05.01.2018

Förderungen für Quantenforschung vergeben

Das neue Erwin Schrödinger Center for Quantum Science & Technology fördert erstmals fünf Jungwissenschaftler/innen sowie fünf innovative Forschungsprojekte mit insgesamt rund einer Million Euro.

Österreichische Forschungseinrichtungen sind in der Quantenphysik weltweit im Spitzenfeld anzutreffen. Damit das so bleibt, wurde 2016 das Erwin Schrödinger Center for Quantum Science & Technology (ESQ) von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Universität Wien, der Technischen Universität (TU) Wien und der Universität Innsbruck ins Leben gerufen. Es will die Forschungsaktivitäten der 28 in diesem Bereich tätigen Gruppen stärker vernetzen und Forscher/innen fördern, die an der vordersten Front der experimentellen und theoretischen Entwicklung sowie an Zukunftstechnologien in der Quantenphysik arbeiten. Nun konnte das ESQ die ersten, vom Wissenschaftsministerium finanzierten Förderungen in Höhe von insgesamt rund einer Million Euro vergeben.

Beim international ausgeschriebenen „ESQ-Fellowships“-Wettbewerb setzten sich die fünf jungen Forscher/innen Ämin Baumeler von der Università della Svizzera italiana, Sicong Ji von der University of Science and Technology of China, Wolfgang Niedenzu vom israelischen Weizmann Institute of Science, Lauri Toikka vom New Zealand Institute for Advanced Study und Peter Kirton von der schottischen University of St Andrews durch. Sie können mit ihren PostDoc-Stipendien nun zwei Jahre lang Spitzenforschung an ÖAW, TU Wien oder der Universität Innsbruck betreiben.

Gefördert im Rahmen des „ESQ Discovery Programme“ werden fünf außergewöhnlich innovative Forschungsprojekte an ÖAW, Universität Wien und TU Wien: Mit ihren Vorhaben überzeugten in der ersten Ausschreibungsrunde die Projektleiter/innen Jessica Bavaresco, Marcus Huber, Stefan Kuhn, Jörg Schmiedmayer und Philipp Schneeweiß. Ihre grundlegenden Untersuchungen etwa zu Quantenuhren und Thermodynamik, Quanten-Optomechanik oder kalten Atomen werden mit jeweils bis zu 100.000 Euro gefördert.