28.03.2019

Neue Leitung am Phonogrammarchiv

Zum 15. März hat Kerstin Klenke die Leitung des Phonogrammarchivs übernommen.

Kerstin Klenke ist Musikethnologin. Sie studierte Musikwissenschaft, Ethnologie und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln und Wien und beendete ihr Studium mit einer Magisterarbeit zur Fachgeschichte der Musikethnologie (”Crazy for Pure Products?” Zur Problematik der Popularmusik in der musikethnologischen Forschung). Für ihre Doktorarbeit führte sie extensive Feldforschungen in Usbekistan durch (The Sound State of Uzbekistan. Popular Music and Politics in the Karimov Era, Routledge 2019). In ihrem aktuellen Forschungsprojekt widmet sie sich dem Thema Abchasien – Krieg, Musik, Erinnerung.

Zusätzlich zu ihrer Forschungstätigkeit hat Kerstin Klenke in den vergangenen fünfzehn Jahren mit verschiedenen Schwerpunkten zum Thema Musikarchive gearbeitet. An der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover war sie im Rahmen des EU-Projekts DIScovering Music ARChives(DISMARC) mit Fragen zu Datenbankrechten und der Entwicklung von standardisierten Thesauri zur Erschließung von Musikarchiven in Europa befasst. Als Wissenschaftlicher Koordinatorin des Center for World Music (CWM) an der Universität Hildesheim oblag ihr die Planung der Sicherung, Verwaltung, Erschließung und Präsentation der umfangreichen Sammlungsbestände. Im Zentrum des Projekts The Formation and Transformation of Musical Archives in West African Societies wiederum stand die kritische Reflexion der kolonialen Verfasstheit von Archiven, die in der Konzeption der Abschlusskonferenz Memory, Power and Knowledge in African Music and Beyond ihren Niederschlag fand.

Kerstin Klenkes weitere akademische Stationen waren die Goethe-Universität Frankfurt/Main und zuletzt die Universität Wien.