01.03.2016

Gemeinsames Österreichisch-Tschechisches Geschichtsbuch

Historiker/innen beider Länder erarbeiten die verbindende und trennende Geschichte. Die öffentliche Diskussion erster Ergebnisse wird nun in Tschechien fortgesetzt.

Eine Geschichte, zwei Deutungen – immer wieder ist dieser Satz zu hören, wenn über das Verhältnis zwischen Österreich und Tschechien diskutiert wird. – Beide Länder verbindet bis ins 20. Jahrhundert eine über weite Strecken gemeinsame Geschichte, die jedoch als Folge der Entstehung der modernen National-Gesellschaften unterschiedlich gesehen und interpretiert wird. Ein 20-köpfiges Team aus Historiker/innen beider Länder arbeitet nun an einer gemeinsamen Geschichte beider Länder. Bis 2018 soll ein gemeinsames Österreichisch-Tschechisches Geschichtsbuch fertiggestellt werden. Im Vorfeld werden die Wissenschaftler/innen ihre Forschungsergebnisse mit der interessierten Öffentlichkeit diskutieren. Das gesamte Projekt wird von Niklas Perzi und Hildegard Schmoller vom Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung - INZ der ÖAW koordiniert. Die ersten vier Termine fanden im Herbst 2015 an verschiedenen Orten in Österreich statt.

Nun wird die Debattenreihe in Tschechien fortgesetzt – am 1. März 2016 in Prag mit den Themen "Das 'lange' 19. Jahrhundert | Der Erste Weltkrieg | Die erste österreichische und tschechische Republik".

Weitere Termine zu folgenden Themen:

  • Der Zweite Weltkrieg und die Nachriegsordnung (1938-1948/55) | In den feindlichen Blöcken des Kalten Krieges (1948/55-1968) (31. März 2016 in Brünn)
  • Stereotype und Narrative | Das Leben an der Grenze (7. April 2016 in Znaim)
  • Reform, Stagnation und Krise (1968-1986) | Revolution, neoliberale Wende und europäische Integration (1986-2004) (12. April 2016 in Iglau)

Die Veranstaltungen in Prag und Brünn finden in deutscher und tschechischer Sprache statt, jene in Znaim und Iglau auf Tschechisch.

Einladung zur gesamten Vortragsreihe: Deutsch, Tschechisch

Das Projekt wird vom BMEIA, BMBF, der Stadt Wien und den Ländern Ober- und Niederösterreich, dem Zukunftsfonds der Republik Österreich sowie dem tschechischen Außenministerium, dem tschechischen Schulministerium und den Kreisen Südmähren und Vysočina unterstützt. 

Pressetext