergebnissen beitragen. Wie insbesondere kommerzielle Algorithmen zu Verzerrungen beitragen und wie entsprechende Regulierungen entwickelt werden könnten, erforscht Astrid Mag, Post-Doc am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der ÖAW und Lektorin am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung der Universität Wien.

Im Rahmen einer Lecture zu Gender & Diversity an der ÖAW gibt sie Einblick in die Suchmaschinenlandschaft, in der neben Google & Co., auch alternative Suchtechnologien zu finden sind. Im Vortrag zum Thema „Algorithmische Imaginationen. Von der kapitalistischen Ideologie zur Suchmaschinen-Diversität?“ geht sie von ihren empirischen Arbeiten zu kommerziellen Suchmaschinen und deren „algorithmischer Ideologie“ aus und vergleicht sie mit alternativen Suchmaschinenprojekten - vorwiegend aus Europa – und deren zugrundeliegende Gesellschaftsentwürfe. Astrid Mager ist Mitglied der Jungen Akademie der ÖAW und arbeitet an ihrem Habilitationsprojekt Algorithmic Imaginaries. Visions and values in the shaping of search engines, finanziert durch das Elise Richter Programm des FWF.

Informationen

 

Termin:
VERSCHOBEN vom 7. Dezember 2021, 17:00 Uhr auf Jänner/Februar 2022

Ort:
Online

Kontakt:
Mag. Waltraud Klein
T: +43 1 51581-1490
Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen

 

 

 

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