13.01.2022

Si vis pacem, para bellum

Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor – dieses lateinische Sprichwort stellt der Historiker Miroslav Šedivý seinem neuen Buch voran. Auf Einladung der ÖAW analysiert er in einem Online-Vortrag über das Buch die italienische Reaktion auf die internationale Unsicherheit im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts.

Buchcover © Verlag der ÖAW
Buchcover © Verlag der ÖAW

Die post-napoleonische Ordnung Europas war nicht von langer Dauer. Der Machtmissbrauch in europäischen und überseeischen Angelegenheiten provozierte Pessimismus und Angst und führte zu Diskussionen über die verschwindende Gerechtigkeit in der Welt. Es waren vor allem Angehörige der gebildeten Mittel- und Oberschicht, die unter dem Einfluss verschiedener Krisen und Konflikte in den 1840er Jahren neue Fragen zum Zustand der internationalen Politik, zu Gerechtigkeit, Sicherheit und Nationsbildung stellten. Besonders wichtig war dieser Prozess in Italien, wo die Suche nach größerer Sicherheit gegen externe Bedrohungen zur entscheidenden Triebkraft für die Verbreitung einer Idee der nationalen Einheit wurde.

All diese Themen behandelt Miroslav Šedivý in seinem neuen Buch „Si vis pacem, para bellum. Die italienische Reaktion auf die internationale Unsicherheit 1830-1848“. Auf Einladung des Instituts für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW stellt er das Buch in einem Online-Vortrag mit gleichlautendem Titel vor. Dabei geht er am Beispiel Italiens auf das Dilemma der Nationalstaatsideen ein, die europaweit mehr Frieden versprachen, durch welche aber schon im Vorfeld überschießende Machtdemonstrationen ausgelöst wurden. Miroslav Šedivý ist Professor an der Philosophischen Fakultät der Universität Pardubitz und der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt mit dem Forschungsschwerpunkt Geschichte des 19. Jahrhunderts, vor allem Geschichte des Vormärz (1815–1848).

Informationen zum Buch

Anmeldung für einen Zoom-Link per Mail an ulrike.rack(at)oeaw.ac.at

 

Informationen

 

Termin:
13. Jänner 2022, 18:00 Uhr

Ort:
Online via Zoom

Kontakt:
Mag. Dr. Barbara Haider-Wilson
T: +43-1-51581-7327
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW

 

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