Wie werden Wissenschaftler gemacht? : Beobachtungen zur wechselseitigen Konstitution von Geschlecht und Wissenschaft / Sandra Beaufaÿs

»Gute Wissenschaftler«, so wird gemeinhin angenommen, entstehen allein durch ihre individuelle Leistung. Diese auf einer empirischen Untersuchung basierende Studie setzt dagegen die These, dass Leistung nicht unabhängig von der Anerkennung der im wissenschaftlichen Feld etablierten Akteure als funkt...

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Frontmatter 1 Inhalt 5 Einleitung 9 I. Die Akteure der Wissenschaft als Gegenstand der Wissenschaftsforschung 25 II. Das soziale Feld der Wissenschaft 51 III. Überblick über die Datenerhebung und Hintergrundinformation 71 IV. Organisation, Kultur und Glaube der untersuchten Fächer 95 V Das Geschlecht der Wissenschaft 239 A Übersicht 259 B Instrumente 263 Anmerkungen 271 Literatur 285 Backmatter 298
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»Gute Wissenschaftler«, so wird gemeinhin angenommen, entstehen allein durch ihre individuelle Leistung. Diese auf einer empirischen Untersuchung basierende Studie setzt dagegen die These, dass Leistung nicht unabhängig von der Anerkennung der im wissenschaftlichen Feld etablierten Akteure als funktionales, »objektives« Prinzip existiert, sondern innerhalb sozialer Prozesse individuell zugeschrieben und hergestellt wird. Vor diesem Hintergrund wird auch die Frage beleuchtet, wie es dazu kommt, dass wesentlich mehr männliche als weibliche Aspiranten die akademische Karriere fortsetzen. Der Blick richtet sich dabei weder auf »subjektive Laufbahnen« noch auf »objektive Strukturen«. Untersucht wird vielmehr die alltägliche Praxis des wissenschaftlichen Feldes, die sich im praktischen Sinn, der illusio der Akteure, widerspiegelt. Damit schließt die Studie an Pierre Bourdieus Untersuchungen des wissenschaftlichen Feldes an und ergänzt diese um neue Gesichtspunkte.
Besprochen in:Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, 1-2 (2006), W. Riegraf
»Vor allem chauvinistischen männlichen Wissenschaftlern hält die Verfasserin einen Spiegel vor, anderen zeigt sie [...] die Absurdität des üblichen wissenschaftlichen Gehabes ('Hahnenkämpfe') auf. Möge die vorliegende Studie daher möglichst viele Leser unter Akademiker(innen), Universitätsverwaltungen und vor allem bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finden! Dann wäre auf eine Verbesserung der Situation in Deutschland zu hoffen.«
This eBook is made available Open Access under a CC BY-NC-ND 3.0 license: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0 http://www.transcript-verlag.de/open-access-bei-transcript
1 Sandra Beaufaÿs (Dr. phil.) ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Koordinations-und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW an der Universität Duisburg-Essen. Sie ist dort für die Wissenschaftsredaktion (u.a. der Zeitschrift GENDER und der Buchreihe Geschlecht & Gesellschaft) zuständig.
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