Prinzip Inklusion : : Grundlagen einer interdisziplinären Metatheorie in religionspädagogischer Perspektive / / Wolfhard Schweiker.

Inklusion gilt als Leitbegriff der sozialen Frage des 21. Jahrhunderts. Er ist im Begriff, neben der Freiheit und Gleichheit den dritten Wertbegriff der Moderne zu präzisieren und gibt eine Antwort auf Exklusionsprozesse, die aufgrund zugespitzter Ökonomisierung, Globalisierung und Vertreibung soz...

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Place / Publishing House:Göttingen, Germany : : Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG,, [2017]
©2017
Year of Publication:2017
Edition:1st ed.
Language:German
Physical Description:1 online resource (490 pages)
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505 0 |a Intro -- Title Page -- Copyright -- Table of Contents -- Body -- Geleitwort -- Dank -- Einleitung -- Kapitel 1: Sprachliche Bedeutung von Inklusion -- 1.1 Paradigmatische Strukturen: Begriffsbestimmung -- 1.1.1 Lateinische Wortbedeutung -- 1.1.2 Deutsche Wortbedeutung -- 1.1.3 Wortfeld -- 1.1.4 Begriffskompositionen -- 1.2 Syntagmatische Strukturen: Kontextbestimmung -- 1.2.1 Syntagmatische Kombinationen und Phrasenbildungen -- 1.2.2 Wissenschaftlicher Fachbegriff -- 1.2.3 Konnotationen -- 1.2.4 Metaphorik -- 1.3 Zusammenfassung und kritische Würdigung -- Kapitel 2: Inklusion in der Rechtswissenschaft -- 2.1 Inklusion als Menschenrecht -- 2.1.1 Inklusion in den Menschenrechtsvereinbarungen -- 2.1.1.1 Inklusion als expliziter Rechtsbegriff -- 2.1.1.2 Inklusion als impliziter Rechtsbegriff -- 2.1.2 Entwicklungsschritte auf dem Weg zur Inklusion in internationalen Deklarationen und Leitlinien -- 2.1.3 Inklusion in der UN-BRK -- 2.1.4 Näherbestimmungen in den Leitlinien für Inklusion -- 2.2 Inklusion als nationales Bundesrecht -- 2.2.1 Inklusion im Kontext der Rechtsordnung -- 2.2.2 UN-BRK als innerstaatlich geltendes, einklagbares Bundesrecht -- 2.2.3 Recht auf inklusive Bildung und Pflicht zur Realisierung -- 2.3 Zusammenfassung und kritische Würdigung -- Kapitel 3: Inklusion in der Soziologie -- 3.1 Inklusion im Licht soziologischer Paradigmen -- 3.1.1 Mitgliedschaft in der handlungstheoretischen Systemtheorie -- 3.1.2 Solidarität in der französischen Sozialtheorie -- 3.1.3 Machtausübung in poststrukturalistischer Perspektive -- 3.1.4 Kommunikationstheoretische Systemtheorie als übergreifendes Paradigma -- 3.1.5 Bewertung und Schwerpunktsetzung -- 3.2 Inklusion in der kommunikationstheoretischen Systemtheorie -- 3.2.1 Grundlagen des systemtheoretischen Verständnisses von Inklusion. 
505 8 |a 3.2.2 Begriffsgeschichtliche Aspekte von Inklusion im Kontext der Systemtheorie -- 3.2.3 Verortung von Inklusion in der Systemtheorie -- 3.2.4 Systemtheoretische Soziologie der Inklusion -- 3.2.4.1 Inklusion-Exklusion Verhältnis systemtheoretisch -- 3.2.4.2 Inklusion an der Schnittstelle von sozialen und psychischen Systemen -- 3.2.4.3 Soziologische Unterscheidungskriterien von Inklusion -- 3.2.5 Inklusion in differenzierten Funktionssystemen -- 3.2.5.1 Systemfunktionsspezifik und Inklusion -- 3.2.5.2 Funktionssystem Bildung -- 3.2.5.2 Funktionssystem Religion -- 3.3 Zusammenfassung und kritische Würdigung -- Kapitel 4: Inklusion in der Pädagogik -- 4.1 Sozialgeschichtliche Phasen und die aktuelle Epoche -- 4.2 Zum pädagogischen Begriffsverständnis von Inklusion -- 4.3 Inklusion in der pädagogischen Theoriebildung -- 4.3.1 Verhältnisbestimmung von Allgemeiner Pädagogik, Sonderpädagogik und Inklusionspädagogik -- 4.3.2 Der explizite Inklusionsbegriff in der pädagogischen Theoriebildung -- 4.3.2.1 Hypothese vom Theoriedefizit der Integrations- und Inklusionspädagogik -- 4.3.2.2 Grundlagentheorien integrativer Ansätze -- 4.3.2.3 Theoriebildung der explizit inklusiven Ansätze -- 4.3.3 Der implizite Inklusionsbegriff in der pädagogischen Theoriebildung -- 4.3.3.1 Allgemeine Pädagogik der Vielfalt -- 4.3.3.2 Verschiedenheit und Heterogenität -- 4.3.3.3 Gleichheit und Anerkennung -- 4.4 Metatheoretische Frage nach dem Zusammenhang inklusionspädagogischer Theorien -- 4.4.1 Bilanzierung der pädagogischen Theoriebildung zum expliziten Inklusionsbegriff -- 4.4.2 Exkurs: Anthropologisch-ethische Anknüpfungspunkte in der sonderpädagogischen Theoriebildung -- 4.4.3 Bilanzierung der pädagogischen Theoriebildung zum impliziten Inklusionsbegriff -- 4.4.4 Inklusion im Kontext des radikalen Pluralismus -- 4.4.5 Differenzphilosophie des französischen Poststrukturalismus. 
505 8 |a 4.5 Inklusionspädagogische Antinomien -- 4.5.1 Antinomie von Gleichheit und Differenz -- 4.5.2 Antinomie von Anerkennung und Veränderung -- 4.5.3 Antinomie von Sollen und Sein -- 4.5.4 Antinomie von Wertesetzung und Werteinhaltung -- 4.5.5 Antinomie von Sollen und Wollen -- 4.6 Inklusionspädagogische Dilemmata -- 4.6.1 Dilemma von Differenz als Bereicherung und Anstrengung -- 4.6.2 Dilemma von Individualität und Kollektivität -- 4.6.3 Dilemma von inklusiven und exklusiven Bedürfnissen -- 4.6.4 Dilemma von äußerer und innerer Differenzierung -- 4.6.5 Dilemma von Etikettierung und Ressourcenzuweisung -- 4.6.6 Dilemma von gleicher Anerkennung und notwendiger Ungleichbehandlung -- 4.7 Zusammenfassung und kritische Würdigung -- 4.7.1 Explikative Theorie: Begriffsklärungen -- 4.7.2 Präskriptive Metatheorie: Pädagogische Normenklärung -- 4.7.3 Deskriptive Wirklichkeitstheorie: Empirische Forschung -- 4.7.4 Folgerungen für eine pädagogische Inklusionstheorie -- Kapitel 5: Inklusion in der Religionspädagogik -- 5.1 Inklusion in religionspädagogisch-disziplinärer und interdisziplinärer Verortung -- 5.2 Der explizite Integrationsbegriff in der religionspädagogischen Theoriebildung -- 5.2.1 Ergänzende partnerschaftlich-solidarische Koexistenz (Szagun) -- 5.2.2 Bildung im Miteinander der Verschiedenen (Müller-Friese) -- 5.2.3 Differenzkritische Religionspädagogik (Kollmann) -- 5.2.4 Zusammenfassung und Bilanzierung -- 5.3 Der explizite Inklusionsbegriff in der religionspädagogischen Theoriebildung -- 5.3.1 Entwicklung und aktueller Stand des religionspädagogischen Inklusionsdiskurses -- 5.3.2 Begriffsverständnis von Inklusion im religionspädagogischen Diskurs -- 5.3.3 Sozial- und tiefenpsychologische Theorieaspekte im religionspädagogischen Inklusionsdiskurs -- 5.3.4 Theoriebildende Elemente einer inklusiven Religionsdidaktik. 
505 8 |a 5.3.4.1 Subjektorientierter-konstruktivistischer Ansatz -- 5.3.4.2 Inklusiver Kompetenzbegriff -- 5.3.4.3 Entwicklungspsychologische Aspekte -- 5.4 Der implizite Inklusionsbegriff in der religionspädagogischen Theoriebildung -- 5.4.1 Inklusionsaspekte in der religionspädagogischen Pluralismusdebatte -- 5.4.2 Inklusionsaspekte in der religionspädagogischen Differenzdebatte -- 5.4.3 Inklusionsaspekte in Bildungstheorie und Religionsbegriff -- 5.4.4 Inklusionsaspekte im Kontext einer pluralitätsfähigen Hermeneutik -- 5.4.5 Inklusionsaspekte in einer Pädagogik und Theologie des Anderen -- 5.4.6 Inklusionsaspekte in der interreligiös orientierten Religionspädagogik -- 5.5 Inklusion in religionspädagogisch-theologischer Reflexion -- 5.5.1 Inklusion in der theologischen Reflexion der Religionspädagogik -- 5.5.2 Inklusion in der theologisch-anthropologischen Reflexion der Religionspädagogik -- 5.5.2.1 Theologische Begründung der Gleichheit menschlicher Verschiedenheit -- 5.5.2.2 Theologisch-formale Bestimmungen des Menschseins -- 5.5.2.3 Theologisch-materiale Bestimmung menschlicher Vielfalt -- 5.5.2.3.1 Verschiedenheit von Menschen -- 5.5.2.3.2 Exkurs: Intersexuell geschaffen -- 5.5.2.3.3 Vielschichtigkeit von Menschen -- 5.5.2.3.4 Veränderlichkeit des Menschen -- 5.5.3 Inklusion in trinitarischer Reflexion -- 5.5.3.1 Gott der Lebenschaffende -- 5.5.3.2 Gott der sich selbst Unterscheidende und Begrenzende -- 5.5.3.3 Gott der alles Verbindende -- 5.6 Inklusion in religionspädagogisch-ethischer Reflexion -- 5.6.1 Freiheit in der Inklusion -- 5.6.2 Inklusion im Befähigungsansatz -- 5.6.3 Ethik der ausgleichenden Gerechtigkeit -- 5.6.4 Verhältnisbestimmung von Anerkennung und Veränderung -- 5.7 Inklusion in der empirischen Religionspädagogik: Eine Randnotiz -- 5.8 Dilemmata einer inklusiven Religionspädagogik. 
505 8 |a 5.8.1 Dilemma von wissenschaftlicher Separation und Interdisziplinarität -- 5.8.2 Dilemma von begrifflicher Generalisierung und Präzision -- 5.8.3 Dilemma von Konfessionalität und Inklusion -- 5.8.4 Dilemma von Begrenzung und Entgrenzung -- 5.9 Prinzip Inklusion als Konstruktionsaufgabe der religionspädagogischen Theoriebildung -- 5.9.1 Relevante Denktraditionen und interdisziplinäre Bezüge -- 5.9.2 Disziplinäre Grundlagentheorie in inklusionstheoretischer Perspektive -- 5.9.3 Inklusion religionspädagogisch-ethischer Perspektive -- 5.9.4 Inklusive Gegenstandstheorie in religionspädagogischer Perspektive -- 5.9.4.1 Relationalität und Menschenwürde -- 5.9.4.2 Partizipation und Freiheit -- 5.9.4.3 Differenz und Pluralismus -- 5.9.4.4 Anerkennung und Gleichheit -- 5.9.4.5 Veränderung und Gerechtigkeit -- 5.9.5 Exemplarische Anwendung der Inklusionstheorie im Praxisfeld Religionsunterricht -- 5.9.6 Folgerungen der Inklusionstheorie für die Religionspädagogik -- 5.9.6.1 Beziehungspädagogisch: Kondiskenz- und Kommunikationsfähigkeit -- 5.9.6.2 Partizipationspädagogisch: Teilhabe- und Teilgabefähigkeit -- 5.9.6.3 Vielfaltspädagogisch: Pluralismus- und Wahrnehmungsfähigkeit -- 5.9.6.4 Anerkennungspädagogisch: Begründungs- und Anerkennungsfähigkeit -- 5.9.6.5 Friedenspädagogisch: Solidaritäts- und Veränderungsfähigkeit -- 5.10 Zusammenfassung und kritische Würdigung -- Kapitel 6: Das Prinzip Inklusion: Interdisziplinäre Grundlagen einer Metatheorie -- 6.1 Vorbemerkungen -- 6.2 Grundsätze der Inklusion -- 6.2.1 Relationalität und Menschenwürde -- 6.2.2 Partizipation und Freiheit -- 6.2.3 Differenz und Pluralismus -- 6.2.4 Anerkennung und Gleichheit -- 6.2.5 Veränderung und Gerechtigkeit -- 6.2.6 Divergenzen und Klärungen -- 6.2.7 Begrenzungen und Motivationen -- 6.2.8 Sozialität und Bildung -- 6.2.9 Differenzen und Einheit -- 6.2.10 Prozess und Vision. 
505 8 |a 6.3 Schlussbemerkungen. 
502 |b Habilitation  |c Universität Tübingen  |d 2016. 
588 |a Description based on print version record. 
520 8 |a Inklusion gilt als Leitbegriff der sozialen Frage des 21. Jahrhunderts. Er ist im Begriff, neben der Freiheit und Gleichheit den dritten Wertbegriff der Moderne zu präzisieren und gibt eine Antwort auf Exklusionsprozesse, die aufgrund zugespitzter Ökonomisierung, Globalisierung und Vertreibung soziale Sprengkraft gewinnen. Diese äußert sich nicht zuletzt in Abwehr- und Ausgrenzungstendenzen wie sie aktuell in der Pegida-Bewegung und der AfD-Partei sichtbar werden oder sich in Fremden- und Behindertenfeindlichkeiten manifestieren. Die UN-Behindertenrechtskonvention beförderte die Konjunktur der Inklusion. Der mittlerweile inflationäre Gebrauch führte zu einer begrifflichen Unschärfe dieser sozialen Leitidee. Die vorliegende Habilitationsschrift profiliert mit dem »Prinzip Inklusion« die wissenschaftliche Kontur des Begriffs. Mit der Grundlegung einer interdisziplinären Metatheorie schärft sie den Begriff sprachlich, differenziert seine rechtliche Kontur und arbeitet soziologische Unterscheidungskriterien für die empirische Erforschung inklusiver Prozesse heraus. In pädagogischer Hinsicht wird neben der Anerkennung von Differenz auch die notwendige Veränderung im Sinne einer ethischen Differenzkritik plausibilisiert. In religionspädagogischer Perspektive wird die These der »strukturellen Separationspartizipation« der Wissenschaften entfaltet und die unter anderem theologische Normenklärung des Inklusionsprinzips vorangebracht. Neben der Beschreibung von theoretischen Antinomien und praktischen Dilemmata der Inklusion wird mit fünf präskriptiven und deskriptiven Begriffspaaren das Wesen und die Werte der Inklusion konkretisiert. In (religions-)pädagogischer Perspektive geht es darum, dass das ICH sich bildet, um gemeinsam mit dem DU das WIR zu leben - frei, gleich, gerecht und würdevoll. Die Zielperspektive ist, dass Inklusion als Menschenrecht, als werthaltige Vision und gesellschaftlicher Prozess zum Nutzen der sozialen Teilhabe aller Menschen wirksam wird.  
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