Im Rahmen des Projekts ›Die norisch-pannonische Tracht‹ arbeitet das ÖAI am Aufbau einer webbasierten digitalen Forschungsinfrastruktur, mit deren Hilfe archäologische Artefakte in Form von 3-D-Daten, Bildern und Metadaten frei zugänglich gemacht werden sollen.

Ein erster Schritt dazu ist die Entwicklung von www.cfir.science, einer Webplattform, die Informationen zu römerzeitlichen Fibeln und Trachtbestandteilen bereitstellt. Der Schwerpunkt der Webdatenbank liegt momentan auf den überlieferten Bestandteilen der ›norisch-pannonischen Tracht‹, also Fibeln und Gürtelbestandteilen, die mehrheitlich aus Bronze, aber auch aus Silber und Gold bestehen. Der Großteil der Datensammlung umfasst die in der Fachliteratur publizierten Artefakte, die in eine PostgreSQL-Datenbank aufgenommen werden. Alle erfassten Artefakte werden nach gängigen Klassifikationsschemata (Typologien) geordnet und beschrieben. Im Aufbau befindet sich der Bestand an Bildern und insbesondere an 3-D-Modellen, der durch die Zusammenarbeit mit Museen und Sammlungen (Museum Carnuntinum, Savaria Múzeum, Kunsthistorisches Museum Wien, Oberösterreichisches Landesmuseum) durch Autopsie vor Ort beständig vergrößert wird.

Die Struktur der PostgreSQL-/PostGIS-Datenbank besteht aus drei Grundbausteinen: Fundort – Fundkontext – Objekt. Jedes Objekt ist einem Fundkontext zugewiesen, jeder Fundkontext gehört zu einem Fundort. Letztere sind über Gazetteers und eine GIS-Schnittstelle standardisiert ansprechbar, sodass sie inklusive der Fundkontexte und der Objekte mit anderen Webinitiativen geografisch verknüpft werden können (Konzept der geografischen Interoperabilität). Für die Aufbereitung der Metadaten werden verschiedene Standardformate und Ontologien, etwa Dublin-Core, www.nomisma.org etc., zur Anwendung kommen.

Die technische Umsetzung der Webplattform liegt in den Händen der Multimediafirma 7reasons. Die inhaltliche Betreuung der Datenbank www.cfir.science liegt in Händen des ÖAI und des Instituts für Archäologien der Universität Innsbruck.

Projektleitung

Team

  • Katharina Blasinger (Universität Innsbruck, Institut für Archäologien)
  • Viktor Jansa
  • Sebastian Mühling

Kooperationen

  • 7reasons – Filmproduktion, Medientechnik, Ausstellung, Grafik
  • Gerald Grabherr (Universität Innsbruck, Institut für Archäologien)

Laufzeit

seit 2015

Finanzierung

 

cfir.science