09.04.2018

ERC Advanced Grants für Pflanzenbiologe und Altertumsforscher

Die ÖAW-Forscher Magnus Nordborg und Stefan Hagel wurden für ihre herausragenden Forschungsleistungen mit jeweils einem Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates ausgezeichnet.

In der aktuellen Ausschreibungsrunde für die höchsten Förderpreise des Europäischen Forschungsrates (European Research Council – ERC) konnten sich einmal mehr Forscher/innen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) durchsetzen. Mit dem Pflanzenbiologen Markus Nordborg, Direktor des Gregor-Mendel-Instituts für Molekulare Pflanzenbiologie der ÖAW und dem Altertumswissenschaftler Stefan Hagel, Wissenschaftler am Institut für Kulturgeschichte der Antike der ÖAW, gingen diesmal gleich zwei der mit jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro dotierten ERC Advanced Grants an Mitarbeiter der Akademie.

Ackerschmalwand und antike Musikinstrumente

Für Markus Nordborg stellt die Zuerkennung des Förderpreises bereits die zweite derartige Auszeichnung dar, nachdem er für seine molekularbiologischen Arbeiten schon 2010 einen Advanced Grant einwerben konnte. Mit dem neuen Förderpreis will Nordborg der epigenetischen Variation bei der Modellpflanze Ackerschmalwand und der Frage, inwieweit diese von evolutionärer Relevanz ist, auf den Grund gehen.

Neue Erkenntnisse zur Musik der Antike verspricht sich indes ERC-Preisträger Stefan Hagel. Der IKAnt-Wissenschaftler forscht bereits seit knapp zwei Jahrzehnten in diesem Bereich. Mit seinem Advanced Grant will er nun insbesondere den Kulturtransfer im Mittelmeerraum, von der Verbreitung antiker Musikinstrumente bis hin zur musikalischen Praxis, detailliert untersuchen.

43 ERC Grants an ÖAW

Mit den beiden neuen Advanced-Grants hat die ÖAW seit Beginn der Vergaben im Jahr 2007 bereits 40 ERC Grants und 3 Proof of Concept Grants eingeworben und war darüber hinaus an 8 weiteren ERC-Grants maßgeblich beteiligt. In Summe konnte die Akademie damit bereits über 70 Millionen Euro an ERC-Förderungen nach Österreich holen. Sie gehört damit zu den erfolgreichsten heimischen Forschungseinrichtungen bei der Zuerkennung von Grants des ERC.