12.05.2015

Davids heilsame Musik

Die Musikwissenschaftlerin Andrea Korenjak spürt historischen Belegen therapeutisch eingesetzten Musizierens nach.

Der auf der Harfe spielende Hirtenjunge David, von dem in zahlreichen historischen Schriften überliefert wird, dass er mit seiner Musik die sogenannte „Schwermut“ König Sauls linderte, gehört zu den beliebtesten Erzählungen über die Heilkraft der Musik.

Andrea Korenjak vom ÖAW-Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM) wird in ihrem Vortrag  in der Wiener Katholischen Akademie „Musik – Heilung – Religion. Historische Dimensionen der Musiktherapie, dargestellt am biblischen Beispiel von Saul und David“ den biblischen Text um seine Deutungsgeschichte erweitert, die vom Glauben an einen „bösen Geist“ bis hin zur modernen Krankheitsdiagnose „Depression“ reicht. Korenjak leitet an Abteilung Musikwissenschaft des IKM das FWF-Projekt „Musik, Medizin und Psychiatrie in Wien (ca. 1780-1850)“. 2014 wurde sie für Ihre Studie „Musik, Heilung und Kultur“ mit dem Kardinal Innitzer-Förderungspreis ausgezeichnet.

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