Archäozoologische Überreste im Hinblick auf Kultkontinuität am Gipfel des Hemmaberges

Auf dem Hemmaberg (Kärnten) geben Änderungen in der Zusammensetzung der Opfertierarten oder in den Deponierungsvorgängen Hinweise, ob der im Gipfelheiligtum von prähistorischer bis in historische Zeit ausgeübte Kult durchgängig beibehalten wurde oder einem Wandel unterworfen war.

In Kooperation mit J. Eitler wurde das FWF-Projekt »Kultkontinuität am Gipfel des Hemmaberges« und die dazugehörige Aufarbeitung der archäozoologischen Funde begonnen. Die Tierreste konnten einer durchgehenden Stratigrafie folgend, die von der Bronzezeit bis in das 17. Jh. n. Chr. datiert, geborgen werden. Zwar stehen die archäozoologischen Untersuchungen des Materials erst am Beginn, doch ist bereits abzusehen, dass die typischen Haustiere, Rind, Schaf/Ziege und Schwein, dominant im Fundmaterial vertreten sind.

Veränderungen im Tierartenspektrum oder in Deponierungsgewohnheiten können einen wichtigen und ergänzenden Einblick in eine Kontinuität oder einen möglichen Wandel im Kultgeschehen und den Opfergaben von prähistorischer bis in römische und fränkische Zeit am Gipfelheiligtum gewähren.