INTERNATIONAL FORUM ON AUDIO-VISUAL RESEARCH -
JAHRBUCH DES PHONOGRAMMARCHIVS


Anlässlich des 110. Geburtstages des Phonogrammarchivs fasste Rudolf M. Brandl, damals Direktor des Phonogrammarchivs, den Entschluss, einen periodisch erscheinenden Sammelband, das Jahrbuch des Phonogrammarchivs, ins Leben zu rufen. 2010 erschien es zum ersten Mal.

Die inhaltliche Ausrichtung schließt sowohl Beiträge zur Technik, wie Aufnahmetechnik, Langzeitbewahrung oder Re-Recording, als auch zu inhaltlichen Auswertungen der Sammlungsbestände und Diskursen von Feldforschungsmethoden mit ein. Entsprechend der internationalen Vernetzung des Phonogrammarchivs bietet das Jahrbuch somit eine Plattform für den Gedankenaustausch zu diesen Themen im Kreise internationaler Spezialisten und Spezialistinnen. Die Beiträge stammen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Phonogrammarchivs sowie Kooperationspartnerinnen und -partnern (Deponenten) und internationalen Forscherinnen und Forschern, die mit dem Phonogrammarchiv in Kontakt stehen.

Die Jahrbücher 1 bis 4 erschienen beim Cuvillier-Verlag , mit Band 5 wurde das Jahrbuch vom Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften übernommen. Mit diesem Wechsel wird die inhaltliche Zielsetzung durch den Titel International Forum on Audio-Visual Research – Jahrbuch des Phonogrammarchivs sowie die Zweisprachigkeit noch unterstrichen. Neben dem Editorial Board wurde ein Advisory Board, das für das Double-blind Review verantwortlich zeichnet, eingerichtet.


JAHRBUCH DES PHONOGRAMMARCHIVS, Band 8

Das Phonogrammarchiv hat mit seinen eigenen oder andere Forscher unterstützenden Forschungsprojekten immer wieder aktuelle Themen aufgegriffen. Gerade jetzt sind es politische Ereignisse, v.a. die verstärkten und viel diskutierten Migrationsbewegungen aus dem Nahen und Mittleren Osten, die auch in Projekten des Phonogrammarchivs ihren Niederschlag finden. Deshalb ergab sich für den 8. Band des Jahrbuchs ein Schwerpunkt zur Region Syrien/Naher Osten/Türkei.

Dieser regionale Schwerpunkt steht sowohl in den Beiträgen von Archivmitarbeitern als auch in der Charakterisierung einer übernommenen Sammlung plus einem anschließenden Kommentar durch ausgewiesene Spezialisten von außen im Fokus; darüber hinaus beziehen sich der Feldforschungsbericht der Archivmitarbeiter sowie die Rezension einer jüngsten Publikation durch einen Politologen ebenfalls auf diese Region. Den mannigfachen Arbeits- und Forschungsgebieten des Phonogrammarchivs folgend enthält dieser Band aber auch einen Beitrag aus der Langzeitforschung zu mechanischen Musikinstrumenten sowie einen weiteren Bericht zu einer vom Phonogrammarchiv übernommenen Sammlung – verfasst vom Urheber, der seine eigenen Aufnahmen von Sprachen Nordnigerias und des Tschad aus vier Jahrzehnten Revue passieren lässt.

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JAHRBUCH DES PHONOGRAMMARCHIVS, Band 7

Der 7. Band umfasst inhaltlich drei Themenblöcke, die durch „Analyse“ im weitesten Sinn verknüpft sind. Im Zentrum stehen die Ausarbeitung archivierter Ton- bzw. Videodokumentationen, verschiedene Herangehensweisen und unterschiedliche Perspektiven und Forschungsziele. Einmal mehr wird deutlich, dass das Phonogrammarchiv als Ort für Langzeitarchivierung einschließlich ausführlicher Dokumentationen gilt, dass aber die archivierten Aufnahmen noch weiterer wissenschaftlicher Ausarbeitung harren.
Vier Beiträge beschäftigen sich mit dem seit geraumer Zeit viel beachteten Bereich von Forschungen in Kriegsgefangenenlagern zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Sie sind Beispiele für die Beschäftigung mit historischen Aufnahmen, also Aufnahmen „anderer“ aus einer „anderen“ Zeit. Die drei Beiträge aus jüngeren Forschungsvorhaben, die aus der Feder der „Urheber“ stammen spiegeln die Auseinandersetzung mit „eigenen“ Aufnahmen aus dem „eigenen“ Forschungsprojekt wider. Der Technik-orientierte Beitrag wiederum verhandelt kritisch selbst gefasste Entscheidungen als Folge allgemeiner Trends und Anpassung an die Erfordernisse bzw. die (finanziellen) Möglichkeiten des Phonogrammarchivs.
Somit wird deutlich, welches Potenzial im Phonogrammarchiv als Institution und als Quellendepot sowie als Ort der Forschung, Begegnung und Diskussion hinsichtlich neuer Erkenntnisse liegt. Die Überlegungen zu kulturellen Aktivitäten damals, heute und an unterschiedlichen Orten sind eng mit den jeweiligen Akteuren, deren Lebensumständen und sozialen Situationen verknüpft; sie werden in den Analysen unter verschiedenen Aspekten beleuchtet und liefern den Beweis für die Bedeutung audio-visueller Dokumentationen in multidisziplinären, kulturwissenschaftlichen Forschungen.

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JAHRBUCH DES PHONOGRAMMARCHIVS, Band 6

Das Phonogrammarchiv sammelt, dokumentiert und bewahrt unikale Ton- und Videoaufnahmen, die im Zuge von Forschungsfragen – thematisch und regional unbegrenzt – kreiert wurden und die der jeweiligen Forschung als Quellen dienen. Wie entstehen solche Aufnahmen und was bedeutet es, sie in das Archiv einzufügen? Um diesen Fragen nachzugehen, liegt der Schwerpunkt dieses Bandes auf Methoden – in der Feldforschung, in der Archivierung und in der technischen Sicherung. Der gedankliche „rote Faden“ spannt sich von der Forschungsidee über die methodische Auseinandersetzung am Schreibtisch, im Feld und dann im Archiv, wo die audiovisuellen Erkenntnisse in dokumentierte Quellen „umgewandelt“ werden. Die Methoden starten im Generellen und enden im Speziellen, sind wesentlich sowohl in der Feldforschung als auch im Archiv. Mit diesem methodischen „Rundgang“ wird das Phonogrammarchiv hinsichtlich seiner Inhalte von einer ganz besonderen Seite betrachtet.

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JAHRBUCH DES PHONOGRAMMARCHIVS, Band 5

Mit dem Jahrbuch 5 beginnt eine neue Ära. Es wird von nun an bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter dem richtungsweisenden Titel International Forum on Audio-Visual Research – Jahrbuch des Phonogrammarchivs verlegt. Die inhaltliche Zielsetzung ist einerseits auf technische Themen, wie Aufnahmetechnik, Langzeitbewahrung und Re-recording gerichtet, und andererseits auf die inhaltsbezogenen Ausarbeitungen und Auswertungen von im Phonogrammarchiv bewahrten und dokumentierten Audio- oder Video-Quellen. Das Jahrbuch fungiert somit als internationale Plattform für den Gedankenaustausch zu diesen Themen im Kreise von Spezialisten. Die fünf Beiträge dieses Bandes spiegeln eben diese Zielsetzung wider – einerseits sind Technik-fokussierte und inhaltsbezogene Artikel zu finden, und andererseits wird der Innen- und Außensicht Rechnung getragen. Allen Beiträgen gemein ist die Tatsache, dass Technik und Inhalt verschränkt sind und die eine Betrachtungsweise ohne die andere nicht auskommt

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JAHRBUCH DES PHONOGRAMMARCHIVS, Band 4

Das Jahrbuch 4 beinhaltet Beiträge zum Thema „Relationships of Speech Tone and Music“ – einem Thema, das die interdisziplinäre Ausrichtung des Phonogrammarchivs widerspiegelt. Ausgangspunkt war ein mit dem Institut für Corpuslinguistik und Texttechnologie in der ÖAW veranstalteter Workshop zu dieser Materie. Ein ausführlicher Feldforschungsbericht, „Die Wayuu in Bild und Ton“, gibt Einblick in das gewählte Forschungsdesign, die angewandten Arbeitsmethoden und den Einsatz von Audio- und Videotechnik. Zwei Rezensionen von Neuerscheinungen aus den Bereichen Kulturwissenschaften, Anthropologie und Ethnomusikologie sowie der Tätigkeitsbericht für 2012 runden diesen Band ab.

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JAHRBUCH DES PHONOGRAMMARCHIVS, Band 3

Wenn Sie dieser Tage rot sehen, kann das auch an unserem soeben erschienenen Jahrbuch 3 liegen. Den drei von MitarbeiterInnen des Phonogrammmarchivs verfassten Beiträgen zur technischen Forschung und Entwicklung folgen zwei Aufsätze von mit uns kooperierenden WissenschaftlerInnen zum Thema „Kontextualisierung“ sowie ein Artikel zum Arbeitsschwerpunkt „Bedrohte Kulturen“. Zwei ausführliche Feldforschungs- und Konferenzberichte, eine Rezension und schließlich der Tätigkeitsbericht für 2011 gewähren darüber hinaus Einblicke in die audiovisuelle Forschung des vergangenen Jahres.

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JAHRBUCH DES PHONOGRAMMARCHIVS, Band 2

Es ist so weit – auf über 300 Seiten setzen sich sowohl MitarbeiterInnen als auch dem Phonogrammarchiv nahe stehende FeldforscherInnen mit den drei Arbeitsschwerpunkten des Archivs auseinander: der Erforschung und audiovisuellen Dokumentation bedrohter Sprachen und Kulturen, der kontextualisierenden Forschung sowie der technischen Forschung und Entwicklung. Den neun Beiträgen (zu den Themen „Kultur- und Sprachwissenschaft in Himachal Pradesh“, „Aufnahmetechnik und Analyse“ und „Kulturwissenschaften und Geschichte“) und fünf Feldforschungs- bzw. Projektberichten, die allesamt den fächerübergreifenden Ansatz des Phonogrammarchivs illustrieren, folgen zwei Rezensionen und schließlich ein Tätigkeitsbericht für 2010.

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JAHRBUCH DES PHONOGRAMMARCHIVS, Band 1

Der erste Band des Jahrbuchs des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften enthält die Referate des internationalen Symposiums zum Thema „Reflexionen über Arbeitsfelder, Kooperationen und Perspektiven“, das anlässlich des 110-jährigen Bestehens im Jahr 2009 stattfand, sowie einen gerafften Jahresbericht der Institution.

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