05.04.2016

Dauerbrenner: Tabakrauch-Kontrolle

Ein Symposium diskutiert internationale Initiativen zur Tabakprävention und Rauchertherapie.

Das Rauchen erst gar nicht beginnen. Das ist der wohlmeinende Rat vieler Eltern an ihre Sprösslinge. Dass das aber oft nicht beherzigt wird, hat persönliche, aber auch gesellschaftliche Gründe. Um die Verantwortung der Gesellschaft, das Rauchen nicht in erster Linie von Gesetzen des Marktes regulieren zu lassen, geht es der Kommission Klima und Luftqualität der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Anlässlich des Inkrafttretens des Tabakgesetzes 2016 im Mai dieses Jahres, und weil Österreich bei der Entwicklung bei der Tabakkontrolle Aufholbedarf hat, veranstaltet sie das Symposium "Tobacco Control, State of the Art and Best Available Practice".

Beim Symposium werden internationale Expert/inn/en wissenschaftliche Erkenntnisse zu Tabakprävention und Rauchertherapie präsentieren: Stanton Glantz, Kardiologe der Universität von Kalifornien in San Francisco, wird über die erfolgreichsten Maßnahmen in Amerika und Australien referieren. Heide Weishaar von der Public Health Abteilung der Universität Glasgow wird berichten, wie es in Nord- und Westeuropa gelang, die Raucherraten nachhaltig zu senken. Im Vortrag des Epidemiologen Giuseppe Gorini vom Krebsforschungsinstitut Florenz geht es um das Passivrauchen,  und Miklós Szócska wird über seine einschlägigen Erfahrungen als Gesundheitsminister Ungarns berichten. In der anschließenden Diskussion mit österreichischen Politiker/inne/n sollen die Novelle zum Tabakgesetz sowie die Akzeptanz und die Durchsetzung legistischer Maßnahmen erörtert werden. Das Symposium ist in englischer Sprache. Die Fragen an Referent/inn/en und Politiker/innen können auf Deutsch oder Englisch gestellt werden.

Einladung http://www.oeaw.ac.at/fileadmin/kommissionen/klimaundluft/Abstracts5AprilKKL.pdf

Anmeldung erbeten bis 31. März 2016 unter kkl(at)oeaw.ac.at